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TamedTigress
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Zitat:
Original von fennek
also hätten sie den elefanten gerettet wären die löwen leer ausgegangen und hätten andersweitig zugeschlagen.....


Das stimmt natuerlich oft und in dem Fall bin ich auch absolut gegen ein Eingreifen von Menschen.

Alles was sie in dem Fall haetten tun sollen ist dem armen Tier den Gnadenschuss zu geben. Die Loewen haetten ja immer noch was davon gehabt, und ihnen ist es sicher egal ob das Fleisch lebt oder nicht.

TamedTigress

02.05.2004, 15:29
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fennek
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......... die natur kann so grausam sein......

ich würde mir den film wohl nicht anschauen.... könnt ich nicht, würde heulend vorm fernseher sitzen....

aber die löwen töten ja nicht aus spass an der freud sondern um zu überleben....

ich hätte mir für die elefantendame jedoch gewünscht das sie sie erst getötet hätten und dann gefressen.....

ich red mir jetzt einfach ein das die elefantenkuh soviel adrenalien freigesetzt hat während sie angefressen wurde das sie fast keine schmerzen hatte....

hm funkt nicht wirklich.....

das die filmleute da so zuschauen konnten, wo sie die elefantenkuh schon 8 jahre kannten..... find ich schon etwas makaber....

ich weis es ist natur und sie wollten sich nicht einmischen und bestimmt ist ihnen das nicht leichtgefallen......... aber ich denke immer etwas an das schiksal....... wenn sie schon da sind hätten sie auch was tun können......

blöderweise entscheidet man sich auch immer gegen jemanden/ etwas wenn man sich für etwas entscheidet....

also hätten sie den elefanten gerettet wären die löwen leer ausgegangen und hätten andersweitig zugeschlagen.....


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02.05.2004, 15:18
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TamedTigress
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  Krieg der WildnisAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Krieg der Wildnis
Jahrhunderte lang haben Loewen und Elefanten friedlich Seite and Seite gelegt. Aber nun, verzweifelt vor Hunger, wollen die Loewen Blut...

Die Hilfeschreie der Elefantin klingen ueber die Steppe. Sie liegt auf ihrer Seite, zu verwundet um sich zu bewegen. Ein Rudel Loewen riecht an ihr, reisst an ihr, mit Zaehnen und Krallen, auf der Suche nach dem verwundbarsten Teil von ihr.

Ihr Hinterbein ist schwer verwundet, ihr Ruessel schlaegt rhythmisch auf die Erde. Dann reisst wieder ein Loewe an ihrem Fleisch.

Sie zittert fuer eine Weile, dann wird sie ganz ruhig - der pure Schock lebendig gefressen zu werden. Es wird lange dauern bis der Tod sie von dieser Tortur befreien wird.

Jahrhunderte lang haben Loewen und Elefanten einander toleriert, verstanden und respektiert.

Die Loewen haben ihren Raubtierinstinkt und ihre Schnelligkeit - aber die Elefanten haben ihre Staerke und Groesse. Vor dem Gesetz des Dschungels waren sie immer gleich. Elefanten greifen Loewen nicht an und bedrohen auch nich tihr Revier. Im Gegenzug versuchen die Loewen nicht die Elefanten oder deren Kinder zu toeten. Selbst wenn es diesen Status Quo nicht geben wuerden glauben Naturalisten dass allein die Kraft die noetig ist um einen Elefanten zu reissen zu viel fuer eine hungrige Gruppe Loewen waere. Elefanten sind langsam, aber sie sind sehr stark.

Ueber die letzten Jahre jedoch hat sich dieses Kraft-Gleichgewicht veraendert. Die Wasserstelen sind ausgetrocknet, Futter ist selten geworden. Verzweiflung hat eingesetzt.

Nun, anstatt die Elefanten zu verschonen, haben die Loewenkoenige angefangen sie anzugreifen, zunaechst aus Neugier, nun aus reinem, verzweifelten Hunger.

"Zuerst haben wir von diesem Benehmen in 1984 gehoert," erinnert sich FIlmemacherin Beverly Joubert. "aber wir haben es nicht geglaubt. Als wir es das erste Mal gesehen haben waren wir schockiert und haben beschlossen einen Film nur darueber zu drehen."

Acht Jahre lang ebten Beverly und ihr Mann Dereck mit ihrem offenen Toyota in der afrikanischen Steppe, beobachteten udn warteten. Waehrend der Sommermonate sahen sie zu wie Wasserloecher, normalerweise Quelle des Lebens fuer alle Saeugetiere Afrikas, stattdessen Schauplatz fuer Mord und Martyrum wurde, nirgendwo mehr als in Botswana.

Das Ehepaar filmte den Tod als Teil eines Langzeitprojektes fuer National Geographic. Die Kokumentation wird naechste Woche gezeigt werden und wird eine der faszinierendsten ihrer Art werden.

"Wir wurden gefragt warum wir dem Elefanten nicht geholfen haben. Aber Beverly und ich snid sehr eisern wenn es darum geht sich in die Natur einzumischen." erklaert Dereck.

"Wenn wir sehen dass ein Tier durch den Menschen leidet, etwa in einer Falle oder durch ein Stueck Muell, dann helfen wir. Aber wenn das Leiden durch die Wildnis Afrikas verursacht wird, dann lassen wir sie - auch wenn es vier Tage dauert bis sie sterben."

Das makabere Toeten der gefallenen Elefantenkuh welches in der Dokumentation gezeigt wird soll das Schicksal der Elefantenherden in Botswana veraendern.

An diesem Tag war sie in einen Kampf mit einem Bullen aus ihrer Herde verwickelt gewesen. Ihre Reisszaehne verhakten sich er spiesste sie auf. Als die Loewen ihren verwundeten Koerper im Schlamm fanden war diese Gelegenheit zu gut fuer sie um sie auszulassen. Ein paar mutigere Loewen rissen zoegernd an ihr, leckten an ihr um zu sehen ob sie essbar war. Sie versuchte sich zu wehren aber sie konnte nicht aufstehen.

Am Morgen des zweiten Tages kam Hilfe in Form eines Elefantenbullen. Er vertrieb die Herde und streichelte mit seiner Ruesselspitze ueber ihren gefallenen Koerper.

Aber, nicht stark oder nicht willens genug um ihr zu helfen, lief er einfach zurueck in den Busch und ueberliess sie den Loewen fuer eine zweite nacht.

In dieser Nacht hatten sich ihre Leiden verschlimmert. Die Loewen begonnen grosse Stuecke aus ihren Schenkeln zu reissen, wagten sich jedoch noch nicht an ihren Bauch: ihre Vorderbeine waren noch immer stark genug um zu toeten.

Ihr riesiger Kopf lag schwer auf dem Boden. Wenn Erniedrigung und Schmerz zu stark wurden, hob sie ihn ein wenig. Langsam konnten die Filmemacher ihre Energie schwinden sehen.

"Am dritten Tag schien es fast als habe sie aufgegeben." erinnert sich Mr. Joubert. "Ich konnte es in ihren Augen sehen." Der Tag war heiss, die Sonne erbarmungslos. Den ganzen Tag summten Fliegen um ihre Wunden und Loewen frassen an ihren seiten. Es schien ihnen nichts auszumachen dass sie noch lebte: "Loewen sind keine ethischen Tiere. Sie brauchten sie nicht zu toeten. Sie toeten nur wenn sie Angst haben dass das Opfer entkommt."

Am vierten und letzten Tag kletterten die Raubtiere auf ihr herum und schlugen ihre Zaehne in ihren Hals. Sie bewegte sich nicht, sah wie sich der Horizont verdunkelte, dann rosa wurde, fuehlte wie ihr Leben langsam erlosch.

An diesem Nachmittag gab es einen Moment unendlich grosser Zaertlichkeit, erinnert sich Mr. Joubert. Einer der Bullen aus ihrer Herde kehrte zurueck. "Er naeherte sich zoegerlich, dann streckte er seinen Ruessel aus um ihren zu beruehren."

Mit ihrer letzten Energie erhob sie ihren Ruessel, konnte seinen fast beruehren, aber nur fast. "Da drehte er sich um und ging und ueberliess sie sich selbst um zu sterben."


Kurz darauf hoerte sei zu atmen auf. "Es war sehr emotional. Als sie zuerst fiel, ging meine Frau zu ihr hin und setzte sich neben sie, hoerte auf ihren Atem. Wir kannten sei gut, wir hatten acht Jahre lang ihre Herde gefilmt. Wir haben sie aufwachsen sehen."

Diese vier Tage waren fatal fuer den Rest der Herde. Etwas war weg. Nicht nur waren sei gezwungen hilflos zuzusehen wie eine der ihren zu Tode gequaelt wurde, sie mussten auch der grausamen Wahrheit ins Auge sehen.

Sie waren nicht mehr die Koenige Afrikas. Sie waren die Gejagten.

Fuer die Loewen waren die potentiellen Preise nun zu verfuehrerisch um sie zu ignorieren. "Sie lauerten den Elefanten tagsueber auf und suchten nach den verwundbarsten Tieren in einer Herde." sagt Mr Joubert. Zuerst pickten sie sich die Kaelber heraus. "Ihre Muetter taten ihr bestes um ihre winzigen Babies zu beschuetzen aber die aelteren Kaelber mussten sich selbst verteidigen." sagt Mr. Joubert. "Ein Jungtier welches zu weit von der Herde weg lief, sei es auch nur fuer einen kurzen Moment, wurde ein Ziel."

Mit jeden Erfolg wurden die Loewen frecher. Sie begannen frontal anzugreifen, jagten Weibchen von 6 Tonnen um an ihre Jungen zu kommen. Schliesslich begannen sie in den Abendstunden sogar gesunde Erwachsene anzugreifen.

Der Hoehepunkt von Jouberts Film ist wenn eine erwachsene Elefantin die einer Herde von acht hungrigen Loewen ausgeliefert zu sein scheint die bereits auf ihn gesprungen waren, sie mit letzter Kraft bekaempft.

Sie richtet sich auf udn stolpert der Herde hinterher, sie wirft den Kopf in Schmerz und Wut hin und her, den Ruessel erhoben, die Loewen haengen noch immer an ihr.

Die Loewen graben tiefer in ihr Fleisch und warten darauf dass sei wieder zusammen bricht. Aber sie tut es nicht. Mit immensem Mut setzt sie weiterhin einen Fuss vor den anderen, ein kleines Fuenkchen Hoffnung erweckt sie wieder zum Leben. Die Loewen lockern ihren Griff und fallen einer nach dem anderen ab.

Fuer eine Weile stehen sei da und schauen zu wie sie in die Dunkelheit verschwindet. Dann ziehen sie sich zurueck. Sie haben die Schlacht verloren, aber der Krieg wird weiter gehen. In den kargen afrikanischen Steppen ist es ein Krieg ums Ueberleben.

02.05.2004, 11:53
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