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Marina
Pantherkönigin




Dabei seit: September 2002
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Marina ist offline
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Zitat:
Original von TamedTigress
Dieses Thema geht mir persoenlich sehr nahe - ich war ein Kind das sich die Eltern eigentlich nicht haben leisten koennen und ich habe in der Schule bitter dafuer bezahlt dass ich keine schoenen Klamotten, keine tollen Geburtstagsparties, kaum Taschengeld hatte.


Das kann ich verstehen Tamed. Es ist Dein Empfinden und Deine Erfahrung. Du hast darunter gelitten und siehst es nun so.

Wir hatten sehr wenig. Ich bin bei meinen Grosseltern aufgewachsen. Ich hatte nie neue Kleider, konnte nicht auf Klassenausflüge oder sonst wo hin, wir konnten es uns nicht leisten. Meine Mutti (Grossmutter, Oma in Deutschland) hat noch draussen am Brunnen von Hand gewaschen. Ich wurde verspottet. Es kam noch dazu, dass ich, bis ich in den Kindergarten ging, nur Deutsch sprach und nicht Schweizerisch. Ich wurde verspottet. Ich trug bald eine Brille und wurde verspottet. Das war damals so. Aber ich hatte Zuneigung und Liebe von ihnen, auch wenn wir nicht viel hatten. Vielleicht habe ich Unfall auch keine Existenzberechtigung? Kann schon sein, aber ich bin nun mal hier. Und es ist nicht alles schlecht, nur weil nicht viel Geld da ist. Es kann auch schlecht sein, wenn das Geld reicht, das Kind alles hat, was es braucht und mehr und doch verkümmert, weil es die Zuneigung der Eltern nicht hat. Hier wird in vielerlei Hinsicht sehr kalt argumentiert. Das finde ich schade.

Leben ist Leben, ob Mensch oder Tier, so denke ich. Und solche Dinge lassen sich nicht so lösen, nicht bürokratisch. Es gibt viel Schlechtes, es gibt aber auch Gutes, und nur das eine oder nur das andere zu sehen, ist nicht gesund. Und von den Eltern zu reden, und den Kindern, und dann alle Eltern und Kinder damit zu meinen, geht nicht. Es ist zu verschieden. Am Schreibtisch kann viel gelöst werden, aber in der Praxis sind da Lebewesen und nicht Maschinen.

Ich seh die Probleme und einfach so Rezepte zu finden, wird nicht gehen. Es kann hier und da nach Lösungen gesucht werden und sie werden sich auch finden, aber nicht so.

07.01.2004, 23:53
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Souris
Panther




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Souris ist offline
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Wenn ich diesen Streit hier so lese, dann glaube ich, ich hätte sicher mein Kind nicht bekommen dürfen. Wenn es so etwas wie einen "Führerschein" fürs Kinderkriegen geben sollte hätte ich wahrscheinlich einen Stempel bekommen: Zu alt!
Wisst ihr, wie mir das vorkommt? Es gab schon mal eine Zeit wo es Menschen zweiter Klasse gab...

Leute, ihr redet über Kinder, kleine Menschen. Warum nennt ihr sie so gehässig Rotzblagen und Bälger? Wie könnt ihr jemanden so hassen, den ihr gar nicht kennt?

Natürlich ist die Jugendkriminalität ein Problem, aber ja nicht nur die.
Es ist doch ein Kreislauf. Die Kids hängen auf der Strasse weil ihre Eltern arbeiten oder aus anderen Gründen das Zuhause nicht sehr gemütlich ist), sie haben aber keine Alternative wo sie hin gehen könnten. Ey, ihr wart doch auch alle mal in dem Alter. Was hätte euch als Alternative am besten gefallen? Bei uns gab es damals ein Jugendzentrum, da wurde angeblich gekifft also durfte niemand da hin (von den Eltern aus), also gingen alle heimlich. Daran hat sich doch bis heute nichts geändert. Wenn Kinder etwas offiziell nicht dürfen, dann machen sie es heimlich. Was glaubt ihr was meine Eltern mitbekommen haben, was sie nicht sollten? Und meine Mutter war nicht berufstätig. Wäre ich kriminell gewesen und die Polizei hätte auf einmal vor der Tür gestanden wären sie umgefallen weil sie mich immer wohlbehütet bei einer Freundin wussten. Ich bin davon überzeugt dass auch die Eltern vieler Kinder die auf der Strasse rum hängen aus allen Wolken fallen würden.
Es ist doch realitätsfremd zu glauben eine Ausganssperre würde etwas daran ändern. Im Übrigen, hat auch schon jemand geschrieben, ist doch die Kriminalität nicht uhrzeitabhängig.

Was den Vergleich mit Tieren aus einem Heim angeht, auch wenn man Kinder adoptieren will muss man gewisse Bedingungen erfüllen...


Entschuldigt, aber mich macht es einfach wütend und traurig.


__________________
Er lebt in den Herzen weiter...

07.01.2004, 22:14
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TamedTigress
Amurtigerin




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Zitat:
Original von Marina
Sollen heute nur Reiche die Möglichkeit haben, eine Familie zu gründen, zu leben? Scheint mir oft so. Viele verdienen wirklich zu wenig, um die Familie gut durchzubringen und brauchen Unterstützung. Und ich bin der Ansicht, Menschen sind auch für andere da und nicht nur für sich allein. Ja. Nur weil weniger finanzielle Mittel da sind, kann diesen Menschen nicht abgesprochen werden, Familie zu haben. Wir Menschen sind so ausgestattet, dass wir glücklich in Gemeinsamkeit sein können und nicht im Alleinsein. Nicht wirklich. Und dazu gehören Kinder. Was wäre denn eine Welt ohne Kinder? Eine Aussterbende. Und damit würden beileibe nicht nur die Menschen aussterben, sondern auch die Tiere.



Ich verstehe beide Einstellungen.

Dieses Thema geht mir persoenlich sehr nahe - ich war ein Kind das sich die Eltern eigentlich nicht haben leisten koennen und ich habe in der Schule bitter dafuer bezahlt dass ich keine schoenen Klamotten, keine tollen Geburtstagsparties, kaum Taschengeld hatte.

Natuerlich sollten nicht nur Reiche Kinder bekommen duerfen und natuerlich zaehlen Werte wie Liebe und Aufmerksamkeit mehr als materielles.

Man sollte sich aber gut ueberlegen auf was man sich einlaesst und ich teile ShirKhans Gefuehl dass viele scheinbar einfach drauf los ........ und den Gedanken ans Kinderkriegen einfach abtun: Dann geh ich eben zum Sozialamt.

Und das ist unfair dass das Sozialamt, also der Steuerzahler, fuer die Kinder solcher Leute aufkommen muss.

Wenn man ein Kind nicht selbst finanzieren kann halte ich es fuer verantwortungslos es zu bekommen - dem Kind gegenueber (siehe oben, es ist KEIN Zuckerlecken wenn man nicht mithalten kann!), sich selbst gegenueber (also ich weiss nicht wie diese Leute denken aber mir wuerde eine so grosse finanzielle Buerde sehr zu schaffen machen) und dem Staat gegenueber (kann man dem Steuerzahler zumuten immer mehr und mehr zu blechen nur weil man selbst ein Kind will?)

Es ist sehr sehr traurig aber ich sage es trotzdem - ein Kind ist ein sehr sehr kostspieliger Luxus. Es ist nicht nur das Unterhalten des neuen Menschen sondern auch Gehaltsverzicht fuer die Mutter. Und wenn man sich dann auf die Omas oder den Staat verlaesst, dann finde ich das schreit zum Himmel.

Da frage ich mich echt ob diese Leute ueberhaupt reif genug fuer ein Kind sind.

TamedTigress

07.01.2004, 21:09
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Marina
Pantherkönigin




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Zitat:
Original von Shir Khan
Sollen wir die Kinder und Jugendlichen mit Psychologen bombarieren die mit ihnen darüber reden was sie gefühlt haben als sie morgens ihr Salamibrötchen gegessen haben??? Sollen wir den armen Eltern 2 mal im Jahr eine Kur bezahlen damit sie sich ihren sich selbst eingebrockten Stress abbauen können und für ihre Bälger besser sorgen können? Soll die Allgemeinheit vielleicht noch irgendwas anders tun um den Familien entgegenen zu kommen??? Was denn noch???


Warum so viel verletzender Spott Shir Khan? Das kommt sehr verächtlich herüber und muss doch nicht sein, auch nicht bei unterschiedlichen Ansichten. Wo liegt denn bloss der Sinn in all dem? Familien haben es in der Tat des öftern schwer und oft werden sie angegiftelt. Mütter werden bei jeder sich bietenden Gelegenheit beschimpft und kritisiert. Und Kinder werden des öftern behandelt von der Umwelt wie der letzte Dreck. Bälger? Nein. Das sind Menschen. Kleine Menschen, die noch Anleitung brauchen ja. Und dagegen redet hier, glaube ich, keiner von uns allen. Sie sollten nicht sich selbst überlassen ohne Anleitung sein. Aber wo liegt der Sinn in allem? Es kommt alles sehr menschenverachtend herüber. Wenn das täuscht, klärt mich darüber auf. Ihr alle wart Kinder, die einen oder andern sind Eltern. Nur weil einige Dinge nicht richtig machen, kann nicht alles herabgemacht werden.

In vielen Dingen oder überhaupt können wir das Rad der Zeit nun mal nicht zurück drehen nein. Sollen heute nur Reiche die Möglichkeit haben, eine Familie zu gründen, zu leben? Scheint mir oft so. Viele verdienen wirklich zu wenig, um die Familie gut durchzubringen und brauchen Unterstützung. Und ich bin der Ansicht, Menschen sind auch für andere da und nicht nur für sich allein. Ja. Nur weil weniger finanzielle Mittel da sind, kann diesen Menschen nicht abgesprochen werden, Familie zu haben. Wir Menschen sind so ausgestattet, dass wir glücklich in Gemeinsamkeit sein können und nicht im Alleinsein. Nicht wirklich. Und dazu gehören Kinder. Was wäre denn eine Welt ohne Kinder? Eine Aussterbende. Und damit würden beileibe nicht nur die Menschen aussterben, sondern auch die Tiere.

Warum immer das eine gegen das andere aufwiegen. Wir brauchen uns gegenseitig. Dass vieles verkehrt läuft, weil einige es falsch gelenkt haben, darf nicht dazu führen, alles zu verdammen.

07.01.2004, 13:55
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Sesshoumaru
sama




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GegenvorschlägeAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Ich glaube ich hab Sand in den Ohren. Es ist ja schön und gut, daß man an jeder konkreten Vorgehensweise etwas auszusetzen hat, wenn man lang genug sucht, dann findet man immer was. Aber anstatt immer nur gegen etwas zu sein, wäre es doch mal schön selbst einen besseren Vorschlag zu machen.

Sollen wir die Kinder und Jugendlichen mit Psychologen bombarieren die mit ihnen darüber reden was sie gefühlt haben als sie morgens ihr Salamibrötchen gegessen haben??? Sollen wir den armen Eltern 2 mal im Jahr eine Kur bezahlen damit sie sich ihren sich selbst eingebrockten Stress abbauen können und für ihre Bälger besser sorgen können? Soll die Allgemeinheit vielleicht noch irgendwas anders tun um den Familien entgegenen zu kommen??? Was denn noch???

Alle sagen das man über kurz oder lang nicht an der Geburtenkontrolle vorbei kommt, aber wenn jemand konkrete Vorschläge macht ist es wieder keinem Recht. Ich kann langsam verstehen wieso in der Politik so gar nichts voran kommt. Die Politiker nehmen viel zu viel Rücksicht auf die Befindlichkeiten und Wehwehchen einiger Gesellschaftsgruppen. Da kann ja nichts mehr voran gehen. Und immer die nächsten Wahlen und den eigenen Machterhalt im Auge wird sich da so schnell nichts tun.

Sicherlich kann nicht jeder der einen Führerschein hat deswegen 1A Auto fahren. Sicherlich gibt es viele Deppen im Staßenverkehr und sicherlich auch viel zu viele Unfälle. Ich hab aber zu meiner Schande noch nie etwas davon gehört, daß jemand nachdem er seinen Führerschein gemacht hat schlechter Fahren konnte als vorher, oder????


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
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07.01.2004, 13:18
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PattWór
Crond'Llor




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Ich habe hier viel PROs und CONTRAs zu einer Regelung bzgl. des Kinderbekommens und auch verschiedene Ansichten vernommen, wie denn eine adäquate Kindererziehung auszusehen habe.

Ich will hier mal etwas ganz klar sagen. Kinder sind Individuen, die auch eine individuelle Erziehung benötigen. Sie lassen sich nicht in Verfahrensschubladen zwängen und einen Königsweg der Erziehungsmethodik, sei es nun autoritär oder antiautoritär, gibt es nicht. Um ein Kind richtig erziehen zu können, braucht es an Einfühlungsvermögen und Intuition. Habt ihr euch schon mal selbst reden hören? Eine Spezies, die ein Hochschulstudium benötigt, um ihre Bälger erziehen zu können? Wo gibt es denn so etwas?
Wie kann ein Staat sich einerseits in die individuelle Kindererziehung einmischen und Eltern und Lehrern in der Möglichkeit erzieherisch auf den Nachwuchs einwirken zu können, zu beschränken und andererseits sanktionen aussprechen, wenn die Erziehung dann sprichwörtlich in die Hose geht. Lehrer sind keine Respektpersonen mehr sondern nur noch witzige Marionetten vor den Klassen.
Eine Mutter, die ihr hysterisches Kind maßregelt wird zur Rabenmutter abgestempelt. Wo gibt's denn sowas?
Also Leute laßt die Kirche bitte mal im Dorf und besinnt euch auf eine gesunde Eltern-Kind-Beziehung frei von hypothetischen Erziehungsmodellen, die nur die Einggangskanäle der Erziehenden verstopfen.
Als ich Jugendlicher war, durfte ich mich nach 22 Uhr auch nicht von der Polizei alleine auf den Straßen erwischen lassen. Und? Hatte ich deswegen eine schlechtere Jugend? Nein!
Von meinen Eltern habe ich auch öfter mal einen Klapps bekommen, wenn ich mich ungehörig verhalten hatte und mich ihren Anweisungen widersetzt hatte. Bin ich deswegen zu einem Zombie mutiert oder habe ich deswegen zur Knarre gegriffen, um ein paar Passanten umzuknallen? Nein!

Aber eins kann ich wohl aus meinen Beobachtungen bestätigen. All die Kinder, die nach diesen neuen, tollen Erziehungsmodellen erzogen worden sind, haben kein Respekt vor irgend wen oder irgend was.

Dieses Posting hat mit dem Ursprungsthema nun nicht mehr allzu viel zu tun, aber die Diskussion ist ja eh recht schnell davon abgeglitten.

Na dann, prost ...

Edit ...
Ich sehe gerade, daß du inzwischen gepostet hast, Shir Khan. Dazu möchte ich doch noch schnell Stellung nehmen ...

Einen Führerschein für Erziehende würdest du gerne zum Nachweis der Befähigung der werdenden Eltern, ihre Kinder richtig erziehen zu können, einführen? Nun, eine Frage: Meinst du wirklich, daß jeder Führerscheininhaber wirklich autofahren kann? Er sagt nur, daß er einmal eine Kenntnisprüfung abgelegt hat.
Nach deiner Vorstellung dürften sich auf deutschen Straßen also nur potente Autofahrer bewegen, die ihr fahrzeug beherrschen. Die Realität sieht leider ganz anders aus. Wie oft regen wir uns über Deppen am Steuer auf, weil sie nicht klar kommen. Die Unfallstatistiken sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache.
Tja ... und jeder Unfall (dazu zähle auch die Beinah-Unfälle, die in keiner Statistik aufgeführt sind hinzu) steht hier für eine mißglückte Erziehung eines Kindes. Das wäre dann wohl eine sehr schlechte Erfolgsbilanz, nicht wahr, Shir Khan?

Die Überbevölkerung und das unkontrollierte Bevölkerungswachstum ist, wie du richtig sagst, ein großes Problem unserer Zeit. Geburtenkontrolle ist da ein Schlagwort, welches gerade die Politiker nicht gerne hören mögen, die argwöhnisch den demographischen Faktor unseres landes betrachten, aber dennoch ein notwändiges ist.
Das Problem, welches ich hier sehe, ist, daß sich der Mensch von den "natürlichen" Regelfaktoren entkoppelt hat. Es liegt nun also an ihn, eigene Regelfaktoren zu entwickeln und zu etablieren. Aber immer, wenn sich einzelne Menschen oder menschengruppen über andere erheben und solche Regelfaktoren diktieren, wird es ethisch sehr problematisch. Da kann man auch nicht blind auf die rechtstaatlichen Machtstrukturen dieses landes vertrauen, die nuir allzu leicht von den Reichen und Mächtigen dieses Landes korrumpiert werden. Das hat uns das Dritte Reich gezeigt, wo eine Herrenrasse, die Arier, herangezüchtet werden sollte. Dies nur als Mahnung gegen solche Gedankengänge ...


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Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


Dieser Beitrag wurde von PattWór am 07.01.2004, 00:04 Uhr editiert.

06.01.2004, 23:16
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Sesshoumaru
sama




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Ich möchte ja wirklich niemanden aus seinem Schlaf reissen, aber das alle Menschen gleich sind mag auf dem Papier stehen, aber die Welt da drausen (die echte Welt) sieht ganz anders aus.

Wieso gibt es einen Führerschein fürs Autofahren? Tja - man hat diese Regel aufgestellt, damit nur Leute am "Verkehr" teilnehmen die Ahnung haben von dem was sie da tun - zumindest Grundwissen. Und wer die Prüfung nicht schafft, der hat eben nicht das Recht ein KFZ zu führen. Ist das dann himmelschreiende Ungerechtigkeit? Es steht doch geschrieben das alle Menschen gleich sind!!! Und wenn mein Nachbar fahren darf nun wegen einem Stück Papier wieso dann ich nicht???

Soll mir niemand sagen das alle Menschen gleich sind.

Jeder muss wissen, daß Kinder Arbeit machen und das man sich eine Haufen Verantwortung auflädt. Und jeder der Antantwortung trägt und versagt, der muss damit rechnen das dieses Versagen Konsequenzen hat, egal wieso man versagt.

Aber beantworte mir doch mal einer meine Frage!!! Wie soll es weiter gehen, wenn jeder weiterhin munter an der Vermehrung der Menscheit arbeitet?? Wollen wir an die Erde anbauen?? Alle Tiere ausrotten damit wir mehr Platz haben?? Wie soll es weiter gehen???


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

06.01.2004, 23:06
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Thealon
Tripel-As




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Aber eben diese Abgehobenheit von fast allen Gesetzen der Natur schränkt uns doch so ein, wir sorgen füreinander. Das Warum mag nebensächlich sein, aber die alleinige Tatsache, dass wir es tun, reicht schon aus. Ganz genau, wir kümmern uns ums alte, um kranke und schwache Menschen, denn bei uns ist jeder gleich. Dieser einfache Grundsatz ist es, der allen dasselbe Recht zuspricht. Das gilt für beinahe alles im Leben, und dafür wurde lange gekämpft. Und eben diesen Grundsatz würde man beseitigen, untersagte man einem selektierten Personenkreis die Fortpflanzung. Eine Diskriminierung in zur Zeugung zugelassene und nicht zugelassene Menschen verstieße doch gegen alles, was uns vor dem Gesetz gleich macht.

Wer die Schuld an Verbrechen von 12-Jährigen trägt, weiß ich nicht, es sind wohl tausend Faktoren. Darum suchen Verhaltensforscher ja nach den Ursachen. Leider ist es zu simpel, einfach zu sagen, die Eltern haben versagt. Es mag sein, dass es manchmal so ist, natürlich. Eltern wegen ihrer Unwissenheit vollständig aus der Verantwortung ziehen zu wollen ist nicht der Geniestreich, den sich alle erhoffen, aber das behaupte ich auch nicht. Genauso wenig machte es aber Sinn, die volle Schuld zu 100% pauschal den Eltern zu geben. Denn wie ich zu verdeutlichen ersuchte, können sie manchmal absolut gar nichts tun.

Denn diese Kinder können ihren Eltern eine ebenso große Plage sein, wie sie es der Gesellschaft oder sonst wem sind. Und glaubst Du ihnen macht es Spaß? Kinder zu erziehen ist harte Arbeit, wie gesagt. Ich habe aber gesagt, warum ich es niemandem verbieten will. Wie gesagt, Schulen wären mir ungleich lieber, in denen jeder lernen kann, wie man ein Kind erzieht.

Thealon


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Grüße an die Zukunft.

06.01.2004, 20:39
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PetraB.
Alpha-Wolf




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Beiträge: 1301
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Der biologische Sinn eines jeden Individuums? Auch in der Natur ''darf'' sich nicht jedes Individuum fortpflanzen, zumindest nicht bei Arten, die in festen sozialen Strukturen leben. Diejenigen Gruppenmitglieder, die sich nicht einfügen, werden verstossen, vielleicht sogar getötet. Die Alten und Schwachen werden in den meisten Fällen nicht mitversorgt, auch sie sterben. Das Überleben der Gruppe hat Vorrang vor dem Individuum.

Welchen Teil der ''Natürlichkeit'' wollen wir denn nun ausklammern? Die sozial Unverträglichen, die können wir nicht verstossen oder töten. Da lassen wir den Staat ran, entweder mit Gesetzen oder mit der sozialen Hängematte, die alles auffängt. Die Alten und Schwachen? Na die können wir nicht einfach so sterben lassen, um die kümmert sich der Staat, die ganze Gruppe. Wir sind ja schliesslich keine ''Tiere''.

Zeugen und Gebären darf selbstredend auch jeder ganz individuell, GEGEN jede Natur ... also echt mal, in einer Gesellschaft, die sich über alle Regeln der Natur hinwegsetzt, ist ''Natürlichkeit'' wohl das falsche Schlagwort, wenn man vom ''Recht auf Fortpflanzung spricht''.

Nun, wenn 12-jährige kriminell werden, wenn sie rauben, stehlen, erpressen, prügeln, was auch immer ... trage dann ICH die Verantwortung für die Taten solcher mir völlig fremder Kinder? Trägt die Stadt, in der die Kinder leben, die Verantwortung? Trägt sie der Staat? Jeden trifft Schuld, nur nicht und wenn, dann nur unwesentlich die armen, geplagten Eltern? Aber JAAA ...

Es ist nun mal nicht jeder imstande, ein Kind zu erziehen, aufzuziehen und darum sollte auch nicht jeder ein Kind in die Welt setzen (dürfen). Wenn Du kein Abitur hast, dann darfst Du nicht studieren, wenn Du keinen Füherschein hast, dann darfst Du nicht autofahren. Alles ziemlich einfach geregelt und jeder akzeptiert's ... KOMISCH ...

Und ja, auch dem Chirurgen, trotz Abitur und Studium, kann ein Kunstfehler unterlaufen, auch der Führerscheinbesitzer mit langjähriger Fahrparxis kann einen Unfall verursachen ... so, wie Eltern ''versagen'' können, aber bei den ersten Beiden wurde ein Grundwissen, eine Grundfähigkeit vorausgesetzt, was bei den Letzteren völlig irrelevant zu sein scheint ... SEHR KOMISCH ...


__________________

... and yesss ... my rage ...
© Alpha P.

Dieser Beitrag wurde von PetraB. am 06.01.2004, 19:34 Uhr editiert.

06.01.2004, 19:21
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Sesshoumaru
sama




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Ja, wir können uns alle solang in den Armen liegen und so lange reden bis uns das Blut aus den Ohren läuft. Aber ob man einen Nutzen davon trägt ist eine ganz andere Frage. Die Art und Weise wie man verfährt ist doch nichts was man neu erfinden müsste.

Wer entscheidt wer Kinder bekommen darf?
==> das Sozialamt

Wie entscheidt man wer Kinder bekommen darf?
==> ein Entscheidungskatalog mit festen Regelungen

Das ist doch alles nicht so schwer wie es aussieht. China mag kein ideales Land sein, aber das liegt an den politischen Strukturen und nicht an der Art und Weise wie Familienpolitik betrieben wird. Soll sich die Menschheit den ohne jede Kontrolle ins Jenseits vö....ln??? Die Erde ist nunmal endlich groß und das bisherige Populationswachstum muss eingedämmt werden, sonst haben wird in 50 Jahren 8+ Milliarden Menschen auf der Erde. Eine flächendeckende Versorgung ist schon heute kaum möglich (selbst wenn die reichen Nationen daran interesse hätte).

Ich geb Thealon und Marina recht, daß es sicherlich in Einzelfällen zu Ungerechtigkeiten kommen wird, aber ehrlich gesagt finde ich das Akzeptabel, wenn dadruch das große Ganze nicht aus dem Ruder läuft. Und wer das was ich sage schrecklich findet, der soll mal drüber nachdenken wie unser Strafsystem zur Zeit funktioniert.

Wer also Kinder in die Welt setzt, der kann seinen Hintern nicht gemütlich in 20 Auffangnetze legen, sondern der geht ein Risiko ein. Wenn er die Kinder nicht unter Kontrolle hat, dann muss eben saktioniert werden - PUNKT. Die Natur und wie es so schön genannt wurde die "Gesetze des Dschungels" sind machmal eben doch besser als das verquere Regelungswerk das die menschliche Gesellschaft zur Zeit steuert. Kinder bekommen war auch vor 20.000 Jahren ein Risiko - heute sagen sich die meisten "der Staats wirds schon richten" - TOLL - RICHTIG TOLL!!!!

Außerdem dachte ich, daß der Mensch sich selbt so gern vom Rest der Schöpfung abgeben will. Wer seinen "Lebenszweck" rein auf biologische Fortpflanzung beschränkt, der soll auch den Gesetzen unterworfen werden die die Natur für Wesen aufgestellt hat die nur Leben um sich zu vermehren. In seinem aktuellen Verhalten ist der Mensch wirklich ein Virus.

Nun, von Ponzius über Pilatus sind wir von einem Ausgehgebot für unter 14 Jährige ab 20 Uhr nun zu einer generellen Diskussion über Sozialpolitik gekommen. Vielleicht ist das ein Problem der Politik. Statt Kieselstein für Kieselstein zu ändern möchte man gern den ganzen Berg auf einmal bewegen. Noch ein Grundübel mehr!!!


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

06.01.2004, 16:25
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