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Appaloosa
Löwe




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: L.E. / Germany
Sachen (DE)
Beiträge: 220
Appaloosa ist offline
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Auch wenn es für mich als Tierliebhaber schwer fällt. Ich schließe mich der Meinung von PetraB, Kidogo, Shilok, nettwork 100%ig an....


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MfG Appaloosa

12.12.2003, 18:10
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Kidogo Gepard
acinonyx jubatus




Dabei seit: Februar 2002
Herkunft: Serengeti, hinten links

Beiträge: 518
Kidogo Gepard ist offline
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mrau,

"erhaltung des individuums" um jeden preis?
ich sehe das hier ähnlich wie PetraB., denn welche alternativen ergäben sich denn für das fortbestehen der tiere?
hätte man sie nach holland geben sollen, damit sie erst dort unter auschluss der öffentlichkeit und ohne lästiges journalistengedränge getötet werden?
ein zoo, wäre natürlich auch eine variante, denn immerhin hätte man hier die möglichkeit des überlebens in einem rahmen von 'naja, die katze wird es schon aushalten' bis hin zu 'wäre sie bessser gleich gestorben' - wohl immer die frage des zoos. ein wahrscheinlicheres problem würde sein, dass man sich die 'unbrauchbaren' tiere ihr ganzes leben gegenseitig zuschiebt, wann immer man zuchttaugliche tiere bekommt und man die gehege leer bekommen muss. vielleicht wären sie mal besser gleich gestorben, anstatt alle 6 monate ihre bezugsperson (sofern vorhanden) zu verlieren, ihr vertrauen an die umgebung,...
na notfalls bekommt sie ein zirkus und machen männchen... "Sie, Katze, wären mal besser gleich gestorben!"

eine entwürdigung des individuums ist das hier - welch ironie, katze...

Dieser Beitrag wurde von Kidogo Gepard am 12.12.2003, 13:46 Uhr editiert.

12.12.2003, 13:33
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PetraB.
Alpha-Wolf




Dabei seit: Februar 2002
Herkunft: NRW

Beiträge: 1301
PetraB. ist offline
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Da wir ja hier einen ganz konkreten Fall vor uns haben und kein abstraktes Gedankenmodell, fände ich es besser, wenn die Diskussion sich auch weiterhin um die Ereignisse in Halle, das Für und Wider der Entscheidung der Zooverantwortlichen, um Zoos und ''unerwünschten'' Nachwuchs drehen würde.

Ich denke, Shilok hat zu der Sache sehr realitätsnah Stellung genommen und selbst wenn einem beim Anblick, ja sogar beim blossen Gedanken an 4 hilflose Fellbündel das Herz zugeschnürt wird, sollte man das ''Später'' nicht aus den Augen verlieren.

Wir haben doch hier im Forum nur allzu deutlich miterleben ''dürfen'', dass man bereit war, 6 sibirische Tiger, die, wegen ihres züchterischen ''Unwerts'', kein Zoo haben wollte, zu töten und dass diese Tiere nur durch eine private Initiative mit dem Leben davonkamen. Aber die wenigen Auffangstationen für grosse Katzen sollten nach meiner Meinung nicht regelmässig dafür herhalten müssen, ''ungewollten'' Zoonachwuchs aufzunehmen. Zu diesem Zweck wurden sie nicht errichtet.

Ich bin ohnehin der Meinung, dass viele Zoos allein wegen des zu erwartenden Besucherandrangs völlig gewissenlos für Raubkatzen-Nachwuchs sorgen und aus diesem Grund ist der Handlungsweise der Zooverantwortlichen in Halle ein gewisser Respekt entgegenzubringen, denn sie haben weitsichtig gehandelt, auch wenn das grausam klingt.

Leben erhalten - um jeden Preis? Ich denke daran, was diesen 4 Kleinen alles erspart geblieben ist.


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... and yesss ... my rage ...
© Alpha P.

12.12.2003, 13:08
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Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Deutschland
Bayern (DE)
Beiträge: 2462
Sesshoumaru ist offline
Schutz um jeden Preis?Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Die Frage um die es eigentlich geht ist der Schutz des einzelnen unter dem Schutz des Ganzen. Es reduziert sich auf die Frage ob die Belange vieler schwerer wiegen als die Belange weniger oder eines einzelnen.

Und in dieser Frage bin ich ganz auf der Seite von Wizard. Es gibt andere Optionen die man allzu leichtfertig mit einem Aufwandsargument abtun kann. Und ich weis auch warum Wizard genau so denkt wie er es tut, und ich kann es absolut nachvollziehen.

Auf der einen Seite wollen alle "Experten" immer alles möglichst naturgetreu ablaufen lassen. Auf der anderen Seite werden ganze Ökosysteme wegen "Eigenbedarf" vernichtet. Die Regeln der Menschen gelten nur für die Menschen. Tiere sind vogelfrei nach eigenem Gutdünken.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

11.12.2003, 23:10
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PetraB.
Alpha-Wolf




Dabei seit: Februar 2002
Herkunft: NRW

Beiträge: 1301
PetraB. ist offline
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Ich möchte einen weiteren Aspekt in die Diskussion einbringen. Und zwar den der Jungtiertötungen in Zoos. Wären die Jungen nun in die Obhut des Menschen genommen und aufgezogen worden, was wäre mit ihnen geschehen, wenn kein anderer Zoo sie hätte haben wollen, nachdem sie den Kinderschuhen entwachsen wären?

Na was? Entweder wären sie getötet, oder womöglich an einen Zirkus verschachert worden. Tolle Aussichten! Da war es wirklich besser, dass sie gestorben sind, noch ehe sie ''richtig'' gelebt haben. Meine Meinung.


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... and yesss ... my rage ...
© Alpha P.

11.12.2003, 23:01
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Wizard
Doppel-As




Dabei seit: August 2003
Herkunft: nimmerland
Baden-Württemberg (DE)
Beiträge: 132
Wizard ist offline
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nun, ich würde es nicht unbedingt als chance zu lernen bezeichnen.
worin liegt der nutzen für die tiere??? ein kurzer moment der erkenntnis - aha, ich hab mich nicht genug um meine jungen gekümmert, jetzt sind sie tot???
das kann es doch nicht sein!
den selben effekt hast du auch, wenn du als aufmerksamer betrachter den zustand erkennst und die jungtiere von den eltern trennst. (aha, ich hab mich nicht genug um meine jungen gekümmert, jetzt sind sie weg).
ein kleiner unterschied in der handhabung des problems, mit der selben wirkung auf die adulten tiere, aber mit einem gravierenden , ja lebensrettenden unterschied für die jungtiere.
es geht auch nicht darum ob und wie handaufzuchten manchmal für irgendwelche streichelfotos herangezogen werden, das ist ein ganz anderes thema.
mir als überzeugtem optimisten will es einfach nicht in den kopf, dass solches leben anscheinend nicht lebenswert sein soll.
irgendwie werde ich das gefühl nicht los, dass bei der geschichte zu wenig über mögliche alternativen nachgedacht wurde.
und nochmal:
jeder hat ein recht auf leben.

@shilok,
die natürlichen regulationsmechanismen wurden am eingang zum zoo ausser kraft gesetzt


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puisque toutes les creatures sont au fond des freres,
il faut traiter vos betes commes vous traitez vos amis

11.12.2003, 22:44
Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Wizard senden Homepage von Wizard Schicke Wizard eine ICQ-Nachricht AIM Screenname: will ich net YIM Screenname: werd ich net MSN Passport: brauch ich net  
Shilok
Tigerin




Dabei seit: Juni 2002
Herkunft: Amur- und Ussurigebiet
Nordrhein-Westfalen (DE)
Beiträge: 311
Shilok ist offline
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Also ich kann Nettwork nur zustimmen: Wenn diese Jungtiere von Menschen "gerettet" und aufgezogen worden wären, dann hätten sie nicht den augenscheinlich noch zu jungen Löweneltern (wie in der Natur auch) als Chance zum Lernen gedient. Natürlich erscheint es brutal, wenn der Mensch von außen nicht eingreift und die jungen Löwen ihren Eltern überlassen werden.
Allerdings spricht das in einer Weise für den Zoo, denn andere Zoos, die nur auf Profit aus sind, hätten die Jungen per Hand aufgezogen und "am besten" noch die kleinen, menschengewöhnten Löwenkinder den Besuchern zum Streicheln präsentiert. Dieser Zoo hat sogar auf den Besucher-Rummel verzichtet, den üblicherweise Babys (insbesondere Raubkatzenbabys) im Zoo verursachen.

Was die Käufer angeht, die keine schwachen Löwen kaufen wollen, so handelt es sich hoffentlich um andere Zoos, die den Tieren "vernünftige" Bedingungen bieten können und nicht um irgendwelche Tierhändler (die würden vermutlich auch schwächere Individuen nehmen). Wenn der Zoo diese Löwen am leben gehalten hätte und diese Löwen dann nicht so kräftig und "fit" wären, dann würde der Zoo vielleicht in Ermangelung vernünftiger Käufer auf den Löwen sitzen bleiben und wie dann die Zukunft der Tiere aussieht ist wahrlich fraglich (Tötung, skrupellose Tierhändeler ?).

Zitat:
Wizard: ... es geht mir dabei nicht um die erhaltung der art, sondern vielmehr um die erhaltung des individuums ...

Was die Erhaltung des Lebens eines Individuums angeht so denke ich, dass allein der Mensch diese Ansicht besitzt und auch die nötige - zwar manchmal nicht vorhandene - "Intelligenz" und die Möglichkeit, "schwächere" Individuen zu unterstützen, so dass sie überleben und Nachkommen zeugen können. Tiere handeln in der Regel nur um ihre Art zu erhalten und ihre Gene weiterzugeben.
Wenn der Mensch dann aus Mitleid mit dem schwächeren Tier eingreift, kann ich das zwar sehr gut verstehen und nachvollziehen, ist aber im Prinzip nicht natürlich.

Ich kann auch sehr gut die Ansicht verstehen, dass man die Jungen als Individuen hätte schützen und deren Leben retten wollen.
Es ist die Frage, ob wir in einem Zoo, in dem die Tiere nun mal nur in menschlicher Obhut leben in solchen Situationen eingreifen sollen oder ob wir so weit wie möglich versuchen sollen, die natürlichen Regulationsmechanismen auch im unnatürlichen Zoo wirken zu lassen (wie in diesem Fall).


__________________
"A-o-ung"

Dieser Beitrag wurde von Shilok am 11.12.2003, 20:19 Uhr editiert.

11.12.2003, 20:16
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Wizard
Doppel-As




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Herkunft: nimmerland
Baden-Württemberg (DE)
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Wizard ist offline
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@ nettwork:
es geht mir dabei nicht um die erhaltung der art, sondern vielmehr um die erhaltung des individuums.
jeder hat ein recht auf leben.
sicherlich hast du vom "technischen" aspekt des artenschutzes her recht, aber das recht auf leben spreche ich keinem individuum ab, egal ob mensch oder tier.
mir kommen dabei schon schlagworte wie "vernichtung lebensunwerten lebens" , "euthanasie", etc. in den sinn.
ich weiss, das ist jetzt weit hergeholt, vielleicht auch etwas übertrieben, aber.....:
wie würdest du denken, wenn es in diesem fall um menschen gehen würde?
ginge es um dein kind, so würdest du bestimmt alles daran setzen dieses leben zu erhalten, auch wenn es für die arterhaltung des menschen relativ unwichtig wäre.


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11.12.2003, 18:05
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nettwork
Panthera leo




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nettwork ist offline
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@wizard
Du zitierst 2 Absätze, die man meiner Meinung nach ruhig so stehen lassen kann.

Im Artenschutz spielt das Individuum keine Rolle. Wenn man künstlich die Überlebenschance steigert, dann kann sich das in der Zuchtlinie auswirken. Man kann die Angola-Löwen nicht erhalten, in dem man unfähigen Tieren den Nachwuchs groß zieht. Die Jungen werden in diesen Bereichen immer Defizite haben und ebenfalls schlechte Eltern sein.
Es kann sich natürlich ein Tierschützer darum annehmen und die Löwen retten. Damit wäre aber der Art an sich nicht geholfen.

Es klingt brutal, aber die Entscheidung wird nicht aufgrund der süßen Jungen getroffen. Artenschutz steht oft vor dem Problem: Eingreifen oder Zuschauen. Ich hab zuletzt ein tolles Beispiel gehört:

Die Sterblichkeit unter Jungtieren ist in der Natur sehr hoch.
Ein Vogelforscher hat nach der Geburt von Kauzen alle Jungvögel entfernt, sie von Parasiten befreit, gewaschen, getrocknet und nachher wieder in ihre Nester zurückgesetzt. Er wollte damit die Überlebenschance der Kleinen erhöhen, hat sie aber dabei so gestresst, dass viele nach der Prozedur gestorben sind. Heute wirft man ihm vor, ganze Populationen ausgerottet zu haben, dabei glaubte er den Tieren etwas Gutes zu tun!


__________________
Unmöglich ist eine Meinung
und keine Tatsache!
(Adidas Werbung)

11.12.2003, 17:43
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Artami
Junglöwin




Dabei seit: Dezember 2002
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Beiträge: 412
Artami ist offline
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Zitat:
Original von Wizard







meiner meinung nach wurde so den jungen die chance zu leben genommen.
meiner meinung nach hätte der zoo in diesem fall eingreifen müssen.
meiner meinung nach haben nicht nur die "angeblich" starken ein recht auf leben.

hmmmmm, meine meinung eben.......


und meine Meinung ist dies auch!!!!!


__________________
Wenn alle Tiere, die umsonst gelitten haben, im gleichen Moment schreien würden, würde eine unglaubliche Katastrophe die Welt verwüsten, und die wenigen überlebenden Menschen würden taub und im Wahnsinn umherirren.
OSCAR GRAZIOLI

11.12.2003, 16:01
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