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nettwork
Panthera leo




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@Shir Khan
nein, ich hab eigentlich noch keine feste Meinung dazu und finde die Studie wirklich interessant. Allerdings kann ich mich des Verdachts nicht erwehren, dass in der Studie systematische Fehler gemacht wurden. Wenn ich zB. 10 Tiere in einem Labor über 3 Jahre halte, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass äußere Einflüsse, die niemand berücksichtigt, den gemessenen Parameter beeinflussen.

Auerhühner haben einen Populationszyklus, der sich folgendermaßen abspielt: 1 Jahr gibt es genug Futter, es kommen viele, gut genährte, zufriedene Junge zur Welt. Diese fressen natürlich viel und für das nächste Jahr steht weniger Nahrung zur Verfügung. Die unter Nahrungsmangel leidenden Nachkommen sind wesentlich aggressiver. So beeinflusst eine Ressource das Sozialverhalten dieser Tiere.

Vielleicht spielte sich auch während der Versuche mit den Rhesusaffen einiges ab, das sich auf das Verhalten auswirkte, von den Forschern aber nicht gewollt war.


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Unmöglich ist eine Meinung
und keine Tatsache!
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09.12.2003, 18:10
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TamedTigress
Amurtigerin




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Zitat:
Original von Cattiebrie
der DNS ausmachen, denn warum sollte denn jemand eine Neigung zu etwas haben, was er bis dahin nicht kannte?


Also wo wir von Neigungen sprechen, da glaube ich fest daran dass ein Mensch mehrere Leben hat.

Kennt Ihr das - Ihr seid irgendwo zum ersten Mal habt aber das Gefuehl Ihr seid schon mal da gewesen?

Oder man versteht sich direkt gut mit einer Person die man das erste Mal trifft - nicht nur dass man sie mag sondern dass man sie wirklich *versteht*?

Oder bestimmte Aengste die oberflaechlich gesehen absolut unbegruendet sind - koennen die nicht aus Erfahrungen in einem frueheren Leben her kommen?

Vielleicht ist dies ja auch bei Charakterzuegen der Fall, ich weiss es nicht.

Wenn ich meine eigenen Neigungen und Aengste zusammen nehme dann habe ich eine bestimmte Idee wie und wo ich frueher einmal gelebt habe und gestorben bin. Es sind einfach Neigungen die ich mir ansonsten nicht erklaeren kann.

TamedTigress

09.12.2003, 17:52
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Cattiebrie
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Muss dir da beisteuern Tamed Tigress. Denn solche "geistigen" Probleme kann man sehr schön erkennen, bei verwandten Personen.

Aber um auf Shir Khans Posting einzugehen. Sicherlich ist es eine schwerwiegende Frage ob "Neigungen" vererbbar sind, doch denk ich mir, dass Neigungen auch einen gewissen Teil der DNS ausmachen, denn warum sollte denn jemand eine Neigung zu etwas haben, was er bis dahin nicht kannte?

Neigungen entwickeln sich doch meines Wissens, aus der Aufziehung, Ernährung, Umfeld usw. Natürlich auch zu einem gewissen Teil von einem selbst, aber warum sollte jemand eine Neigung zu etwas entwickeln wenn er wie gesagt noch nie etwas davon gehört hat? Zu fast jeder Neigung eines Menschen gibt es bestimmte Linien zu umliegenden Personen oder Begebenheiten.

In der heutigen Zeit darf (jetzt nur auf den Menschen bezogen) man das Fernsehen nicht unterschätzen. Denn das prägt mittlerweile viele junge Menschen. Vorallem was ihre Neigungen in Sachen Musik, Klamotten oder Umgangsformen zeigt.

@Shir Khan
Ich glaub eigentlich sehr wohl, dass im Mutterleib bestimmte Neigungen wahrgenommen werden können. Wenn wir nur das Beispiel "leicht aggressiv" hernehmen.
Sobald jemand aggressiv ist oder sogar brutal, dann werden dabei bestimmte Stoffe im Körper freigegeben. (das einzige was mir da jetzt definitiv einfällt ist Adrenalin) Das junge Wesen bekommt genauso diese Stoffe ab, wie der Rest des Körpers. Umso öfter es diese Stoffe abbekommt, umso mehr wird es wohl im späteren Leben diese Stoffe selbst freigeben und die vielleicht sogar brauchen.
Wäre eine Antwort auf den sogenannten "Adrenalin Junkie" *g*

Als Begründung des Ganzen fällt mir nur eine Studie ein, welche ich letzens im TV gesehen hab. Der Geschmack wird bereits im Mutterleib geprägt. Sie haben es bei insgesamt 10 Müttern getestet. 5 dieser Mütter aßen während der Schwangerschaft recht viel Karotten, die anderen 5 stattdessen Wasser.
Nach der Geburt aßen die 5 Kinder, mit den "Karottenmüttern" gern einen Karottenbrei. Die anderen 5 hingegen verweigerten jegliches Nahrungsmittel mit Karotten.

Somit zeigt sich doch auch, dass wahrscheinlich auch Verhaltensmuster sich bereits im Mutterleib bilden können.


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Nur wer mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht die wahren Wunder der Natur.

© Manuela aka Cattiebrie

wegen anscheinender Missbilligung geändert

09.12.2003, 16:28
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TamedTigress
Amurtigerin




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Also ich kann mir schon gut vorstellen dass gewisse Dinge in der Genetik vorbestimmt sind.

Gewisse Charakterzuege gelten zum Beispiel, wenn sie sehr stark ausgepraegt sind, als Krankheiten.

Jemand kann schnell ausrasten oder er wird staendig wuetend - dann ist er ein Choleriker.

Jemand ist melancholisch und wenn er staendig melancholisch ist dann leidet er an Depressionen, usw.

Es gibt viele Krankheiten sie sich in abgschwaechter Form in einigen Leuten finden - dann gelten sie als Charakterzuege.

Und psychologische Krankheiten sind zu einem gewissen Grad vererbbar.

Wenn meine Mutter also depressiv war und ich bin zwar nicht depressiv aber ein sehr negativer und nachdenklicher Mensch dann hab ich das doch wahrscheinlich geerbt. Oder?

TamedTigress

09.12.2003, 14:31
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Sesshoumaru
sama




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Ja - ich gestehe hier ein, daß zu wenig über dem Rahmen des Versuches bekannt ist. Der schwerste Teil der Forschung ist es bestimmt nicht irgendwelche Theorien aufzustellen. Es ist viel schwerer einen Versuch aufzubauen aus dem man zweifelsohne direkte Schlüsse auf das eigentliche Ziel machen kann.

Die Vererbung von Persönlichkeit ist dabei ein heikles Thema. Nicht einmal wegen der biologischen Bedeutung eines genetischen Gedächtnisses, sondern vielmehr wegen gesellschafts-politischen Aspekten. Wird der Sohn eines Pedofilen den auch solche Neigungen erben?? Sicher kann man das so nicht unterschreiben. Persönlichkeit ist etwas was zu stark von Erziehung (also der Umgebung) geprägt wird. Die Frage ging aber auf Neigungen ab!!! Hier ist es schon schwerer. Was ist eine Neigung??? Eigentlich ein nicht willentlich (hat nichts mit nicht wollen zu tun) erklärbarer "Drang" etwas zu tun. Das ich mich in den Begriff Drang flüchten muss zeigt schon, daß es nicht ganz so trivial sein kann.

Aus diesem Grund halte ich es für mehr als Wahrscheinlich, daß teilaspekte die uns mehr unterbewust prägen durchaus genetisch vererbar sein könnten. In der DNA steckt mehr als wir heute wissen. Ganze Sequenzen die von uns als Überflüssiger Datenmüll angesehen werden könnte Geheimnisse bergen die wir nur nicht erkennen können - noch nicht!

@network: Ich kann es mir schwer vorstellen das ein Kind im Mutterleib Verhaltensweisen der Mutter erlernen kann. Das ist meine Ansicht die nichts bedeuten muss, aber ich kann mich des Anscheins nicht erwehren, daß Du der Meinung bist das eine solche Vererbung nicht möglich/wahrscheinlich ist. Oder?


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
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09.12.2003, 13:24
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Diese Studie ist sicher sehr interessant.
Ich halte allerdings den Umfang von 10 Individuen für zu gering, um wirklich Schlüsse ziehen zu können. Zu beachten ist da noch die Versuchsumgebung, Fütterung usw. Darüber steht in dem Artikel leider nichts.
Wer sagt, dass nicht gewisse Verhaltensweisen der Mutter schon im Mutterleib von den Jungen wahrgenommen werden?


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09.12.2003, 09:54
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Sesshoumaru
sama




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Ich denke, daß diese Erkenntnisse noch höchst spekulativ sind, aber ihr Inhalt ist desto bemerkenswerter. Zahlreiche Aspekte werfen neues Licht auf bisher unbedachte Dinge. Vor allem in wie Weit auch Neigungen dann vererbbar sind.

Zitat:
Affen: "Persönlichkeit" überwiegend vererbt

Ob man sich seinen Platz in der Gesellschaft durch Beißen oder Kuscheln sichert, scheint zumindest bei Rhesusaffen eher eine Frage der Vererbung denn der Erziehung zu sein.

(jkm) - Zumindest lassen die Versuche eines amerikanischen Primatenforschers dies vermuten. Von fremden Weibchen großgezogene Tiere ähnelten in ihrem Verhalten kaum ihren Ziehmüttern, sehr stark dagegen ihren biologischen Müttern.

Dario Maestripieri von der University of Chicago verfolgte den Werdegang von zehn weiblichen Rhesusaffen (Macaca mulatta), die er unmittelbar nach der Geburt in die Hände von Ziehmüttern gegeben hatte. Bislang sei man davon ausgegangen, dass das Lernen vom Muttertier in der weiblich geprägten Affengesellschaft eine wichtige Rolle spiele, so der Forscher. "Die Ergebnisse haben mich überrascht."

Drei Jahre lang beobachtete Maestripieri, wie sich die Tiere entwickelten und welche Verhaltensweisen sie zeigten. Beispielsweise notierte er, wie häufig sie Artgenossen drohten, sie schlugen, bissen oder aber friedlichen Körperkontakt mit ihnen suchten. Wie der Forscher im Fachblatt "Developmental Psychobiology" berichtet, ähnelte das Verhalten der Sprösslinge nur dem ihrer leiblichen Mütter. Beispielsweise legten Tiere mit eher aggressiven Müttern ebenfalls häufig ein ruppiges Verhalten an den Tag - selbst dann, wenn ihre Ziehmütter auf Harmonie aus waren.

"Die Vererbung hat einen verblüffend bedeutsamen Effekt auf die Grundlagen des Verhaltens junger Rhesusaffen", kommentiert Joan Silk von der University of California, Los Angeles. "Diese Resultate haben wichtige Konsequenzen für unser Wissen darüber, wie die Evolution Verhalten und Temperament von Primaten und Menschen formt." Möglicherweise seien erbliche Verhaltenszüge durch die natürliche Selektion geprägt und stellten eine Anpassung an unterschiedliche "sozio-ökologische Nischen" in der Affengesellschaft dar, vermutet Maestripieri.

Quelle: Vistaverde


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
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