Registrierung Kalender Tigerforum-Chat Häufig gestellte Fragen Suche Mitgliederliste Moderatoren und Administratoren Statistik Database Galerie TopListe Glossar Startseite
Tigerforum » Presseboard » Raubtiere » der Luchs will zurück » Hallo Gast [registrieren|anmelden]
« Vorheriges Thema Nächstes Thema » Druckvorschau | An Freund senden | Thema abonnieren | Glossareintrag vorschlagen
Antwort erstellen Neues Thema erstellen
Autor
Beitrag
tiger-lilly
Tiger




Dabei seit: Juni 2004
Herkunft: Kassel
Hessen (DE)
Beiträge: 1318
tiger-lilly ist offline
  Gefährdete Luchse im PfälzerwaldAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Luchse im Pfälzerwald gefährdet - Nur 21 Hinweise 2003


Neustadt/Weinstraße (ddp-rps). Das Land Rheinland-Pfalz fürchtet um die Luchsbestände im Pfälzerwald. Im Jahr 2003 habe es nur 21 Hinweise auf das Vorkommen von Luchsen gegeben, sagte der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, Klaus Weichel, am Freitag in Neustadt an der Weinstraße. Das geht aus dem nun vorgestellten «Luchs-Monitoring» für das Jahr 2003, dem Jahresbericht der neun Luchs-Berater, hervor. Darin sind 13 Sichtbeobachtungen, vier Wildtier-Risse, ein Haustier-Riss, zwei Rufe sowie eine Spur verzeichnet.

Nach den vorliegenden Informationen sei es zwar wahrscheinlich, dass der Luchs im Pfälzerwald und seiner Umgebung vorkomme, sagte Weichel weiter. Über die Anzahl der Tiere und die Frage nach Jungtieren könne aber nichts gesagt werden. Allerdings sei davon auszugehen, dass das Vorkommen des Luchses in der Region gefährdet sei. Die Population soll deshalb nun mit Luchs-Populationen in den französischen Vogesen «vernetzt» werden, um das Fortbestehen zu sichern.

Die neun Luchsberater der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz informieren über Luchse und werten die Hinweise nach wissenschaftlichen Kriterien aus. Beobachtungen von Luchsen, Fußabdrücken oder Beuteresten können unter der Rufnummer 06306/ 911115 gemeldet werden. (www.fawf.wald-rlp.de)

Yahoo Nachrichten

23.10.2004, 00:43
Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu  
tiger-lilly
Tiger




Dabei seit: Juni 2004
Herkunft: Kassel
Hessen (DE)
Beiträge: 1318
tiger-lilly ist offline
  Luchse im HarzAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Erstmals frei geborene Jungluchse im Harz fotografiert

Auswilderungsprojekt gelungen: Luchsin aus Zoo mit drei Jungen gesichtet

St.Andreasberg/dpa. Erstmals seit Beginn des Auswilderungsprojektes im Harz ist es gelungen, in Freiheit geborene Jungluchse zu fotografieren. Mit Hilfe einer so genannten Fotofalle entstanden an einer Waldschneise im Nordharz über 40 Bilder einer Luchs-Mutter und ihrer drei Jungen. Anhand der Ohrmarke wurde das Muttertier als eine im vergangenen Jahr ausgewilderte Luchsin aus dem Zoo Osnabrück identifiziert. Ein Nationalparksprecher bezeichnete die Bilder am Mittwoch als eine Sensation. Fotos von Jungluchsen seien extrem selten.
Bereits 2002 und 2003 waren im Harz Luchsinnen mit in freier Wildbahn geborenen Jungen gesehen worden. Trotz intensiver Bemühungen war es aber nicht gelungen, brauchbare Bilder von den Jungtieren zu machen. Auch in diesem Sommer seien die Versuche lange vergeblich gewesen, sagte Nationalparksprecher Friedhart Knolle. In die Fotofallen seien zunächst nur Waschbären oder Wildschweine gelaufen. Doch dann half den Forschern das Glück.

Zufällig beobachtete ein Forstbeamter, wie eine Luchsin im Nordharz ein erbeutetes Reh über eine Waldschneise in Deckung zog. Wenig später fanden die Luchsforscher das Beutetier versteckt unter jungen Buchen. Über Nacht installierten sie in der Nähe eine Fotofalle - mit Erfolg. Die Luchsin und ihre drei Jungtiere kehrten zu der Beute zurück. Die Fotofalle schnappte zu und machte zahlreiche Bilder. «Die Fotos belegen eindrucksvoll den positiven Verlauf der Harzer Luchswiederansiedlung», sagte Nationalparksprecher Knolle.



Quelle: Mitteldeutsche Zeitung

30.09.2004, 02:30
Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu  
tiger-lilly
Tiger




Dabei seit: Juni 2004
Herkunft: Kassel
Hessen (DE)
Beiträge: 1318
tiger-lilly ist offline
  Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Leider scheint es immer noch Menschen zu geben, die etwas gegen Luchse in freier Wildbahn haben:

Luchs erschossen bei Idar-Oberstein: Ein Luchs, der am Wochenende aus einem Tiergehege bei Idar-Oberstein entlaufen war, wurde gestern abend von Jägern erschossen. Die Wildkatze hatte nach der Flucht aus dem Gehege in der Umgebung ein Schaf gerissen. Daraufhin hatte die zuständige Polizei die Jäger mit der Erschießung des Tieres beauftragt.

Quelle: Saar-Echo

29.09.2004, 03:40
Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu  
Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Deutschland
Bayern (DE)
Beiträge: 2462
Sesshoumaru ist offline
Themenstarter Dieses Thema wurde von Sesshoumaru gestartet
der Luchs will zurückAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Wildtiere wollen sich Lebensräume im Weißeritzkreis zurückerobern
Luchs hinterlässt Visitenkarte

Jährlich verschwinden in Sachsen mehrere Tierarten. Es gibt aber auch Tiere, die bislang als verschollen galten, doch jetzt bei uns wieder heimisch werden wollen. Die SZ sprach darüber mit Christian Wosch, Mitarbeiter für Naturschutz und Landschaftspflege im Umweltfachamt Radebeul.

In der letzten Zeit häufen sich Meldungen, wonach der Luchs nach Sachsen zurückgekehrt ist. Ist er auch im Weißeritzkreis wieder heimisch?

Bereits seit den 70er Jahren gibt es sporadische Informationen über die Anwesenheit des Luchses in der Sächsischen Schweiz. Typisch für diese Raubkatze ist ihr großes Revier, das sich über 200 Quadratkilometer ausdehnen kann. Da ist es nicht verwunderlich, dass es auch Hinweise aus benachbarten Regionen gibt. Das gilt auch für den Weißeritzkreis, allerdings deutet bisher nichts darauf hin, dass er sich dort längere Zeit aufhält.

Wie kommt es dazu, dass der Luchs wieder bei uns Fuß fassen will?

Er war bei uns ausgestorben, hat aber in anderen europäischen Regionen überlebt. Dazu gehören vor allem der Böhmerwald, der Bayrische Wald, das Altvatergebirge und wohl auch die sächsisch-böhmische Schweiz. Dort jagt er vor allem Rehe, und jeder Luchs frisst im Jahr etwa 50 Stück davon. Allerdings verschmäht er auch Kleinsäuger und Wildgeflügel nicht. Wenn der Bestand an Raubkatzen ein bestimmtes Maß erreicht, wird es knapp mit der Nahrung. Dann gehen die Luchse auf Wanderschaft und versuchen, sich neue Lebensräume zu erschließen. Eine Vermehrung der Raubkatzen rührt auch daher, dass sie seit den 70er Jahren in den meisten europäischen Ländern nicht mehr bejagt werden. In der EU sind sie mittlerweile streng geschützt.

Ist das Wandern im stark besiedelten Mitteleuropa nicht recht schwierig für ihn?

Der Luchs ist durchaus in der Lage, Infrastrukturbereiche zu überwinden. Das haben Telemetrie-Untersuchungen ergeben, bei denen verschiedene Tiere mit Sendern versehen wurden und so ihre Wanderungen elektronisch verfolgt werden konnten. Insofern braucht es uns nicht zu wundern, wenn auch im Osterzgebirge immer wieder mal Spuren oder auch der Kot von Luchsen entdeckt werden. Allerdings macht ihnen die immer stärkere Zerschneidung der Landschaft zu schaffen. Immer wieder werden Tiere auf Straßen überfahren.

Wird da die neue Autobahn nach Prag nicht eine neue Barriere bilden?

Sicher, doch im Bereich der Oelsener Höhe ist eine größere Überdeckung der Autobahn durch einen Waldbereich vorgesehen. Sie soll den Tieren helfen, weiter von einem Revier in das andere wechseln zu können.

Sind Hinweise über das Auftreten des Luchses in unserer Region nur für die Statistik interessant, oder haben sie auch eine praktische Bedeutung?

Wir haben ein großes Interesse an all diesen Daten. Sie können bei der Ausweisung neuer Schutzgebiete von großer Wichtigkeit sein. Deshalb haben wir alle Jagdgesellschaften der Region gebeten, uns über jeden Nachweis zu informieren. Natürlich kann das auch jeder andere interessierte Bürger tun.

Ist der Luchs in unserer Region ein spezieller Einzelfall oder will auch der Wolf bei uns wieder heimisch werden, wie er es offenbar in der Lausitz versucht?

Beim Wolf ist die Sache komplizierter. Da gibt es zwar Gerüchte, aber verlässliche Informationen über sein Auftreten in unserem Gebiet haben wir nicht. Allerdings kann man es auch nicht ganz ausschließen. Wölfe können auf ihren Wanderschaften sehr große Entfernungen zurücklegen. Sie sind allerdings – genau wie der Luchs – recht scheu. Inwieweit die Tiere bei uns wieder heimisch werden können, hängt auch von der Akzeptanz durch den Menschen ab.

Hans Drechsler aus Holzhau teilte unserer Redaktion mit, er habe ganz in der Nähe des Weißeritzkreises, an der Freiberger Mulde, Spuren des Fischotters im Schnee entdeckt und fotografiert. Er vermutet, dass das Tier aus der Lausitz zugewandert sein könnte. Was halten Sie davon?

Der Fischotter ist eine bedrohte Art, die sich nachweislich im Moritzburger Teichgebiet und in der Lausitz erhalten konnte. Wir bekommen aber auch immer wieder Hinweise auf seine Existenz aus den Flusstälern des Weißeritzkreises. Er besitzt traditionelle Wanderwege, die bis nach Böhmen hinüber reichen. In den letzten Jahren hat sich die Qualität vieler Fließgewässer verbessert. Dadurch gibt es darin auch wieder mehr Fische, die dem Otter ja bevorzugt als Nahrung dienen und so seine Wanderungen erleichtern.

Gibt es noch weitere Tierarten, die wieder verstärkt auftreten?

Ja, und dazu gehört vor allem der Kranich. Er wird in unserer Region vereinzelt während der Zugzeit beobachtet. Im Weißeritzkreis findet er zwar keine optimalen Bedingungen vor. Doch offenbar arrangiert er sich damit, weil er unter einem starken Populationsdruck steht. In der vereinigten Weißeritz von Freital werden auch immer mehr Äschen, Forellen, Groppen und Neunaugen entdeckt.

Quelle: sz-online


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

08.03.2004, 12:44
Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Sesshoumaru senden Homepage von Sesshoumaru Schicke Sesshoumaru eine ICQ-Nachricht  
  « Vorheriges Thema Nächstes Thema » Standard | Brettstruktur | Baumstruktur
Antwort erstellen Neues Thema erstellen
Gehe zu:

Powered by: Burning Board 1.1.1 © 2001 WoltLab GbR
Code-, Style- und Templateanpassung © 2004 by Sesshoumaru
Seitenabrufe pro Tag im Durschschnitt: 14755.50
.: Kontakt :. | .: Impressum / Disclaimer :.