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tiger-lilly
Tiger




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Bei Vistaverde hab ich gerade diesen etwas älteren Artikel gefunden, der gut zum Thema passt:

Artensterben: Sympathieträger leben länger

Auch die Wissenschaft trägt ihren Teil zum weltweiten Artensterben bei, glaubt ein australischer Ökologe. Bei
der Erstellung von Roten und Schwarzen Listen würden überwiegend "schillernde" Arten erfasst und die "grauen Mäuse" gleichzeitig zum Aussterben verurteilt.

(jkm) - Listen von ausgestorbenen oder bedrohten Tier- und Pflanzenarten dienen als Grundlage für Entscheidungen in Naturschutz und Politik. Mark Burgman von der Universität Melbourne glaubt, dass solche Listen ein verzerrtes Bild der Realität wiedergeben. Umso schlimmer sei es, dass Schwarzen und Roten Listen eine solche Bedeutung beigemessen werde.

"Wenn wir uns bei der Arterhaltung weiterhin auf solche Listen stützen, steht uns ein Massensterben bevor, dass das Aus- sterben der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren in den Schatten stellt", schreibt der Forscher im "Australian Journal of Botany".

Burgman beruft sich auf Erfahrungen, die er bei der Mitarbeit in US- amerikanischen und australischen Expertengruppen gemacht hat. Dabei liege der Schwerpunkt stets bei spektakulären, hoch- spezialisierten oder nur an wenigen Orten vorkommenden Arten.

Dies seien meist höhere Pflanzen und Wirbeltiere, über den Status von Pilzen oder Algen sei dagegen nur wenig bekannt. "Veränderungen in den Listen beruhen meist auf neuen Erkenntnissen, und nicht etwa auf Veränderungen im Gefährdungsgrad einer Art."

"Für die weniger ansprechenden Arten interessiert sich kaum ein Wissenschaftler, weswegen sie in keine Schutzliste aufgenom- men werden", so der Forscher, "und daher wird auch nichts für ihren Erhalt unternommen."

Dieser selbstverstärkende Mechanismus führe dazu, dass den ohnehin interessanten Arten noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, während die scheinbar uninteressanten Arten unbeachtet bleiben.

Beispielsweise umfasse die Rote Liste für Tasmanien 650 Arten, 200 davon seien jedoch Vertreter einer einzigen Gruppe von Schnecken.

Quelle: Vistaverde.de

09.10.2004, 17:30
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tiger-lilly
Tiger




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@nettwork

kann mich deinen Worten nur anschließen. Aber manchmal merkt man erst zu spät, daß viele Tierarten für ein ganzes Ökosystem überlebenswichtig sind, wie z. B. der Dodo, der das Überleben einer ganz bestimmten Baumart auf Mauritius gesichert hat.

09.06.2004, 19:50
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nettwork
Panthera leo




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Ich glaube es ist auch die Aufgabe der Tierschutzorganisationen sog. Flaggschiffarten zu finden. Das sind Arten, die die Sympathie der breiten Masse bereits auf ihrer Seite haben und die stellvertretend für ein ganzes Ökosystem stehen.
Gemeinsam mit dem Tiger werden auch hundete Quadratkilometer seines Lebensraums geschütz, gleichzeitig jedes Beutetier und alles, was in der Nahrungskette noch tiefer steht, bis hin zu den Pflanzen. Denn wir kennen ja den Kartenhauseffekt, wenn man ganz unten eine Karte herauszieht!

Ein Beispiel: Vergangenes Jahr hat man in Österreich den Alpenbockkäfer zum Insekt des Jahres erklärt. Das ist ein sehr schönes, blau gestreiftes Insekt, das sofort auffällt. Aber es steht auch stellvertretend für alle bedrohten Insektenarten, die von Totholz abhängig sind...


__________________
Unmöglich ist eine Meinung
und keine Tatsache!
(Adidas Werbung)

09.06.2004, 19:46
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tiger-lilly
Tiger




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Im Vergleich zu manchen Menschen, sind aber Affen wesentlich hübscher.

09.06.2004, 19:18
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Azalea
Anmar




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Zitat:
P.S.: Ist mir klar dass ich damit alleine da stehe aber ich persoenlich finde Schimpansen und fast alle anderen Affen uebringes haesslich.


Keineswegs, ich finde Affen auch hässlich, aber das ist Sache der persönlichen Ästhetik.


Zitat:
Erst wollten sie Blutegel aus einem Labor befreien und dann haben sie die Tiere dort gelassen, weil sie ihnen zu häßlich waren.


Na, das nenn ich mal unprofessionell.


Zitat:
Bestes Beispiel ist die Wandertaube, deren Bestand mal auf 4,5 Milliarden Tiere geschätzt wurde und in nur 100 Jahren ausgerottet wurde.


Jemand, der unter einer Insektenplage litt, wird wohl ähnlich denken. Ameisen, Heuschrecken, etc.


__________________
Es ist ein Irrtum zu glauben, man könne jedes größere Problem einfach mit Kartoffeln lösen.

09.06.2004, 19:02
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tiger-lilly
Tiger




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Es gab mal eine Tierschutzorganisation, die haben auch irgendwie Abstriche bei ihrer "Tierrettung" gemacht. Erst wollten sie Blutegel aus einem Labor befreien und dann haben sie die Tiere dort gelassen, weil sie ihnen zu häßlich waren. Leider kann es auch immer wieder vorkommen, daß Tiere die mal eine Plage waren und deshalb schon als hässlich empfunden werden plötzlich so selten werden (durch Umweltveränderung oder Jagd), daß sie eines Tages aussterben. Bestes Beispiel ist die Wandertaube, deren Bestand mal auf 4,5 Milliarden Tiere geschätzt wurde und in nur 100 Jahren ausgerottet wurde.

09.06.2004, 17:09
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TamedTigress
Amurtigerin




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Hei Tiger-Lilly,

also ich wuesste nicht dass irgendwer mal gesagt hat dass "haessliche" Tiere aussterben sollen aber irgendwie hast Du schon recht - da ist weniger Interesse.

Wir haben unsere Lieblingstiere fuer die wir uns interessieren und vielleicht sogar auch persoenlich einsetzen, und dabei vergessen wir ganz dass andere auch eine Lobby brauchen. Ich fange da gerade erst an umzudenken und mich auch einmal an die anderen zu erinnern.

Es gibt ja Organisationen die sich fuer *alle* Tiere einsetzen waehrend ein einziges wie der Tiger bestimmt 10 hinter sich stehen hat - wer letztendlich wirklich etwas bewirkt ist eine ganz andere Sache.

Bei uns im Zoo gibt es auch Tiere die haben kaum Sponsoren, deshalb gab es die letzte Weihnachten zum "Sonderpreis". Irgendwie traurig...

Sowas aehnliches gab es hier uebrigens schon mal.

TamedTigress

P.S.: Ist mir klar dass ich damit alleine da stehe aber ich persoenlich finde Schimpansen und fast alle anderen Affen uebringes haesslich.

09.06.2004, 16:39
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tiger-lilly
Tiger




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Wie kommt es nur, daß sich viele Menschen nur für die Erhaltung von Tieren einsetzen, die irgendwie ins "Süss-Schema" unserer Betrachtungsweise passen, wie Pandas oder Schimpansen. Aber Tiere die wir allgemein hin als häßlich empfinden (wie z. B. Insekten) sollen aussterben.

09.06.2004, 16:26
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