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Tigerfreund
-




Dabei seit: Januar 2002
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Tigerfreund ist offline
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@Kidogo

Nur ganz kurz:

Zitat: "hmmm, elektro-stimulation zum elektroschock zu reden, ist mir eine spur zu dramatisch und reisserisch, den hinweis auf eine vergewaltigung finde ich aber durchaus berechtigt!"

Wieso eigentlich reisserisch?
Eine Elektrostimulation? Welch harmloser Ausdruck. Dürfte von der Zoolobby stammen. Dort heisst es auch "Einschläfern" wenn sie Tiere um die Ecke bringen.

Mich würde wirklich interessieren, ob Du immer noch von "Stimulation" sprechen würdest, wenn man Dir in einer absolut hilflosen Situation etliche Volt´s durch den Schniedel jagte, nur um danach dicke Geschäfte mit Deinem Sperma zu machen, für die Du nie und nimmer zugestimmt hättest...

Denk mal drüber nach.

29.06.2004, 13:55
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Kidogo Gepard
acinonyx jubatus




Dabei seit: Februar 2002
Herkunft: Serengeti, hinten links

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Kidogo Gepard ist offline
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hmmm, elektro-stimulation zum elektroschock zu reden, ist mir eine spur zu dramatisch und reisserisch, den hinweis auf eine vergewaltigung finde ich aber durchaus berechtigt!

irgendwie erinnert es mich an den erst gestern ausgestrahlten 'patch adams'-film, der sich in einer seiner kernaussagen mit der frage beschäftigte, ob es aufgabe eines arztes sein sollte, für das bedingungslose über- und fortleben des patienten zu sorgen oder ob es im rahmen der lebenserwartung des patienten nicht eher um die verbesserung der lebensqualität gehen müsste.
gerade das wort 'leben' ist das synonym für die mehrwertigkeit, denn überleben heisst nicht zwangsläufig leben.

hier bleibe ich bei meiner schon öfter formulierten meinung, dass man als mensch die größe (auch wenn es das mindeste ist) haben sollte, tiere in würde (aus)sterben zu lassen, wenn man sich schon nicht in würde leben lassen konnte. sich plötzlich zum bewahrer der tiere zu berufen, während man noch 5 minuten zuvor mitgeholfen hat, sie auf ein mindestmaß zu reduzieren, um im retter-geiste nicht einmal den wenigen verbliebenen ein menschenfreies dasein zu gestatten, ist der blanke hohn. erst recht vor dem hintergrund, dass man zum zwecke der arterhaltung tiere erheblichem stress aussetzt, um mit eher wenig ausgereiften methoden die fortpflanzung in die eigenen hände zu nehmen. anstatt die ursachen der zunehmenden lebensraum-verringerung zu beheben und den tieren das fortpflanzen weiterhin selbst zu überlassen, laboriert man dilettantisch an den symptomen herum. wahrscheinlich mit dem gewissen, etwas gutes zu tun (siehe: prestige-thread), ignoriert man, dass diese tiere letztlich vom menschen abhängig werden, ungefragt ihre selbstbestimmtheit aufgeben müssen, dass sie auch in zukunft keinen lebensraum finden, solange sich der mensch ungebremst zu neuen populationsrekorden vögelt und sie ab diesem zeitpunkt nur noch überleben, nicht leben.

erhaltung des lebens nicht um jeden preis, denn wer nicht leben darf, soll wenigstens sterben dürfen. aber ich denke, der mensch kann nichts am leben lassen, was ihm in vielen dingen überlegen ist. es sei denn, es ist die bedingung erfüllt, dass eine art nur noch durch den menschen erhalten werden konnte – als zeichen göttlichen wohlwollens der allmachts-willkür.

um es mit herbert grönemeyer zu sagen: "uummmm, was soll das?"

29.06.2004, 05:41
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Tigerfreund
-




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Rate doch mal...

Beiträge: 206
Tigerfreund ist offline
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Um der Diskussion des Für- und Wieders dieser Samenbankgeschichte ein Ende zu setzen, folgender kleiner Ausschnitt aus meiner Zooschweinereienseite:

Wussten Sie, daß in wissenschaftlichen Betrieben Tiere wie Großkatzen für ihre Vermehrung grausamst vergewaltigt werden?

Wussten Sie, daß der Samenerguss des Katers unter Vollnarkose mit Elektroschocks herbeigeführt wird?

Das die Katze ebenfalls in Vollnarkose gelegt wird, um sie danach künstlich zu besamen bzw. wissenschaftlich zu vergewaltigen? Wussten Sie, daß bei dieser Methode viele seltene Tiere ihr Leben lassen?

Wussten Sie, daß diese Art der wissenschaftlichen Vergewaltigung in Zoos gang und gebe ist, weil die natürliche Vermehrung oftmals nicht klappt, weil die
Tiere bereits total verhaltensgestört sind?

Was würde wohl passieren, wenn man so mit Menschen umginge?

So viel dazu. Vielleicht fällt es jetzt leichter, gegen diese Schweinerei zu stimmen. Stellt Euch mal vor, so würde man mit irgendwelchen Ureinwohnern umgehen, die man zuerst an den Rand der Ausrottung gebracht hat, um sie danach mit derart grausamen Methoden in Gefangenschaft zu vermehren, nur daß das lüsterne Publikum etwas zu begaffen hat, während der "Überschuss" um die Ecke gebracht wird....

Und dazu kommt, daß viele Zoos nur darauf warten, daß die wildlebenden Tiere endgültig ausgerottet sind. Dann rollt der Rubel nämlich erst recht! Darüber dürfte auch diese abscheuliche Sarah Christie nachdenken, die sich mit diesen Tiervergewaltigungen und Tiermorden Ruhm und Reichtum verspricht.
Pfui Teufel. So eine Furie gehört ins Löwengehege geschubst, damit die Kleinen etwas zum spielen haben!

Mit den ganzen Subventionen die für wissenschaftliche Zoos verprasst werden, könnte man die natürlichen Lebensräume sichern/bewachen - aber wer will das schon. Es sind doch alle hinterm Kommerz her.


Gute Nacht.

29.06.2004, 02:45
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Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Deutschland
Bayern (DE)
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Sesshoumaru ist offline
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Ich bin mir bei der Sache aus zwei einfachen Gründen unsicher. Zum einen die gleichen Bedanken wie Tirica - was wenn die Rettung mit dem Lebensraum fehl schlägt?? Und auf der anderen Seite warum sollten die Menschen aufhören die Natur zu zerstören, wenn doch alles gefrohren im Kühlschrank bereit liegt um neu erschaffen zu werden??

Objektiv kann ich nicht mehr dazu sagen.... leider. Allderdings ist das was TamedTigress gesagt hat schon ein triftiger Grund die Leitung eines solchen Projekts zu tauschen. Es ist nicht zuverantworten was diese Frau dort ernsthaft erwogen hat.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

28.06.2004, 23:27
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Tirica
Ozelopardin




Dabei seit: November 2002
Herkunft: Österreichs Regenwald / Costa Rica

Beiträge: 795
Tirica ist offline
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Natürlich, das stimmt, Nettwork! Aber, was ist, wenn die Bemühungen derer, die den Lebensraum schützen wollen echt schief gehen? Dann wären wir bestimmt froh, um Genmaterial. Auch wenn es nicht der beste Weg ist.


__________________
Viele, die leben, verdienen den Tod und viele die Sterben würden das Leben verdienen. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch mit deinem Todesurteil nicht so schnell bei der Hand!

Gandalf/ J.R.R. Tolkien

28.06.2004, 16:11
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nettwork
Panthera leo




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Herkunft: Österreich
Salzburg (A)
Beiträge: 702
nettwork ist offline
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Das ist doch eine Kapitulation vor der Zerstörung der Lebensräume. Wenn ich anfange Raubkatzen im Reagenzglas zu züchten, weil es in freier Natur nicht mehr gelingt, dann ist das ja bereits der Anfang vom Ende. Letzendlich werden ein paar Tiere in Zoos überleben und so weit degenerieren, dass eine Auswilderung undenkbar wird. Der restliche Lebensraum wird zerstört, weil es ja eh die Tiere in den Zoos gibt und eine einmalige Artengemeinschaft wird für immer verloren gehen.
Ich könnte mich endlos aufregen über so was. Natürlich bekommen sie dafür kein Geld - es ist einfach der falsche Ansatzpunkt!


__________________
Unmöglich ist eine Meinung
und keine Tatsache!
(Adidas Werbung)

25.06.2004, 22:51
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TamedTigress
Amurtigerin




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Rheinland-Pfalz (DE)
Beiträge: 2187
TamedTigress ist offline
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Sarah Christie ist die Dame die die Zeugung und anschliessende Ermordung kerngesunder Tierbabies befuerwortet um Publikum anzuziehen und der Mutter durch die Jungen ein "erfuellteres Leben" im Zoo zu bescheren!

TamedTigress

25.06.2004, 14:02
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Sesshoumaru
sama




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Spermaspenden sollen Raubkatzen retten

Bedrohte Tiger- und Leopardenarten sollen in Zukunft mit Hilfe von Samenbanken vor dem Aussterben bewahrt werden. Umweltschützer aus London wollen Sperma von Zootieren aus ganz Europa sammeln.

Experten schätzen, dass in der Wildnis nur noch knapp 30 Amur-Leoparden leben. Auch verwandte Arten sind vom Aussterben bedroht: Der Sumatra-Tiger sei nur noch mit 500 Individuen vertreten, der Sibirische Tiger gerade mal mit 400. Umweltschützer aus London haben deshalb Zoos dazu aufgerufen, Sperma von ihren Großkatzen zu spenden. Das Ziel ist eine Samenbank, die einen wertvollen Puffer bilden könnte, wenn natürliche Zuchtprogramme versagen.

Samenbanken und künstliche Befruchtungen sollen nicht die natürlichen Zuchtprogramme ersetzen, betont Projektleiterin Sarah Christie, Großkatzen-Expertin der Zoological Society of London. Aber die Spermaproben könnten wertvolle Hilfe leisten, wenn etwa die Paarung zweier Großkatzen auf anderem Wege nicht gelingt oder ein besonders wertvolles Männchen stirbt. Mit Hilfe einer Samenbank könne es auch postum noch Vater werden.

Bisher sind noch nicht viele Großkatzen in Reagenzgläsern gezeugt worden. Bei Geparden ist diese Methode bereits sehr erfolgreich. Bei Sibirischen Tigern wurden erst zwei Exemplare auf diese Weise gezeugt, beim Amur-Leopard noch kein einziges.

Christie hat Zoos in ganz Europa darum gebeten, sie zu benachrichtigen, wenn eine männliche Großkatze in Narkose versetzt werden soll, damit dem schlafenden Tier bei dieser Gelegenheit Sperma abgezapft werden kann.

Bisher hat das Team noch Probleme mit hohen Fahrtkosten und den Genehmigungen, Samen über so weite Strecken zu transportieren. Trotzdem hofft Christie, dass ihr Projekt einmal zu einem "genetischen Rettungsboot" für bedrohte Tiere wird. Bis es soweit ist, will die Forscherin das Projekt auf unbestimmte Zeit fortführen und so viel Sperma sammeln wie möglich.

Quelle: Spiegel.de


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

25.06.2004, 12:24
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