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tiger-lilly
Tiger




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Fast 15 600 Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht


Frankfurt/Main/Bangkok (ddp). Die Rote Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten wächst nach Expertenangaben erschreckend schnell. Seit der Bestandserhebung im vergangenen Jahr seien 3330 weitere Arten hinzugekommen, teilte am Mittwoch die Weltnaturschutzunion IUCN in Bangkok mit. Damit seien insgesamt 15 589 Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht.

Die Rote Liste ist nach Ansicht der Umweltorganisation WWF ein Indikator für die Krisenregionen der Erde. Zugleich werde deutlich, dass man nach und nach ganze Ökosysteme verlieren werde, befürchtet Artenschutzexperte Stefan Ziegler. Mittlerweile stünden ganze Arten-Gruppen auf der Liste, deren Lebensbedingungen in Meeren, Wäldern sowie Feuchtgebieten und Flüssen sich stetig verschlechterten.

Ziegler betonte: «Der hohe Bedrohungsgrad verschiedener Fisch- und Amphibienarten zeigt uns, dass es um die Süßwasserressourcen der Erde schlecht bestellt ist.» Besonders erschreckend sei der Zustand der Schildkröten: Fast die Hälfte aller Arten ist bedroht.

Die Liste weist Ziegler zufolge aber auch Verbesserungen für Arten auf: So hätten sich die Lebensbedingungen für den europäischen Fischotter verbessert, sodass sie nicht mehr als «gefährdet», sondern nur noch als «annähernd bedroht» eingestuft werden.

Yahoo Nachrichten 17.11.04

17.11.2004, 19:24
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tiger-lilly
Tiger




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Neue Umweltbilanz ist erschreckend:

Naturbilanz
Weltweite Artenvielfalt ist in 30 Jahren um 30 Prozent gesunken
21. Okt. 2004

Der natürliche Reichtum der Wälder, Flüsse und Meere hat in den vergangenen 30 Jahren rapide abgenommen. Zu diesem Ergebnis kommt der WWF in seinem jetzt vorgestellten "Living Planet Report 2004". Die Langzeituntersuchung über die Entwicklung der biologischen Vielfalt in den vergangenen 30 Jahren beschäftigte sich mit 1.145 ausgewählten Tierarten, die charakteristisch für die unterschiedlichen Land-, Meeres- und Süßwasserökosysteme der Erde sind. Der Artenschwund trifft das Ökosystem Meer genauso wie den Lebensraum Land um etwa 30 Prozent. Noch dramatischer ist der Rückgang an biologischer Vielfalt in den Flüssen und Feuchtgebieten. Hier haben sich die Bestandszahlen seit 1970 nahezu halbiert. Der WWF macht die verschwenderische Lebensweise der Menschheit dafür verantwortlich: Menschen verbrauchten 20 Prozent mehr an Naturschätzen als der Planet produziere.

"Derzeit erleben wir den größten Rückgang von Tier- und Pflanzenbeständen seit dem Verschwinden der Dinosaurier. Dieser Trend wird sich noch verstärken, denn der Druck auf die Natur nimmt weiter zu", betont Peter Prokosch, Geschäftsführer des WWF Deutschland. "Wenn jeder Mensch so viel natürliche Ressourcen konsumieren und den gleichen Ausstoß an Kohlendioxid produzieren würde wie die US-Amerikaner, Deutschen oder Franzosen, bräuchten wir fast drei weitere Planeten", so Prokosch. Besonders alarmierend sei der Energiehunger der Welt. Der Energiebedarf habe sich zwischen 1961 und 2001 versiebenfacht. Ein Großteil davon werde durch die Verbrennung von fossilen Rohstoffen wie Kohle, Gas und Öl erzeugt. Die dadurch verursachten Klimaveränderungen seien eine große Gefahr für Mensch und Natur.

Die Analyse beruht auf einer Modellrechnung, dem so genannten "ökologischen Fußabdruck". Der Ansatz rechnet den Verbrauch an Rohstoffen in Fläche um. Der Landverbrauch für die Nahrungsmittel- und Holzproduktion wird ebenso berücksichtigt wie die für Städte, Straßen und andere Infrastruktur benötigten Gebiete. Zudem bezieht man die nötige Fläche an Wald ein, um den Kohlendioxidausstoß aufzunehmen.

Im "Living Planet Report" wird vorgerechnet, dass pro Kopf durchschnittlich 2,2 Hektar gebraucht werden, um die Bedürfnisse an Nahrung, Energie und Infrastruktur der Erdenbürger zu befriedigen. In den Industriestaaten ist der Bedarf erheblich höher. Jeder Deutsche benötige z.B. im Schnitt 4,8 Hektar. Das sei eindeutig zu viel: rechne man die zur Verfügung stehende Fläche auf die Weltbevölkerung um, seien pro Kopf nur 1,8 Hektar vorhanden, so die Bilanz des Berichts.

Um eine Trendwende der Energieverschwendung und des Artenschwundes zu erreichen, fordert der WWF Druck auf die Entscheidungsträger in aller Welt auszuüben, um erneuerbare Energien und effiziente Technologien voranzutreiben.

Quelle: Netzeitung

23.10.2004, 18:13
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TamedTigress
Amurtigerin




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TamedTigress ist offline
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Zitat:
Original von nettwork
Vielleicht werden wir in 100.000 Jahren von unseren Nachfahren (oder den Außerirdischen) ausgelacht, weil wir versucht haben durch teure Programm Arten zu erhalten, die von vornherein zum Untergang verdammt waren.


Auch wenn es mir zutiefst widerstrebt unsere heutigen Mit-Lebelwesen aufzugeben muss ich zugeben dass dies genau die Gedanken sind die mir oft kommen.

Wenn ich z. B. an die Eiszeit denke dann denke ich automatisch: unter diesen Bedingungen koennte so gut wie keiner der heute lebt ueberlebt haben. Umgekehrt gilt sicher das gleiche - was immer zu dieser Zeit gelebt haben mag, diese Wesen kann es heute sicher nicht mehr geben.

Ein Beispiel das mir zu diesem Thema immer einfaellt ist eine Insel hier bei Schottland auf der in den 60gern einmal Atomversuche ausgefuehrt wurden. Den Namen der Insel habe ich vergessen aber sie ist bis heute fuer den Menschen unbewohnbar. Interessant jedoch ist dass dort Insekten gefunden wurden die bis dahin auf der ganzen Erde voellig unbekannt waren.

Wer weiss - vielleicht gibt es irgendwann mal den grossen Atomkrieg der uns alle ausrottet und jede Menge ganz neue Arten hervorbringt an die wir heute gar nicht denken und fuer die dieser Atomsmog zum Leben vielleicht unentbehrlich ist...

TamedTigress

19.03.2004, 23:01
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nettwork
Panthera leo




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nettwork ist offline
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Zuerst einmal: Den Orginalartikel hab ich wieder von Science runtergeladen. Falls ihn wer lesen will, einfach melden.

Die Forscher haben hier sehr viele Daten zusammen getragen. Im Ergebnis wird natürlich keine Erklärung dazu geliefert, warum so viele Arten sterben. Dass das den Umweltschützern sofort Auftrieb gibt ist klar. Dennoch kann man noch nicht sagen, ob solche Entwicklungen nicht etwa auf natürlichen Ereignissen beruhen und der Mensch nicht der ausschlaggebende Faktor ist.

Vielleicht werden wir in 100.000 Jahren von unseren Nachfahren (oder den Außerirdischen) ausgelacht, weil wir versucht haben durch teure Programm Arten zu erhalten, die von vornherein zum Untergang verdammt waren.

@Nala: Auf die Schnelle ist mir M.E.J. Newman untergekommen, der 1997 ein mathematisches Modell zum Artensterben aufgestellt hat "A model of mass extinction". Du findest ihn mit diesen Angaben leicht im Google.
Ich bin aber noch nicht ausreichend dazu gekommen, mich selbst in diese Richtung einzulesen.


__________________
Unmöglich ist eine Meinung
und keine Tatsache!
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19.03.2004, 21:09
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Nala
Löwin




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Beiträge: 772
Nala ist offline
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Weiß jemand, ob es eine natürliche Gesetzmäßigkeit bezüglich des Artensterbens gibt?


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...wonder where the lions are....

19.03.2004, 18:05
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Sesshoumaru
sama




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Sesshoumaru ist offline
Themenstarter Dieses Thema wurde von Sesshoumaru gestartet
Artenkollaps steht bevorAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Forscher: Großes Artensterben steht bevor

18. März 2004 Die Welt steht womöglich am Beginn ihres sechsten großen Massensterbens.
Diesen Schluß ziehen zwei britische Forschergruppen aus der Analyse umfassender Datensammlungen über den Rückgang der Tier- und Pflanzenarten in Großbritannien. Ihre Berichte stehen im Fachjournal „Science“ (Bd. 303, S. 1876 und 1879). Grundlage ist ein Mosaik aus rund 15 Millionen Informationen über die Verbreitung hunderter Vogel-, Pflanzen- und Schmetterlingsarten.

Das Team um Jeremy Thomas vom Winfrith Technology Centre in Dorchester untersuchte die Verbreitung dieser drei Gruppen im Laufe der vergangenen rund 40 Jahre. In allen Fällen zeigte sich ein Rückgang der Artenvielfalt. Bei Schmetterlingen gab es die größten Verluste. Sie verschwanden aus 13 Prozent ihrer angestammten Lebensräume, schreiben Thomas und seine Kollegen.

Verlust von bis zu 50 Prozent der Arten
„Wenn Insekten anderswo auf der Welt ähnlich empfindlich sind, dann haben die Aussterberaten von Pflanzen und Tieren eine bislang nicht gekannte Entsprechung im Insektenreich. Das stärkt die Annahme, daß die Natur das sechste große Massensterben ihrer Geschichte erlebt“, schreiben die Forscher. In den zurückliegenden 440 Millionen Jahren gab es auf der Erde fünf große Massensterben, in denen der Planet jeweils bis zu 50 Prozent seiner Arten einbüßte.

„Diese Ergebnisse überraschen mich überhaupt nicht“, kommentierte Artenschutzexperte Volker Homes von der Umweltstiftung WWF in Frankfurt am Main. „Die Arbeiten sind ein weiterer Baustein für die Legitimierung der Umweltbewegung und der Diskussion, die über den Artenschwund geführt wird.“ Die Daten aus Großbritannien seien so gut wie vermutlich nirgendwo sonst auf der Welt. Ein katastrophales Artensterben wie in den vergangenen Erdzeitaltern leitet Homes jedoch aus den „Science“-Studien nicht ab.

Weitere Indizien für das Artensterben
In der zweiten Untersuchung belegt ein Team um Carly Stevens von der Open University in Milton Keynes, dass der Eintrag von Stickstoff mit Düngern und aus Industrieabgasen viele Pflanzenarten verschwinden lässt, weil Stickstoff liebende Arten unter diesem Umständen besser wachsen und sich durchsetzen.

Auch nach Ansicht der Weltnaturschutzunion IUCN schrumpft die Artenvielfalt Besorgnis erregend. Die Organisation hatte Ende 2003 insgesamt 1092 Tier- und Pflanzenarten mehr in die obersten drei der neun Gefährdungsstufen der Roten Liste der bedrohten Arten eingeordnet als im Vorjahr. In diesen drei Stufen finden sich insgesamt 12.259 Arten.

Quelle: FAZ


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

19.03.2004, 16:59
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