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Marina
Pantherkönigin




Dabei seit: September 2002
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Ich halte auch schlicht und einfach gar nichts davon, wenn durch Filme der Mythos von der Bestie Tiger oder Bestie so und so aufrecht erhalten wird. Wenn es nicht die Tiger sind oder andere Raubkatzen, ist es oft auch eine Rasse von Menschen, wie die Indianer, die auch immer so schrecklich dargestellt werden.

Ich kann das in keiner Weise mehr sehen und will das auch nicht mehr sehen. Und ich gucke mir keinen Film mehr an, indem so ein Tier so grundfalsch dargestellt wird, als mordlüsternes Ungeheuer. Ich hab nichts davon und dem Tier geschieht Unrecht.

07.01.2004, 16:38
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Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
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Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob Gewalt im Fernsehn Gewalt "auf der Straße" verursacht oder ob die Gewalt im Fernsehn ein Spiegel für die bereits vorherschende Gewalt(-bereitschaft) ist. Aber ehrlich gesagt ist mir das relativ egal, da in keinem der beiden Fälle Filme wie dieser hier zu Verbesserung irgendeiner Lage beisteuern.

Auf jeden Fall steht fest, daß es absolut unnötig ist solche Filme noch zu zeigen. Die Zeit bleibt nicht stehen. Es war damals falsch, ist heute falsch und wird immer falsch bleiben. Es zu glorifizieren kann doch dann nicht richtig sein!!


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

07.01.2004, 15:24
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TamedTigress
Amurtigerin




Dabei seit: April 2003
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Hilfreich sind solche Sendungen zwar bestimmt nicht aber ob man ihnen die Schuld am Image der Tiere geben kann bezweifle ich auch.

Ich glaube nicht unsere Einstellung kommt durch die Filme sondern eher umgekehrt - die Unterhaltungsindustrie "spielt" mit unseren Aengsten und Vorstellungen, will unsere Nerven kitzeln.

Da alle Filmproduzenten profitausgerichtet sind geben sie sich Muehe nur das zu produzieren was wir sehen moechten.

Es waere schoen wenn sie einmal einen Film mit einem lieben Tiger machen wuerden, der dem kleinen Mowgli das Leben rettet ohne ihn danach zu verspeisen aber ob das Fernsehen wirklich unsere Aengste schuert?

Gleiche Frage - schuert das Fernsehen Gewalt? Ich glaube wenn nicht ohnehin schon die Bereitschaft da ist kann ein Film nicht dazu anregen.

Liebe Gruesse
TamedTigress

07.01.2004, 08:36
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Cattiebrie
Felis Concolor




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Cattiebrie ist offline
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Es ist sowieso ziemlich sinnlos sich über solche Filme aufzuregen, meines Erachtens. Denn welcher Hollywood Regisseur hat sich beim Dreh des Films schon wirklich mit der wahren Materie dahinter beschäftigt. Diese sind in so einem geringen Ausmaß, dass sie an zwei Pfoten wahrscheinlich abzuzählen sind.

Ein einfaches Beispiel für diese absolut ungerechtfertigte "Bezeichnung" des Tigers wird den Kleinsten bereits im "Dschungelbuch" erzählt.

Shir Khan (*g* nicht unserer, der is ja ganz lieb), der böse böse Tiger, der am liebsten ein Menschenjunges zum Frühstück frisst..

*am kopf greif*

ich mein, was dachte sich der Autor bereits bei diesem Buch? Und ich glaube es werden sich immer noch Filme finden, welche wesentlich jünger sind und immer noch "Lügen" über gewisse Tiere verbreiten.

Leider muss man feststellen, dass der Großteil der Menschen sich zu stark vom Fernsehen beeinflussen lässt. Zumindest dieser Großteil der Menschen, die eventuell etwas dagegen tun könnten. Eine einfach Frechheit in meinen Augen.

Bei den "dümmsten" Szenen in Filmen, werden Spezialisten herangezogen, damit der Film ja Wahrheitsgemäß ist. Doch bei irgendwelchen "Dschungel" Filmen oder dergleichen.. ja da.. da ist der Tiger oder welches Tier auch immer, der große böse Menschenfresser, der in Wirklichkeit, das schüchternste Wesen ist. (rein rhetorisch jetzt gesehen)

Eines hab ich aus der letzten Dokumentation "Universum" über den Indischen Tiger gelernt, und einem spezialisiertem BBC Team glaub ich eher als Mr. Hollywood, dass der Tiger in den Gebieten, in denen er noch verbreitet ist, sowas wie heilig gesprochen wird. Sie haben zwar Erfurcht vor diesem Tier, aber nur deswegen, weil er als Schönheit des indischen Dschungels angesehen wird. Die meisten Einwohner solcher Städte, Dörfer usw. haben in ihrem Leben noch nicht einmal einen Tiger gesehen, geschweige denn von einem gefressen. Die tatsächlichen Angriffe auf Menschen werden (vermutlich) so gering sein, dass sie kaum an Bedeutung haben im Vergleich zum Sterben der Menschen durch z.B.: einen Schlangenbiss.

Es ist wohl eine Endlosdiskussion bezüglich solcher Filme, aber ich muss mich da euch anschließen. Zu machen wird da wohl wenig bis gar nichts sein.


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Nur wer mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht die wahren Wunder der Natur.

© Manuela aka Cattiebrie

wegen anscheinender Missbilligung geändert

06.01.2004, 01:54
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Lucky Lion
Löwe




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Du nimmst mir die Worte aus dem Mund. Ich gebe dir völlig Recht. Leider muss ich dir auch Recht geben in Bezug auf die Macht, die wir nicht haben um solche Filme im Fernsehen nicht mehr zu sehen. Bei Premiere dürfte ein Boykott nicht wirklich viel bringen, oder haben die Einschaltquoten?

Jedenfalls ein wirklich deplazierter Film wie auch ich finde.


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"Die Menschen sind intelligent - Jedoch oft zu dumm ihre Intelligenz zu nutzen"

03.01.2004, 15:39
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Sesshoumaru
sama




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Sesshoumaru ist offline
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Viele werden schon wissen wovon ich hier reden will. Es geht um das allzeits "beliebte" Thema Menschenfresser. In den meisten Fällen bezieht sich dieser Begriff zwar auf den Tiger, aber auch Löwen, Leoparden und auch der Puma werden immer wieder bezichtigt menschenfressenden Bestien zu sein.

Zitat:
Der Menschenfresser von Kumaon

Arzt Dr. Collins (Wendell Corey) geht im indischen Dschungel auf Safari. Er schießt einen Tiger an. Die wütende Bestie löscht ein ganzes Dorf aus, einzig der Junge Panwah überlebt. Collins macht sich mit ihm auf zum nächsten Dorf. Nicht wissend, dass der blutrünstige Tiger hinter ihnen her ist. - Kein Horrorfilm, sondern ein nostalgisches Dschungelabenteuer.

Quelle: Premiere

Was ich alleine über die Handlung dieses Films denke kann ich hier gar nicht sagen. Wie man sehen kann stammt der Film von 1948. Dies halte ich aber bestimmt nicht für eine Entschuldigung nach dem Motto "Man wusste es damals nicht besser". Selbst wenn man es damals wirklich nicht wusste (was ich für schiere Schutzbehauptungen halte), dann muss so ein Erguss der Filmindustrie heute nicht mehr zeigt werden. Würde Premiere mit dem Geld der Abonenten besser haushalten, dann müssten sie nach den "Blockbuster"-Tagen ihre Programm nicht mit solchem Schrott füllen.

Zitat:
Viele der Gerüchte und Geschichten die sich um die Menschenfresser angesammelt habe sind gnadenlos überdramatisiert. Diese Halb-wahrheiten wurden zu einem erheblichen Teil von den Kolonialmächten (Kolonialmacht) in Umlauf gebracht. So sollten die scheußlichen Treib- und Ausrottungsjagden auf die Tiger im frühen zwanzigsten Jahrhundert gerechtfertigt werden. Die Geschichten von den sog. Großwild- oder Sportjägern (alleine die Bezeichnungen klingen in meinen Ohren wie der blanke Hohn) können generell nicht als authentisch angesehen werden.

Quelle: Tiger-online.org

Natürlich gibt es auch auf den dort lebenden Menschen negative Gefühle gegenüber Tigern - wer hängt nicht an seinem Leben, wenn er in direkter Nachbarschaft wohnt. Aber neben der Tatsache das nur ganz wenige Tiger und auch nur unter besondern Umständen je einen Menschen auch wirklich fressen würde, wird der Tiger in großen Teilen Indien als Herrscher des Dschungels verehrt. Der negative Einfluss vorallem Großbritaniens und das zunehmende Verlangen nach mehr Wohlstand (nach westlichem Vorbild) haben den Tiger in Indien erst an den Rand der Ausrottung getrieben. Und solche Filme wie dieser tragen nicht dazu bei den Schutz dieser wundervollen Tiere zu verbessern.

Noch vor nicht einmal 40 Jahren ist die englische Königin Elisabeth (ja - die die heute noch Königin ist) regelmäßig und gerne nach Indien zur Tigerjagd gekommen. Ganz nach dem Motto dieses Filmes => ein nostalgisches Abenteuer. Das sollte man nie vergessen. Und genau auf den Hintergrund finde ich diesen Film mehr als nur deplaziert, wenn man dazu noch die aktuelle Lage des Tigers betrachtet.

Und an alle notorischen "aber es ist doch nur"-Sager möchte ich gleich ein paar Worte richten. Es ist nicht nur ein Film, es ist ein Monument einer veralteten Weltanschauung welche nicht nur überholt, sondern auch unreflektiert in meinen Augen an Verbrechen grenzt. Und bei einem "Abenteuerfilm" von 1948 kann man nicht Reflektion im Film selbst erwarten. Von Premiere selbt erwarte ich sowieso nichts - wenn dann höchstens auf dem Dokumenationskanal, aber eben thematisch getrennt. Diese "Jäger- und Glorifizierungspropaganda" gehört schlichtweg verboten. Ohne rechtliche Handhabe können wir immerhin solche Sendungen boykottieren - leider ist mehr nicht möglich.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

03.01.2004, 13:56
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