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TamedTigress
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Jetzt soll also auch in Deutschland die "Fettsteuer " eingefuehrt werden?


Bei uns immer noch nicht durchgekommen und m. E. auch alles andere als der richtige Weg - oder was meint Ihr?

TamedTigress

14.05.2007, 07:33
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TamedTigress
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Hi,

ich habe mir den Film "Supersize me" gestern abend angesehen.

Was haltet Ihr davon?

Ich finde die Fakten schon schockierend, aber dennoch muss man bei alledem fair bleiben - ich halte es nicht fuer realistisch dass jemand 3x am Tag eine volle fette Mahlzeit isst.

Vielleicht isst jemand 3x am Tag oder sogar oefter ungesund aber in unserer heutigen Zeit duerfte es doch eher eine Seltenheit sein dass jemand wirklich 3x taeglich so ueppig isst, es sei denn er arbeitet hart koerperlich?

Dennoch - die Auswirkungen dieser 30-Tage-McD-Diaet sind wohl schwerlich zu uebersehen und auch wenn die Industrie sicher kaum was aendern werden wird so lange die Kasse klingelt so sagte auch mein Mann direkt dass man diesen Film bei den Kindern eigentlich direkt Pflichtprogramm machen sollte.

TamedTigress

12.09.2004, 04:45
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TamedTigress
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Liebe Tiger-Lilly,

ich glaube nicht dass das Essen von McD krank macht wenn man es, na sagen wir mal, einmal monatlich zu sich nimmt. Darauf sollte mein Beitrag eigentlich abzielen.

Diese Kinder essen es aber sicherlich mehrmals die Woche und dazu in Portionen die einfach nicht mehr der Norm entsprechen. Ich glaube "Supersize me" zeigt sehr treffend wie wir durch Sonderpreise dazu verfuehrt werden mehr von dem ungesunden Zeug zu essen als uns gut tut (extra Pommes nur 50 cent mehr, grosse anstatt medium Portion nur 50 cent mehr etc).

Selbstverstaendlich macht das krank. Und, wie Du schon sagst - McDonalds ist ueberall, das Produkt wird gezielt an Kinder vermarktet (siehe die Kindertueten mit dem Spielzueg) und die quengeln dann so lange bis die Eltern mit ihnen da hin gehen und wachsen damit auf dass es normal und cool ist sich so zu ernaehren.

Wenn diese Kinder vielleicht einmal im Monat nach dem Schwimmen oder vor dem Kino zu McD gehen wuerden dann wuerden sie bestimmt nicht so aussehen. Aber wenn die Eltern zu beschaeftigt sind um ihnen ein vernuenftiges Schulbrot zu machen und ihnen statt dessen taeglich zwei Dollar fuer McD geben, na dann...

Man kann auch nicht sagen Schokolade macht dick. Wie viele schlanke Menschen sehen wir Schokolade essen? Sie essen nur nicht jeden Tag eine ganze Tafel.

Wisst Ihr dass die durchschnittlichen Portionsgroessen sich seit den 60ern fast verdoppelt haben? Und die Lebensmittelindustrie macht es uns vor - es kostet sie nur minimal mehr Riesenmengen zu verkaufen, und wir essen fuer ein paar Cent mehr viel mehr als wir eigentlich brauchen - viel mehr vom Falschen. *Das* macht meiner Ansicht nach krank.

TamedTigress

06.07.2004, 21:10
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batonga
chatz




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hm...
ich würd das nicht so sagen...
ich denke nicht, dass McD-Nahrung allein krank macht. in der schweiz ist der film schon angelaufen, und dieser morgan spurlock hat einen mann vorgestellt, der pro tag 3-6 big-macs zu sich nimmt und der sieht ganz normal aus. und da frag ich mich, und spurlock hat sich das wahrscheinlich auch gefragt, wieso werden manche menschen von diesem essen krank und andere nicht.
ich denke, es liegt daran, dass diese leute sich zu einseitig ernähren. denk mal darüber nach. wenn ich mich nur von salat ernähren würde, wäre ich auch ziemlich bald krank, obwohl salat überaus gesund ist. und genauso ist es mit manchen McD-Konsumierern. diese leute essen nur solches und da will ich es schon glauben, dass es einem langsam körperlich unwohl und man sogar süchtig(wie spurlock dann auch süchtig wurde) wird.
aber einfach zu sagen, McD macht krank. punkt. aus! zeugt von einem nicht sehr weiten horizont.
und diese aussage wurde meiner meinung nach in diesem film sehr übertrieben und sie wurde auch immer wieder wiederholt und am schluss glaubt man das auch hundertprozentig. aber dann kommt mir in den sinn, dass es in meiner klasse auch leute gibt, die 4-5 mal in der woche im McD essen gehen und wirklich ganz "normal" und gesund sind und schon ist das ganze nicht mehr so logisch...
aber schaut euch den film an, es lohnt sich auf alle fälle
und nur so zur info. ich gehe nie in den McDonald und werde es hoffentlich auch nie tun und zwar, weil mich dieses essen überhaupt gar nicht anmacht.


voilà


__________________
Dort wo nur die Sonne scheint ist meistens Wüste.

06.07.2004, 20:14
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tiger-lilly
Tiger




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@tamed tigress

Als "Supersize Me" im Januar auf dem Sundance Film Festival lief, hat McDonalds angekündigt, diese SuperSize Menüs (die übrigens noch üppiger und fettreicher sind als die XXL-Menüs, die man hier in Deutschland kennt) ab Januar 2005 abzuschaffen. Fakt ist, daß der McDoof-Fraß krank macht. Du brauchst dir nur mal die Schüler an amerikanischen Schulen anzusehen. Diese Schüler kennen nichts anderes als das Essen bei McDonalds und manche haben aufgedunsene Arme, Bäuche und Beine, weil sie nie vitaminreiche Kost zu sich nehmen. Entstanden ist diese Misere, weil McDonalds viele Schulen in den USA sponsert. "Supersize Me" läuft in Deutschland am 22. Juli.

06.07.2004, 16:57
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TamedTigress
Amurtigerin




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Die Tage habe ich eine Vorschau zu einer Kinodokumentation gesehen welche ab September zu uns in die Kinos kommt: "Super size me" handelt von dem Einfluss der Fastfood-Restaurants auf unsere Gesellschaft und unser Essverhalten.

Zitat:


Dem Filmemacher geht es sichtbar schlecht. Aschfahl im Gesicht, sitzt er im Auto, gibt seltsame Geräusche von sich und hält sich den Bauch. Irgendwann ist es dann so weit: Mit einer ruckartigen Bewegung beugt er seinen Kopf aus dem Seitenfenster und übergibt sich auf den New Yorker Asphalt. Irgendwie musste es ja so kommen. Schließlich hat sich Morgan Spurlock für seinen Dokumentarfilm einem gänzlich unappetitlichen Selbstversuch unterzogen: 30 Tage lang ernährte sich der Mann, normalerweise ein Liebhaber gesunder Mischkost und für amerikanische Verhältnisse von eher schmächtiger Statur, ausschließlich bei der Hamburger-Kette McDonalds – und das morgens, mittags und abends. Dabei musste er jedes Gericht auf der Speisekarte mindestens einmal zu sich nehmen, und den Teller resp. die Pappschachtel immer schön leer essen. Damit nicht genug, legte sich Spurlock auch noch die Regel auf, seine Menüs in der „Super Size“-Version zu verputzen, wann immer ihm die Verkäufer diese nur in den USA erhältlichen XXL-Portionen anboten. (Wozu unter anderem ein zuckersüßer Softdrink in einem nahezu zwei Liter fassenden Topf gehört.)
Ausgangspunkt dieses selbstzerstörerischen Experiments war für Spurlock nach eigenem Bekunden der Versuch zweier Mädchen, McDonalds (nach dem Vorbild der Prozesse gegen Tabak-Konzerne) für ihre Fettleibigkeit verantwortlich zu machen und Schmerzensgeld zu erstreiten. Das Gericht hatte die Klage mit dem Argument abgewiesen, dass der Kausalzusammenhang zwischen dem Verzehr von Fast Food und Übergewicht nicht erwiesen sei. Der Film dokumentiert den Verlauf dieses Selbstversuchs von Regisseur und Co-Autor Morgan Spurlock streng chronologisch, von den umfangreichen medizinischen Untersuchungen vor dem Start bis zur ersten „normalen“ Mahlzeit nach dem Finale. Wobei der Probant seine Verfassung auch zwischendurch immer wieder von mehreren Ärzten und einer Ernährungsberaterin überprüfen lässt, und Gewichtszunahme sowie Blutwerte akribisch protokolliert werden. Zudem testet Spurlock während dieses Monats McDonalds-Filialen in verschiedenen Bundesländern und berichtet von den Besorgnis erregenden Ernährungsgewohnheiten der US-Bürger. Dabei schaut er auch in einer Schulkantine vorbei und stellt fest, dass auch dort vorwiegend Fast Food serviert wird und dass Kinder auf Fotos zwar nicht den US-Präsidenten, wohl aber die Werbefigur Ronald McDonald auf Anhieb erkennen.

Als roter Faden für die Fülle an teils auch aus dem Off referierten Informationen dient Spurlocks einmonatige Fresstour, bei der sich seine Leberwerte so dramatisch verschlechtern, dass einige Ärzte ihm zum sofortigen Abbruch des Experiments raten. Auch ansonsten bringt der Filmemacher sein Privatleben in den Film ein. Mal hört man seine Freundin (eine Veganerin) darüber klagen, dass er nur noch müde sei und im Bett gar nichts mehr laufe, mal telefoniert Spurlock mit seiner Mutter, die sich um seine Gesundheit sorgt. Bei allen investigativen Elementen (wie die zahllosen Versuche, einen McDonalds-Vertreter zum Interview zu bewegen) und einem glaubwürdigen Aufklärungsinteresse bringt der Film seine Mahnungen nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern überaus unterhaltsam vor. Ob Statistiken mit witzigen Animationen visualisiert werden, ein Fast- Food-Werbespot gegen die Bilder gigantisch dicker Amerikaner montiert wird oder zu den Szenen der Operation an einem fettleibigen Patienten Walzermusik erklingt – Morgan Spurlock hat sich eine Menge einfallen lassen, seine Anklage kurzweilig aufzubereiten. Wozu auch die allseits beliebten Straßenumfragen („Was ist eine Kalorie?“) gehören, die natürlich billig zu haben sind. Es braucht nur ein bisschen Zeit, eine solche Kollektion grotesker Antworten stammelnder Passanten zusammen zu bekommen. Dabei spart der Film hinsichtlich seines Informationsgehalts nicht mit Redundanzen, und am Ende bleibt die nicht sonderlich neue Erkenntnis, dass der exzessive Konsum von Fast Food überaus bedenklich ist.

Immerhin führte „Super Size Me“ in den USA bereits zu Konsequenzen, die der Volksgesundheit dienlich sein könnten. Kurz nachdem der Film beim Sundance- Festival den Preis für die beste Regie erhielt, nahm McDonalds die Riesenportionen von der Speisekarte. Bleibt zu erwähnen, dass sich der Film in hohem Maße jener Stilmittel bedient, mit denen Michael Moore dem Dokumentarfilm zum Welterfolg an der Kinokasse verholfen hat. Einen Film gegen Fettleibigkeit hätte Moore selbst freilich kaum glaubwürdig drehen können.




Ich frage mich jedoch oft ob McDonald`s und Co wirklich sooo ungesund ist wie es immer heisst.

Sicher - das meiste kommt aus der Tiefkuehltruhe in die Friteuse und geht waehrend des Produktionsvorgangs durch wer weiss wie viele Haende von wer weiss von wem.

Sicher, die Herkunft des Fleisches halte ich fuer ein bisschen fraglich und es war gross in den Medien dass die neuen Salate mit ihren Saucen fetter sind als ein Hamburger.

Warum aber wird McD und Co immer heraus gestellt wo es doch zehntausende weitere Fastfood-Ketten gibt?

Ist es nicht Tatsache dass *kein* Fastfood sonderlich gesund ist und allgemein fuer den taeglichen Verzehr gedacht ist?

Nachdem ich mich gestern mit jemandem darueber unterhalten habe habe ich mir mal ein paar Sachen raus gesucht.

(ausfuehrliche Angaben habe ich hier gefunden)

Das ist der McFlurry:
McFlurry (171g) 346 Kcal. (13,1g Fett / 9,2g Eiweiß / 47,9g Kohlehydrate)

Das ist ein Magnum Schokolade:
295kcal, 19g Fett, 4g Eiweiss, 26g Kohlehydrate

Das ist der Hamburger:
Hamburger (105g) 257 Kcal. ( 8,6g Fett / 12,3g Eiweiß / 32,6g Kohlehydrate)

Das ist eine Currywurst OHNE Pommes Frittes:
150g - 516 kcal, 33 g Fett

Nun interessiert mich wirklich - haltet Ihr McD ernaehrungstechnisch fuer so schlecht?

TamedTigress
(PS: Ich halte es umwelttechnisch fuer katastrophal und habe mit Schrecken ueber die Fleischlieferanten gelesen, aber ich liebe das Eis und die Milchshakes, und ich finde es vor allem sehr loeblich dass es inzwischen auch Salate und, wenn auch sehr sehr hochpreisige, Obsttuetchen und Yoghurts gibt)

06.07.2004, 16:09
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PattWór
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Ich bin ebenfalls der Meinung, daß dieser Reglementierungswahn, der unseren Regierungen derzeit zueigen ist, abzulehnen ist. Die Maßnahmen, die uns zur Lösung diverser Probleme (hier die zunehmende Fettleibigkeit innerhalb der Bevölkerung) präsentiert werden, erwecken indertat, wie Shir Khan schon anmerkte, den Eindruck, daß das Problem als lukrative Einnahmequelle dienlich ist.

Neben den Verzehr von fettreicher Nahrung ist doch das Hauptproblem der Mangel an Bewegung, die zur Fettleibigkeit führt. Kinder und Jugendliche sitzen entweder vorm Fernseher, vor der Spielkonsole oder dem Rechner, anstatt sich draußen die Zeit zu vertreiben und sportlichen Aktivitäten nachzugehen.
Daher ist dieses Problem auch eines der Erziehung, welches durch unsere "flexible und dynamische" Gesellschaft induziert wird.

Es ist allerdings schwer, einen definitiven Schuldigen zu benennen, denn die Ursachen des Problems der zunehmenden Fettleibigkeit besteht aus vielen kleinen Puzzleteilchen, die ich hier nicht näher benennen möchte, um dieses Posting in einem überschaubaren Rahmen zu belassen.


__________________

Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


26.02.2004, 23:04
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TamedTigress
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Also das mit den hoeheren Krankenkassenbeitraegen kann man meiner Ansicht nach glatt mal vergessen. Wenn man all denen die Beitraege hoch schrauben wuerde die ueber einem bestimmten Gewicht liegen, dann muesste das auch fuer Raucher, Trinker, Inaktive, solche die Extremsport treiben, solche mit Erbkrankheiten und und und… gelten. Sprich – Es wuerde im Endeffekt fast jeden treffen.

Seit dem letzten Jahr beobachte ich wie hier auf der Insel immer eindringlicher auf das Uebergewichtsproblem hingewiesen und eine gesunde Ernaehrungsweise propagiert wird.

Ich stimme aber zu dass eine “Fettsteuer” der falsche Weg ist – eher sollte man bei gesunden Sachen die Steuer weg lassen und somit die Leute zum Kauf dieser Lebensmittel animieren anstatt den Verzehr der “ungesunden” Sachen einzudaemmen.

Tatsache ist – viele dieser “fetten” Sachen sind billig, Obst und Frischgemuese sind teuer und wer nicht so viel Geld hat wird lieber eine Packung Kekse fuer 89p kaufen als eine Tuete Aepfel fuer £ 1.99. Erwiesen ist dass der Prozentsatz Uebergewichtiger in den niedrigeren Einkommensschichten hoeher ist als bei denen wo mehr Geld zur Verfuegung steht – also nichts da Wohlstandsbauch…

Bestimmte (ungesunde) Fette sind eine aeusserst billige und effektive Methode bestimmten Sachen Geschmack hinzuzufuegen und sie gleichzeitig haltbarer zu machen. Die Preisersparnis gegenueber teureren Zutaten kann man natuerlich an den Verbraucher abgeben der dieses Produkt dann eher kaufen wird. (Wusstet Ihr z. B. dass Palmoel welches sich in diversen Keksen oder Erdnussbutter befindet, gar nicht wirklich fuer den menschlichen Verzehr geeignet ist und nur durch komplizierte, es noch ungesuender machende Verarbeitungen “essbar” gemacht wird? Es wird insbesondere dazu verwendet um Lebensmittel laenger haltbar zu machen.)

Ich finde es schlimm dass Menschen solchen Mist essen muessen nur weil sie sich kein Frischobst leisten koennen. Es sollte doch genau umgekehrt sein – die (insbesondere hier zu Lande wo wegen des unguenstigen Klimas viel importiert werden muss) horrenden Preise fuer Obst und Gemuese gehoeren runter gesetzt anstatt dass man auf mit ungesunden Zutaten billig produzierte Sachen Steuer erhabt. Vielleicht sollte man viel mehr diese Sachen anders herstellen und sie dadurch gesuender machen?

Auf das Uebergewichtsproblem hinzuweisen und dagegen anzugehen ist ja nicht schlecht. Es gibt auch viele sinnvolle Aktionen – Cocacola-Automaten in Schulen abschaffen, zu den Schulmahlzeiten als Nachtisch einen Apfel reichen, mehr Sport. Gestern habe ich gelesen dass man bestimmten Fastfood-Ketten verbieten will Spielzeug mit bestimmten Kindermahlzeiten anzubieten.

Jeder soll das Recht haben selbst ueber seine Ernaehrung bestimmen zu duerfen. Diese Steuer schraenkt in meinen Augen dieses Recht ein.

TamedTigress

24.02.2004, 12:30
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Sesshoumaru
sama




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In Großbritanien regiert quasi deren Version der SPD zur Zeit. Und obwohl sich alle für so sozial halten, sind Politiker alles die gleichen Brettvisagen. Deren Horizont ist viel zu eng als das sie etwas anderes kommen würde als eine neue Steuer um ein "Problem" zu lösen.

Im Endeffekt sollen doch wieder nur die Staatskassen gefüllt werden. Darum geht es immer. Anders kann ich mir diese Steuer nicht erklären. Wenn es einen Trend zur Fettleibigkeit gibt, dann sollen einfach die Krankenkassen für betroffene Versicherte die Konditionen ändern, z.B. höhere Beiträge. Dann hätte man zumindestens nicht den Eindruck der Staat will sich wieder einmal fadenscheinig die Kassen füllen.

Außerdem ist es ein gehöriges Problem festzullegen was Fettleibigkeit ist. Ist das wenn man 20% über dem Durchschnittsgewicht liegt?? Oder wie wollen die Herrn das festlegen. Im Grund kommt nur wieder neue Bürokratie hinzu, in dem Betreben die Bürokratie abzubauen. Was soll einem den noch alles vorgeschrieben werden???

Ich bin mir zudem nicht sicher ob man über den Geldbeutel der Leute wirklich effektives Umdenken erzeugen kann. Es läuft alles darauf hinaus, daß man die Leute so arm machen will, daß sie sich nicht mehr leisten können ihre "fetten" Lebensmittel zu kaufen. Und diese Art der Politik ist strickt abzulehnen. Oder verfällt die britische Regierung wieder in Zustand längst verblaster Weltreichszustände von 1800???

Anstatt Anreize zu schaffen sich gesünder zu ernähren, wie einfach weniger Steuer auf gesunde Lebensmittel wird wieder einmal gnadenlos demonstriert worum es geht. Sie wollen nur unser Geld. Der Ideale Bürger fängt mit 18 Jahren an zu Arbeit, zahlt durchgehnd den höchsten Steuersatz, geht mit 65 in Rente und stirbt mit 66 - und hat durch die zahlreichen Zwangsregeln prakt. keine Kosten für den Staat erzeugt.

VIVA GROßBRITANICA!!!!


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
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24.02.2004, 12:00
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Azyura
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Hmm... Is ansich eine nette Aktion... Nur obs auch was bringen wird? Also vernünftig klingts, nur ob sich die Briten von der zusätzlichen Steuer abschrecken lassen werden is fraglich...

Azyura - >CR<


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a rebell in chaos. a wolf in my soul.

24.02.2004, 11:10
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