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Imiak
Jungwolf




Dabei seit: März 2003
Herkunft: Tal des flüsternden Windes
Wien (A)
Beiträge: 134
Imiak ist offline
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Ich weiß nicht so recht ... Ich neige in diesem Punkt eigentlich immer zu der These "Unkraut vergeht nicht". Kann sein, dass infolge von Kriegen, Klimawandel, globalen Naturkatastrophen, Epidemien und ähnlichem die Menschheit über kurz oder lang niedergeschmettert wird - ich persönlich halte das für gar nicht so unwahrscheinlich. Letztlich handelt es sich ja auch bei der Extinktion um einen natürlichen Prozess, und was beispielsweise die Pflanzen anbelangt, so geht man davon aus, dass neunundneunzig Prozent aller je existenten Arten heute bereits ausgestorben sind. Ein vollkommen natürlicher Vorgang (ebenso wie übrigens der Treibhauseffekt), den der Mensch durch sein Wirken während der letzten hundertfünfzig bis zweihundert Jahre lediglich drastisch beschleunigt hat.

Dennoch, der Mensch hat sich bereits so weit über den natürlichen Kreislauf hinweggehoben, dass es mich nicht wundern würde, wenn es noch eine ganze Weile so weitergeht. Dass der Großteil der Bevölkerung verschwindet ist natürlich manchmal gar nicht so unwahrscheinlich, sei es in hunderttausend oder auch nur in hundert Jahren. Die kleine Elite, die es sich leisten kann, von sämtlichen technischen "Errungenschaften" Gebrauch zu machen - die werden sich schon irgendwie drüberretten und neu anfangen; da müsste schon etwas wirklich Großes ankommen, um ein für alle mal Schluss zu machen.

Ich behaupte das jetzt nicht, weil ich die Menschheit tatsächlich für derart überlegen halte, sondern einfach weil wir nun mal das Pech haben, über ein Bewusstsein zu verfügen und somit ein etwaiges natürliches Aussterben unserer selbst wohl rechtzeitig bemerken - und wenn es schon überall sonst scheitert, ich denke, dass da rechtzeitig entgegengewirkt würde. Anzunehmen, dass die Menschheit bis zum Jüngsten Tag Bestand haben wird, ist freilich wohl etwas utopisch, aber wie gesagt, wenn nicht wirklich etwas sehr, sehr Großes dazwischenkommt, geb ich uns noch ein paar Jährchen. Zu wessen Vor- oder Nachteil auch immer.

Vielleicht noch was die Rohstofffrage anbelangt: Ich glaube nicht, dass die Folge zwangsläufig in der Extinktion zu finden wäre. Vielleicht ein Rückschritt ins Steinzeitalter, aber darüber hinaus ...


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So when the birds fly south
I'll reach up and hold their tails
Pull up and out of here
And bridle the autumn gails
Down to the burning cliffs
To the everlasting rolls
To marry the untold blisses
And anchor this lost soul

>Patrick Wolf, Teignmouth<

03.05.2004, 21:12
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Dragon
Mighty Dragon




Dabei seit: April 2004
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Dragon ist offline
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Original von Thealon
Ich glaube, das war nicht Pattárchtas Hauptaussage. Sich und sein wohlmöglich absolut unüberlegtes Handeln auf eine höhere Instanz zu berufen, oder auf den Lauf der Natur, ist absolut kurzsichtig.

Zitat:
Tut mir leid Dragon, aber es kann unmöglich dein Ernst sein, dass es nur recht und gut ist, wenn man als Mensch so ziemlich alles auf diesem Planeten unterjocht und vernichtet, denn es könnte ja Platz für etwas "danach" geraucht werden. Ja, wir sind Teil dieser Bioshpäre, aber das gibt uns keine Narrenfreiheit!


Thealon

Das habe ich damit nie gemeint Thealon!
Natürlich gibt uns das niemals eine narrenfreiheit, ich meine nur damit das "Vielleicht."
Das einzige das uns noch stoppen kann mit unserem Wahnsinn ist entweder eine höhere macht oder eben wir selber.
Eines Tages wird es auch mal für die ach sooo überlegene menschheit zeit zu gehen und mal ehrlich das wird wenn wir uns bald nicht ändern früher passieren als uns lieb ist.
Man muss sich doch das System nur ansehen.
Z.B. Rohstoffe werden immer knapper und die menschheit immer größer und größer..
eines tages gibt es kein platz mehr auf der welt für uns....
wenn wir uns bald nicht grundlegend ändern!

03.05.2004, 20:18
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Thealon
Tripel-As




Dabei seit: April 2003
Herkunft: Wo immer meine Phantasie mich hinführt

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Thealon ist offline
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Ich glaube, das war nicht Pattárchtas Hauptaussage. Sich und sein wohlmöglich absolut unüberlegtes Handeln auf eine höhere Instanz zu berufen, oder auf den Lauf der Natur, ist absolut kurzsichtig.

Tut mir leid Dragon, aber es kann unmöglich dein Ernst sein, dass es nur recht und gut ist, wenn man als Mensch so ziemlich alles auf diesem Planeten unterjocht und vernichtet, denn es könnte ja Platz für etwas "danach" geraucht werden. Ja, wir sind Teil dieser Bioshpäre, aber das gibt uns keine Narrenfreiheit!

Thealon


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Grüße an die Zukunft.

03.05.2004, 19:48
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Dragon
Mighty Dragon




Dabei seit: April 2004
Herkunft: Azeroth
Nordrhein-Westfalen (DE)
Beiträge: 51
Dragon ist offline
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Ja, der Mensch ist eben ein Teil der natur....
ohne ihn wäre die natur einfach nicht komplett.

Wer weiß...wie oft hat die natur sich schon selbst zerstört und wieder regeneriert?
(Kometeneinschläge, das Sterben der Saurier, die Eiszeit, die Sinnflut etc.)
und immer ist wieder neues Leben daraus hervorgegangen.
Versteht ihr? Platz für neues Leben.

Und? Wird das nun anders nur deshalb, dass es eine Spezies gibt die so weitentwickelt war wie nie zuvor eine Spezies.
Ich glaube, dass dieses mal die natur es so vorgesehen hat, dass wir es sind die uns selbst vernichten, z.B in Form von Atomkriegen.
Und dann geht alles wieder von vorne los...

02.05.2004, 21:17
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PattWór
Crond'Llor




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Whough
Whough
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PattWór ist offline
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Zitat:
Original von Lucky Lion
@Petra: Ich glaube nicht, dass irgendein Lebewesen auf diesem Planeten die Weltherrschaft an sich reissen könnte, gäbe es den Menschen nicht. Das Biologische Gleichgewicht funktioniert dafür einfach zu gut.


Wenn dem so ist, wie konnte der Mensch dann so "mächtig" werden, daß er die "Weltherrschaft" an sich reißen konnte? Der Mensch war und ist Bestandteil der Biosphäre und ist aus ihr hervorgegangen. Funktionierte das biologische Gleichgewicht früher etwa nicht so gut?
Siehst du den Widerspruch in deiner Aussage?


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Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


02.05.2004, 16:42
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fennek
Mitglied




Dabei seit: März 2004
Herkunft: deutschland

Beiträge: 79
fennek ist offline
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also ein ausgesprochener menschenfreund bin ich nicht....

ich hab schon meine probleme mit der großen masse, sie ist mir einfach zu zerstörerisch...

aber ich gebe trozdem jedem eine chance.....
und ich geb die hoffnung nicht auf das eines morgens einer aufsteht und die welt entscheident ändert. entweder zum guten (da ist die hoffnung aber sehr gering) oder zum schlechten für uns.

es hat auch vor dem menschen schon tiere gegeben die mehr oder weniger die herrschaft hatten. in einem anderen sinn natürlich..... sie hatten einfach "nur" keine natürlichen feinde. ob das nun die riesen wale gewesen sind oder die mega saurier.

aber auch sie wurden von der natur überlistet und besiegt.
ich denke es ist nur eine frage der zeit bis wir an der reihe sind.

ich hätte dan vielleicht mit einzelnen personen mitleid aber nicht mit der großen masse.

es gibt soviele ar........ unter ihnen

dem planeten täte eine erholungsphase ohne das ungeziefer mensch ganz gut.......


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Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
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02.05.2004, 15:37
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Tirica
Ozelopardin




Dabei seit: November 2002
Herkunft: Österreichs Regenwald / Costa Rica

Beiträge: 795
Tirica ist offline
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Ich glaube, ich bin tief in meinem Herzen ein Menschenfreund. Zwar kommt das nicht immer gleichmäßig zum Vorschein, aber Menschenhasser bin ich auf jeden Fall keiner. Je nach Stimmung und Schlaf, den ich in der Vergangenen Nacht gehabt hab, seh ich manchmal meine Mitmenschen positiver und einmal weniger positiv. Logo

Aber insgesammt bin ich enttäuscht von der Menschheit. Die nehmen sich doch tatsächlich das Recht heraus sich als die Krone der Schöpfung zu sehen (Die Idee ist doch irre, oder?) und ohne viel nachzudenken mitten in das schönste Grünland ihren Müll zu kippen. Alle Meeresbewohner aus dem Meer zu fischen und gleichzeitig deren Lebensraum zu versauen und großartige natürliche Systeme wie Flüsse in enge, ungemütliche Betonbette zu zwängen! Nur aus privatem Vorteil. Und was bitte, ist mit den Bibern? Die hat's mal gegeben, erzählt man sich. Jetzt versuchen sie gerade in meiner Umgebung sich anzusiedeln. In der Zeitung steht, wie viele Bäume sie umnagen. Das mögen die Bauern natürlich. Als ob denen 5 Bäume fehlen zu ihrem Glück!

Solche Ungerechtigkeiten lassen mich eine große Wut gegen die Menschen entwickeln. Aber hassen kann ich sie deshalb nicht. Um das mir selber gegenüber rechtfertigen zu können, müsste ich auswandern und mich als Einsiedlerin, von Beeren und Wurzeln lebend von unserer Zivilisation abspalten. Durch meinen Lebensstil bin ich da irgendwie mitverantwortlich.


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Viele, die leben, verdienen den Tod und viele die Sterben würden das Leben verdienen. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch mit deinem Todesurteil nicht so schnell bei der Hand!

Gandalf/ J.R.R. Tolkien

30.04.2004, 21:46
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Lucky Lion
Löwe




Dabei seit: Februar 2003
Herkunft: Okavango Delta
Bayern (DE)
Beiträge: 736
Lucky Lion ist offline
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Also, dann möchte ich das jetzt noch mal klarer formulieren: Ich wünsche niemandem den Tod. Ich hasse niemanden, den ich nicht einmal kenne. Im Gegenteil: Ich versuche immer erst vorurteilsfrei an neue Menschen heranzugehen. Ich gebe jedem eine Chance. Ich bin niemandem zuerst feindlich gesinnt. Meine Aussagen galten der Menschheit allgemein, bei der eine gewisse eingeschränkte und noch nicht ideal entwickelte Denkweise vorherrscht, und es gibt nunmal leider genug Beispiele die mir recht geben. Ich weiss, dass es Menschen gibt, die wirklich gut sind, doch es sind sooo wenige.

@Petra: Ich glaube nicht, dass irgendein Lebewesen auf diesem Planeten die Weltherrschaft an sich reissen könnte, gäbe es den Menschen nicht. Das Biologische Gleichgewicht funktioniert dafür einfach zu gut.

@Imiak: Also du hast schon recht. Ich weiss auch nicht genau warum ich so schlecht über die Menschen denke. Eigentlich habe ich selbst bisher kaum wirklich negative Erfahrungen gemacht. Vielleicht liegt es einfach daran dass ich die Natur so liebe. Sie ist ein wahrhaftes Wunder und wenn man sie näher betrachtet und nicht wie selbstverständlich alles hinnimmt dann sieht man es auch, doch der Mensch ist im Begriff sie zu zerstören und daher sehe ich ihn vielleicht als Feind.


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"Die Menschen sind intelligent - Jedoch oft zu dumm ihre Intelligenz zu nutzen"

30.04.2004, 15:57
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Imiak
Jungwolf




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Imiak ist offline
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Ich muss auch ehrlich zugeben, dass ich nur allzu oft selbst misanthropische Anwandlungen habe, die ich allerdings in vielen Fällen (bis zu einem gewissen Grad zumindest) gerechtfertigt finde. Wenn ich wieder einmal im Fernsehen sehe, wie in einem zuvor eingezäunten Waldstück systematisch ein Wolfsrudel von einer kleinen Armee an schreienden Leuten aufgescheucht wird, nur damit etwa zehn, zwanzig Jäger in einer Reihe gleichzeitig die "Viecher" abknallen können, und das nur, weil es erlaubt ist ... Wenn ich wieder einmal höre, diese oder jene terroristische Organisation hat so und so viele Leute in die Luft gesprengt, die nichts getan haben, als zur Arbeit zu fahren und dummerweise der falschen Nationalität anzugehören (man vergleiche den Anschlag von Madrid im März) ...

Wenn man sich also ansieht, wie der Mensch mit der Natur oder den eigenen Artgenossen umgeht, könnte einem schon der Mageninhalt hochkommen, könnte sich ein regelrechter Hass auf die Verantwortlichen aufbauen. Was in meinen Augen aber keinen verallgemeinerten Misanthropie rechtfertigt.
Ja, der Mensch ist im Grunde seines Herzens böse. (Zitat Friedrich Dürrenmatt) Ja, der Mensch ist nicht eben gut für seine Umwelt. Und es sind einige wenige, die sozusagen am Ruder sitzen und die Sachen in ihrer Grundlage verantworten. Und es sind die nehezu unzählbaren Massen derer, die blind nachlaufen oder völlige Gleichgültigkeit zeigen. Ja, der Mensch ist ein durch und durch verabscheuungswürdiges Subjekt.

Aber ich will dazu eines sagen: Ich bin selbst ein Mensch. Ich weiß, was das bedeutet (oder glaube es zu wissen). Und ich weiß, ich habe selbst meine negativen Seiten, dennoch fände ich es absurd, deshalb mich selbst von Grund auf zu verachten. Ich kann diesen negativen Teil meiner selbst verurteilen (nicht jedoch das Ganze - andernfalls wäre ich schön blöd), muss aber gleichzeitig damit leben, selbigen nicht eliminieren, sondern bestenfalls auf ein erträgliches Maß einschränken zu können. Bis diese negativen Eigenschaften eines Tages so angestaut sind, dass sie mit vielfacher Gewalt wieder hervorbrechen.
Zwei Dinge will ich damit ausdrücken: Mit zuletzt verwendetem Gleichnis: Die Sache ist im Grunde hoffnungslos. Der Mensch ist, wie er ist, wenn man ihn unterdrückt, wird es sich nur irgendwann rächen. Was nicht bedeutet, dass man den Dingen ihren Lauf lassen soll, denn wenn man nicht dagegen kämpft, nimmt das alles irgendwann überhand und endet in einer Katastrophe.
Aber, was man ebenfalls einsehen muss: Man kann nicht die Menschheit als Ganzes verurteilen, selbst wenn es bei der Mehrheit gerechtfertigt sein sollte. Es gibt Ausnahmen, so verschwindend gering die auch sein sollten (und vielleicht nicht einmal das).
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Der Mensch existiert nun mal, und er hat seine negativen Auswirkungen auf die Welt, die er bewohnt. Aber ich denke trotzdem nicht, dass es einem gleichgültig sein sollte, ob ein Individuum mit vielleicht großen Träumen und Hoffnungen niedergemetzelt wird, nur weil es einem anderen so passt.
Wenn zigtausende Menschen täglich sterben, dann ist das eine Statistik. Aber vielleicht sollte man sich daran erinnern, dass hinter jedem einzelnen ein solcher Mensch steckt, wie man selbst einer ist. Eine einzigartige, nicht durch und durch schlechte Persönlichkeit mit individuellen Zielen. (Ich wage einmal die Behauptung, dass es auch hier Unterschiede und Ausnahme gibt.) Und da sollte man vielleicht doch überlegen, ob man seine Ansicht nicht ein wenig relativieren möchte.

Vielleicht als Schlusswort: Ja, ich habe gegen gewisse Menschen(gruppen) eine Abneigung, die stellenweise in eine Mischung aus Kulturpessimismus und Misanthropie umschlägt. Gleichzeitig aber werde ich manchmal geradezu verrückt dabei, mir einen (oder mehrere) Menschen zu wünschen, der mir wirklich nahe steht, an dem ich das Positive sehen kann.
Ein Paradoxon? Wohl wahr ... Aber es zeigt, dass jede Medaille zwei Seiten hat. Auch eine gute, ob man das nun akzeptieren will oder nicht.


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>Patrick Wolf, Teignmouth<

30.04.2004, 13:04
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TamedTigress
Amurtigerin




Dabei seit: April 2003
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Rheinland-Pfalz (DE)
Beiträge: 2187
TamedTigress ist offline
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In meinen Augen sind wir alle Tiere und gleich viel wert.

Das jeder sozusagen sich selbst der naechste und sich selbst am wichtigsten ist ist normal und hat mit Ueberlebensinstinkt zu tun. Jedes Tier denkt an sein eigenes Leben, auch wenn es dafuer andere fressen oder aus ihrem Lebensraum vertreiben muss.

Der Homo Sapiens jedoch ist das einzige Tier dass es bisher geschaft hat sich die Welt in disem Ausmass nach seinen Beduerfnissen/Wuenschen zu veraendern.

Wir haben aber wohl auch als einzige die Moeglichkeit grosszuegig zu sein und andere Tierarten, die nicht so gut weg zu kommen scheinen, zu unterstuetzen.

Wir koennen es uns wirklich leisten uns nicht nur um uns selbst sondern auch um andere zu kuemmern und ich finde das allein ist Grund genug dass wir es diesen gefaehrdeten Tieren schulden.

Wir haben so viel von ihnen genommen. Nun liegt es an uns sie zu retten.

TamedTigress

30.04.2004, 11:47
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