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nettwork
Panthera leo




Dabei seit: Januar 2002
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Salzburg (A)
Beiträge: 702
nettwork ist offline
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Bei uns wurde vor Jahren schon einmal etwas Ähnliches ausprobiert.
Eine Art PU-Schaum mit Abwehrstoff wurde damals ebenfalls auf Holzpflöcke entlang der Bundesstrasse aufgebracht. Ich sehe das aber jetzt nicht mehr und habe auch keine Erfolgsmeldungen davon gehört. Ich fürchte, das Projekt ist wohl gescheitert.

Wenn der Lebensraum auf der gegenüberliegenden Strassenseite für das Wild attraktiv genug (Nahrung, Schlafplatz, etc.) ist, wird es wenig Wege geben, es nachhaltig am überqueren der Strasse zu hindern!


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Unmöglich ist eine Meinung
und keine Tatsache!
(Adidas Werbung)

04.12.2003, 11:09
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Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
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Sesshoumaru ist offline
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Ich kann Petra was den Inhalt der Sache angeht nur voll zustimmen. Was die Umsetzung angeht scheinen Schweißsäulen zur Zeit das einzig machbare. Es gibt regelrecht Volksgruppen die auf die Barrikaden gehen, wenn man für etliche Millionen eine Wildtierunterführung baut, wo es doch soviel Armut und Arbeitslose gibt.

Da soll man mal diesen Leuten ein vernünftiges Gegenargument bringen das nicht mit "der Mensch hat Vorrang" abgetan werden würde. Wobei ich auch sagen muß, daß bei diesen Schweißsäulen sich wohl sehr schnell ein Gewöhnungseffekt einstellen wird. Aber man weis ja nie.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

04.12.2003, 00:44
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PetraB.
Alpha-Wolf




Dabei seit: Februar 2002
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Beiträge: 1301
PetraB. ist offline
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Hm,

ich weiss nicht so recht. Ob dieses System auf lange Sicht und über längere Distanzen wirkungsvoll ist?! Hier gibt es eine Autobahn, die offensichtlich auf einer Länge von etlichen Kilometern Wildreviere durchschneidet. Es sind auf beiden Seiten der Autobahn Wildschutzzäune errichtet worden, und ich habe davon gehört, dass Unterführungen speziell für das Wild gebaut wurden, damit es gefahrlos von einer Seite des Reviers zur anderen wechseln kann.

Das Ganze ist sicher teurer als die Sache mit den Stinksäulen, aber ich halte es für den besseren, sichereren Weg.


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... and yesss ... my rage ...
© Alpha P.

03.12.2003, 23:06
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Thealon
Tripel-As




Dabei seit: April 2003
Herkunft: Wo immer meine Phantasie mich hinführt

Beiträge: 179
Thealon ist offline
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Nun, ich wage tatsächlich gewisse Erfolgschancen zu sehen, Wildtiere wirksam von Asphaltpfaden fernzuhalten, jedoch überqueren Tiere Straßen nicht umsonst. Eine derartige Verstümmelung des Reviers könnte den Tieren nicht absolut genehm sein, wesewegen sie vielleich allem Gestank zum Troztze dennoch früher oder später eine Straße überqueren müssen.
Aber erst einmal sehen, wei sich's denn macht.

Thealon


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Grüße an die Zukunft.

03.12.2003, 15:52
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Cattiebrie
Felis Concolor




Dabei seit: November 2003
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Wien (A)
Beiträge: 160
Cattiebrie ist offline
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*naserümpf* das muss doch miefen...

Spaß beiseite.. ich glaub die Erfindung an sich selbst ist nicht einmal so schlecht und ich hoffe es für die Tiere und die Autofahrer, dass dies auch wirklich funktioniert, ohne dabei den Tieren zu schaden. Was in diesem Fall wohl nicht zu sein scheint.

Doch muss ich der Aussage im Text, dass über so eine lange Strecke wohl kaum alle Tiere wirklich abgehalten werden können vom Überqueren. Andererseits besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Unfallbilanz zurück geht und somit ist schonmal beiden Seiten geholfen.


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Nur wer mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht die wahren Wunder der Natur.

© Manuela aka Cattiebrie

wegen anscheinender Missbilligung geändert

02.12.2003, 23:06
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Sesshoumaru
sama




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Sesshoumaru ist offline
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Das stinkt sogar den Schweinen

Schweißsäulen an Straßen sollen Wildunfälle vermeiden helfen / Pilotprojekt in der Prignitz
Jürgen Schwenkenbecher

PRITZWALK. Manchmal kann eine kleine Idee helfen, ein großes Problem zu lösen. Das Problem zum Beispiel, wie Tieren beizubringen ist, nicht einfach Straßen zu überqueren und dabei sich und Autofahrer in tödliche Gefahr zu bringen. Fast 15 000 Unfälle mit Wild registrierte die Brandenburger Polizei im vorigen Jahr - eine gewaltige Zahl mit oft schlimmen Folgen. Rudolf Scholz, ein Waldexperte aus der Prignitz, glaubt, dass die meisten der Karambolagen hätten vermieden werden können, wenn sich seine kleine Erfindung nur schon durchgesetzt hätte.
Ungeteilt ist die Euphorie indes noch nicht. "Wir sind für jede Idee dankbar", sagt Jens-Uwe Schade vom Agrarministerium in Potsdam. Ein Allheilmittel sieht er in der Erfindung nicht.

Die Erfindung, die zunächst in der Prignitz Einzug halten soll, besteht im Grunde aus einem längeren Plastikrohr. An einem Ende ist ein Behältnis aufgeschraubt. In das Gefäß stopft Scholz Haare, auf die er eine penetrant nach Menschenschweiß riechende, künstlich hergestellte Flüssigkeit tröpfeln kann. Im 50-Meter-Abstand aufgestellt, sollen die Stinksäulen große und kleine Wildtiere sicher von den Straßen fern halten. "Für die Tiere riechen wir Menschen um ein Vielfaches unangenehmer als umgekehrt", sagt Scholz. "An dem Geruchsstoff kommt kein Tier vorbei." Zwei bis drei Monate soll eine Füllung von der Größe eines doppelten Schnapsglases reichen.

Wachsender Umsatz

Ehrlicherweise ist zu sagen, dass das wundersame Mittelchen, das Scholz zum Einsatz bringt, schon seit langer Zeit im Angebot eines kleinen Unternehmens aus Baden-Württemberg ist. "Wir liefern in alle Bundesländer. Unsere Umsätze steigen seit Jahren", sagt Firmenchef Hubert Kieferle. Üblicherweise werden Wattebäusche damit angefeuchtet, die dann aus Filmdosen oder Büchsen heraus ihre Wirkung entfalten. Doch Scholz, Chef der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Regionalverband Prignitz, kann diesen Methoden, den Gestank zu verbreiten, nichts Gutes abgewinnen. "Da bleibt zu Vieles dem Zufall überlassen. Tiere lassen sich so über weite Strecken nicht von den Straßen fern halten."

Wie notwendig das aber ist, merkte Scholz, als er 1992 ein Jagdgebiet um Pritzwalk pachtete. 14 Rehe wurden gleich im ersten Jahr auf den Straßen, die durch sein 650-Hektar-Areal führen, überfahren. "Das waren mehr, als ich schießen durfte." Damals fing er an zu tüfteln. Er probierte Reflektoren und Folienstreifen aus und rüstete im Auftrag der SDW fast die ganze Prignitz damit aus. Großer Nachteil - die Strahler funktionieren nur nachts. Auch andere Hilfsmittel brachten nicht den erhofften Erfolg. Spezielle Duftschäume, sagt Scholz, riechen erst bei mehr als zehn Grad, akustische Signalgeräte seien teuer und unzuverlässig.

Erfahrungen mit Geruchsmitteln wurden international schon gesammelt. "Bei uns schützen Winzer damit im Frühjahr das frische Grün an den Weinreben vor Wildfraß", sagt Horst Leithner vom Wiener Forschungsinstitut für Wildtierkunde. Hier zu Lande setzen Landwirte übel riechende Stoffe zum Schutz ihrer Felder ein. Auch Grundstücksbesitzer, deren Gärten das Ziel von Wildschweinen sind, nutzen die Abwehrsubstanz schon vereinzelt.

Seit zwei Jahren experimentiert Scholz mit dem Schweißkonzentrat. Er sagt, wichtig für die Funktion sei das Trägermaterial - Schwämme und Sägespäne etwa wären völlig ungeeignet - und die Platzierung des Verdunsters. "Aus zwei Metern Höhe breitet sich die Dunstwolke optimal aus." Versuche an Feldrändern zeigten nach seinen Worten, dass sich die Tiere an den Geruch auch bei längerem Gebrauch nicht gewöhnen. Als er die Stinksäulen in das Hirschgehege an seiner Naturschutzstation stellte, wären "die Tiere am liebsten über den Zaun gesprungen", berichtet Scholz. Wichtig war für ihn, dass auch kleinere Tiere wie Igel und Fischotter vor dem Gestank fliehen.

Helfer haben jetzt die ersten 20 Säulen gefertigt. In dieser Woche sollen die "Wildvergrämungsmittel", wie die Säulen offiziell genannt werden, an einem gefährdeten 500-Meter-Abschnitt der B 189 bei Pritzwalk aufgestellt werden. "Wir hoffen, die Zahl der Wildunfälle deutlich senken zu können", sagt Marlies Meier, Dezernentin im Straßenbauamt Kyritz. Insgesamt will Scholz zunächst 150 Stück für das Pilotprojekt fertigen lassen. Den derzeitigen Einzelpreis von 20 Euro hofft er durch Verbesserungen noch halbieren zu können. "Alle Materialien kommen aus dem Baumarkt", sagt Scholz. Die Schutzgemeinschaft sucht nun ein Unternehmen für die Serienproduktion. Zwölf Interessenten allein aus Brandenburg haben sich schon gemeldet. "Die riesige Nachfrage darf aber künftig nicht den Preis nach oben treiben", sagt Scholz.

Denn dass er mit seiner kleinen Erfindung in eine Marktlücke gestoßen ist, bemerkte er schnell. "Selbst aus dem Ausland kommen inzwischen Nachfragen", sagt Scholz. Er ist sicher, eine große Erfindung gemacht zu haben.

Quelle: BerlinOnline


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

02.12.2003, 22:27
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