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Marie Juana
Tripel-As




Dabei seit: Januar 2004
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Beiträge: 187
Marie Juana ist offline
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ich verstehe das nicht, ehrlich gesagt.
ich glaube, wenn ich zu meinem hausarzt ginge und würde ihm sagen, ich will mir mein bein amputieren lassen, weil das mich so häßlich macht - er würde ALLE hebel in bewegung setzen... damit ich den passenden therapeuten finde... und recht hätte er!!!

wie krank IST das denn? bein amputieren lassen... und die störung als solche bzw. deren entstehungsursache wird doch dadurch nicht beseitigt. also ist doch damit zu rechnen, daß als nächstes das andere bein "häßlich" ist oder daß es nachher heißt, mir fehlt ein bein, also bin ich nicht vollwertig...

wenn ich arzt wäre, ich würde einen patienten mit diesem ansinnen auch schleunigst zum psychiater schicken. denn nur DER kann auch auf längere sicht helfen...


aber queencheetah, bitte rede nicht von "durchgeknallten und verrückter Irren sein". das sind leute, die krank sind. der eine hats am bein, der zweite im magen und der dritte an der psyche - krank ist krank. meinst du nicht, daß man solche leute eher dazu bringen sollte, sich behandeln zu lassen, wenn sie es selbst noch nicht eingesehen haben, daß es notwendig ist? klar ist für einen gesunden menschen nicht alles nachvollziehbar, was kranke menschen tun, aber diese haben immer einen für sie nachvollziehbaren grund.

was selbstmord angeht, das ist in der tat ein zweischneidiges schwert. meiner meinung nach ist es so, daß wer sterben will, auch das recht dazu haben sollte - sofern man es sich reiflich überlegt hat. wenn man die leute rettet und sie WIRKLICH sterben wollen, werden sie den versuch sowieso wiederholen.

das problem ist jedoch folgendes:
nur mal ein fallbeispiel: ich finde im park einen schlafenden menschen vor, neben dem unmengen von leeren pillenschachteln liegen...
in dem moment kann ich nicht beurteilen, ob derjenige lange drüber nachgedacht hat, was er tut oder ob es selbstmord im affekt war. ob er zb unheilbar krank ist oder ob seine freundin ihn verlassen hat und er glaubt, ohne sie nicht mehr leben zu können. vielleicht ist er auch besoffen gewesen, wollte EINE pille nehmen und hat einfach die kontrolle verloren und alle geschluckt.

zwei möglichkeiten für MICH:
ich verschwinde klammheimlich und lasse ihn sterben, oder ic hole hilfe.

wenn ich hilfe hole, wird derjenige medizinisch behandelt werden und erhält vielleicht noch einen "erholungsurlaub auf der geschlossenen" - auch nicht das gelbe vom ei, aber ich kenne viele leute, die dort gewesen sind und am ende froh waren, daß sie in der klinik landeten und nicht im grab. sie haben an ihren problemen gearbeitet und sind dankbar, daß sie noch leben. wenn dies NICHT der fall ist, hat der betreffende immer noch die möglichkeit, das spielchen mitzuspielen, sich möglichst schnell wieder entlassen zu lassen und sich anschließend DOCH das leben zu nehmen. seine sache. jeder entscheidet für sich.

ich kann aber auch abhauen udn sagen "dem seine sache, es ist sein leben, soll er machen was erwill."
aber: erstens werde ich wohl immer wieder dran denken müssen: was ist mit ihm, hat er überlebt, hat ihn jemand anderes gefunden, ist er mit schweren behinderungen aufgewacht... und zweitens ist da noch die juristische seite. irgend jemand, der mich zufällig kennt, sieht, daß ich da gewesen bin und keine hilfe geholt habe. stirbt der selbstmörder, köntne mich die familie verklagen, und ich muß vors gericht. es kann auch sein, daß er überlebt und zb sein augenlicht verliert. er will wissen, wie das im park so war, und erfährt, daß ich ihn hilflos habe liegen lassen. dann bin ich juristisch gesehen genauso dran.

ich würde es also so handhaben:
wenn ich davon wind kriege, daß sich einer umbringen möchte oder jemanden nach einem versuch auffinde, würde ich IMMER hilfe holen. ich muß mich selbst schützen, sowohl juristisch als auch vom gewissen her. wenn derjenige mich nachher verflucht, weil ich ihn "gerettet" habe, ist das sein bier - es gibt ja schließlich genügend möglichkeiten, sich umzubringen OHNE daß es jemand merkt oder OHNE noch rechtzeitig gefunden zu werden. eine garantie hat man nie, selbst wenn man sich mit seinen pillen im tiefsten dickicht verkriecht (auch hier kann der förster oder ein pilzsammler einen noch rechtzeitig entdecken), aber jemand, bei dem es EIN mal schiefgegangen ist, wird beim nächsten mal planvoller vorgehen. und wenn man intensiv drüber nachdenkt, gibt es jede menge 99%ig sichere möglichkeiten, es doch noch zuende zu bringen...

Dieser Beitrag wurde von Marie Juana am 20.01.2006, 09:23 Uhr editiert.

20.01.2006, 09:03
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TamedTigress
Amurtigerin




Dabei seit: April 2003
Herkunft: Edinburgh
Rheinland-Pfalz (DE)
Beiträge: 2187
TamedTigress ist offline
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Ich habe vor ein paar Wochen eine Sendung gesehen ueber diese Dismorphiestueroung. Eine Patientin hat sich fuer £ 20.000 unters Messer begeben und hier und da an sich schnibbeln lassen.

Dennoch hat sie sich nie nach all den Operationen besser gefuehlt und ich bezweifle stark dass dies bein einer Amputation anders sein wuerde. Dieses negative Selbstbild ist so tief in diesen Menschen verankert dass es mit den eigentlichen Aussehen gar nichts zu tun hat (einer der Maenner in der Sendung war Fotomodell und total super durchtrainiert, sagte aber dass er, obwohl er so viel Zeit im Fitnesstudio verbringt, dabei nicht in den Spiegel schauen kann).

Genau wie ich es falsch und gierig finde an schoenen, normalen Menschen oder eben Dismorpiepatienten Schoenheitsoperationen durchzufuehren finde ich es auch fasch von Aerzten gesunder Koerperteile zu amputieren. Schoen und gut wenn die Operation selbst und die anschliessende Behinderung nicht unterstuetzt wird aber wenn die OP schief geht und der Patient z. B. auf anderen Ebenen behindert bleibt wird er ja doch wieder der Gesellschaft zur Last fallen? Irgendeiner muss diese armen Menschen ja dann nun einmal pflegen.

Und selbst wenn die OP gut verlaeuft und der Patient dann ohne Beine wieder aufwacht wird er sich dadurch doch kein bisschen besser fuehlen.

TamedTigress

20.04.2005, 19:53
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PetraB.
Alpha-Wolf




Dabei seit: Februar 2002
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Beiträge: 1301
PetraB. ist offline
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Nun,

ich habe auch mal ein bisschen geschmökert und festgestellt, dass ein Amputationswunsch aufgrund einer psychischen Störung, genannt "Dysmorphophobie" oder auch "körperdysmorphe Störung" entstehen kann. Hier ein Link zum Thema Vermeintliche Körperentstellung.

Desweiteren tat sich mir ein Abgrund auf, der in Richtung "sexueller Fetisch" geht. Hier ein Link zu einem themenspezifischen Forum. Diese Menschen bezeichnen sich selbst als "Wannabes" bzw. es gibt weitere Bezeichnungen für "Liebhaber" verschiedener amputationsbezogener "Vorlieben". Ganz offensichtlich gibt es da eine regelrechte "Szene".

Wo ich mich beim Vorliegen eines dysmorphophobischen Krankheitsbildes noch für eine von der Gemeinschaft (Krankenkasse) getragene Behandlung ausspreche (Amputation scheint hier ohnehin keine Behandlungs- und/oder Heilmethode darzustellen), so sollen die Fetischisten allein sehen, wie sie klarkommen. Sie sollen jeden Cent (OP, Nachsorge, Prothese, etc.) selbst bezahlen und auch von Behindertenausweisen, Renten, Sonderzuwendungen etc. explizit und lebenslang ausgeschlossen werden.

Von mir aus kann sich jeder so viel abschneiden lassen, wie er will, aber auf eigene Kosten und Risiko und auch alle daraus sich ergebenden Konsequenzen, wie beispielsweise Arbeitsunfähigkeit ALLEIN bewältigen und vor allen Dingen FINANZIEREN!

Was den maninsch-depressiven Gefängnis-Insassen angeht, so wundert es mich, dass der Mann nicht therapiert wird und keine entsprechenden Medikamente erhält. Ansonsten ist er halt im Knast und kann sich keine Rasierklingen kaufen, muss folglich auf "komfortable Selbstverletzung" verzichten. Da muss er sich halt behelfen. Er kann sich beissen oder, wie bereits vorgeschlagen, mit dem Kopf vor 'ne Wand rennen oder was weiss ich ... also so eine Klage ist in meinen Augen echt ein Witz (ein schlechter).


__________________

... and yesss ... my rage ...
© Alpha P.

Dieser Beitrag wurde von PetraB. am 21.04.2005, 00:18 Uhr editiert.

20.04.2005, 18:15
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Flatline
Jungwolf




Dabei seit: April 2004
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Flatline ist offline
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Dieses Thema ist wirklich extrem bizarr und ich denke, es hat weder mit SVV, noch mit Geschlechtsumwandlung (Mann zu Frau & vice versa!) tun. Tja, es gäbe da schon eine auf solche Leute perfekt zugeschnittene, zugegebenermaßen krasse Lösung, mit der aufgrund eines solchen Wunsches, sogar Leuten in Entwicklungsländern geholfen wäre ohne andere (Ärzte, Psychologen, Metzger…halt!....nicht Letztere! Oder grade die?) in diese skurilen Wünsche hineinzuziehen.

1. zum Eingangsposting: Wer einen Amputationswunsch hegt, sollte sich bei UNICEF als Minensucher bewerben. Vielfach wurden während des Kalten Krieges Minen in den Entwicklungsländern verlegt und die Minenräumung ist kostspielig, gefährlich und geht nur langsam voran. Die Entwicklungsländer brauchen dafür dringend mehr Unterstützung. Es bliebe dann dem Schicksal überlassen, welches Körperteil flöten geht! Dann würden sie auch den körperlichen Schmerz zu spüren bekommen und das psychische Grauen, wenn einem der Arm oder das Bein weggefetzt werden. Solche Leute sollten das bei vollem Bewusstsein mitkriegen. Sich dafür narkotisieren zu lassen, ist was für Warmduscher!


2. zum Artikel von TamedTigress: Dem Typen sollte man ein Schild „Ich bin ein Kinderschänder“ um den Hals hängen, dann Hofgang mit den schlimmsten, momentan einsitzenden Gewaltverbrechern gewähren und die Wärter zum Kaffeetrinken schicken. Da lernt er dann vermutlich schnell Aggression und Frust abzubauen und Aufmerksamkeit hat er dann genug!

Dann wäre das Thema erledigt und mental gesunde Leute bräuchten sich nicht über diesen menschlichen Trash den Kopf zu zerbrechen!

20.04.2005, 10:38
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Fitnesssocke
Balitigerin




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Beiträge: 165
Fitnesssocke ist offline
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Hallo!
Meiner Meinung nach gehört diese sogenannte "Krankheit" definitiv nicht in die Spalte SVV! Bei Selbsverletzendem Verhalten geht es darum, den Schmerz bzw. sich selbst zu spüren. Fängt im Unterbewusstsein an (z.B. extremes Fingernägel kauen,Lippen aufbeißen etc..), geht über "Hilfen" sich zu konzentrieren (z.B. in die Hand beißen o.ä.) bis hin zur bewussten Selbstverletzung (bekanntestes Beispiel: Ritzen).Ja, habe leider eigene Erfahrungen gemacht..*seufz*
Nun zu dieser "Körperidentitätskrise" (mein Gott, was is das für ein Wort? ): Denke, dass man es wirklich mit der Geschlechtsumwandlung vergleichen kann. Man fühlt sich nicht wohl im eigenen Körper, es muss sich eben was ändern. Bei einigen Menschen ist das eben das geschlecht, bei anderen soll halt ein Bein/Arm ab. In einem Punkt muss ich Tamed aber Recht geben, da es sich um eine freiwillige Verkrüppelung handelt:
Zitat:
Wenn schon, dann wuerde ich so enien Menschen hinreichend ueber die Konsequenzen informieren (wie etwa bei einer Abtreibungs-Beratung, die Frage ist jedoch ob diese Konsequenzen so ein ofefnbar krankes Hirn ueberhaupt interessieren) und dann, dann wuerde ich ihm keinen Pfennig geben, fuer den Rest seines Lebens. Keinen Rollstuhl finanzieren, keine behindertengerechte Wohnung, kein Auto - nichts! Und die Operation selbst natuerlich schon mal gar nicht!

In diesem Sinne...
Gruß,
Socke


__________________
Ihr geht mit der Welt um, als hättet ihr eine zweite im Keller!

Dieser Beitrag wurde von Fitnesssocke am 20.04.2005, 14:44 Uhr editiert.

19.04.2005, 18:17
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TamedTigress
Amurtigerin




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TamedTigress ist offline
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Zitat:
Original von Flatline
meiner Meinung nach sollte diese Anwältin ihr Mandat niederlegen, falls sie der Ansicht ist, ihrem Mandanten sollten Rasierklingen zur Verfügung gestellt werden (irgendwie kann ich das nicht aus Deinem Text herauslesen, TamedTigress


Ja, diese Anwaeltin moechte erreichen dass der junge Mann Rasierklingen bekommt um sich damit selbst zu verletzen. Sie plaedieren auf Menschenrechte.

TamedTigress

08.04.2005, 19:25
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Flatline
Jungwolf




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Flatline ist offline
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Also (über das eigentliche Thema möchte ich nicht mehr referieren, denn es wurde schon alles gepostet!) meiner Meinung nach sollte diese Anwältin ihr Mandat niederlegen, falls sie der Ansicht ist, ihrem Mandanten sollten Rasierklingen zur Verfügung gestellt werden (irgendwie kann ich das nicht aus Deinem Text herauslesen, TamedTigress ).

Denn wenn es allein um Aggressionsabbau oder Schmerz geht, kann der Typ auch mit dem Kopf gegen die Betonmauer schlagen oder - um halb zum eigentlichen Thema zurückzukehren – sich versuchen den Finger oder Arm abzubeißen.

Das obliegt dann seiner Verantwortung. Wenn ihm jemand ein Instrument in die Hand gibt oder sich dafür einsetzt, daß er eines bekommt, hat jemand anderes schuld, wenn er sich –evtl. mit Todesfolge- verletzt.

Und dann hätte dieser Irre, dem sicherlich nur langweilig ist, seinen Willen bekommen, oder?

08.04.2005, 09:51
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TamedTigress
Amurtigerin




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Ich habe heute morgen etwas in der Zeitung gelesen das mich an diesen Thread erinnerte, deshalb hole ich ihn nochmal nach oben.

Nun ist doch tatsaechlich einer dabei das Gefaengnis in dem er einsitzt zu verklagen weil er auf Selbstmord-Beobachtung ist!! Der manisch-depressive Mann moechte erreichen dass ihm Rasierklingen ausgehaendigt werden damit er sich selbst damit verletzen kann.

Die Anwaeltin, die den Fall ohne Bezahlung uebernommen hat argumentiert dass er durch die Selbstverletzung Aggressionen abbaut die ansonsten durch Selbstmord fuehren koennten. Sie wendet jedoch ein dass sich ihr Mandant durch die staendigen Besuche der Waechter, die ueberpruefen wollen ob es ihm gut geht, belaestigt und in seinem Schlaf gestoert fuehlt.

Ja, sonst noch was?
TamedTigress

07.04.2005, 20:16
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Queencheetah
Königsgepardin



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Queencheetah ist offline
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Ich verstehe hier eins nicht, Thealon und Batonga. Wie kann man denn auf der Seite dieser durchgeknallten und verrückter Irren sein? Ich kann ja verstehen, es ist ihr Körper und jeder hat einen Wunsch. Aber die Sache mit den Halsringen, die es in Afrika ist, finde ich noch lange nicht so schlimm, wie einfach so Arm oder Bein abzuhacken. Wie gesagt, gibt es eine Grenze, wo die Vernunft aufhört und der Wahnsinn anfängt und man sollte es auch nicht übertreiben.

Was ist denn mit Leuten, die ungedingt sterben wollen? Stellt euch mal vor, ihr seht jemanden, der am Gleis steht. Ihr steht neben ihm. Der Zug kommt und er macht sich zum Sprung bereit? Na, was würdet ihr machen? Natürlich, denjenigen aufhalten! Das ist klar. Wie würde man dastehen, wenn man diesen Leuten einfach "ihren Willen lassen" würde, wenn man die einfach springen lassen würde. Das ist sogar verboten. Oder auch sogenannte "Sterbehilfe". Hier fange ich aber an zu zweifeln. Wenn sich einer mies fühlt und wirklich sterben möchte, jeder hat doch eigentlich das Recht zu gehen, wenn er will, oder nicht? Natürlich sollte man jemanden auch sagen, wie schön das leben sein kann, aber was, wenn derjenige sich total sicher ist und er z.B. nur wenige Freunde, hat, was der Auslöser sein kann, warum, er sterben möchte. Oder Schlimmeres...

Jetzt bin ich ganz schön unsicher geworden.
Ganz schön kompliziert...

07.06.2004, 20:25
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batonga
chatz




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Herkunft: Schweiz

Beiträge: 202
batonga ist offline
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...
Ich komme mir vor im Film. Da sagen doch alle von sich, sie seien ultra-tolerant, und dann kommt etwas, das sie nicht verstehen können und schon schlägt alles Alarm.

Ja diesen Leuten muss man helfen, die sind so krank im Kopf. Hallo? Sind denn alle Frauen krank, die sich ihre Hälse mit Goldringen erweitern lassen? Dieses Volk empfindet dies als schön, also ist das ganz selbstverständlich.
Stellt euch vor, wir lebten in einer Welt, in der Automutilation zum Alltag gehört, in der es verpönt ist, wenn man noch alle Körperteile hat. Das Ganze hängt doch wirklich sehr von der jeweiligen Gesellschaft ab.

Und was mich am meisten schockiert, man darf jetzt keine Wünsche mehr erlauben. Ja hallo!? Wünsche sind doch das einzige, was uns noch bleibt. Wie kann man nur einem Menschen seinen Wunsch rauben? Vor allem ein Wunsch, ohne den dieser Mensch nicht leben kann.
DAS ist krank. Wenn einem Menschen seinen Lebenswunsch, der auch verwirklichbar wäre, gestohlen wird, da kann er sich doch gleich umbringen, da hat das Leben wirklich keinen Sinn mehr.
Ich komme mir vor wie im Mittelalter, als jeder, der irgendwie anders dachte oder handelte an einen Pflock genagelt und verbrannt wurde. Ich hoffe doch nicht, dass wir in einer Zeit der Neo-Inquisition leben.

Und ich finde auch, dass es ganz und gar keinen Sinn hat, das ganze Arm-Abschneiden verstehen zu wollen. Das können wir Menschen, die diesen Wunsch nicht haben, nicht verstehen, und deshalb sollten wirs auch ganz lassen.

Und etwas möchte ich vielleicht noch verstärken. Sobald dieser Wunsch andere Menschen miteinbezieht oder ihnen schadet, da bin ich nicht mehr einverstanden.


voilà

P.S.: Dank an Thealon, dass er wenigstens teilweise meine Meinung unterstützt.


__________________
Dort wo nur die Sonne scheint ist meistens Wüste.

07.06.2004, 18:38
Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an batonga senden Schicke batonga eine ICQ-Nachricht MSN Passport: n_coudret@msn.com  
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