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Nala
Löwin




Dabei seit: Januar 2002
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Nicht unbedingt...

wenn der Jäger die Jagt gepachtet hat, sprich, wenn er sich die Erlaubnis erkauft hat auf einem Stück Wald zu jagen, welches sich im Besitz der Gemeinde befindet, dann ist die Gemeinde für den Wald, der Jagtpächter für die Tiere zuständig. Daraus ergibt sich anscheinend die Konsequenz, dass der Pächter die Schäden zu ersätzen hat, die das Wild angerichtet hat.


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...wonder where the lions are....

12.01.2004, 09:57
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Lucky Lion
Löwe




Dabei seit: Februar 2003
Herkunft: Okavango Delta
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Es wird wohl noch ein harter Kampf werden, die Jäger werden nicht so leicht die Flinte ins Korn werfen.

Genau der Satz, den du in deinem Leserbrief (Der übrigens sehr gut geschrieben und aussagekräftig ist) zitierst, ist mir auch ins Auge gestochen. Er verrät den wahren Grund warum die Jäger an erster Stelle etwas gegen die Wölfe haben.

Doch mir ist da etwas unklar: Mit welcher Begründung müssen Jäger die Schäden, die das Wild aus ihrem Revier anrichtet, aus eigener Tasche bezahlen? Ist das nicht Sache des Staates?


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"Die Menschen sind intelligent - Jedoch oft zu dumm ihre Intelligenz zu nutzen"

10.01.2004, 15:04
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CleanerWolf
Wolf




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Die Stimmungsmache der Jäger gegen die Wölfe geht in die nächste Runde...
Zitat:
Die Lausitz und der böse Wolf
Jäger sehen Reh und Hirsch durch Wölfe bedroht / Neutrale Anlaufstelle zur Schadensmeldung gefordert
Von Irmela Hennig

Ein gerissenes Schaf hat die Lausitzer Wölfe wieder in die Diskussion gebracht. Nach Viehzüchtern schlagen nun die Jäger Alarm: Zu wenig Wild in den Wäldern und das sei nervös und richte großen Schaden an.

Manfred Alltag lenkt seinen Jeep über die buckeligen, verschneiten Felder der Lausitz. Immer wieder hält der 71-jährige Klittener, öffnet die Autotür und schaut angestrengt auf den Boden. Sein Beifahrer und Jagdkollege Dr. Achim Gottwald tut es ihm gleich.

Spurensuche. Ihren weißen Leitwolf nennen sie den Schnee. Doch die Suche gilt dem Schwarzen, Meister Isegrim. Oft schon haben die Männer seine Fährte gefunden auf den 5 500 Hektar, die zur Gemeinde Klitten gehören. „Letzten Winter waren sechs Spuren auf dem alten Lichtenteich“, erzählt Alltag. Und es gibt deutlichere: gerissene Frischlinge, Kitze.

Das Märchen

immer im Kopf

In der Nähe, in Bärwalde hat es Schafrisse gegeben. Die Bevölkerung habe deswegen kaum Angst, meint Bürgermeister Roland Trondt. „Doch das Märchen vom bösen Wolf liegt im genetischen Code.“ Da ist sich Manfred Alltag sicher. Urlauber seien schon entsetzt davongelaufen, wenn er den Wolf erwähnte.

Die Jäger jedenfalls sind in Sorge. Kaum Wildschweine in den Wäldern, von Reh- und Damwild ganz zu schweigen. Nur wenige Abdrücke im frischen Schnee. Ein paar Rehe, ein Rudel Schwarzwild und zwei Füchse auf 13 Kilometern. „Tot, tot, tot,“ schimpft Alltag leise.

Das schlimmste – kein Nachwuchs. „Den haben die Wölfe wohl erlegt.“ Die machen das Wild verrückt, es verkriecht sich im Dickicht und frisst Rinde von den Bäumen, hören die Jagdpächter oft. Auf einigen Feldern ist der Boden völlig zerwühlt, bis zu einem halben Meter tief sind die Löcher. „Das waren Wildschweine.“

Ein Schaden, den die Jäger den Bauern bezahlen müssen, so sagt es das Gesetz. Wer ein Jagdgebiet pachtet, zahlt für Schäden, die die Tiere in seinem Revier anrichten. Seitdem die Wölfe da sind, sei das Wild unberechenbar. „Früher wussten wir genau, wann und wo man fündig wird. Heute kann es sein, du sitzt zwei Wochen im Hochstand – und nichts. Dann bist du einmal nicht da und ein Rudel Wildschweine fällt in die Äcker ein.“ Geht das so weiter, werden die Jäger ihre Flinte wohl ins Korn werfen. Sie können die Schäden nicht mehr bezahlen. „Und wenn man nie was vor die Flinte bekommt, macht es auch keinen Spaß mehr.“

Die Klagen der Jäger über zu hohe und zu teuere Wildschäden sind dem Sächsischen Landwirtschaftsministerium nicht neu. Und man kann verstehen, dass sich die teuere Jagd nur durch Abschüsse finanzieren lässt. Doch Handlungsbedarf sieht man nicht. Der Leiter des Bundesforstamtes Muskauer Heide, Rolf Röder, ist mit den Wölfen sogar ganz zufrieden. „Sie reduzieren den Wildbestand und so haben wir erheblich weniger Wildschäden.“ Dies steht Erfahrungen der Klittener Jäger und Pächter entgegen. Die haben mehr angefressene Bäume als früher, sagen sie. Die zunehmende Unruhe unter Reh und Wildschwein kann Röder aber bestätigen, zumindest, wenn die Wölfe jagen. „So lange die Wölfe bleiben, werden wir weniger Wild haben. Das ist sicher.“

Wild und Wolf leben

schon ewig zusammen

Schnee, für Wolfsexpertin Gesa Kluth in Neustadt ist er eine Goldgrube. Sobald es hell wird zieht sie los. Abdrücke von Pfoten, Urin – immer wieder wird sie fündig. Die Verärgerung der Bauern über gerissene Schafe kann sie verstehen. Aber die Vermutung, das Wild käme mit den Wölfen nicht zurecht, weist sie zurück. „Millionen von Jahren haben beide zusammen verbracht. Sie können gut miteinander umgehen.“ Etwa 20 Wölfe zählen Experten in der Lausitz, über 30 will die Bevölkerung gesehen haben. So ein Wachstum ist Laien schleierhaft. Gerüchte, man habe Wölfe aus Wildparks ausgewildert, halten sich hartnäckig. Theoretisch sei das denkbar, sagt Peter Blanché von der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe in Bonn. Doch dazu verhielten sich die Lausitzer Tiere zu natürlich.

Die Jäger fühlen sich allein gelassen. Wenigstens eine neutrale Anlaufstelle für ihre Anliegen sollte es geben. Die Wolfsexperten seien zwar zuständig, aber die müssten ja auch von den Wölfen leben und könnten gar nicht objektiv bleiben.

Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=562722

Hier mein Leserbrief dazu:
Zitat:
Guten Tag,

ich bitte hiermit um Veröffentlichung des folgenden Leserbriefs, der sich auf den Artikel "Die Lausitz und der böse Wolf" aus der Sächsischen Zeitung vom 9.1.2004 bezieht.


"Wo der Wolf ist, wächst der Wald" sagt ein russisches Sprichwort. Dieses Sprichwort wird durch zahllose Studien aus aller Welt bestätigt. Wie es sein kann, dass es zwar angeblich kaum noch Rehe und Hirsche in seinem Revier gibt, die Verbissschäden aber zugenommen haben sollen, würde ich von "Ersatzwolf" Manfred Alltag gerne mal erklärt bekommen. Und wenn Wölfe bereits eine zu große Beunruhigung für das Wild darstellen, würde ich gerne von ihm wissen, wie er denn die Treibjagden beurteilt, bei denen auch in dieser Jagdsaison Horden von Jägern auf die Tiere losgelassen werden. Und warum verschweigt Herr Alltag, dass es von Wildschweinen umgepflügte Äcker auch dort gibt, wo keine Wölfe leben? Und warum sind Jäger eigentlich immer an vorderster Front dabei, wenn es darum geht, Stimmung gegen den Wolf zu machen? Sollte die Antwort etwa in dem Satz „Und wenn man nie was vor die Flinte bekommt, macht es auch keinen Spaß mehr.“ stecken? Wo die Jagd der Wildbretproduktion und dem Lustgewinn einer betuchten Minderheit dient, anstatt sich an modernen ökologischen und ethischen Regeln zu orientieren, ist jeder Wolf ein Konkurrent, ein Störfaktor. Über 150 Jahre lang war die Welt aus Jägersicht in Ordnung, dafür hatte man ja schliesslich selbst gesorgt, doch nun drohen die zurückkehrenden Wölfe, eine gewisse ökologische Balance wiederherzustellen - ohne auch nur einen einzigen Euro an Jagdpacht zu bezahlen! Denen muss man erst einmal wieder beibringen, dass das Wild von Rechts wegen dem Jäger gehört! Wölfin Bärbel, die vor knapp einem Jahr in Niedersachsen einem Jäger zum Opfer fiel, musste diese Lektion mit dem Leben bezahlen. Der Wolfsforscher David Mech sagte einmal: "Der Wolf ist weder ein Konkurrent noch ein Feind des Menschen, er ist ein Mitgeschöpf, mit dem man die Erde teilen muss."


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Menschen haben trotz der Kraft ihrer Vernunft nicht die instinktive Weisheit der Wölfe.
Dr. Erich Klinghammer

10.01.2004, 01:40
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CleanerWolf
Wolf




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Beiträge: 609
CleanerWolf ist offline
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Mal wieder typisch, dass der "passionierte Jäger" totalen Bullshit erzählt. Niemand will Wölfe "wieder ansiedeln". Mit solchen Falschinformationen wird die Akzeptanz des Wolfes nicht gerade verbessert.
Ansonsten kann man nur hoffen, dass es tatsächlich ein Hund und kein Wolf war.


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Dr. Erich Klinghammer

16.12.2003, 21:58
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ShaTanka
Omega-Wolf




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Ok Ok, ich geb es ja zu, ich war's. Mir war gerade langweilig und ich hatte etwas Kohldampf. Da sah ich plötzlich diese kleinen Schafe als ich meines Weges ging und dachte mir:"Warum nicht?". Also schlich ich mich klammheimlich über die Absperrung und schnappte mir so'n weisses Teil, schleifte es etwas durch die Gegend und kaute darauf rum. So ein Werwolf wie ich hat ja auch Kohldampf. Leider konnte ich das Schaf nur anfressen, da mir der strenge Blick meiner Diätassistentin in den Sinn kam. Aber, was sollte ich machen, hatte ja schließlich Hunger.

Tut mir leid, das ein Schaf kaputt gegangen ist, aber ich bin halt ein großer und kräftiger Werwolf. Man siehe auf mein Avatar.


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Zeit zu gehen...

Dieser Beitrag wurde von ShaTanka am 13.12.2003, 01:19 Uhr editiert.

13.12.2003, 01:13
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Sesshoumaru
sama




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Wolfsangriff oder HundeattackeAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Wolfsangriff oder Hundeattacke?

Schaf am Rande von Bärwalde gerissen - Experten sind sich uneins
Von Werner Müller

Verunsicherung macht sich seit Mittwoch in Bärwalde breit. Da hatte Heinz Mickel eines seiner Schafe auf der Weide nur 100 Meter vom Ort entfernt tot aufgefunden. Das Tier war gerissen worden. Und da Bärwalde zum Gebiet um Nochten, wo zwei Rudel Wölfe beheimatet sind, gehört, kam der Verdacht auf, dass das Schaf womöglich einem Wolf zum Opfer gefallen ist.

Experten sprechen von einem Hund

Am Donnerstag waren mit Gesa Kluth und Ilka Reinhard vom „Wildbiologischen Büro Lupus“ in Neustadt/Spree zwei Wolfsexpertinnen vor Ort. Nachdem sie das getötete Tier in Augenschein genommen hatten, meinten sie. „Das war kein Wolf, sondern ein Hund.“ Die Biss- und Reißspuren weisen auf typische Bissverletzungen von Hunden hin. Ungewöhnlich sei zudem, dass vom Tier sehr wenig gefressen wurde. „Genau das ist vollkommen untypisch für den Wolf, der jagt, um zu fressen.“ Zu 100 Prozent ausschließen, dass ein Wolf den Tod des Schafes herbeigeführt hat, so sagte Gesa Knut, könne sie aber nicht.

Jochen Bachmann aus Bärwalde, selbst passionierter Jäger, geht davon aus, dass ein Wolf das Schaf getötet hat. Jagdvorsteher Bernd Fromm erklärte, dass er vorsorgliche alle Schaf- und Ziegenbesitzer über den Vorfall informiert habe. „Ich habe nichts gegen den Wolf, der hier angesiedelt werden soll. Ich habe aber etwas dagegen, den Menschen und seine Umwelt nicht zu schützen. Denn dieses Mal ist es ja so, dass der Wolf nicht auf freier Ebene bei Schafherden gewildert hat. Nein, die Wölfe kamen in unmittelbare Nähe unserer Ortschaft und haben ein Schaf gerissen.“

Ein Fall für die Pathologie

Der Sollschwitzer Ex-Kreistierarzt Dr. Peter Bresan mochte sich nicht festlegen: Zwar spreche die Tatsache, dass Herz und Lunge aus dem Schafskadaver fehlen und auch eine Keule angefressen ist, zu 90 Prozent dafür, dass hier tatsächlich ein Wolf am Werke war. „Ein Hund hätte das Schaf nur gerissen, aber nicht gefressen.“ Dennoch müsse man sehr vorsichtig mit solchen Einschätzungen sein. Absolute Klarheit könne nur eine Untersuchung des toten Schafes in der Dresdner Pathologie bringen.

Quelle: sz-online


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

12.12.2003, 22:51
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