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Sesshoumaru
sama




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Verbaler ArtenschutzAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Verbaler Artenschutz

Unterzeichner internationaler Konvention berieten in Malaysia. Kritik an Großkonzernen

Mit einem Tag Verspätung ist am Samstag in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur die 7. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zum Schutz der biologischen Vielfalt zu Ende gegangen. Mehr als 2000 Abgesandte von 123 Regierungen hatten mit Wissenschaftlern und Vertretern zahlreicher Nichtregierungsorganisationen zehn Tage lang beraten, wie das besorgniserregende Artensterben rund um den Globus gebremst werden kann. In einer gemeinsamen Erklärung einigten sich die Mitgliedsstaaten der Konvention unter anderem darauf, von jedem Ökosystem-Typ mindestens zehn Prozent zu erhalten und ein internationales Netzwerk von Schutzgebieten zu schaffen. Auch sollen Gebiete mit besonderer Bedeutung für die Artenvielfalt identifiziert und geschützt werden. Außerdem will man sicherstellen, daß keine Tier- und Pflanzenarten durch internationalen Handel gefährdet werden.

Der Leiter des UN-Umweltprogramms UNEP, Klaus Töpfer, zeigte sich mit den Ergebnissen der Konferenz zufrieden. Nun habe man meßbare Ziele vor Augen, an denen in den nächsten Jahren der Erfolg der Bemühungen abgelesen werden könne. Bei vielen Umweltorganisationen, die die Konferenz beobachtet haben, hatte man allerdings Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Regierungen.

20 000 bis 60 000 Arten verschwinden derzeit pro Jahr auf Nimmerwiedersehen von der Oberfläche des Planeten. Wissenschaftler sind sich einig, daß wir das größte Artensterben in der Menschheitsgeschichte erleben, vergleichbar nur mit einigen wenigen Katastrophen in geologischen Zeiten. Registriert und mehr oder weniger erforscht sind 1,75 Millionen Arten. Wissenschaftler schätzen den weltweiten Bestand jedoch auf 13 bis 100 Millionen. Allein durch die globale Erwärmung, so Klaus Töpfer, werden in den nächsten Jahrzehnten eine Million Arten ausgelöscht.

Das Artensterben ist auch eine direkte und indirekte Bedrohung für die Ernährung der Weltbevölkerung. Vor allem viele Fischbestände sind wegen Übernutzung und Zerstörung von Lebensräumen gefährdet. So wurde gerade dieser Tage in Australien eine Studie bekannt, nach der der Meeresspiegelanstieg und die Erwärmung des Oberflächenwassers bis zum Jahre 2050 das Great Barrier Reef zerstört sein wird. Das fast 2000 Kilometer lange Korallenriff ist von zentraler Bedeutung für die regionale Fischerei, vergleichbar mit dem Wattenmeer der Nordsee, das ebenfalls von der globalen Erwärmung akut bedroht ist.

Die Artenschutz-Konvention wurde 1992 auf dem UN-Gipfel für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro unterzeichnet und bisher von 187 Staaten ratifiziert. Als einziger größerer Industriestaat sind die USA nicht unter den Unterzeichnern. Ziel der Konvention ist „die Erhaltung der Artenvielfalt, die nachhaltige Nutzung ihrer Komponenten und das faire und gerechte Teilen des Nutzens der genetischen Ressourcen“.

Letzterer Punkt gehörte auch in Kuala Lumpur wieder zu den Streitthemen. Entwicklungsländer und Nichtregierungsorganisationen kritisieren bereits seit langem die US-amerikanische und europäische Praxis, Patente auf Organismen zuzulassen. Immer wieder kommt es vor, daß sich pharmazeutische und Nahrungsmittelkonzerne in den besonders artenreichen tropischen Ländern Wissen und Erfahrungen aneignen und deren kommerzielle Nutzung monopolisieren. Die lokalen Gemeinschaften gehen meist leer aus. Die Erklärung von Kuala Lumpur bekräftigte den Anspruch der Entwicklungsländer auf Teilhabe an der Vermarktung ihres Wissens.

Im Rahmen der Artenschutz-Konvention wurde vor vier Jahren auch das sogenannte Cartagena-Protokoll über biologische Sicherheit abgeschlossen, daß den Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen regeln und deren Ausbreitung verhindern soll. Die Konferenz der Unterzeichnerstaaten schließt sich ab dem heutigen Montag an das Treffen der Konventionsmitglieder an.

Quelle: Junge Welt


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
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22.02.2004, 22:32
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Gold Dragon
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sollten sie das wirklich durchbringen werde ich in jubel ausbrechen.
endlich wird einmal ein so großes projekt gestartet, endlich bemerken alle wie schlimm es schon um unsere mutter natur steht. ich hoffe nur sie machen keine fehler und setzten ihren willen durch!

07.02.2004, 13:53
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Sesshoumaru
sama




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Eine Milliarde Euro für den Artenschutz

Umweltschützer fordern die Bundesregierung auf, eine Milliarde Euro für den Schutz von Urwäldern und Meeren bereitzustellen.

Hamburg (ots/vv) - Deutschland soll auf der am Montag beginnenden UN- Artenschutzkonferenz (CBD) eine Milliarde Euro pro Jahr für Schutzgebiete bereit stellen. Dies forderten am Mittwoch 13 Umweltschutzorganisationen in einer gemeinsamen Resolution von der Bundesregierung.

Statt Milliarden umweltschädlicher Subventionen zum Beispiel für Verkehrsprojekte und Landwirtschaft auszugeben, sollte die Regierung das Geld für Schutzgebiete in Urwäldern und Meeren verwenden, heißt es in der Erklärung. Jeder für den globalen Schutz der Arten und ihrer Lebensräume investierte Euro brächte 100 Euro Gewinn für die Volkswirtschaft, weil Trinkwasser und Bergwälder geschützt sowie Hochwasser vermieden würden.

Vertreter der über 180 Vertragsstaaten verhandeln auf der 7. Konferenz der Konvention über die Biologische Vielfalt (CBD) vom 9. bis 20. Februar 2004 in Kuala Lumpur, Malaysia, über die Einrichtung eines weltweiten Netzwerks von Schutzgebieten. Damit wollen sie das Sterben von Arten und den Verlust von Lebensräumen bis 2010 deutlich verringern. Zur Zeit sterben täglich bis zu 150 Tier- und Pflanzenarten aus.

Wissenschaftler der Universität Cambridge schätzen, dass weltweit 25 Milliarden US-Dollar (20 Milliarden Euro) jährlich für den Erhalt der bestehenden und den Aufbau neuer Schutzgebiete fehlen. Neben der Weltbank müssen nach Ansicht der Umweltorganisationen die reichen Länder wie USA, und Japan sowie die EU ihre Beiträge an die Globale Umweltfazilität (GEF), stark erhöhen. Mit dem Geld der GEF werden die CBD-Beschlüsse umgesetzt.

Federführend bei den CBD-Verhandlungen ist das Bundesumweltministerium (BMU). Doch für die GEF ist das Entwicklungshilfeministerium zuständig. Die 13 Umweltschutzverbände appellieren an Ministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und Bundeskanzler Gerhard Schröder, ihre bisherige ablehnende Haltung aufzugeben. Mit einer Kanzler-Initiative solle Deutschland auf der UN-Konferenz mehr Geld für weltweite Schutzgebiete zur Verfügung stellen.

Ein Netzwerk von Schutzgebieten ist nicht nur entscheidend für den Erhalt der Artenvielfalt. Hochwasserschutz, Bergwaldschutz, Lawinenschutz und Trinkwasserschutz sind kostenlose Leistungen von Naturschutzgebieten. Nach Studien des CIFOR (Center for International Forestry Research, Indonesien) hat der Verlust an Ökosystemen auch direkt Armut und Verelendung zur Folge. Die Bundesregierung solle Urwald- und Meeresschutz daher als Beitrag zur Armutsbekämpfung begreifen.

Quelle: Vistaverde


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

06.02.2004, 16:50
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