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Myril
Tripple-As



Dabei seit: Juli 2004
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Beiträge: 350
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Zitat:
Ich habe in einem meiner Katzenbücher gelesen, dass Katzen in einem "Rudel" immer friedlich aus einem Napf fressen (im Gegensatz zu den meisten Hunden)

Das hat aber nichts mit Rudelverhalten zu tun. Meine Ratten fressen zu 13 friedlich an einem Napf, es herscht trotzdem eine strikte Rangordnung.


__________________
Gruß
Myril

Dieser Beitrag wurde von Myril am 11.10.2011, 22:39 Uhr editiert.

19.10.2004, 18:00
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Neelay
Tiger




Dabei seit: September 2004
Herkunft: Bergedorf
Hamburg (DE)
Beiträge: 72
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Zitat:
Original von Kaletao
@neelay "Verwilderte Hauskatzen schließen sich oft zu Gruppen zusammen,.... Eine richtige festgelegte Rangordnung gibt es nicht"

Über das Rudelverhalten von verwilderten Hauskatzen kann ich nichts sagen - aber zum Rudelverhalten in der Wohnung hatte ich einige Jahre Gelegenheit zum beobachten. Ich habe vor 15 Jahren Maine-Coons gezüchtet und hatte ein Rudel von 5-7 Erwachsenen Tieren (Kastraten und Zuchttiere) und einigen Babys und Jungtieren + Hund.
Unter den Katzen herrschte eine genau festgelegte Rangordnung mit Futterschüssel - Schlafplatz - Fensterplatz und gestreichelt-werden Hyrachie. Interessant war, das ich nicht als Mensch in dem Rudel "eingetragen" war sondern als Katze. Das heisst ich musste mir meinen Platz in der Hyrachie des Rudels erst erwerben um Anerkannt zu sein und auch mal einen Befehl zu geben der akzeptiert wurde. (Mit Rang erwerben meine ich hier keine Gewaltanwendungen sondern die kleinen Taktischen Spielchen die Katzen auch untereinander spielen)
Ich glaube das Gerücht das Katzen unerziehbar sind kommt daher das Katzen sich nichts von einem Rangniederen (Mensch = einer der die Benimmregeln in der Gruppe nicht kennt) sagen lassen.

Liebe Grüße
Kaletao


Tja, wenn du aus Erfahrung sprichst, muss ich dir wohl glauben. Ich habe in einem meiner Katzenbücher gelesen, dass Katzen in einem "Rudel" immer friedlich aus einem Napf fressen (im Gegensatz zu den meisten Hunden). Da ich aber keine eigenen Erfahrungen machen konnte, glaube ich dir einfach mal.


__________________
Ich glaube, wir bewundern Katzen unter anderem wegen ihrer Kunst, dem anderen immer eine Nasenlänge voraus zu sein. Sie scheinen am Ende immer obenauf zu sein, gleich was sie tun oder zu tun vorgeben. Selten sieht man, dass eine Katze in Verlegenheit gbracht wird. Vielleicht beneiden wir sie insgeheim.

Diejenigen, die freilebende Tiere wie Haustiere und Kleinkinder behandeln , lieben sie. Aber die, die ihre Art respektieren, die möchten, dass sie ein normales Leben führen, lieben sie mehr.

19.10.2004, 15:12
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Kaysha
Katz




Dabei seit: März 2003
Herkunft: nrw
Nordrhein-Westfalen (DE)
Beiträge: 398
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Soweit ich weiß gibt es unter Hauskatzen, die in Gruppen leben (egal ob verwildert oder nicht) mehr als taktische Spielchen. Jeder Kater muss sich, sobald er geschlechtsreif wird, seinen Platz und Anerkennung im 'Rudel' erkämpfen. Diese 'Kämpfe' haben aber nicht das Ziel den Gegner auszuschalten, ist wohl eher ein Kräftemessen, so dass böse Konsequenzen eher ausbleiben. Und eine strenge Hierarchie wie in einem Wolfsrudel schließe ich auch mal aus.

Ps:Falls das jetzt Quark war, dann verbessere man mich bitte bitte.


__________________


18.10.2004, 22:14
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Kaletao
Kleinkatze




Dabei seit: Oktober 2004
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Oberösterreich (A)
Beiträge: 17
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Diese Taktischen Spielchen sind zum Beispiel:

"Ich mach mich breit und schmuse dich von deinem Lieblingsplatz runter" (wird gern mit großem Erfolg gegenüber Menschen angewandt)

"Ich bin der Boss" (in Gegenwart des anderen am Kratzbaum wüten, nach dem Motto ich hab die schärferen Krallen und das ist mein Revier!)

Auch das markieren von Revier und Eigentum mit dem Duft der Kinndrüsen fällt in die Rubrik. (Nicht zu verwechseln mit dem Köpfchenreiben das echtes Schmusen ist.)
Das markieren mit dem Kinn kann ich zwar nicht nachmachen, muss es aber auch nicht an mir ausgeführt zulassen.

Das waren mal zwei der Hauptspiele um die Rangordnung. Für weitere müsste ich noch etwas überlegen da ich seit drei Jahren auch nur noch eine alte Kätzin von meinem einstigen Rudel habe, und die Spiele schon lang nicht mehr gespielt hab.

Übrigens: bei einem Rudel das seine Rangordnung gefunden hat genügt es von der Alphakätzin (meist eine Dame) respektiert zu werden. Alle anderen folgen ihrem Beispiel.

Liebe Grüße
Kaletao

Dieser Beitrag wurde von Kaletao am 18.10.2004, 16:34 Uhr editiert.

18.10.2004, 16:20
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Tirica
Ozelopardin




Dabei seit: November 2002
Herkunft: Österreichs Regenwald / Costa Rica

Beiträge: 795
Tirica ist offline
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Und was wären diese taktischen Spielchen zum Beispiel?
Ich hab nur eine Katze, kenn also das Verhalten in der Gruppe gar nicht.


__________________
Viele, die leben, verdienen den Tod und viele die Sterben würden das Leben verdienen. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch mit deinem Todesurteil nicht so schnell bei der Hand!

Gandalf/ J.R.R. Tolkien

18.10.2004, 12:32
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Kaletao
Kleinkatze




Dabei seit: Oktober 2004
Herkunft:
Oberösterreich (A)
Beiträge: 17
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@neelay "Verwilderte Hauskatzen schließen sich oft zu Gruppen zusammen,.... Eine richtige festgelegte Rangordnung gibt es nicht"

Über das Rudelverhalten von verwilderten Hauskatzen kann ich nichts sagen - aber zum Rudelverhalten in der Wohnung hatte ich einige Jahre Gelegenheit zum beobachten. Ich habe vor 15 Jahren Maine-Coons gezüchtet und hatte ein Rudel von 5-7 Erwachsenen Tieren (Kastraten und Zuchttiere) und einigen Babys und Jungtieren + Hund.
Unter den Katzen herrschte eine genau festgelegte Rangordnung mit Futterschüssel - Schlafplatz - Fensterplatz und gestreichelt-werden Hyrachie. Interessant war, das ich nicht als Mensch in dem Rudel "eingetragen" war sondern als Katze. Das heisst ich musste mir meinen Platz in der Hyrachie des Rudels erst erwerben um Anerkannt zu sein und auch mal einen Befehl zu geben der akzeptiert wurde. (Mit Rang erwerben meine ich hier keine Gewaltanwendungen sondern die kleinen Taktischen Spielchen die Katzen auch untereinander spielen)
Ich glaube das Gerücht das Katzen unerziehbar sind kommt daher das Katzen sich nichts von einem Rangniederen (Mensch = einer der die Benimmregeln in der Gruppe nicht kennt) sagen lassen.

Liebe Grüße
Kaletao

15.10.2004, 19:35
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tiger-lilly
Tiger




Dabei seit: Juni 2004
Herkunft: Kassel
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Beiträge: 1318
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Ich denke schon, daß verwilderte Hauskatzen sich wieder zu Rudeln zusammenschliessen können. Nehmen wir mal als Beispiel die Hungersnot in Paris von 1789. Bei dieser Hungersnot haben vor allem Ratten und Katzen eine wichtige Rolle gespielt. Leider hab ich keine Literatur mehr über das Thema, aber ich glaube die Katzen hatten die Ratten in Rudeln gejagt.

29.09.2004, 18:31
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Neelay
Tiger




Dabei seit: September 2004
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Beiträge: 72
Neelay ist offline
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Zitat:
Original von nettwork
Meiner Meinung nach werden Katzen, die in der Obhut von Menschen aufwachsen nie richtig erwachsen.
Sie müssen sich nicht wirklich um sich selbst kümmern, bekommen Futter und Geborgenheit. Den ausgeprägten Spieltrieb, den viele Katzen haben, kennen wir ja alle.
Das könnte auch erklären, warum die Bindung an den Menschen so groß ist. Sie ist ja bei allen Jungtieren sehr stark und verliert erst mit der Zeit an Kraft, bzw. werden viele Jungtiere von den Eltern regelrecht verstoßen, wenn sie alt genug sind. Sie gehen also nicht freiwillig und werden aus freien Stücken erwachsen.


Das Haustiere ihre kindlichen Verhaltensweisen beibehalten hab' ich bisher nur von Hunden gehört.

Wenn ich so darüber nachdenke klingt es doch einleuchtend, die Katzen bekommen ein tolles Heim und regelmäßig Futter und werden nicht verstoßen. Weil Katzen nicht dumm sind bleiben sie da und fügen sich ins Familienleben ein.

(Ist nur 'ne Theorie)


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Ich glaube, wir bewundern Katzen unter anderem wegen ihrer Kunst, dem anderen immer eine Nasenlänge voraus zu sein. Sie scheinen am Ende immer obenauf zu sein, gleich was sie tun oder zu tun vorgeben. Selten sieht man, dass eine Katze in Verlegenheit gbracht wird. Vielleicht beneiden wir sie insgeheim.

Diejenigen, die freilebende Tiere wie Haustiere und Kleinkinder behandeln , lieben sie. Aber die, die ihre Art respektieren, die möchten, dass sie ein normales Leben führen, lieben sie mehr.

29.09.2004, 16:24
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Myril
Tripple-As



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Aber dann dürften doch Katzen, die auf der Straße aufgewachsen sind, dieses Verhalten nicht zeigen und sich nicht so an den Menschen anschließen.

Machne sie teilweise aber trotzdem, soweit ich weiß.


__________________
Gruß
Myril

Dieser Beitrag wurde von Myril am 11.10.2011, 22:39 Uhr editiert.

28.09.2004, 22:31
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Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Deutschland
Bayern (DE)
Beiträge: 2462
Sesshoumaru ist offline
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Im Grunde kann ich Nettwork und voll und ganz zustimmen. Fast jeder Experte mit dem ich bisher über dieses Thema gesprochen habe oder von dem ich Bücher zu diesem Thema eingesehen habe waren der Meinung, daß besonders die Katzen dazu neigen sich sozusagen ihr kindliches Gemüt zu erhalten, wenn sie von Menschen groß gezogen werden.

Dies umschließt ausdrücklich auch die Großkatzen. Die sprichwörtliche zweite Seite der Münze bekommt man eben dadurch zu sehen, daß "Kinder" nicht gerade einen ausgeprägten Hang zur Rationalität aufweisen und bei vielen Dingen einfach ungehalten reagieren. Die Konsequenzen sind in diesem Fall mehr als offensichtlich.


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

28.09.2004, 22:22
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