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Sesshoumaru
sama




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In Bombay herrscht das Gesetz des Dschungels
Zwanzig Leoparden-Angriffe innerhalb von sechs Monaten

By. Delhi, Anfang Juli

Es ist nicht üblich, dass Mensch und Tier im Kampf um Lebensraum so direkt aufeinander prallen wie in Bombay. Allein im Juni wurden zehn Bewohner der Stadt Opfer von Angriffen durch Leoparden. Die westindische Metropole, eine der grössten Städte der Welt, liegt auf einer Landspitze, die in die Arabische See hinausragt; sie kann sich nur nord- und ostwärts ausdehnen. Im Norden allerdings wird sie vom Borivli-Nationalpark gebremst, dessen 103 Quadratkilometer die einzige grüne Lunge der Riesenstadt darstellen, mit einem See mittendrin, der zudem einen Teil des Dursts der achtzehn Millionen Einwohner stillt. Nationalparks geniessen in Indien umfassenden Rechtsschutz, doch vermag der Staat den demographischen Druck nicht aufzufangen. Nicht weniger als 61 000 Familien haben in den letzten Jahrzehnten die nur mit Tafeln markierte Grenze zum Borivli-Park überschritten und sich auf dessen Gebiet niedergelassen.

Dies hat die im dicht bewaldeten Park ansässigen Wildtiere immer stärker eingeschnürt. Mit der Zahl illegaler Siedlungen nahmen in den vergangenen Jahren auch die Überfälle von Leoparden zu, von denen 35 bis 40 im Park ansässig sind. In diesem Jahr hat die Zahl der Zwischenfälle nun dramatisch zugenommen. Insgesamt sind seit Januar neunzehn Personen von Leoparden angefallen worden, vierzehn von ihnen starben an ihren Verletzungen. Die Opferzahl lag mit zehn Toten im Juni besonders hoch, was Umweltaktivisten auf die Hitze zurückführen, welche viele der Bewohner trotz der Gefahr im Freien schlafen lässt. Die meisten Opfer sind allerdings Personen, die am frühen Morgen oder spätabends im Wald ihre Notdurft verrichten und dabei Leoparden aufschrecken. Aber auch Waldgänger aus angrenzenden Wohnkolonien werden angefallen, wenn sie frühmorgens ihren Gesundheitsspaziergang machen. Zu den Opfern im Juni gehören ein Anwalt, zwei vierjährige Mädchen und ein achtzigjähriger Mann.

Die Behörden sind weitgehend machtlos. Zwar waren 1997 viele der illegalen Siedler nach einem Gerichtsbeschluss umgesiedelt worden. Doch seitdem haben sich erneut 12 000 Familien oder insgesamt rund 50 000 Menschen neu niedergelassen, zusätzlich zu jenen in den illegalen Wohnkolonien, die dank politischer Protektion der Zerstörung entgehen konnten. Auch der Bau eines Mauerrings, mit dem vor einigen Jahren begonnen worden war, wurde wegen der zahlreichen Breschen in den fertiggestellten Partien inzwischen aufgegeben. Normalerweise, so wurde ein Umweltschützer in der Presse zitiert, greifen Leoparden Menschen nicht an. Es sollen auch genügend Hirsche und Affen im Park leben. In den letzten Jahren wurden zunehmend herrenlose Hunde gerissen, und Menschen bieten den Leoparden eine weitere Gelegenheitsbeute. Um dem wachsenden Druck einer immer ängstlicheren Bevölkerung zu begegnen, hat sich die Stadtverwaltung nun zu einem Verzweiflungsopfer entschieden. In den nächsten Tagen sollen im Borivli- Park 500 Schweine ausgesetzt werden.

Quelle: NZZ-Online


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

05.07.2004, 12:36
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Lazywolf
Wolfswelpe




Dabei seit: April 2003
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Lazywolf ist offline
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Also es ist wesentlich besser, als diese Tiere zu jagen und zu töten, weil sie Menschen angefallen haben. Auf diese Art wird doch eine wesentlich friedlichere Lösung gefunden und die Raubtiere bekommen trotzdem jagbare Nahrung.
Gruß
Werwelpe Lazywolf senior

04.07.2004, 12:14
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TamedTigress
Amurtigerin




Dabei seit: April 2003
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Beiträge: 2187
TamedTigress ist offline
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So neu ist das nicht. Entweder ist der Artikel schon was aelter oder man hat das woanders schon mal gemacht. Ich glaube da wurden Ziegen im Wald frei gelassen damit Tiger oder Leos nicht in die Doerfer zu kommen brauchen.

Moralisch zwiespaeltig aber wenn`s hilft die Tiere satt zu kriegen und Frieden zu stiften zwischen Mensch und Leopard...

TT

30.06.2004, 21:12
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Black Panthera
the SilverDragon




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Rheinland-Pfalz (DE)
Beiträge: 630
Black Panthera ist offline
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Sicherlich mag es grotest wirken, aber die Idee ist doch gar nicht mal so schlecht.
Den Schweinen geht es doch auch nicht viel besser oder? Eigentlich ja schon, sie sind frei!
Ob sie jetzt als Beute fungieren und irgendwann dem Leoparden zum Opfer fallen oder als Schlachtvieh bis zum Tode dahinvegetieren.

Und es kommt dem Leoparden gut. Er hat Beute, sieht von den Menschen ab, wird also auch nicht von den Menschen gejagd.

Den einzigen Nachteil wo ich darin sehe ist der, dass die Leoparden an die Nähe des Menschen bleiben, denn die Schweine sind nicht immer so weit weg vom Menschen. Zudem sind Schweine eine andere Beute, sie sind nicht so "schreckhaft" wie wildes Vieh. Der Leopard könnte sich zu sehr an dieser harmlosen Beute gewöhnen und evtl. richtige Beute nicht mehr jagen.

Ich weiss ja nicht wie die ihre Tiere halten, doch kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Schweine wissen was Feind ist und was nicht.


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In Memory: J A M I E


Weiss wie Schnee, wandelt meine Seele dahin,
in der Welt, wo ich nicht bin.

Lange Zeit soll gehen, bevor ich dich wieder sehe,
solange werd ich im Untergrund vor Schmerz vergehen!

30.06.2004, 16:54
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Sesshoumaru
sama




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Es grenzt schon an grotesk, wenn man sieht auf was für Ideen die Leute so kommen. Als ich die Überschrift las, dachte ich schon sie würden vor jedem Haus einen Pflog in den Boden rammen und ein Schwein daran fest binden. Trotzdem bin ich skeptisch bei dieser Art von Wildtierfütterung. Das man angesichts der "vielen" Opfer nicht schon marodierend durch den Wald gezogen ist ist schon fast ein Wunder. Aber ich will mir abgewöhnen nicht immer alles so negativ zu sehen.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

30.06.2004, 14:53
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