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Thealon
Tripel-As




Dabei seit: April 2003
Herkunft: Wo immer meine Phantasie mich hinführt

Beiträge: 179
Thealon ist offline
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Ich kann mich Marina nur anschließen.

Stellt euch ein Paar vor, das ein Kind erzieht. Der Sprössling mag auf die Erziehung perfekt ansprechen, und ein mustergütiger Bürger werden, seine Steuern bezahlen, und seinen Eltern die Rente sichern. Allein aus dieser Perspektive würde niemand den Eltern Versagen vorwerfen. Und nun erdenken wir uns ein Geschwisterchen des Lobeswürdigen, welches von Grund auf anders gestrickt ist, und sich partout nicht fügen will, ganz egal, wie sehr sich die Eltern Mühe geben. Seine Zukunft deutet auf die Straße, nur ein weiterer Sozialhilfeempfänger? Wenn körperliche Züchtigung nur noch mehr Unzufriedenheit schürt, gerade, da der vorbildliche Bruder all dies nie erfährt. Das Verständnis für Ungerechtigkeit von einem Minderjährigen, dessen Unverständnis mit Prügel bestraft wird, wird hier als Erziehungsaufgabe den Eltern angelastet. Und das soll helfen?

Wenn vielleicht sogar ein Elternteil fehlt, und das Kindergeld nur reicht, wenn der verbleibende Elternteil wirklich den ganzen Tag schuften geht, einfach um nicht zu verhungern. Was soll er denn machen? Er sieht machtlos zu, wie sein Kind den Bach runter geht, und ist plötzlich Träger aller Schuld. Kinder zu erziehen ist beileibe nicht einfach, wenn es überall fehlt. Sie ist ja nicht mal mit allen Mittel leicht. Die gesetzliche Verantwortung, ja die tragen die Eltern, damit es im Zweifelsfalle jemanden zu beschuldigen gibt. Aber wie soll man unter den härtesten Bedingungen Kinder großziehen, so wie Vater Staat es will, wenngleich er nur Steine in den Weg legt? Ist das nun der Sozialstaat, der sich aller Verantwortung entzieht, aber gerne die Früchte fremder Arbeit erntet? Nein, die Eltern sind nicht allein Schuld.

Sicher führen all diese Ausführungen nun zum Schluss, dass Nachwuchs „kompetenten“ Eltern vorbehalten sein sollte. *schüttelt den Kopf*
Und die anderen? Dürfen die dann nur noch Schuften in diesem Land, müssen sie auf den biologischen Sinn eines jeden Individuums verzichten, nur weil ihre eigene Art sie für „nicht qualifiziert“ hält? Man mache ihnen mal klar, warum sie nur noch für andere, sind sie doch so egoistisch, und mit etwas Glück für das eigene Wohlbefinden arbeiten dürfen, und Steuern für Bildung zahlen, die doch niemals der eigene Nachwuchs erfahren kann. Ich würde das nicht verstehen, und ich erwarte auch von niemandem sonst, dass er diese Ungerechtigkeit verstünde. Eine derartige Vorschrift halte ich für absolut ungerecht und mit der Zeit auch unübersichtlich. Es ist genau, wie Marina gesagt hat, durch all die Gesetze und Regelungen wird niemand mehr blicken können, um einfach nur zu überleben.

Ich bin gegen eine gesetzliche Regelung zur Kinderzeugung (den Aspekt, dass viele Kinder nicht einmal gewollt waren, lasse ich außer acht, da das nur wieder zum Thema Abtreibung führen würde). Und ich gebe auch nicht die Schuld einzig und allein den Eltern. Schulungen, wie mit Kindern umzugehen ist, und allen dieselbe Chance zu geben, halte ich für wesentlich sinnvoller. Wir können doch reden, warum also nicht auch lehren und lernen.

Thealon


__________________
Grüße an die Zukunft.

06.01.2004, 15:55
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Marina
Pantherkönigin




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Beiträge: 814
Marina ist offline
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Na dann ist ja gut, wenn das alles so einfach zu regeln geht. Gesellschaft ist das Mass aller Dinge? China als Beispiel finde ich nicht so ideal. Dort ist in vielerlei Hinsicht, die Menschlichkeit, wie wir sie vielleicht doch noch kennen, abhanden gekommen, genau mit dieser Regelung. Weiss ich aus erster Hand.

Nun gut. Ich habe meine Pflichten getan, so gut es mir möglich war, musste sehr oft feststellen, dass, obwohl ich Werte weitergegeben habe und sie versucht habe zu leben, vieles anders lief und anders gesehen wurde, auch bei allem Bemühen. So einfach ist das alles in echt nicht. Wie oft wurde ich beschimpft und heruntergemacht, weil die Kinder nicht nach den ihnen von mir vermittelten Werten gehandelt haben. Dann wurde mir unterstellt, ich sei so oder so, obwohl das nicht stimmte. Es waren turbulente Zeiten. Mit viele Ungerechtigkeiten und Verurteilungen und Unterstellungen bei allem sich bemühen, es gut zu machen. Vielleicht war ich auch unfähig? Und es hätte mir verboten werden sollen. Kann sein. Weiss ich nicht. Weiss nicht, welche Massstäbe da angesetzt würden. Meine Jungs gehen jedenfalls heute ihren Weg und sie tun das gut, trotz all dieser Angriffe, trotz allen Wunden, die ich bekommen habe von meiner lieben Umwelt. Denn letztlich waren es bloss Unterstellungen und haltlose Angriffe und Vorwürfe. So kann es aber gehen.

Wer also beurteilt, wer fähig ist, Eltern zu sein und wer nicht? Sind nicht auch da Ungerechtigkeiten vorprogrammiert, weil das niemals objektiv betrachtet werden kann? Und warum soll aus einer natürlichen Sache auf der Welt einmal so ein Gesetzes-Dschungel werden?

Und nein, Menschen sind nie Abschaum, auch nicht, wenn sie Falsches tun. Wer bestimmt denn, was Abschaum sein soll und was nicht? Woran wird das gemessen?

06.01.2004, 14:48
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Sesshoumaru
sama




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Sesshoumaru ist offline
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Ich kann mich Petra in weiten Ausführung anschließen, um das eine oder andere Detail kann man zwar verschiedener Meinung sein, aber wenn ein Güterzug und ein Fahradfahrer auf einen zurasen, dann sollte man sich nicht zuerst dem Fahrrad ausweichen.

Es ist ja nicht so als das die Idee einer Geburtenkontrolle völlig neu und undurchführbar ist. China hat dieses Problem aus der schieren Vermehrungsrate der Bevölkerung erkannt und die Partei hat "notgedrungen" mit den entsprechenen Regelungen reagiert. Was nutzt es einem immer wieder über Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung zu reden, wenn es bald soviele Menschen gibt, daß es Schlägereien um Wasser und Nahrungsmittel gibt??

Das soziale Gefüge Gesellschaft ist keine selbstlose Idee, sondern ein Zweckverband - das sollte man nicht vergessen. Die große Mehrheit der Menschen leben in dieser Gesellschaft, weil sie persönliche Vorteile sehen und nicht weil sie sich selbstlos für andere aufopfern wollen. Fakten können einem mißfallen, aber ignorieren kann man sie nicht.

Auch teile ich 100% die Auffassung, daß Eltern für ihre Kinder zu 100% haften. Jedoch mit der Einschränkung das alle Verpflichtung enden, wenn die Kinder entscheiden wegzuziehen oder das 18 Lebensjahr erreichen. Ab dann sind die eigenständige Erwachsene und für ihren Werdegang selbt verantwortlich. Haben die Eltern in der Jugend versäumt dem Kind alles zu lehren und dies mit eigenem Verschulden, dann sollten sie in der Tat bis zum "Sankt Nimmerleins Tag" bluten.

Ich möchte auch noch einmal auf die Idee zurück kommen die Bismark hatte, als er die Grundsteine für den heutigen Sozialstaat gelegt hat. Damals gab es ganz andere Eckdaten. Es gab massenhaft Nachwuchs der an geistiger Reife der heutigen Jungend Jahrhunderte vorraus war. Es hab wenige alte Menschen und die Lebenserwartung war um die 50-60 Jahre maximal. Für genau diese Gesellschaft wurde unser heutiges System geschaffen.

Dieses System war aber so gut, daß es auch bis heute überlebt hat. Aber viele Menschen sind tendenziel destruktiv und so egozentisch, daß immer mehr dieses System durch Lug und Betrug immer mehr ausbluten lassen. Die Reaktion der Gesellschaft ist es immer mehr Verantwortung in die Hände der Bürger zurück zu geben. Jugendkriminalität hin oder her, aber die Gesellschaft ist auf lang Sicht nicht mehr in der Lage für ihre alte Mitmenschen zu sorgen. Und noch mehr gesellschaftsunfähigen Nachwuchs, für den das Wort Abschaum schon beschönigend ist, die zudem Sozialhilfe-Mentalität scheinbar angeboren bekommen nutzen uns nichts.


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

06.01.2004, 14:16
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PetraB.
Alpha-Wolf




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Beiträge: 1301
PetraB. ist offline
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Zunächst einmal:

Deutschland hat NICHT zu viele Kinder. Das sagt der Spiegel (Ausgabe 02/2004) in seiner Titelstory:

Zitat:
Der letzte Deutsche - Auf dem Weg zur Greisen-Republik

Deutschland schrumpft - und ergraut. Die Bundesrepublik rangiert mit ihrer Geburtenrate unter 190 Staaten auf Platz 185.


Das sagt ebenfalls das Statistische Bundesamt:

Zitat:
WIESBADEN – In Deutschland wird sich das zahlenmäßige Verhältnis zwischen älteren und jüngeren Menschen in den nächsten Jahrzehnten erheblich verschieben: Im Jahr 2050 wird – nach der neuesten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes – die Hälfte der Bevölkerung älter als 48 Jahre und ein Drittel 60 Jahre oder älter sein.

Statistisches Bundesamt PRESSEKONFERENZ

Bevölkerungsentwicklung Deutschland bis zu Jahr 2050


Dem Planeten droht vielleicht eine Bevölkerungsexplosion, aber die vielen Afrikaner, Inder, Chinesen, die vielen vielen Kinder der Elendsviertel dieser Welt werden uns Deutschen im Alter NICHT die Rente sichern, sie werden unsere Wirtschaft NICHT aufrechterhalten und unseren Lebensstandard weder verbessern noch verschlechtern.

Nun aber zu den in Deutschland vorhandenen Kindern, Jugendlichen und deren ''Erzeugern'':

Es scheint trendy zu sein, dass man sich asozial (im eigentlichen Sinne des Wortes) gibt. Asoziale Individuen können aber eine Gesellschaft nicht aufrechterhalten. Sie wird dadurch allmählich zerrüttet oder gänzlich zerstört.

Nun kann man Kindern und Jugendlichen aber keine Schuld zuweisen, denn sie sind und bleiben ein Produkt ihrer Umwelt und ihrer Erziehung. Die Umwelt kann man nur schwerlich nachhaltig beeinflussen, mit der Erziehung kann man versuchen, dem Kind Werte zu vermitteln, sie zu sozial verträglichen Mitgliedern einer funktionierenden Gesellschaft heranreifen zu lassen.

Tja, und HIER liegt nach meiner Meinung der Hase im Pfeffer. Und ich komme nicht umhin, Shir Khan Recht zu geben. Für fast alles braucht man eine Erlaubnis, muss entsprechende Fähigkeiten nachweisen, Prüfungen ablegen ... whatever ... aber ''Kinder machen'' darf JEDER ...

Wenn ich einen Hund oder eine Katze aus dem Tierheim oder von einer Tierschutzgruppe übernehmen will, dann wird kontrolliert, hinterfragt, überdacht, ob man mir das Tier anvertraut oder nicht. Bei einem Kind schert es niemanden, ob ich genug Liebe, Zeit, Platz, Geld oder überhaupt die Befähigung habe, ein Kind im Sinne des Kindeswohls und des Wohls der Gesellschaft aufzuziehen.

Jaaa, wenn die Ka**e dampft, aber erst, wenn sie RICHTIG dampft, dann schaltet sich EVENTUELL der Staat in Form des Jugendamtes ein ... manches Kind hat bis dahin aber schon mit dem Leben für die Unfähigkeit seiner ''Erzeuger'' bezahlt oder irreversible psychische Schäden davongetragen, die es ihm unmöglich machen, in der Gesellschaft zu ''funktionieren''.

Ein Aspekt, der nach meiner Meinung eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit der stetig steigenden Jugendkriminalität und der allgemeinen Verrohung unserer Gesellschaft spielt. Besonders weil die Kinder von heute viel mehr Prägung von aussen zu erfahren scheinen, als es früher der Fall war. Eltern von heute MÜSSEN daher ''kompetenter'' sein, um dieser ''schädlichen'' Prägung entgegenwirken zu können. ''Geiz ist geil'', ''Türken klatschen'' und ''Kettensägenmassaker'' gab es halt vor 50 Jahren noch nicht ...

Wie man als Eltern sein Erziehungsziel erreicht (sofern man denn überhaupt ein eigenes hat) kann nicht pauschal beantwortet werden. Jeder Mensch ist anders, jeder Vater, jede Mutter, jedes Kind. Ich persönlich halte von körperlicher Züchtigung nichts, aber das hatten wir schon mal ... und JA, ich bin der Meinung, dass Eltern zu 100% verantwortlich für ihre Kinder sind und die Aufgabe, die durch die Geburt ihrer Kinder entstanden ist anzunehmen und ihre Pflicht zu erfüllen haben.

Wer dazu nicht gewillt oder befähigt ist, dem sollte es in der Tat untersagt werden, ein Kind in die Welt zu setzen.


__________________

... and yesss ... my rage ...
© Alpha P.

06.01.2004, 13:55
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Marina
Pantherkönigin




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Marina ist offline
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Na toll! Echt toll! Die Rezepte hier ... schlagen, drücken, verbieten, Druck aufsetzen, weitere Gesetze, Grenzen, weitere Kälte und immer wieder Gewalt ... aha ... ist doch allgemeiner Trend oder? Warum sollten dann die Kids anders handeln, als ihnen vorgelebt wird? Sagt mir das. Vorbilder zeigen ihnen doch so prima, wie man sich heute durchsetzen muss, damit man zu was kommt. Und dann wundern und wieder mal alles und vor allem im Allgemeinen auf die Eltern schieben. So ein Mist!

Entschuldigt meinen Ausbruch, aber mir kommt eben die Wut hoch.

Das erscheint mir zu einfach zu sein in alldem drin. Und wie viele Vorschriften wollt Ihr eigentlich noch? Mit der Zeit sehen wir vor lauter Tafeln und Gesetze den Menschen ganz bestimmt nicht mehr und die anderen Wesen der Welt, die Tiere, noch viel weniger.

Natürlich sind die Eltern für ihre Kinder verantwortlich und müssen diese Verantwortung auch übernehmen, aber doch nicht bis zum Abwinken. Was sollen sie vermitteln? Die Kinder sollen doch eines Tages selbständige und verantwortlich handelnde Menschen werden. Können sie das denn nun auf diesem Wege, wenn ihnen jede kleinste Entscheidung abgenommen wird und jede Bewegung reglementiert ist?

06.01.2004, 10:14
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Cattiebrie
Felis Concolor




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Cattiebrie ist offline
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Eines muss ich schon noch dazu sagen. Es mag zwar richtig sein, dass sich junge Menschen oder auch ältere, Gedanken darüber machen sollten, ob sie sich ein Kind "leisten" können. Es mag zwar jetzt primitiv und herzlos klingen, aber es ist ja leider so. Mit Luft und Liebe kann ich kein Kind ernähren, ihm keine Spielsachen kaufen oder auch nur einen Wunsch erfüllen. Doch, ist es wirklich richtig, den Leuten Vorschriften zu machen, wann sie ein Kind haben dürfen und wann nicht?

Das find ich einfach nur verkehrt. Ein bisschen Hausverstand sollten wohl so viele einsetzen können, dass nicht alle Kinder eine "hoffnungslose" Zukunft haben. Wenn wir jetzt auch noch den Kinderwunsch mit Vorschriften und Zwängen belegen sind wir bald bei der Absoluten Kontrolle des Staates. Bald schreibt er dir dann vor, dass du am Freitag nur Spinat essen darfst und am Sonntag deine Stunde Spazieren gehen musst, weil es ist ja gesund und somit bleiben die Leute fitter.

Ich kann dazu nur noch eines sagen, was mir dazu einfällt:
"George Orwell - 1984"


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Nur wer mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht die wahren Wunder der Natur.

© Manuela aka Cattiebrie

wegen anscheinender Missbilligung geändert

05.01.2004, 23:02
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Sesshoumaru
sama




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Sesshoumaru ist offline
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Ich habe machmal das Gefühl, daß viele Leute gar nicht wissen was sie da tun, wenn aus den 5 Minuten Spaß 18 Jahre arbeiten werden. Für Kinder sind die Eltern verantwortlich. Es ist nicht die Aufgabe des Staates sich um die Bälger und Rotzgören der Nation zu kümmern. Wer in der Lage ist Kinder zu "machen" der muss auch die Konsequenzen tragen - nicht der Rest des Landes.

Die ganze Politik in Deutschland ist verfehlt. Es ist doch nicht die Schuld des Staates, wenn beide Elternteile arbeiten müssen. Nun wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen. Wer sich keine Kinder "leisten" kann oder schlicht nicht in der Lage ist für die Vermittlung der Grundwerte der Gesellschaft zu sorgen, der sollte keine Kinder in die Welt setzen. Vielleicht sollte man es sogar verbieten. Es gibt für alles Scheine und Dokumenten, wieso nicht auch dafür.

Die Gesellschaft mag auf Nachwuchs angewiesen sein, aber bei Gott, alles brauchen wir auch wirklich nicht. Soll mir keiner sagen das es auf der Welt einen Mangel an menschlichem Nachwuchs gibt.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
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05.01.2004, 22:31
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TamedTigress
Amurtigerin




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TamedTigress ist offline
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Na ob das so geht?

Das Geld wird doch ueberall immer knapper und viele Eltern arbeiten nicht nur Ueberstunden sondern auch noch einen Abendjob um sich ueber Wasser zu halten.

Wie kann man denn dann einen 12- 13jaherigen rund um die Uhr betreuen?

Also fuer mich hoert sich das nach finanziellem Luxus an!

Man will ja auch mal weg gehen koennen ohne sich direkt einen Babysitter anschaffen zu muessen was sich so ein vorpubertaerer Fratz sowieso verbitten wird... :-)

Fazit: Gute Idee aber leider unpraktikabel?

TamedTigress

05.01.2004, 21:02
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nettwork
Panthera leo




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Beiträge: 702
nettwork ist offline
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Wenn der Grund für Kriminalität wirklich in der schlechten Erziehung zu suchen ist, dann frage ich mich...

* warum zwingt der Staat beide Elternteile ganztags zu arbeiten, um sich ein halbwegs anständiges Leben leisten zu können?
* warum werden Kinderbetreuungsplätze gestrichen?
* warum stehen zu wenige, schlecht ausgebildete Lehrkräfte in überfüllten Klassenzimmern?
* warum streicht man Jugendorganisationen die Geldmittel?

Über Jahrzehnte wurden soziale Auffangnetze eingezogen, um ein Versagen in gewissen Bereichen kompensieren zu können. Jetzt, in Zeiten finanzieller Krisen, wird die Maschenweite dieser Netze immer weiter. Die Gefahr, dass man dann bis zum Boden durchfällt ist größer geworden. Das trifft auf Kinder, Jugendliche und deren Eltern gleichermaßen zu. Jugendkriminalität auf die Eltern zu schieben ist weder eine richtige Lösung, noch der richtige Lösungsansatz.


__________________
Unmöglich ist eine Meinung
und keine Tatsache!
(Adidas Werbung)

05.01.2004, 20:43
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Kidogo Gepard
acinonyx jubatus




Dabei seit: Februar 2002
Herkunft: Serengeti, hinten links

Beiträge: 518
Kidogo Gepard ist offline
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"Antiautoritäre Erzeihungsstile und vor allem "Laissez-faire" haben bereits enorme Verwüstungen in den Gesellschaften hinterlassen."
das kann ich so unterschreiben, wenngleich es sicherlich nicht alleiniger grund für das ansteigen von jugendkrimilnalität ist. es gibt genau so viele kriminelle jugendliche aus scheinbar gut situierten häusern. die beweggründe mögen zwar andere sein, das ergebnis ist jedoch das gleiche.

"Oder kann mir jemand erklären was 10, 11 und 12 jährige nach 20 Uhr noch auf den Straßen zu suchen haben???"
das kann ich dir auch nicht beantworten, aber die parentale begleitung jugendlicher nach 20:00 ist auch nur ein eher hilflos anmutender versuch, denn seit wann ist jugendkriminalität zeitlich orientiert? ok, kinder in begleitung ihrer eltern sind womöglich in nicht all zu krimineller stimmung, aber wer beschützt die spinner denn tagsüber vor sich selbst? das einzigste was hier noch hilft ist eine würgeleine und ab und an mal eine gesunde schelle, damit die überhaupt noch merken, was sie da für eine scheisse machen.

dem kann man zwar widersprechen, aber ich bin früher nicht auf die idee gekommen mit 12 jahren zu rauchen, zu klauen, autos zu knacken, andere individuen körperlich zu verletzen, zu töten, zu saufen und mit ausnahme vom saufen habe ich bis heute auch nur selten bis gar nicht das bedürfnis auch nur eines der aufgezählten dinge in die praxis umzusetzen.

nichts gegen eine gewaltfreie erziehung.
dumm nur, dass die nur dann funkioniert, wenn das rotzblag ein intellektuelles mindestniveau aufweisen muss, um überhaupt nachvollziehen zu können, was ich ihm in meinen predigten nahe legen möchte. ist diese prämisse nicht mehr gegeben, dann führt der letztliche weg nur über die körperliche züchtigung, denn anders verstehen sie es nicht, anders lernen sie sich nicht, sich in die gesellschaft zu integrieren – jedoch ein notwendiger schritt unseres daseins. und dann bin ich sehr wohl dafür, dass man den gören die grenzen aufzeigt und das mit den mitteln, die zum verständnis beitragen. so wie das gepardenjunge jagen lernen muss um zu überleben, muss ein menschenkind lernen, sich in die gesellschaft einzufügen, weil das sein überleben sichert (siehe: freiheit und so...). notfalls gibt es eines in die fresse.

"'Viele jugendliche Straftäter kennen nichts anderes als Trunksucht oder Gewalt von den Eltern', sagte Söder. In einem solchen Umfeld könnten keine verantwortungsvollen Bürger heranwachsen. Wenn die Familie versage, dann müsse der Staat eingreifen. Söder plädiert für einen Stufenplan. Wer zum wiederholten Mal sein Kind vernachlässige, dem sollten Kindergeld und die Sozialhilfe gekürzt werden."
der spruch ist auch geil. recht hat er, denn den eltern sollte schon klar werden, dass erziehung kein bonus ist, sondern die pflicht als vormund.
aber was hat herr söder denn gedacht, warum die eltern trinken? weil es ihnen gut geht und sie derart wohlhabend sind, dass sie nicht mehr arbeiten müssen und den ganzen tag zeit zum saufen haben? nicht ganz, denn das beantragen von sozialhilfe setzt das offenlegen sämtlichen kapitals vorraus, sodass nur jene ausbezahlt werden, die es mehr als nötig haben. was genau ändere ich bei diesen leuten im umgang mit ihrem nachwuchs, wenn ich ihnen noch mehr grund zum trinken gebe?
herr söder: gehen sie und hauen sie sich selbst eine rein!

vielleicht sollte man wieder damit beginnen, den vorschulen und lehrern die erzieherische aufgabe zu übertragen und diese institutionen nicht weiter zum kindersammelpunkt zu degradieren, während jeglicher, erzieherische versuch der kinderbetreuer mit einer beschwerde der eltern geahndet wird – ausgerechnet von gerade jenen eltern, die in all den jahren, die das kind alt ist auch noch keinerlei ambitionen hatten, ihren kindern werte und regeln zu vermitteln. na leck mich doch.

vielleicht sollte man den kindern perspektiven aufzeigen, die sie durch ihr elternhaus verloren haben, nicht mehr sehen können. denn was bleibt dem individuum, welches sich nutzlos wähnt, ausser trinken und scheisse bauen?

ps: man hätte den text sachlicher gestalten können, sodass er auch anspruch auf eine ernstgemeinte meinung hat, aber zum einen nicht heute und zum anderen nicht zu diesem thema, denn was derzeit in den kaputten köpfen der kinder vorgeht entzieht sich all meiner vorstellung und sollte auch textlich entsprechend 'gewürdigt' werden.

pps: man hätte den text ausführlicher und abgerundeter gestalten müssen, aber die zeit habe ich nicht.

ppps: die gründe für kriminalität sind nicht zu verallgemeinern, sodass die diskussion ohnehin müssig ist.

Dieser Beitrag wurde von Kidogo Gepard am 05.01.2004, 20:29 Uhr editiert.

05.01.2004, 20:02
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