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Shilok
Tigerin




Dabei seit: Juni 2002
Herkunft: Amur- und Ussurigebiet
Nordrhein-Westfalen (DE)
Beiträge: 311
Shilok ist offline
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Wie schon wiederholt geschrieben wurde ist es eine Entscheidung des Katzenhalters, der nach bestem Wissen und Gewissen entsprechend der jeweiligen Bedingungen (Katzencharakter, Vorerfahrungen, Gefahren, etc.) für seine Katze handeln sollte.
Wohne ich z.B. in der Großstadt neben einer stark befahrenen Straße, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Freigängerkatze etwas vor ihrem natürlichen Alterstod zustößt sehr viel höher, als wenn sie in der Wohnung gehalten wird oder auf dem Land, wo es keine stark befahrenen Straßen gibt, herausgelassen wird.
Andererseits könnte man auch wieder so argumentieren: Die Katze, die als Freigänger lebt, und vermutlich eher stirbt als eine Wohnungskatze hatte trotz ihres kürzeren Lebens mehr Lebensqualität in der kurzen Zeit als die Wohungskatze in ihrem längeren Leben.
Wir haben unsere beiden Katzengeschwister als Jungtiere aus dem Tierheim geholt und da wir in einer Wohnung in der Nähe einer großen Straße wohnen, haben wir uns entschieden, dass die beiden Racker in der Wohung bleiben, da uns die Gefahr zu groß war und da sie es auch bisher nicht anders kennen gelernt hatten. Sie scheinen die Freiheit nicht zu vermissen. Genießen den Ausblick von der Fensterbank, aber nicht fanatisch, dass man denken könnte, sie wollten unbedingt heraus.
Allerdings unterscheiden sich unsere beiden Katzen auch im Charakter und dem Kater würde ich eher einen Freigang zutrauen.
Wenn wir irgendwann vielleicht einmal umziehen und dann andere Bedingungen da sind, müssen wir dann noch mal neu überlegen.
Ich denke aber, dass man Katzen auch gut in der Wohnung halten kann (ohne schlechtes Gewissen). Wieder - je nach Bedingungen ...
Damit die Wohnungskatze aber auch die Möglichkeit zu sozialen Kontakten hat, würde ich sie nur mindestens zu zweit in der Wohung halten.


__________________
"A-o-ung"

10.04.2004, 19:44
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Tirica
Ozelopardin




Dabei seit: November 2002
Herkunft: Österreichs Regenwald / Costa Rica

Beiträge: 795
Tirica ist offline
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Tja, so gibt es Katzen mit den verschiedentstem Charakter!
Die liebe Jessica stand vor mittlerweile schon 10 Jahren auch plötzlich vor der Tür und hat durch ihren Heißhunger unsere Herzen erobert. Ihre Zeit als "Streunerin", die recht kurz gewesen sein muss, hat sie aber dennoch nicht gelehrt, die Vorzüge der Freiheit zu erkennen.
Sie geht zwar nach wie vor mindestens jeden 2. Tag ins Freie wagt sich aber nicht mehr als 2 m über die Grundstücksgrenze hinaus. Bevorzugt bleibt sie im Sommer draußen. Im Winter sind es kaum mehr als 10 min pro Tag.
Im Sommer kann sie lange Zeit damit verbringen, im Schatten zu liegen und als feine Dame die Bewohner ihres Reviers zu repräsentieren. Viel mehr ist nicht drin. Die Verteidigung des Reviers müsste eigentlich ich übernehmen. Gelingen tut das nicht. Ich greife nur dann ein, wenn Madam Jessica vor Angst zu weinen beginnt.

Ich denke, Jessica ist froh um den schönen Garten, den sie zur Verfügung hat um ihre Spaziergänge zu machen, wirklich notwendig wäre er aber nicht - solange sie ihre Fensterbretter hat.

Angst um ihr Wohl hab ich nicht. sie geht nicht weit genug von der nächstgelegenen Türe weg um von einem Auto überfahren zu werden. Katzendiebe hab ich noch nie in der Nähe bemerkt. Die einzige Gefahr wäre ein Herzinfakt bei der Begegnung mit unserem ungleich vitaleren, frecheren und furchterregenderem Nachbarkater.


__________________
Viele, die leben, verdienen den Tod und viele die Sterben würden das Leben verdienen. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch mit deinem Todesurteil nicht so schnell bei der Hand!

Gandalf/ J.R.R. Tolkien

10.04.2004, 18:13
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Goldkatze
Routinier




Dabei seit: Februar 2004
Herkunft: Land der goldenen Feliden

Beiträge: 452
Goldkatze ist offline
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Was ich mit Sicherheit weiß, ist, dass man Katir wohl nie hätte an ein Wohnungsleben gewöhnen können. Als er uns (oder genauer mir ) zulief, war er rappeldürr und wohl schon länger draußen unterwegs...
Er ging nach Streunermanier bei jedem Wetter raus, der Süße - Schnee, Regen, Sturm... alles kein Problem. Irgendwie eher wie ein Hund als ne Katze, was Wetter anbelangt. Ich will garnicht wissen, wie viel größer sein Revier wahrscheinlich war, als wir es sicher wissen. Im Sommer schlief er so gut wie immer draußen und ließ sich nicht dazu bewegen,drinnen zu sein.
Ein gutes Beispiel für seinen Freiheitsdrang war wohl, als er sich eine Zehe gebrochen hatte und eigentlich drei Wochen drinnen verweilen sollte. Als er nur im Haus herumhumpeln konnte, war es ja noch in Ordnung, er wusste ja, dass er nicht richtig laufen konnte. Da ist er nur zwei mal ausgebüchst... Aber als er der Meinung war, alles sei wieder in Ordnung protestierte er und zwar kräftig, wodurch er die Zeit auf zwei Wochen verkürtzte. Wenigstens hatte er Recht damit, wieder gut genug laufen zu können.

Oh, ich fange an in Erinnerungen zu schwelgen ...
Auf jeden Fall wollte ich damit sagen, dass wir bei ihm keine andere Wahl hatten...
Ich weiß, dass ich es dann wahrscheinlich nicht bereuen sollte, aber das tue ich oft...
Aber wie sagte unsere Tieräztin: Das ist der Prei der Freiheit. Warum ist er denn nur so hoch ?
(Aber nicht, dass das jetz in eine *Warum?-Diskussion* übergeht, okay? Die ist ja wo anders )


__________________
On the day Cc was born, 6,000 unwanted pet cats and kittens were destroyed in the USA.

10.04.2004, 02:43
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PetraB.
Alpha-Wolf




Dabei seit: Februar 2002
Herkunft: NRW

Beiträge: 1301
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Ja allso,

wir haben einen halbwilden Freigängertiger, Kalle, und zwei reine Stubenpanther, Nisse und Palle.

Kalle kann man in der Wohnung nicht halten. Er wurde wild geboren und in seinen 8 Lebensjahren nie handzahm. Er schläft im Haus und strolcht ansonsten durch die Gegend.

Nisse und Palle habe ich mit der Flasche aufgezogen und aus Angst um meine ''Babys'' habe ich sie zunächst nicht rausgelassen. Sie werden diesen Monat 4 Jahre alt und Nisse war inzwischen schon mit mir draussen. Sie huschte mehrmals zur Tür hinaus. Sie hat keine Angst, aber auch nicht DEN Drang draussen zu sein. Sie drehte jeweils eine kleine Runde auf dem Grundstück und ging dann bereitwillig wieder mit mir rein. Palle hat panische Angst vor Draussen. Silhouette hat es zweimal versucht, es war ein Bild des Jammers ... Palle hat geschrien wie ein kleines Kind und liess sich überhaupt nicht beruhigen. Draussen ist ''böse'' für ihn.

Tja, so unterschiedlich sind Katzen ... und so differenziert muss man auch die Entscheidung für oder gegen Freigang treffen.


__________________

... and yesss ... my rage ...
© Alpha P.

09.04.2004, 21:48
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fennek
Mitglied




Dabei seit: März 2004
Herkunft: deutschland

Beiträge: 79
fennek ist offline
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huhu goldkatze

also unseren smoky (main-coon-mix) haben wir im alter von 3 jahren aus dem tierheim geholt. bei seinem vorbesitzer hat er als reine wohnungskatze gelebt. das hat man ihm auch angemerkt er konnte nicht mal vom boden auf das fensterbrett springen. irgendwann hat er es dann doch geschaft. dann saß er stundenlang am fenster und sah höchst interessiert nach draußen. und spätestens als er die drei mädels meiner mutter gesehen hatte war rum mit lustig. er wurde unleidig nahm alles was ihm in weg kam auseinander.

und so haben wir ihn dann rausgelassen. er hat sich sehr schnell daran gewöhnt. er findet sich super zurecht draußen. er kletter mittlerweile überall hoch, lebt sich draußen aus und ist wieder super ausgeglichen ( liegt aber bestimmt auch an den 3 mädels die ihn umschwärmen )

er macht das echt super, wenn er raus will setzt er sich ans fenster oder die wohnungstür und maunzt. will er wieder rein macht er es genauso nur von außen und entsprechend lauter.

leider sind das manch mal unmögliche zeiten zu den es ihn gelüstet rauszugehn so um 4 uhr morgens.....

und sein katzenklo schaut er nicht mehr an seit er rauß darf , das steht nur noch als deko da....


ich denke das man katzen wenn es möglich ist schon rauslassen sollte...........

die beispiele von nala und mir zeigen auch das man auch eigentliche wohnungskatzen noch zu freigängern machen kann.

wenn man nicht gerade mitten in der stadt an einer haupverkehrsstraße wohnt oder im 3., 4. ....... stock, und die katze gesund ist und ganz wichtig geimpft und kastriert dann sollte sie raus können.

man sollte es ihr zumindest anbieten . es gibt wohl auch katzen die wollen gar nicht raus. eine freundin hat 2 solche stubentieger. sie wollte sie eigentlich auch als freigänger halten aber die zwei sahen das gar nicht ein. die gehn zur wohnungstür schaun mal raus aber beim kleinsten geräusch sind se wieder drinn.


letztendlich enntscheiden muss es aber der halter ob er sein knuddeltiger rausläßt. bei einer rassekatze wird man es sich wohl auch gründlicher überlegen den da kommt zu den "normalen" gefahren auch noch die des diebstahls hinzu.


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Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
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Achte auf Deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

09.04.2004, 20:49
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Nala
Löwin




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Beiträge: 772
Nala ist offline
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Du hast Argumente für und gegen Katzenfreigang aufgelistet, entscheiden, was das Beste für den "eigenen" Kater/Katze ist, muß man letzendlich selber.

Ich habe unseren Harley als "Hauskatze" übernommen, er war damals 2 Jahre alt, bis zum Alter von 5 Jahren haben wir ihn ausschließlich in der Wohnung gehalten. (wir wohnten damals in der ersten Etage und es war logistisch nicht möglich in rein und raus zu lassen). Seit knapp zwei Jahren haben sich unsere Wohnverhältnisse geändert, und Harley kann auch nach draußen. Und er tut es auch ...

Natürlich habe ich Angst, dass ihm etwas passieren könnte, aber ich fühle mich nicht als verantwortungsloser Katzenhalter. Harley ist ein kastrierter Perser und das einzige was nervig ist, ist die Fellpflege nach seinen Ausflügen....
Er tapst durch unseren Garten und durch die der beiden Nachbarn, über die Straße ist er meines Wissens noch nicht gelaufen... Vieles was er nun draußen tut, ist einfach in der Wohnung nicht möglich und dennoch hatte ich nicht den Eindruck ihm fehlt etwas, als er nur drinnen war... Im Winter geht er so gut wie gar nicht nach draußen und auch ansonsten hat er nicht täglich das Bedürfnis raus zu gehen. Aufs Klo geht er übrigens nur drinnen und spielen... spielen tut er auch am liebsten drinnen...

Wie gesagt, es ist immer eine Gewissensfrage des Halters... Meines Erachtens aber schadet es einer Katze nicht, wenn sie nur in der Wohnung lebt.


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...wonder where the lions are....

09.04.2004, 17:11
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Goldkatze
Routinier




Dabei seit: Februar 2004
Herkunft: Land der goldenen Feliden

Beiträge: 452
Goldkatze ist offline
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Ich weiß nicht, ob das Thema schon mal angesprochen wurde, zumindest hab ich beim Suchen nichts gefunden.
Also, mein Katir wurde ja vor ca. drei Wochen überfahren und ich möchte diesen (wenn auch sehr traurigen ) Anlass für eine Diskussion nutzen.
Was spricht für, was gegen Freigang/Wohnungshaltung?
Ich habe einige Argumente zusammengetragen:
für Freigang, gegen Wohnunghaltung:
-die Katze hat viel Abwechslung und erlebt jeden Tag sehr viel
-sie kann sich in der Umgebung außerhalb der eigenen vier Wände zurechtfinden (im Sinne von: Wissen wie man sich in bestimmten Situationen draußen verhält)
-ihr Bewegungsdrang wird befriedigt
-eine Katze, die bis zum Alter von einem 3/4 Jahr in der Wohnung lebte, findet sich draußen nicht zurecht sollte es einmal nötig sein
für Wohnungshaltung, für Freigang:
-Gefahren wie der Straßenverkeher, Revierkämpfe, Tierfänger etc. fallen weg (dadurch höhere Lebenserwartung?)
-man weiß immer wo das Tier ist und wie es ihm geht
-eine lebenslang ans Haus gewöhnte Samtpfote vermisst den Freigang nicht hat bzw. sogar Angst davor

Soweit die Argumente die ich gefunden habe. Also, was denkt ihr? Die Goldkatze wartet auf Antworten


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Dieser Beitrag wurde von Goldkatze am 10.04.2004, 02:29 Uhr editiert.

09.04.2004, 00:51
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