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ShaTanka
Omega-Wolf




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In der Renaissance lebte ein ungewöhnlicher Menschentypus, der die Wirklichkeit zugleich poetisch und wissenschaftlich zu erfassen vermochte. Einer davon war John Dee. (Dessen Biographie von R. Deacon unter dem Titel "John Dee" verfaßt wurde). Übrigens hat Gustav Meyrink auch Wesentliches aus dem Tagebuch von John Dee in seinem Werk "Der Engel vom westlichen Fenster" verwandt.


John Dee war kein engstirniger Spezialist, dessen Zweckmäßigkeitsdenken ihn unfähig für die Erfassung von Wahrheiten außerhalb seines Gesichtsfeldes gemacht haben würde, sondern er war ein Visionär, dessen unersättliche Leidenschaft nach Erkenntnis und unermüdliche Wahrheitssuche vom göttlichen Funken schöpferischer Imagination erhellt und inspiriert wurde.


Dieser wirklich bemerkenswerte Gelehrte und Mystiker wurde im Juli 1527 in Mortlake, einer Londoner Vorstadt, geboren und starb dort im Dezember 1608. Während seines langen Lebens leistete Dee mehr und reiste weiter als die meisten seiner Zeitgenossen. Er wurde eine hervorragende Autorität auf den Gebieten der Mathematik, Navigation, Astronomie und Optik.


Er besuchte nahezu alle Bildungszentren Europas und korrespondierte mit den achtbarsten Gelehrten Frankreichs, Deutschlands und Italiens. Doch wurde er von seinen Feinden übel verleumdet. Diese nannten ihn einen Scharlatan und Schwarzmagier.


Der Autor Deacon zeigt in seiner Biographie, daß Dee absolut kein Scharlatan war. Er praktizierte keine zweifelhaften Künste, sondern war ein eigenständiger, tiefgründiger Denker, dessen Ideen oft seiner Zeit weit voraus waren.


Er glaubte an die Möglichkeit der Konstruktion eines besonderen Spiegels, der magische Kräfte aus der Sonne ziehen könne, um damit Botschaften und Gegenstände zu den Sternen zu transportieren. (Im Jahre 1966 entwickelte ein amerikanischer Wissenschaftler die Theorie eines gigantischen Spiegels, der mittels Sonnenkraft ein Raumschiff mit größerer als Lichtgeschwindigkeit zu den Sternen senden könne.)


Dee war allerdings ein Magier im Sinne jenes Wortes, wie es seine Zeitgenossen verstanden. Im 16. Jahrhundert bedeutete Magie mehr und anderes als zweifelhafte okkulte Praktiken. Der Begriff Magie umfaßte die Kunst der Kontrolle der Naturkräfte und die Anwendung mathematischer Erkenntnisse auf die Konstruktion mechanischer Apparate.


Dazu gehörten wissenschaftliche Experimente, Entdeckungen und Erfindungen auf der einen Seite wie auf der anderen Seite vermeintliche Teufelspakte. Doch bestand eine höhere Stufe der Magie, deren Ziel von Dee die "Vereinigung mit guten Engeln mittels Reinigung der Seele" genannt wurde.


Dee glaubte fest an die Astrologie. Er war nicht nur von ihrer mathematischen Exaktheit überzeugt, sondern ihn erfüllte das Bewußtsein, daß durch korrekte Deutung der Symbole der Himmelskörper die Unterscheidung und Erkennung geistiger Wahrheiten und Tendenzen möglich sei. An universellem Wissen war Dee sehr interessiert, und zwar nicht nur als Gelehrter, sondern auch als politisch Tätiger.


Doch wußte Dee seine Qualitäten als Mann der Aktion und der Kontemplation so gut aufzuteilen und anzuwenden wie selten jemand. Besonders interessant für Spiritisten ist Dees Werk als Pionier der spiritualistischen Praktik. Sowohl das Kristallsehen als auch die Telepathie beherrschte der Gelehrte. Doch führte er auch "Unterhaltungen mit den Engeln", wie man es damals nannte. Diese waren modernen spiritualistischen Seancen mit guten Medien vergleichbar.


Eine Wesenheit, die bei diesen Seancen erschien, wurde Madimi genannt, ein "Geister-Kind, halb Engel, halb Elfe". Eine andere Wesenheit nannte sich Gal-vah und sprach Griechisch. Bei einer Gelegenheit erschienen nicht weniger als fünfzehn geistige Wesenheiten zugleich.


Jeder Spiritualist, der die Berichte über Dees "Unterhaltungen mit Engeln" liest, kann nicht umhin, festzustellen, wie sehr diese Gespräche denjenigen in typischen Seancen der Gegenwart ähneln!

Quelle

Ich hab auch mal was über den Hofmagier John Dee gelesen. Es heißt, er habe irgendwas mit der Henochischen Sprache zu tun.


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Zeit zu gehen...

Dieser Beitrag wurde von ShaTanka am 13.12.2003, 11:41 Uhr editiert.

13.12.2003, 11:40
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Marozi
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  Voynich-Manuskript entschlüsselt?Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Hat ein Scherzbold aus dem Mittelalter Generationen von Wissenschaftlern gefoppt?

Im Voynich-Manuskript sind unbekannte Pflanzen in einer unbekannten Sprache beschrieben


Seit seiner Entdeckung im sechzehnten Jahrhundert hat sich das Voynich-Manuskript allen Entschlüsselungsversuchen widersetzt. Das reich illustrierte und 232 Seiten umfassende Schriftstück enthält unter anderem zahlreiche Abbildungen von unbekannten Pflanzen und ist in einer unbekannten Sprache mit unbekannten Schriftzeichen geschrieben. Computerexperten der britischen Keele-Universität ist es jetzt gelungen, charakteristische Eigenschaften des Textes zu reproduzieren. Gordon Rugg und Joanne Hyde werden ihr Ergebnis in einer der kommenden Ausgaben der Fachzeitschrift Cryptologia vorstellen.

Der erste überlieferte Besitzer des Voynich-Manuskripts ist Kaiser Rudolf II. von Habsburg, der von 1576 bis 1612 das Heilige Römische Reich von Prag aus regierte. Er erwarb das Manuskript für die damals gewaltige Summe von 600 Golddukaten. Der Verkäufer ist unbekannt.

Es gibt jedoch Hinweise auf den englischen Mathematiker John Dee (1527 – 1609). Der hielt sich von 1582 bis 1586 in Prag auf. Im Oktober 1586 schreibt er in seinem Tagebuch, dass er 630 Golddukaten besitzt. Sein Sohn erinnerte sich später daran, dass sein Vater während dieser Zeit ein Buch mit "Hieroglyphen" besaß, mit dem er sich oft beschäftigte.

Mitte des 17. Jahrhunderts wurde das Manuskript zur Untersuchung an den römischen Gelehrten und Jesuiten Athanasius Kircher übersandt, einer der führenden Kryptografie-Experten der damaligen Zeit. Vermutlich konnte er es nicht entschlüsseln. Hier verliert sich zunächst die Spur des Manuskripts. Wiederentdeckt wurde es 1912 in einem italienischen Jesuitenkolleg von Wilfried Voynich, nach dem es heute benannt ist.

Neben dem bisher nicht entschlüsselten Text enthält das Manuskript zahlreiche Illustrationen. Ein großer Teil davon zeigt Pflanzen. Die meisten konnten jedoch nicht identifiziert werden. Dagegen konnte man auf einigen astronomischen Abbildungen die im westlichen Kulturkreis gebräuchlichen zwölf Tierkreiszeichen erkennen. Das spricht dafür, dass das Voynich-Manuskript in Europa entstanden ist.

In den 1970er Jahren untersuchte der Kryptografie-Experte Prescutt Currier von der US-Navy im Text des Manuskripts die statistische Häufigkeit der Zeichen und Worte. Auf einem Voynich-Symposium des US-Geheimdienstes National Security Agency kam er zu dem Schluss, dass mindestens zwei Personen an dem Text gearbeitet haben müssen – seiner Meinung nach ein Argument gegen die "Schabernack-Theorie", derzufolge ein Scherzbold oder Betrüger der Urheber des Manuskripts ist.

Ein weiteres Argument gegen die Schabernack-Theorie ist, dass die Wortverteilung dem Zipfschen Gesetz gehorcht, wie es alle natürlichen Sprachen tun. Es scheint unwahrscheinlich, dass ein Betrüger diese Verteilung zufällig zustande gebracht hat. Denn das Zipfsche Gesetz ist erst seit 1935 bekannt.

Gordon Rugg glaubt jedoch, dass seine Reproduktion von charakteristischen Texteigenschaften für die Schabernack-Theorie spricht. Als Urheber tippt er auf den Esoteriker Edward Kelley, der behauptete, mit Engeln und Geistern in Kontakt zu stehen und ein Bekannter von John Dee war. Rugg hält es für möglich, dass die beiden das Manuskript gemeinsam hergestellt haben.

Quelle: Wissenschaft.de



Man darf gespannt sein. Bislang ist es wie oben beschrieben noch keinem gelungen das Manuskript zu entschlüsseln oder den Sinn zu verstehen. Waren es Aliens, die es schrieben? Eine Geheimgesellschaft unbekannten Machtausmaßes? Oder vielleicht kommt es aus der Zukunft?


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"In diesen Bergen gibt es zwei Arten von Löwen. Da ist der simba und da sind die marozi. Diese marozi sind keine Löwen. Da ist der Leopard und da ist der Gepard. Da ist der Löwe und da ist der marozi."

Ali, der Lepardenjäger im Gespräch mit K. G. Dower

13.12.2003, 10:04
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