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Imiak
Jungwolf




Dabei seit: März 2003
Herkunft: Tal des flüsternden Windes
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Der nachstehende Text kann durchaus ebenfalls als Gleichnis meiner zeitweiligen Einstellung aufgefasst werden, was natürlich nicht heißt, dass dies allgemein gültig ist. In gewisser Weise ist auch dies nur eine Erzählung.
Wichtig sind vordergründig nur die positive Atmosphäre, sowie die Beschreibung der Szenerie. Eine Aufmunterung an mich selbst und alle anderen.


Gedanken einer Sommernacht

Zeit ... Manchmal scheint sie mit ungeahnter Geschwindigkeit vorüberzuziehen, achtlos dich zu überholen und im Dunklen verloren zurückzulassen. Manchmal scheint sie dahinzukriechen, unendlich langsam, bis du glaubst, ihre Last mit physischer Gewalt auf den Schultern spüren zu können. Die Zeit geht ihrer eigenen Wege, und alles, was wir tun können, ist, so gut es geht ihrer Bahn zu folgen.

Im Moment scheint sie stillzustehen. Ich sitze auf einem flachen Felsen, eingebettet in das weiche Gras des Berges, hoch über dem Grunde des Tals, das sich vor mir ausbreitet, weit weniger hoch, doch immer noch ein gutes Stück entfernt auch von der kleinen Blockhütte, die sich hangabwärts, von den Bäumen verdeckt, in eine flache Mulde kauert. Um mich herum schient die Welt den Atem angehalten zu haben. Nicht ein Laut ist zu vernehmen, als dem fernen Rauschen des Flusses, der als silberdurchglänztes Band den dunklen Talgrund spaltet, verwoben mit dem verträumten Brausen des Windes in den Wipfeln, der nur eine schwache Ahnung der dunklen Masse des Waldes vermittelt, der das Gebiet über die Jahrhunderte für sich erobert hat.

Über mir erstreckt sich der Nachthimmel als eine ungeheure schwarze Glaskuppel, durch die aus unzähligen winzigen Sprüngen das Licht der äußeren Welt strahlt, ein Netz aus dünnen, weißglühenden Fäden, unwirkliche Bilder formend, von klirrender Klarheit und doch seltsam unscharf, als hätte jemand Diamantenstaub über das Firmament gestreut und damit seinen ansonsten unerreichbaren Träumen und Sehnsüchten Gestalt verliehen. Und inmitten dieser den Sterblichen nicht verständlichen Botschaft thront der Mond als helle opalisierende Scheibe, der mit seinen milchiges Licht verströmenden Fingern behutsam die Erde berührt.

Wie ein Schatten von noch tieferer Schwärze erhebt sich majestätisch der Berg hinter mir, zerschneidet den glühenden Himmel, um dessen Licht in seinem zerklüfteten Antlitz einzufangen, in den Schluchten und Graten zu versenken und damit seine eigene Größe noch intensiver zu verdeutlichen. Ist es ein Hauch von Schnee, der von den höchsten Zinnen mir ins Auge glänzt? Oder gar der mahnende Blick des Berges, der die Erinnerung an seine Gnade in mein Herz sät, an jene wilde Sanftheit, mit der er den Eindringling in seinem Reich duldet? Wie einfach wäre es doch für ihn, seine weißen Türme zu brechen und herabzuschleudern, alles zerschmetternd, was nicht für sein Revier bestimmt. Vielleicht verschont er mich einzig deshalb, weil am Ende auch ich Teil von ihm geworden bin; ich, der ich gekommen, meinen Frieden in seinem Schatten zu finden.

Der eisig herabstürzende Wind lässt mich frösteln und ich ziehe den Mantel enger um meinen Leib. Hilflos ist der Mensch, ausgesetzt und auf sich allein gestellt in der Natur. Ich spiele mit dem Gedanken, aufzustehen und reumütig die Wärme der Hütte aufzusuchen, in das goldene Licht des Kaminfeuers zu entfliehen, doch ich widerstehe der Versuchung. Diese Nacht soll mir gehören, mit all ihrer Schönheit sei sie meiner Seele gewidmet, mit aller Kraft möge ich jeden einzelnen Augenblick in mich aufnehmen und in die Erinnerung einbrennen. Dennoch beginnt eine Beklemmung in mir aufzusteigen, beinahe unmerklich, wie der Nebel, der sich morgens über das Tal erhebt, und die Kälte wird zunehmend spürbarer, doch ist es eine Kälte, die von innen her gefriert. Hilflos und verloren glaube ich mich in der einschüchternden Weite, die sich um mich erstreckt, und größer werden die Zweifel. Zu mächtig ist die Urgewalt des Berges, des Himmels, der Welt ringsum.

Wie in meinen Gedanken, so scheint tatsächlich der Nebel aufzusteigen. Der Fluss, der zuvor so hell im Mondlicht zu mir heraufgeglitzert hat, verbirgt sich jetzt hinter einem diffusen Schleier, ein zarter Hauch von Silber nur im Dunkel des Tals. Soll die Nacht tatsächlich vorüber sein? Die gezackten Ränder des jenseitigen Gebirges umfließt eine zerbrechlich anmutende Aura, die mit jedem Herzschlag langsam in das Tal sich ergießt, gleich Strömen gefrorenen Lichts. Die Schatten vertiefen sich, während die ersten Felshänge in wildem Feuer erglühen. Weiter ziehen die hellen Bänder, und wo sie die Erde berühren, entflammt der Nebel in goldener Glut. Ein kurzer Moment des Schweigens, dann bricht die Sonne über den Horizont, nur ein winziger, sprühender Funke zuerst, gleich einem in Aufruhr geratenen Rubin, doch selbst dieses schwache, blutige Licht reicht aus, die Stille zu brechen. Neben mir verströmen die winzigen Blüten zahlloser Wiesenblumen einen neuen, zuvor nicht gekannten Duft, während aus dem Wald erste Zeugnisse erwachten Lebens erklingen, einfallend in einen jubilierenden Chor aus verschiedenen Vogelstimmen. Von unbestimmter Ferne glaube ich, das Heulen eines Wolfes wahrzunehmen und mit diesem Laut scheint mein Herz sich zu öffnen.

Die Sonne erhebt sich, und sie strahlt mit dem Auge Gottes. Ich folge ihrem Beispiel und wage einen Blick in die Runde. Die blauschwarzen Schleier der Nacht füllen sich mehr und mehr mit rotem, orangenem, gelbem Licht, das zunehmend alle Farben des Spektrums annimmt. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, das durch jede Faser meines Daseins pulst, und ich weiß endlich, ich bin nicht alleine, denn ich bin ein Teil dieser Welt, die mich mit ihrer unsterblichen Musik begrüßt. Die Nacht war notwendig gewesen, mit all ihrer Finsternis, ihrer Einsamkeit, ihren Zweifeln, um das reine und unverfälschte Glück wieder fühlen zu können. Dies ist das Gefühl, das alle Leiden vergessen macht, ja ihnen selbst ihre Berechtigung zuzusprechen scheint.

Die Sonne ist aufgegangen und die Welt erwacht, und mit ihr ich selbst. Ich weiß, ein neuer Abend wird kommen, doch mit Zuversicht blicke ich ihm entgegen, mit Hoffnung im Herzen, denn ich habe die Schönheit der Nacht schätzen gelernt. Und selbst wenn der Himmel sich verdunkelt, so bleibt doch mir die Erinnerung. Und die Flammen dieser Erinnerung werden nicht zu verlöschen sein. Ich bin alleine, als wie zuvor, doch die Einsamkeit schmerzt nicht länger.

Mit neuem Blick für mein Leben beginne ich den Abstieg, der Heimat hinzu.

(Imiak, 2004)


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So when the birds fly south
I'll reach up and hold their tails
Pull up and out of here
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To the everlasting rolls
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And anchor this lost soul

>Patrick Wolf, Teignmouth<

10.01.2004, 23:03
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Imiak
Jungwolf




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Okay, bevor ich jetzt weiter zum Thema fortfahre, möchte ich einmal ein paar Antworten zu den einzelnen Posts loswerden:

@Thealon: Ich weiß es ja zu schätzen, dass du dir die Zeit nimmst, den Text sprachlich zu analysieren, aber wie kommst du auf die Idee, ich hätte dies ausdrücklich gewünscht? Falls es sich auf meine Aussage bezieht, es möge der Text an sich gefallen, nicht der Inhalt, so war dies eher dahingehend gemeint, dass ich mir Sorgen machen müsste, würde jemand gerne pessimistisch angehauchte Texte lesen.
Ich möchte trotzdem auf deine Kritik eingehen, nicht dass jemand glaubt, ich könnte mit selbiger nicht umgehen. Zur Erklärung: Vielleicht wirken vor allem manche Metaphern etwas ungewohnt, dies ist aber in jedem Fall beabsichtigt. Es soll ja schließlich Stuimmung vermittelt werden, und zugunsten dieser darf schon einmal etwas übertrieben werden. Dass ich darüber hinaus einen bisweilen leicht veralteten, überladenen Stil aufweise, dürfte ja bekannt sein, wenn man ein paar von meinen Texten gelesen hat. In diesem Zusammenhang sei mir also eine von Zeit zu Zeit zu gehobene Sprache verziehen.
Zu dem Beispiel mit dem "einem Blick begegnen", so ist dies meines Wissens nach eine gängige Ausdrucksweise, die auch in "offiziellen" Texten aufscheint. Natürlich lässt sich dies auch anders ausdrücken, aber so sind eben die Eigenheiten eines Autors.
Unvollständige Sätze darüber hinaus sollten, wenn nicht mit einem "..." gekennzeichnet, reine Flüchtigkeitsfehler sein. Abgesehen natürlich von Aufzählungen oder zwischendurch eingeflochtenen Worten. Wie du ja selbst sagtest, dient dies der Atmosphäre, und da darf dann die Verständlichkeit durchaus darunter leiden, sofern sie nicht vollständig verloren geht.

@ alle: Ich möchte mich einmal bedanken, erstens für die konstruktive/positive Kritik, zweitens natürlich für alle Aufmunterungen und dergleichen. Mal sehen, wie die Zukunft weitergeht. Die Hoffnung gebe ich natürlich nicht auf, was der nachstehende Text vielleicht illustrieren mag, aber manchmal scheint alle Hoffnung eben nur allzu fern, und dann ist man nahe dran zu verzweifeln, ob dazu nun Grund besteht oder nicht. Und nur allzu leicht schlägt Hoffnung in Enttäuschung um.
Wie gesagt, abwarten. Es könnte durchaus sein, dass die Tage lichter werden. Wenn ich mir dabei nur nicht selbst im Weg stehe ...


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>Patrick Wolf, Teignmouth<

10.01.2004, 22:57
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Souris
Panther




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Souris ist offline
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Na hallo was hab ich denn da Feines entdeckt?!
Imiak, mir gefällt die Geschichte, obwohl sie mich auch ein wenig an etwas erinnert. Mein erster Eindruck war dass es ein Hilferuf ist aber das hast du ja dann auch selber geschrieben.
Ich bin zwar kein depressiver Mensch aber ich kann es dennoch nachempfinden was du beschreibst. Klasse!

Ach ja, klar, ich kenne "Der Steppenwolf" und ich habe das Buch wirklich gerne gelesen. Es hat mich fasziniert...


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Er lebt in den Herzen weiter...

07.01.2004, 22:39
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Marina
Pantherkönigin




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Camargue (F)
Beiträge: 814
Marina ist offline
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Ich finde die Geschichte sehr gut Imiak. Dass ein Autor immer mal an einer Arbeit feilen kann und wird, ist ganz klar. Aber Du bringst hier herüber, was Du auch aussagen wolltest und zwar stimmig und gut. Ich gratuliere Dir. Und wenn es Dir so geht, wie eigentlich in der Geschichte beschrieben, kann ich das erst recht nach empfinden.

Ich bin auch an einem Punkt, der mir schwer zu schaffen macht, obwohl sich einige Dinge zum Guten wenden. Es hat aber immer solches und solches. Wichtig ist wohl in der Tat, trotz allem, die Hoffnung nicht zu verlieren. Ist wie ein kleiner Lichtanker am Horizont.

07.01.2004, 16:44
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Tirica
Ozelopardin




Dabei seit: November 2002
Herkunft: Österreichs Regenwald / Costa Rica

Beiträge: 795
Tirica ist offline
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Also ich könnte an der GEschichte nichts kritisieren.
Ich finde sie ganz toll. Ich kann mir die Situation nur zu gut vorstellen.
Ich glaube, du wirst einmal ein Autor, der sich seine Bücher oder Texte selber illustriert.


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Viele, die leben, verdienen den Tod und viele die Sterben würden das Leben verdienen. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch mit deinem Todesurteil nicht so schnell bei der Hand!

Gandalf/ J.R.R. Tolkien

07.01.2004, 14:06
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Spiritus, der Panther
Träumer




Dabei seit: Oktober 2002
Herkunft:
Nordrhein-Westfalen (DE)
Beiträge: 892
Spiritus, der Panther ist offline
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Hm, eigentlich ist dem nicht mehr viel hinzuzufügen. Ich sehe es als Kunst, eine alltägliche Situation so zu schreiben, das sie nicht alngweilig wirkt. Nicht leicht, hatte da schon meine lieben Probleme mit.
Da die Geschichte sehr depressiv ist, und ich das in letzter (was sag ich da, letzter, ts) Zeit ebenso bin, fand ich tatsächlich einige Übereinstimmungen.
Hm, wie gesagt, nicht mehr viel hinzuzufügen. und falls es nicht durchgeschimmert ist, mir hat se gefallen.

S, d P


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In Gedenken an Jamie Morand a.k.a. Pantherkönig
Vom 31.07.1975 bis 22.02.2003
Don't know where you are, but I'm whit you..

Das Leben ist der Sinn...

06.01.2004, 20:18
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Thealon
Tripel-As




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Herkunft: Wo immer meine Phantasie mich hinführt

Beiträge: 179
Thealon ist offline
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Nun hätte ich es fast verpasst, noch das Meinige zu Deiner Geschichte zu schreiben…

Es erscheint mir im Grunde auch nicht ganz rechtens, diese schöne Geschichte nun derart auseinander zu nehmen, um auf sprachliche Mängel einzugehen, aber wenn das nun Dein Wunsch ist, dann will ich sagen, was ich denke.
Du hast einen guten Stil, der der im Grunde triviale Handlungen so beschreibt, dass sie nicht langweilig wirken, und eine abwechslungsreiche Wortwahl runden diesen Stil ab. An einigen Stellen jedoch wirken Worte unpassend, sie passen zwar in diese Konsequenz, wirken aber meines Erachten doch etwas deplaziert. (Mann komme ich mir gerade kleinkariert vor.)
So würde ich vielleicht Beschreibungen wie „einem fremden Blick begegnen“ ruhig etwas trivialer schreiben, denn alles in allem ist es das ja auch. Vielleicht würde schon „treffen“ statt „begegnen“ reichen, aber das ist nur eine einzelne Meinung Dann würde ich auf Vollständigkeit der Sätze achten (klar, das sage ausgerechnet ich), denn diese sprechen sich zwar leidenschaftlicher, aber es lesen sich vollständige Sätze (auch Nebensätze) einfach angenehmer. Zumindest für mich. Gut hingegen gefällt mir zum Beispiel die Beschreibung, er „langte nach einem Glas“, die all die Sinn- und Lustlosigkeit dieser Handlung ausdrückt, ohne das vielleicht formunschön noch einmal zu erwähnen. Hie und da sind noch leichte Wiederholungen (prüfend mustern zum Beispiel), welche aber schon durch den Austausch eines einzelnen Wortes behoben sind.

Soweit war das auch schon alles, und inhaltlich kam mir diese Geschichte leider sehr bekannt vor. Aber mit der Zeit sieht man Silber statt Grau .

Thealon


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Grüße an die Zukunft.

06.01.2004, 15:50
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Imiak
Jungwolf




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Dann möchte ich einmal ein Dankeschön an all jene aussprechen, denen die Geschichte offenbar gefallen hat. Ich hoffe einmal, dass sich das auf auf die textliche Seite bezieht und nicht auf den Inhalt, denn andernfalls müsste ich mir jetzt Sorgen machen.

@Kaysha: Woran es liegt, ob man besser schreiben kann oder nicht, kann ich dir leider nicht sagen (wüsste ich es und würde es auch noch kund tun, so hätte ich wohl eine Menge Konkurrenz am Hals ). Viele Bücher lesen, sich am Stil eines guten Autors orientieren und daraus mit der Zeit eine eigene persönliche Note entwickeln. Ist zumindest ein Anfang und mit der passenden Motivation sollte es eigentlich auch funktionieren. Und was die Ideen betrifft - wenn man sih im Leben so umsieht, bekommt man genug Inspirationen, die es nur artgerecht verpacken und umzusetzen gilt.

Eine Aussageabsicht ... Die gab es in diesem Fall eigentlich nicht wirklich, wohl aber einen persönlichen Bezug. Die persönlichen Probleme des Autors gesammelt auf den Punkt gebracht, wenngleich nur fragmentarisch und vor allem unvollständig. Vielleicht ist die Situation etwas überzeichnet geschildert, sollte aber dennoch nicht leichtfertig vom Tisch geschoben werden. Die angesprochenen Aspekte sind vorhanden, und wie dem Charakter in der Erzählung bleibt auch mir offenbar nichts weiter übrig, als zu warten, denn Hilfe von außen wird offenbar keine kommen, und ohne die ... bleiben die Tage weiterhin grau ...
Möglicherweise gibt es hier jemanden, der das nachvollziehen kann, auch wenn ich es niemandem wünsche. Dieses Gefühl, ähnlich dem eines Harry Haller (falls jemand den Steppenwolf von Hermann Hesse gelesen haben sollte), nur auf etwas anderer und abgeschwächter Ebene. Wenn die einen lachen, weil sie glauben, man hätte bloß einen sehr pessimistischen Sinn für Humor, die anderen alles nur als schlechte Laune abtun, die dritten überhaupt nichts bemerken. Und man wartet, dass es licht wird, aber länger, als für eine kurze Zeitspanne tritt dieser Fall nicht ein, und man weiß nicht mehr, wohin mit sich ...

Ein Untertitel wäre vielleicht ganz passend gewesen: Fragment eines Selbstbekenntnisses zum Nachdenken.
Oder auch einfach nur ein Hilferuf.


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>Patrick Wolf, Teignmouth<

05.01.2004, 21:48
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Kaysha
Katz




Dabei seit: März 2003
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Kaysha ist offline
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Ich könnt dich ja jetzt weiter loben, aber ich glaub dass du weißt dass du Talent hast.
Ich würd auch gern so schreiben können..ich wunder mich voran es bei mir liegt..Einfallslosikgeit,Faulheit..?..
Mich würde ja jetzt nur die konkrete Aussageabsicht interessieren.


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Dieser Beitrag wurde von Kaysha am 04.01.2004, 19:05 Uhr editiert.

04.01.2004, 19:04
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Artami
Junglöwin




Dabei seit: Dezember 2002
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Beiträge: 412
Artami ist offline
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toll geschrieben Imiak!! wirklich toll!!


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Wenn alle Tiere, die umsonst gelitten haben, im gleichen Moment schreien würden, würde eine unglaubliche Katastrophe die Welt verwüsten, und die wenigen überlebenden Menschen würden taub und im Wahnsinn umherirren.
OSCAR GRAZIOLI

04.01.2004, 18:50
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