Registrierung Kalender Tigerforum-Chat Häufig gestellte Fragen Suche Mitgliederliste Moderatoren und Administratoren Statistik Database Galerie TopListe Glossar Startseite
Tigerforum » Allgemeines » andere Räuber, Jäger, Tiere... » Forschung » Koi-Chirurg » Hallo Gast [registrieren|anmelden]
« Vorheriges Thema Nächstes Thema » Druckvorschau | An Freund senden | Thema abonnieren | Glossareintrag vorschlagen
Antwort erstellen Neues Thema erstellen
Autor
Beitrag
Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Deutschland
Bayern (DE)
Beiträge: 2462
Sesshoumaru ist offline
Themenstarter Dieses Thema wurde von Sesshoumaru gestartet
Koi-ChirurgAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Koi-Chirurg: Wenn Tierärzte Flossen transplantieren...
veröffentlicht: 15.08.04 - 14:54

Stelle (rpo). Er gilt als der König der Gartenteiche: der japanische Koi-Karpfen. Für den edlen Zierfisch legt manch ein Liebhaber Tausende Euro auf den Tisch. Kein Wunder, dass ein verletztes Exemplar nicht einfach ins Klo gespült wird, sondern auf dem Behandlungstisch des einst ersten Koi-Chirurgen Europas landet.

Regungslos liegt der 67 Zentimeter lange Koi auf dem Operationstisch. Vorsichtig öffnet Thomas Mack das Maul des kostbaren Karpfens. Was er sieht, übertrifft seine schlimmsten Befürchtungen. "Ein Knochen schaut heraus und ist vereitert", sagt der Tierarzt. Mack steht unter Zeitdruck. Die von ihm selbst entwickelte Betäubung für den etwa 5500 Euro teuren Koi des Typs Sanke wirkt nur rund 15 Minuten. Wenn er sein Bewusstsein wiedererlangt, muss der Fisch fertig operiert und bereits wieder im Wasser sein.

Mack ist renommierter Koi-Chirurg. Aus ganz Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Spanien kommen Farbkarpfen-Liebhaber in die Tierarztpraxis im beschaulichen Ashausen südlich von Hamburg, um ihre teuren Lieblinge behandeln lassen. Auch aus Japan seien bereits Koi eingeflogen worden, sagt Mack.

Bereits seit zehn Jahren behandelt der Mediziner Fische. Er war damals nach eigenen Angaben der erste Koi-Chirurg Europas. Mittlerweile hat er einige Nachahmer gefunden. Bei der Behandlung der luxuriösen Karpfen ist immer wieder seine Kreativität gefordert. "Wir machen hier experimentelle Therapie", sagt Mack. Im Gegensatz zu anderen Tierarten gebe es für Koi keine Schulmedizin. Außerdem sei derzeit noch kein einziges Fisch-Medikament zugelassen. Deshalb probiert der Tierarzt mit ursprünglich für andere Tiere entwickelten Medikamenten herum.

Behandlung statt Toilettenspülung
Früher seien kranke Fische in der Regel in der Toilette runtergespült worden, sagt Mack. Bei den hohen Preisen der Koi von bis zu 100.000 Euro verbiete sich das schlicht. "Die lässt man nicht einfach sterben."

Mack ist seit der Kindheit von Fischen fasziniert. In seiner privaten Koi-Anlage leben derzeit 64 Koi, alle direkt in Japan gekauft. Zweimal im Jahr fliegt Mack nach Fernost. Meist kommen wenige Tage später Koi per Luftpost hinterher.

In einem Naturteich unweit seines Hauses schwimmen ebenfalls mehrere Koi. "Einige Besitzer lassen ihre Karpfen nach Operationen hier, weil sie die Koi wegen fehlender Flosse oder Operationsnarbe nicht mehr schön finden", sagt Mack. Diese Fische setzt er dann in dem Naturteich aus.

Die meisten Probleme der japanischen Karpfen resultierten aus falscher Haltung, sagt der Tiermediziner. Koi bräuchten reinstes Wasser. Eine teure Filteranlage sei unerlässlich. In einem herkömmlichen Goldfisch-Teich könnten die Tiere nicht gehalten werden. Außerdem sollten keine Steine auf dem Boden liegen. Koi sind so genannte Grundler und schnappen nach allem, was sie am Boden finden.

Wie befestigt man eine Gen-Flosse an einen Karpfen?
Dies ist auch das Problem eines anderen schuppigen Patienten des Tierarztes. Der Koi vom Typ ein Ai-Goromo hat ein vollkommen entzündetes Maul. Grund ist ein eben solcher Kieselstein, der dem Fisch womöglich bereits vor Monaten im Maul stecken geblieben ist. "Ein typischer Anfängerfehler", sagt Mack über den Besitzer, nachdem er den Stein operativ entfernt hat.

Während derlei Behandlungen relativ unkompliziert sind, bereitet dem Tierarzt ein weiterer Patient mehr Sorgen. Der Karpfen hat eine seiner Flossen verloren. Mack will dem Tier in den nächsten Wochen eine neue Flosse transplantieren. Noch weiß er allerdings nicht genau, wie er das mit Hilfe der Gentechnik erzeugte Gewebe an dem Körper des Fisches befestigen soll. Um Rat fragen kann er nicht. Schließlich hat bislang noch niemand versucht, einem Koi eine neue Flosse zu transplantieren.

Quelle: rp-online


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

16.08.2004, 20:17
Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Sesshoumaru senden Homepage von Sesshoumaru Schicke Sesshoumaru eine ICQ-Nachricht  
  « Vorheriges Thema Nächstes Thema » Standard | Brettstruktur | Baumstruktur
Antwort erstellen Neues Thema erstellen
Gehe zu:

Powered by: Burning Board 1.1.1 © 2001 WoltLab GbR
Code-, Style- und Templateanpassung © 2004 by Sesshoumaru
Seitenabrufe pro Tag im Durschschnitt: 14742.79
.: Kontakt :. | .: Impressum / Disclaimer :.