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Umfrage: Könnt ihr euch vorstellen, dass Menschen bewusst zum Tog geholfen wird?
Ja, ich bin für legale Sterbehilfe.
Nur in bestimmten Situationen.
Mir ist ist das egal.
Nein, auf keinen Fall!
Ergebnis
Autor
Beitrag [  «    1  2  ]
Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Deutschland
Bayern (DE)
Beiträge: 2462
Sesshoumaru ist offline
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Sterbehilfe ist ein Thema das ganz ohne Grund als höchst moralisch umstritt gilt. An dieser Stelle könnte man die Frage aufwerfen auf was für Grundsätzen diese Moral basiert, aber das sei mal so hingestellt.

Es gibt mehrere Situationen wo ich klar für Sterbehilfe bin. Zum einen natürlich, wenn der Betroffene dies ausführlich wünscht - wobei man hier natürlich wieder aufpassen muß ob der jenige überhaupt noch weis was er da redet. Aber pauschal das ganze zu verteufeln, daß wäre so als würde man Selbtmord unter Strafe stellen.

Irgendeine gesetzliche Möglichkeit zu schaffen bei denen Mister X über Leben und Tod entscheiden darf, daß ist auf keinen Fall akzeptabel. Die meisten Krankheiten haben keine geistigen Auswirkungen welche es dem betroffenen unmöglich machen eigene Entscheidungen zu tragen. Uns sein wir mal ehrlich, ein Arzt weis vielleicht aus dem Buch wie sehr eine Krankheit schmerzt, aber mehr auch nicht. Alleine aus diesem Grund halte ich auch keinen Arzt für geeinget zu sagen ab wann ein Leiden "zu schwer" ist. Im Punkt Koma-Patieten kann man eigentlich nur Einzelfallaussegen machen, was denke ich das Thema nicht weiter bringt.

Was nun Tiere angeht will ich zuerst harsch zurückweisen das Tiere nicht denken können. Das soll keine Kritik sein, aber nicht jeden von Mensch gebildete Vorurteil ist eine zitatfähige unumstößlich Wahrheit - vielleicht für den Menschen, aber der Natur ist es eigentlich schei.. egal was der Mensch denkt.

Gerade bei Lebewesen mit denen wir nicht direkt redene können (also alle anderen Lebewesen) sollte man denken, daß es wie bei Patienten mit Vormund ist. Der Vormund trägt eine große Verantwortung. Aber weil das Leben eines "nicht Menschen" generell als ersetzbar und minderwertig eingestußt wird fällt viele die Entscheidungen "Daumen nach unten" sehr sehr einfach. Das ist jedoch weitab jeder auch nur einer Rechtfertigung ähnlichen Begründung. Oder wieso hat der Mensch so ein Problem damit, wenn andere Menschen sein Leben gering schätzen, macht er selbt jedoch mit geradzu organisierter Perfektion. Machen wir uns nix vor, gerade im Punkto Militär werden Tag ein Entscheidungen getroffen die den einfachen Soldaten in den Tod schicken, weil sein Schicksal keine Rolle für das Ganze spielt. In diesem Punkt ist die Menschheit fast natürlich.... und trotz der moralischen Zweifelhaftigkeit wird genau dieses Thema gnadenlos tabuisiert. Zurecht??


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

18.05.2004, 11:27
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Black Panthera
the SilverDragon




Dabei seit: Oktober 2002
Herkunft: Deutschland
Rheinland-Pfalz (DE)
Beiträge: 630
Black Panthera ist offline
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Zitat:
Und wie entscheidet man bei Pazienten, die sich nicht selber äußern können, ob sie noch leben wollen? Wer entscheidet das? Ich glaube nicht, dass der beste Freund, oder nahe stehende Familienmitglieder da über Leben und Tod entscheiden können/wollen.


Tja, dann frage ich dich aber, wie ist das mit Tieren?
Die können sich auch nicht äussern, du musst dann auch zwischen Leben und Tod deines Tiers entscheiden.
Wo liegen dann hier noch die Unterschiede zwischen Mensch und Tier???


Ich selbst würde aktive Sterbehilfe sicherlich nicht ablehnen, ganz besonders dann nicht, wenn man schon jemanden quallvoll verenden gesehen hat.

Ich denke, warum man diese Art des "würdigen" Sterbens nicht zulässt ist, weil ein Mensch hofft, dass es dem Betroffenen wieder besser wird. Ein Arzt weiss, dass die Person "unrettbar" oder bedingt heilbar ist.
Doch er will auch nicht den Tod des "Patienten" sein, denn viele Ärzte wollen es psychisch bedingt nicht und auch um spätere Rechtsstreitigkeiten aus dem Weg gehen.

Denn wer entscheidet über Tod oder Leben?
Entweder die Person selbst oder im anderen Falle nahe Familienangehörige. Selbst wenn diese sich entscheiden könnten, so würde es immer noch beim Arzt happern. Und man kann keinem Arzt sagen, dass er einen Menschen "einschläfert".


Ich denke, dass ich selbst keine Lebenserhaltenden Maschinen an mir will oder lange einem Koma ausgesetzt werde. Deshalb sollte sich jeder über eine Patientenverfügung informieren. Sie trägt zwar nicht zur passiven noch aktiven Sterbehilfe bei, doch Lebenserhaltende Massnahmen können näher definiert werden (müssen genauestens definiert werden). Es liegt zwar dann immernoch in der Hand des Arztes, wie er was interpretiert und macht, aber man kann dann gerichtlich vorgehen, als Familienmitglied.


Es ist schwer eine Situation einzuschätzen und dann zu entscheiden. Ganz besonders bei dem Thema Leben und Tod.
Wie bereits gesagt wurde, Missbrauch und andere Probleme sind dann nicht mehr auszuschließen.


"Der Mensch ist würdiger so lang wie möglich am Leben zu sein, egal unter welchen Umständen. Ein Tier kann ja nicht denken noch mit uns kommunizieren. Und in uns lebt die Hoffnung des Guten weiter."


__________________

In Memory: J A M I E


Weiss wie Schnee, wandelt meine Seele dahin,
in der Welt, wo ich nicht bin.

Lange Zeit soll gehen, bevor ich dich wieder sehe,
solange werd ich im Untergrund vor Schmerz vergehen!

18.05.2004, 10:12
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TamedTigress
Amurtigerin




Dabei seit: April 2003
Herkunft: Edinburgh
Rheinland-Pfalz (DE)
Beiträge: 2187
TamedTigress ist offline
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Ja, das stimmt - Das Einschlaefern von Tieren und Euthanasie ist auch fuer mich dasselbe, nur mit einem anderen Namen.

Sollte ich (oder ein mir nahe stehender Mensch) irgendwann einmal unheilbar krank sein und unendlich viel leiden muessen, dann hoffe ich dass mir dann jemand legal etwas geben kann dass meinen Tod schnell und schmerzlos macht.

Das gleiche wuerde ich auch fuer meine Katzen tun. Ich habe diese Entscheidung erst einmal treffen muessen und sie ist mir sehr sehr schwer gefallen - aber alles andere waere egoistisch gewesen.

Jeder, Mensch und Tier, hat ein Recht auf ein wuerdiges Sterben.

TamedTigress

17.05.2004, 22:28
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Goldkatze
Routinier




Dabei seit: Februar 2004
Herkunft: Land der goldenen Feliden

Beiträge: 452
Goldkatze ist offline
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Mmmmh... eine sehr schwierige Frage... Ich kann schon verstehen, wenn ein totkranker, und nur noch mit Leid und Schmerzen lebender Mensch den Lebenswillen verliert, und einfach nicht mehr will. Aber mir vorzustellen der Arzt zu sein, der einen Menschen, wenn auch auf dessen Wunsch hin, umbringt... Wie sehr belastet das?
Und wie entscheidet man bei Pazienten, die sich nicht selber äußern können, ob sie noch leben wollen? Wer entscheidet das? Ich glaube nicht, dass der beste Freund, oder nahe stehende Familienmitglieder da über Leben und Tod entscheiden können/wollen.
Und dann denk ich mir dass es auch Pazienten gibt, die sich aufgegeben haben, aber trotzdem durch die Unterstützung anderer wieder genug Kraft finden, um zu leben. Wann ist da eine Entscheidung voreilig? Wie lange sollte man prüfen/warten?
In bestimmten Situationen kann es womöglich der richtige Weg sein, aber wann ist eine *bestimmte Situation* eingetreten, wann nicht?


__________________
On the day Cc was born, 6,000 unwanted pet cats and kittens were destroyed in the USA.

17.05.2004, 20:41
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Tirica
Ozelopardin




Dabei seit: November 2002
Herkunft: Österreichs Regenwald / Costa Rica

Beiträge: 795
Tirica ist offline
Themenstarter Dieses Thema wurde von Tirica gestartet
  EuthanasieAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Immer wieder kommen wir hier im Forum auf das Thema "Einschläfern". Dieser Begriff bezieht sich immer darauf, dass wir unseren Haustieren (in bestimmten Fällen auch Zootieren und anderen) bewusst einen "sanften" Tod ermöglichen oder auch aufzwingen.
Für mich kann man allerdings das Einschläfern von Tieren und Sterbehilfe von Menschen nicht ganz getrennt betrachten.

Euthanasie kommt aus dem Griechischen und bedeutet "guter Tod". Gemeint ist damit meistens, dass einem schwer Kranken zum Tod geholfen wird. (Unter den Nazis wurde der Begriff auch für die planmäßige Ermordung von Behinderten verwendet, die ich zutiefst verabscheue, aber in diesem Thread nicht behandeln möchte)
In letzter Zeit gab es in Europa häufig Diskussionen darüber, ob Euthanasie gesetzlich erlaubt werden sollte. In den meisten Staaten ist sie allerdings noch ein Verbrechen und wird auch bestraft.

Ich persönlich bin mir nicht ganz sicher, ob ich dafür oder dagegen bin. Einerseits bin ich voll und ganz dagegen, dass ein Mensch einen anderen umbringt, ich bin auch komplett gegen die Todesstrafe. Andererseits ist es mir wichtig, dass die Wünsche anderer wahrgenommen werden.
Ich denke, wenn einem Menschen todkrank ist und sein Leben nur noch aus Leid besteht, verstehe ich es, dass er nicht mehr leben möchte. Ich könnte mir auch vorstellen, dass in einer solchen Situation aktive Sterbehilfe gerechtfertigt wäre. Allerdings könnte es auch sehr leicht zu Missbräuchen kommen, zum Beispiel, wenn viele todkranke Menschen in den Krankenhäusern liegen und Plätze benötigt werden.

Was denkt ihr? Seht ihr das ähnlich wie bei Haustieren? Ist das Leben an sich wichtiger, als dass es ein glückliches Leben ist?

[Edit: Ich habe statt 4 Auswahlmöglichkeiten versehentlich 5 eingestellt, und kann das nicht mehr rückgängig machen. Bitte den letzten Punkt nicht beachten, ok?]


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Viele, die leben, verdienen den Tod und viele die Sterben würden das Leben verdienen. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch mit deinem Todesurteil nicht so schnell bei der Hand!

Gandalf/ J.R.R. Tolkien

17.05.2004, 20:28
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