Registrierung Kalender Tigerforum-Chat Häufig gestellte Fragen Suche Mitgliederliste Moderatoren und Administratoren Statistik Database Galerie TopListe Glossar Startseite
Tigerforum » Allgemeines » Tierschutz und Umweltschutz » Umweltschutz » Stopp des Raubbaus » Hallo Gast [registrieren|anmelden]
« Vorheriges Thema Nächstes Thema » Druckvorschau | An Freund senden | Thema abonnieren | Glossareintrag vorschlagen
Antwort erstellen Neues Thema erstellen
Autor
Beitrag
Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Deutschland
Bayern (DE)
Beiträge: 2462
Sesshoumaru ist offline
Themenstarter Dieses Thema wurde von Sesshoumaru gestartet
Stopp des RaubbausAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Stopp des Raubbaus an den Regenwäldern bis 2010
Internationale Konferenz über Biologische Vielfalt begann in Kuala Lumpur
Von Alois Karl Leinweber

Vertreter von 188 Staaten diskutieren seit dem gestrigen Montag in Kuala Lumpur auf der 7. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über Biologische Vielfalt (CBD), wie das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten gestoppt und die Zerstörung der letzten Urwälder aufgehalten werden kann.
Erst wenn die Minister vom 18. bis 21. Februar nach Kuala Lumpur kommen, darunter auch der deutsche Bundesumweltminister Trittin, soll Verbindliches formuliert und festgeschrieben werden. Vor den Ministern reisten zur Vertragsstaatenkonferenz auch die »kids for forest« von der Umweltschutzorganisation Greenpeace an. 29 Kinder und Jugendliche aus 17 Ländern, darunter eine dreiköpfige Delegation aus Deutschland, wollen den Teilnehmern der Konferenz Dampf machen, alles zu tun, um die Schätze der Erde zu erhalten. Clara Buer von der deutschen Delegation erläuterte zum Auftakt den Delegierten die Vorstellungen der kids. Auch andere Nichtregierungsorganisationen (NRO) hatten und haben Gelegenheit, das Wort zu ergreifen.

Die Konvention zur Biologischen Vielfalt war 1992 auf dem Umweltgipfel in Rio beschlossen und ist seitdem von 188 Staaten unterzeichnet worden. Nicht zu den Vertragsstaaten gehören die USA, die trotzdem mit einer großen Delegation anreisten – »um zu verhindern, dass rechtsverbindliche Regelungen beschlossen werden«, wie ein NRO-Vertreter in Kuala Lumpur vermutet.

Zehn Jahre später wäre es allerdings höchste Zeit, dass endlich Taten folgen. Heute leben auf der Erde an die 100 Millionen Tier- und Pflanzenarten, von denen jährlich schätzungsweise 27000 aussterben. Hauptgrund ist die Zerstörung der natürlichen Lebensräume. Diese Entwicklung soll bis 2010 zwar nicht gestoppt, aber immerhin aufgehalten werden.
Auf der Tagesordnung in Kuala Lumpur steht auch die Patentierung genetischer Produkte. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie der Zugang zu genetischen Ressourcen geregelt werden soll und wem deren Ertrag zu Gute kommt. Genetisches Material und traditionelles Wissen zu patentieren, ist nach Ansicht vieler Umweltorganisation im augenblicklichen Stadium der Diskussion kontraproduktiv, weil es der »Biopiraterie« Tür und Tor öffne und vor allem die Rechte der indigenen Völker an ihrem Eigentum nicht schützt. Technologietransfer, der Schutz der Rechte dieser Völker, die Einrichtung von Schutzgebieten und deren Vernetzung gehören so zur abzuarbeitenden Tagesordnung.

Ein Schwerpunkt, um die Artenvielfalt zu erhalten, bleibt der Kampf gegen die illegale Abholzung der letzten Urwälder. Wenn es die Regierungen ernst meinen, ist der Schritt zwingend, das schonungslosen Abholzen der Wälder zu stoppen und dafür zu sorgen, dass nur noch nachhaltige Waldbewirtschaftung entsprechend den Kriterien des FSC-Zertifikats möglich ist.

Das Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior hat nach einem Aufenthalt in der Meerenge von Malakka mittlerweile Kurs auf Jakarta genommen. Am Dienstag wollen die Umweltschützer Dokumente und Videoaufzeichnungen über illegales Holzfällen vorlegen. Es soll außerdem nachgewiesen werden, wie das illegal gefällte Tropenholz mit offiziellen Zertifikaten versehen und auf den europäischen Markt gebracht wird.

Besonders Indonesien und Malaysia spielen eine unrühmliche Rolle bei diesem Handel. Zu Beginn des Monats hatte ein Bericht in einem Umweltmagazin für Aufsehen gesorgt, in dem Malaysia als Hauptumschlagort für das in Indonesien illegal gefällte Holz genannt wurde. Das aus Indonesien über die Grenze nach Malaysia geschmuggelte Holz wird dort mit Zertifikaten versehen und weiter nach Europa verkauft.

Besonders gefragt ist Ramin, ein Holz das fast nur noch in Nationalparks wächst und sich nicht für Plantagen eignet. Die Ramin-Gebiete bieten zugleich auch Lebensraum für die Orang Utans.
In den 90er Jahren ist bereits etwa ein Drittel dieser Primaten verschwunden. Bei einer Fortsetzung des Raubbaus am Regenwald ist ihr Aussterben in zwei bis Jahrzehnten voraussehbar.

Trotzdem zeigte sich Stefanie Weigel von Greenpeace unmittelbar vor Beginn der Konferenz »verhalten optimistisch«, wie sie sagte. Man hoffe, »dass trotz aller Widerstände hier nicht nur geredet, sondern auch gehandelt wird. Allerdings steht zu befürchten, dass letztlich alles am Geld scheitern wird.« Derzeit ist von Kosten im Umfang von 20 Milliarden Dollar die Rede.

Bemerkenswert ist, wie wenig Öffentlichkeitsarbeit in der Vorbereitung der Konferenz in Malaysia betrieben wurde. Selbst in den Tagen vor der Konferenz war es kaum möglich, Informationen über das Ereignis zu finden.

Quelle: Neues Deutschland


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

10.02.2004, 15:12
Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Sesshoumaru senden Homepage von Sesshoumaru Schicke Sesshoumaru eine ICQ-Nachricht  
  « Vorheriges Thema Nächstes Thema » Standard | Brettstruktur | Baumstruktur
Antwort erstellen Neues Thema erstellen
Gehe zu:

Powered by: Burning Board 1.1.1 © 2001 WoltLab GbR
Code-, Style- und Templateanpassung © 2004 by Sesshoumaru
Seitenabrufe pro Tag im Durschschnitt: 14751.10
.: Kontakt :. | .: Impressum / Disclaimer :.