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tiger-lilly
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  Denkmal für Bernhard GrzimekAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

-Bahn bringt Besucher in die Serengeti
Grzimek-Camp im Frankfurter Zoo setzt dem großen Forscher und Tierfreund ein Denkmal

Vom 02.10.2004

Von Kurier-Mitarbeiterin

Nicole Unruh

FRANKFURT "Mit der U-Bahn in die Serengeti": So kommentierte ein begeisterter Besucher die neueste Attraktion im Frankfurter Zoo. Das Grzimek-Camp zwischen Affenanlage und Savanne, das jetzt eröffnet wurde, bietet einen authentischen Einblick in die Arbeit von Bernhard Grzimek und seinen Nachfolgern in Ostafrika. Als Blickfang dienen die Dornier 27 und ein Jeep in der legendären Zebralackierung. Grzimek selbst steht überlebensgroß vor einer Hütte, die mit einer Ausstellung über das Lebenswerk des ehemaligen Zoodirektors informiert.

"Hier erhält ein großartiger Frankfurter das Denkmal, das er verdient", sagte Christof Schenck, Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF). Gemeinsam mit seinem Sohn Michael habe Professor Grzimek "Pionierarbeit in jeder Hinsicht" geleistet: Mit ihrer Dornier bewältigten die beiden, die vorher nur wenige Flugstunden genommen hatten, die 10 000 Kilometer bis nach Tansania. Mit ihren Zählungen aus der Luft erforschten sie als Erste die Wanderungen der großen Tierherden. Und mit ihrem Oscar-gekrönten Film "Serengeti darf nicht sterben" brachten sie das Thema Naturschutz erstmals einem Millionenpublikum nahe.

Der Preis für diesen Erfolg war hoch: Bei den Dreharbeiten verunglückte Michael Grzimek mit seinem Flugzeug tödlich. Sein Sohn Christian wies bei der Eröffnung darauf hin, dass die Grzimeks den Naturschutz weltweit mit dem Namen Frankfurt verbunden haben. 25 Jahre lang sammelte Professor Grzimek mit seiner Sendung "Ein Platz für Tiere" Spenden für die bedrohte Tierwelt. Dank dieser Gelder entwickelte sich die ZGF zur international tätigen Naturschutzorganisation, die heute 90 Projekte in 30 Ländern betreut. "Unser Schwerpunkt liegt immer noch in Ostafrika", betonte Schenck. Fünf zebralackierte Flugzeuge und viele Jeeps der ZGF sind dort im Einsatz, und die Hütte im Zoo entspricht den Unterkünften, in denen die Forscher vor Ort leben und arbeiten.

Mit vielen Fotos und interaktiven Elementen bietet die Ausstellung viel Wissenswertes für Groß und Klein: Sie erläutert die Wanderung der 1,3 Millionen Gnus und deren Bedeutung für das Ökosystem Serengeti, sie fragt in einem Ratequiz nach den größten Arten der Tierwelt und stellt ZGF-Projekte in aller Welt vor.

Ein Fotoalbum und Zeitungsartikel zeigen die Grzimeks bei der Arbeit - und dass zu ihren Forschungsmethoden auch ein aufgeblasenes Nashorn gehörte. Aus Lautsprechern tönen Stimmen der Naturschützer, die ihre Arbeit gegen Wilderer koordinieren. Im Außenbereich gewährt ein Hochstand freie Sicht auf Rappenantilopen und Strauße und symbolisiert so die räumliche Nähe der Forscher zu den Tieren.

Zoodirektor Christian Schmidt erinnerte daran, dass es ohne Grzimek womöglich keinen Tierpark in Frankfurt gebe. Als der Oberschlesier 1945 als Polizeipräsident an den Main kam, wollte die Militärregierung die Anlage schließen, da nur 20 Tiere den Weltkrieg überlebt hatten. Grzimek ignorierte den Beschluss, sperrte eine Straße, um das Gelände zu erweitern, und öffnete den Zoo als selbst ernannter Direktor wieder. Er holte seltene Arten nach Frankfurt, ihm gelangen weltweite Erstzuchten bei Gorillas, Spitzmaulnashörnern und anderen. Er verband Naturschutz vor Ort mit dem Zoo als Basis und Werbemöglichkeit für dieses Anliegen - "eine weitere Pionierleistung", so Schmidt. Mit dem Camp werden Grzimeks Leistungen nun endlich auch öffentlich gewürdigt.

Quelle: http://www.wiesbadener-kurier.de/rhein-m...ikel_id=1634101

Dieses Denkmal war schon längst überfällig.

03.10.2004, 02:35
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Goldkatze
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Ach schade . Ich fand, das ganze sah recht interessant und vielversprechend aus.


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28.07.2004, 01:30
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Azalea
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Also, getan hat sich praktisch nix. Das Gehege ist voller Baumstämme u.ä., aber auch ein einziges Gerüst. Sieht zu 90% eher nach einer Baustelle ist.

Grund ist wohl, dass der Künstler, der das Gehege gestalten sollte, Unstimmigkeiten mit dem Zoo hatte und das Projekt jetzt mehr oder minder auf Eis liegt (?)


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28.07.2004, 01:16
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tiger-lilly
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Hallo Goldkatze,

mein Problem ist, ich weiß nicht mehr ob die Nebelparder 2002 schon da waren. Ich weiß nur (von der Webseite der Frankfurter ZOO-AG), dass 2001 der Katzendschungel fertig gestellt war und dass die Nebelparder bald darauf in die Gehege kommen sollten.

18.07.2004, 12:23
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Goldkatze
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Jaja, genau das meine ich. Weiß jemand, ob man da einen Schritt weitergekommen ist? Als ich das letzte mal da war, konnte man angemalte Teile des künstlichen Baums sehen.


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17.07.2004, 17:57
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Azalea
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Im Katzendschungel wird definitiv irgendetwas ausgebaut. Die Frage ist nur was. Aber wahrscheinlich wird es das Nebelparder-Gehege sein (?)


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17.07.2004, 17:34
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Goldkatze
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Sag mal lilly, hatten die in Frankfurt 2002 das Nebelpardergehege auch schon 'angefangen zu bauen'? ich kann mich nicht mehr erinnern... Da ist nämlich auch immernoch so gut wie gar nichts passiert...


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17.07.2004, 11:01
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tiger-lilly
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Als ich im Juni 2002 zuletzt im Frankfurter Zoo war, war ich doch negativ überrascht, was aus dem Zoo geworden ist. Der seit Jahrzehnten versprochene Ausbau des Zoos stockt, weil kein Geld da ist und im Gegensatz zu anderen zoologischen Gärten muß man Frankfurt fast schon als kleinen Zoo bezeichnen. Besonders schockiert hat mich damals der Zustand des Schimpansen Toto, der damals total apathisch in seinem Käfig saß. Ich hätte fast bei diesem Anblick geweint. Glücklicherweise scheint es ja Toto besser zu gehen, jetzt wo er seit Sommer 2003 in Spanien bei seiner Liebe weilt.

17.07.2004, 01:48
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Sesshoumaru
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Zwischen finanziellen Zwängen, Artenschutz und Tradition

01. März 2004 Wo bleiben die Nebelparder? Schon vor zwei Jahren sollten sie ihr Quartier im neuen Katzendschungel des Frankfurter Zoos beziehen, und noch immer ist nicht einmal eine Schwanzspitze von den südostasiatischen Großkatzen zu sehen. Bio-Designer Gunter Häusler, ein Meister seines Fachs, wie er im Grzimek-Haus schon bewiesen hat, ist mit dem sieben Meter hohen Kunstbaum noch nicht fertiggeworden, und Zoodirektor Christian Schmidt hat Verständnis für den Künstler, denn auch er wünscht höchste Qualität. Der Sumatra-Tiger "Iban" muß sich ebenfalls gedulden, nachdem er nacheinander zwei Weibchen verloren hat. Doch inzwischen hat die Londoner Koordinatorin des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms eine passende Gefährtin im Zoo von Wuppertal für ihn entdeckt: Im Frühjahr soll die Tigerin in den Frankfurter Katzendschungel umziehen.

Nebelparder und Sumatratiger hatte der Zoo schon früher gezüchtet, und Schmidt will an der Tradition festhalten. Zudem haben beide Tiere einen hohen sogenannten Schauwert für das Publikum. Nur etwa 25 Nebelparder gibt es in europäischen Zoos, und der Freiland-Bestand der Sumatratiger ist neben jenem der südchinesischen Tiger derzeit am meisten gefährdet. Lauter Gründe für den Zoodirektor, seinen Bestand an Tieren aus Südostasien zu erweitern. Die Rostkatzen vermehren sich gut, und sogar die Löwen, die in Indien selten geworden sind, bieten ein tapsiges Schauspiel mit ihrem Nachwuchs. Nicht nur die Frankfurter danken dem Zoo die sechs neuen Anlagen, darunter Katzendschungel, Mähnenwolf-Pampa und Robbenfelsen: Eine Umfrage vor zwei Jahren ergab, daß nur ein Drittel der Besucher aus der Stadt kam, die übrigen zu je einem Drittel aus der Region und von auswärts.

Der Frankfurter Tiergarten, der noch immer von seinem Grzimek-Image zehrt und auch dank der Zoologischen Gesellschaft einen guten internationalen Ruf genießt, ist also auch ohne Elefanten ein "Leuchtturmzoo". Das könnte sich allerdings ändern, falls er im nächsten Jahr seine Bonobos und Orang Utans verliert. Das alte Menschenaffenhaus entspricht nämlich nicht mehr den Richtlinien der Europäischen Union. Auch die Kollegen in Leipzig und München mußten für 12 und 15 Millionen Euro neue Häuser für ihre Primaten bauen. Eine kostspielige Angelegenheit für eine Stadt, die wie Frankfurt vom hessischen Innenminister bereits aufgefordert wurde, ihre Zoo-Trägerschaft zu überdenken.

Wenn der Spatenstich zum neuen Menschenaffenhaus nicht bis zum 9. April 2005 stattgefunden hat, werden nur die Flachlandgorillas in Frankfurt bleiben können. Ihr Trakt ist erst knapp 40 Jahre alt, ihr Freigehege noch jünger. Aber auch die Bonobos und Orang Utans, die in einem Bau von 1933 hausen, der 1945 wiederaufgebaut wurde, sind in ihrer Heimat durch Bürgerkriege, Wilderer und das Ebola-Virus von der Ausrottung bedroht. Vor allem aber: Der Bonobo ist das Logo-Tier des Frankfurter Zoos, der weltweit als erster Tierpark Bonobos gezüchtet hat. Wenn er sein Angebot an solch populären Tieren reduzierte, kämen weniger Besucher, und der Zoo bräuchte wieder mehr Subventionen, weil das ohnehin niedrige Eintrittsgeld ausbliebe, fürchtet Direktor Schmidt und spricht von einem Teufelskreis.

836000 Menschen haben voriges Jahr den Zoo besucht, 20 Prozent mehr als vier Jahre zuvor. Mit 9,4 Millionen Euro wurde der Zoo 2003 subventioniert, knapp 20Prozent weniger als zwei Jahre zuvor. Allein 47 Prozent des Budgets von insgesamt 12,9 Millionen Euro gehen auf das Konto des Personals. Teuer sind vor allem die arbeitsintensiven Kleintier-Häuser, auf die sich Schmidts Vorgänger konzentriert haben, weil die Großtiere nach einer Vereinbarung mit der Stadt von 1908 in einen Zoo im Umland verlegt werden sollten, was dann aber nie geschah. Etwa 40 Stellen muß Schmidt jetzt allein für das Grzimek-Haus, das Exotarium und das Vogelhaus finanzieren. Ein Elefantenpaar kostet den Kölner Zoo auf vergleichbarer Fläche dagegen nur vier Stellen.

Mit größeren Anlagen wie der Mähnenwolf-Pampa läßt sich rationeller arbeiten. So konnte Schmidt bisher zehn Stellen sparen. Vermietungen des Katzendschungels und des Exotariums an diverse Firmen bringen nicht nur Geld in die Kasse des Zoos, sondern tragen überdies zur Image-Werbung bei. Auch ein neues Menschenaffenhaus könnte mehr Publikum anziehen, wie der Leipziger Zoo beweist, wo nach Eröffnung des Primatendomizils 60 Prozent mehr Besucher kamen. Schmidt wäre schon mit 20 Prozent zufrieden. Tierfreunde unterstützen ihn zwar mit Patenschaften, aber zu Beginn des Jahres mußte er die Eintrittspreise doch um je einen Euro auf acht Euro für Erwachsene und vier Euro für Kinder erhöhen. Wissen die Frankfurter eigentlich, wie gut sie es haben? In Hannover müßten sie 15,50 Euro berappen.

Einige wissen es, wie jene Dame, mit deren Vermächtnis der Zoo ein Gibbon-Haus bauen will. Oder jenes Paar, das dem Tierpark schon vor vier Jahren eine Gibbon-Insel geschenkt hat. Im nächsten Jahr sollen dort Weißwangen-Gibbons aus Nordvietnam einziehen. Eine Stiftung wiederum hat dem Zoo eine Außenanlage für die südostasiatischen Zwergotter verehrt, die bisher im Grzimek-Nachthaus vor sich hindämmern, obwohl sie tagaktiv sind. Noch in diesem Jahr sollen sie die Sonne wiedersehen. Auch die Erweiterung des Außengeheges für den ungeselligen Nashorn-Bullen ist schon von Paten und Sponsoren finanziert. Mit 350 Quadratmetern liegt die bisherige Anlage fast zu einem Drittel unter der Vorschriftsnorm. Die Bauarbeiten, so schätzt Schmidt, könnten im Herbst beginnen.

Das Gehege, das auf der ehemaligen Anlage der Tundrawölfe einem zweiten Okapi-Paar Platz bieten soll, ist ebenfalls schon finanziert. Um die europäischen Zuchtergebnisse zu verbessern, schreiben die Erhaltungszucht-Richtlinien nun die Haltung mit mindestens zwei oder mehr Paaren wie in den Vereinigten Staaten vor. Schmidt weiß, daß sich der Schauwert dieser Tiere in Grenzen hält, aber schließlich hatte Grzimek das erste Okapi aus dem Kongo nach Deutschland gebracht und in Frankfurt mit der Zucht begonnen. Auch der Bau der Okapi-Anlage soll im nächsten Jahr fertig werden.

Für den sogenannten Bärenbusch dagegen muß der Zoo noch Geld sammeln. Die Bärenfelsen, 1953 und für damalige Verhältnisse sogar großzügig gebaut, sind veraltet. Wo sich einst die nordischen Kodiakbären und die Eisbären tummelten, hausen jetzt Malaien- und Lippenbären. Schmidt hatte sie Mitte der Neunziger angeschafft, um mit ihnen am entsprechenden Erhaltungszuchtprogramm teilzunehmen und seine südostasiatische Fauna zu bereichern. Doch der Betonboden der Anlage ist im Winter zu kalt und im Sommer zu heiß, und die Lippenbären brauchen mehr Platz. Autoreifen will der Zoodirektor in der künftigen Anlage nicht mehr dulden. Für die sogenannte Verhaltensanreicherung sollen naturgemäßere Reize ausfindig gemacht werden, um die Tiere vor Stereotypien zu bewahren. Im Frühjahr beginnt die "Aktion Bärenbusch" mit einer Geldsammlung.

Quelle: FAZ


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

02.03.2004, 17:15
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