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Tapion
Jungwolf



Dabei seit: Oktober 2003
Herkunft: Aus dem Tal der Wunder
Hessen (DE)
Beiträge: 65
Tapion ist offline
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als ich mir den bericht durchlas habe ich mir gedanken darüber gemacht ob ich vielleicht dieses thema studieren sollte, weil es mein interesse weckte.
aber petra, bitte meine jetzt nicht ich würde es als hobby ansehen.. so etwas ist grausam, ich kann mir richtig vorstellen wie zu große, zu kleine oder leute die ähnliche ausartungen haben von der bevölkerung an den rand gedrängt, ausgelacht u.s.w. werden.
nein, mein interesse liegt darin dann diesen menschen zu helfen, noch mehr über solche genetischen veränderungen herauszufinden und sie zu verhindern zu wissen. aber bis es so weit ist müssen noch so einige jahre ins land ziehen.


- Tapion die Freundin des Windes -


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Gekommen, um alles informative in sich aufzusaugen und ein Leben lang wie einen Schatz zu hüten.
DasLebenist einKreislauf.Alles fängt einmal wieder vonVornean.

18.11.2003, 18:40
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Marozi
Panthera leo maculatus




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Nicht vielleicht, sondern absolut dahin Petra. Mediziner und Veterinäre beschäftigen sich mit den körperlichen Leiden von Lebewesen, was sie zur Fachrichtung Biologie (Zoologie) zählen läßt.


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"In diesen Bergen gibt es zwei Arten von Löwen. Da ist der simba und da sind die marozi. Diese marozi sind keine Löwen. Da ist der Leopard und da ist der Gepard. Da ist der Löwe und da ist der marozi."

Ali, der Lepardenjäger im Gespräch mit K. G. Dower

12.11.2003, 19:24
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Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
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Sesshoumaru ist offline
  Anziehung und AbscheuAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Dieses Thema hat sowohl einen anziehenden als auch abstoßenden Aspekt. Das eine ist die angesprochene Sensationslust und "Wissensdurst" der Leute. Die Ernüchterung tritt meist dann auf, wenn man mal sowas live gesehen hat. Beispielsweise unterhält das Berliner Chariteé Klinikum ein ganzes Archiv an "Monstrositäten" wie man sie fast niergenswo anders sehen kann - wenn man einen gefestigten Magen hat.

Dort sind Embryos in Formalin bzw. Alkohol konserviert die beispielsweise nur aus 6 Beinen bestehen, Totgeburten die keinen Schädel (offenes Gehirn) hatten oder mit 3 Mündern auf der Welt kamen. Eine besonders ecklige Sache war ein ca. 20cm großer Tumor der einer Frau in den 1950'ern aus den Eierstöcken operiert wurde. Dieser Tumor hatte Haare, Zähne und sogar wild verstrebte Knochenansätze. Man dachte zuerst es wäre ein Embyro. All dies und viel mehr habe ich in einem Bericht vor einiger Zeit im Fernsehen gesehen.

Es ist nicht für jeden Mediziner eine Pflichtvorlesung, aber für sehr viele. Einfach die Augen davor zu verschließen, wie die Kirche lange Zeit, ist mit Sicherheit nicht richtig. Bei rein privatem Interesse wäre ich wahrscheinlich genau wie Petra etwas skeptisch abgesichts der Beweggründe. Jeder soll sein Hobby wählen wie er will, jedoch muss man wohl damit rechnen Nasenrümpfen bei so einem Hobby zu sehen.

Eines sollten wir aber nie vergessen. Die Natur ist nicht perfekt und einen derartig großen Datenträger wie einen DNA Strang korrekt abzuarbeiten nicht einfach. Schreiben wir den kompletten DNA Strang auf DIN-A4 Papier nieder und sehen jede Seite nur 1 Sekunde an, so wäre wir immer noch Jahre mit durchsehen beschäftigt. Eine gewaltige Datenmenge. Es ist ein Wunder nicht mehr Fehlbildungen auftreten zu sehen.

Die Fehler der Natur genügen dem Menschen aber nicht. In der Vergangenheit und auch heute noch wurden vom Menschen gezielt solche Mißbildungen forciert zum Zweck der Forschung. Während man sich heute überwiegend an Tieren austobt, und ihr Lebens als wohl nicht ansatzweise so hoch bewertet wie das eines Menschen, wurden früher auch Menschenversuche durchgeführt. Menschen wurde unnötigen Operationen unterzogen. Es wurde ohne Grund amputiert, verpfanzt und infiziert. Man hat gezielt bei Frauen Störungen in der Gebärmutter durch vergiftetes Essen erzeugt, daß möglichst mißgebildete Kinder auf die Welt kamen. Man wollte untersuchen welche Störung welches Resultat liefert.

Heutige Tierversuche lesen sich eigentlich nicht viel anders. Es werden Hunden, Katzen, Mäusen und anderen Tieren die Augen verätzt oder Nerven durchschnitten um die Nervenheilung zu untersuchen. Es wurde einem Affen sogar der Kopf abgeschnitten und auf einen anderen Körper transplantiert. Viel unaussprechlichere Versuche liegen wohl in den Aktenschränken viele Institute. Wo liegt der Unterschied zwischen solchen Versuchen an Menschen und solchen Versuchen an Tieren?? Wohl derjenige das es ja nur Tiere sind??

Mit genau der selben Rechtfertigung führte man Menschenversuche durch. Es waren ja nur minderwertige Exemplare ohne Bedeutung für die Gesellschaft, nicht wahr? Das gleiche Gedankengut hegen heute noch viele gegenüber Menschen und fast alle hegen es gegenüber Tieren. Ich bin mir also nicht so sicher ob solche Menschenversuche (Tierversuche sowieso nicht ) der Vergangenheit angehören.

Die Teratologie ist eines der Fachgebiete die immer im Auge gehalten werden sollten. Bei aller Wichtigkeit Gründe zu erforschen zu Zwecken der Präventionen heiligt nicht jeder Zweck jedes Mittel.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

12.11.2003, 12:49
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PetraB.
Alpha-Wolf




Dabei seit: Februar 2002
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Beiträge: 1301
PetraB. ist offline
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Das Thema Teratologie gehört ganz sicher zu Studienfächern wie Medizin oder Veterinärmedizin und vielleicht auch in den Bereich Biologie => Zoologie.

Wer sich jedoch privat intensiv dieser Lehre widmet, wer ''Fälle'' sammelt, dokumentiert oder ähnliches, der ist mir sehr suspekt. Ich kann mich des Verdachts nicht erwehren, dass hier eine Art Voyeurismus oder Sensationslust gelebt wird, die mir zutiefst widerstrebt.

Ein solches ''Hobby'' kommt mir ebenso grotesk und abstossend vor, als würde jemand beispielsweise zu Hobbyzwecken die verschiedenen Leidensformen krebskranker Menschen sammeln und dokumentieren oder ein Interesse an Obduktionspraktiken bekunden.

Tut mir echt leid, aber ich finde so etwas schrecklich. Hinter diesen ganzen Bezeichnungen stehen oder standen Individuen. Dahinter stehen Leid, Schmerz, Diskriminierung, Tod.

Fragt sich wirklich, wer hier die ''freaks'' sind: die Betroffenen oder diejenigen, die kein anderes Hobby finden konnten.


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... and yesss ... my rage ...
© Alpha P.

12.11.2003, 11:33
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Marozi
Panthera leo maculatus




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Marozi ist offline
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  Teratologie - Fehlbildungen des KörpersAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Notwendige Vorbemerkung: Im folgenden Artikel werden teilweise Begriffe verwendet die ethisch umstritten sind (beispielsweise \"Zwerge\"). Die folgenden Ausführungen sind jedoch rein wissenschaftlicher Natur und betrachten den Homo Sapiens als das was er tatsächlich ist - eine Spezies innerhalb der Säugetiere. Jegliche ethische Diskussion ist hier also fehl am Platz!


Der menschliche Körper ist eine äußerst komplizierte Struktur. Unsere Nervenbahnen sind kilometerlang, unsere Hand ist eines der vielfältigsten Werkzeuge der Natur, unsere Gene beherbergen den gesamten Code unseres Körpers. Und doch ist manchmal nicht alles so perfekt wie es geplant war...

1858 wurde in Ägypten der Totentempel der Königin Hatschepsut von Auguste Mariette ausgegraben. Darin befindet sich ein Flachrelief, das die Fahrt einer Flotte nach Punt darstellt. Das außergewöhnlichste an diesen Bildern ist die Darstellung der Königin Atti von Punt. Diese Königin hatte zu Lebzeiten offenbar eine verkrümmte Lendenwirbelsäule und wulstartige Fettmassen an Armen und Beinen. Es wird angenommen, dass die Königin Atti von Punt an vererbten Muskelschwund litt. Babylonische Keilschrifttafeln zeigen unterschiedlichste Formen von Doppelbildungen des menschlichen Körpers, während eine kleine Tonfigur aus Colima einen Zwerg mit verkrümmter Brustwirbelsäule darstellt. All das sind nur einige Zeugnisse, dass sich Mutter Natur nicht immer an den Bauplan hält.

Die Teratologie ist die Lehre der angeborenen Fehlbildungen, die bei jedem Lebewesen auftreten können. Ist diese Wissenschaft noch relativ jung, ist ihr Forschungsgebiet wie eben geschildert wahrhaftig uralt. \"Monster, Mißgeburten, Dämonen und Krüppel\" so nannte man die Menschen, die unter einer solchen Fehlbildung litten. Insgesamt lassen sich im groben fünf Kategorien bilden, die wir im folgenden einmal näher betrachten wollen.

Zwerge und Riesen

Im Jahr 1739 wurde der Pole Joseph Borulawski geboren. Als er im Alter von 98 Jahren als bekannter und hochintelligenter Autor starb, war er nur 77,5 Zentimeter groß. Borulawski war ein sogenannter Primordialzwerg. Diese weisen Körperproportionen gleich mit denen eines normalwüchsigen Menschen auf, jedoch sind die genitalen und sekundären Geschlechtsmerkmale meist zurückgeblieben. Sie werden mit normaler Größe geboren, durch eine Unterfunktion der Drüsen jedoch im Wachstum gehindert. Die sogenannten Sekundärzwerge besitzen einen nicht proportionalen Körperbau, der auf Störungen des Knorpel- und Knochenwachstums beruht. Diese Knorpelwachstumsstörung (Chondrodystrophie) führen also dazu, dass der Kopf überproportional groß erscheint und das Gesicht eine \"Sattelnase\" aufweist (auch die silenischen Zwerge, die als Folge von Vitaminmangel an Knochenverbiegungen leiden gehören hierzu). Ein solcher Zwerg, der an Chondrodystrophie litt, war der von Diego Valaquez gemalte Sebastian de Morra vom spanischen Hof, der Prinz Baltasar Carlos diente.

Von Zwergenwuchs (Nanosomie) wird jedoch erst ab einer Körperhöhe von 30 Zentimetern unterhalb des Durchschnitts einer Population gesprochen. Bei Mitteleuropäern also unter 1,45 Meter (Männer) beziehungsweise 1,35 Meter (Frauen).

Das genaue Gegenteil dieser Fehlbildungen ist der Riesenwuchs (Gigantimus). Menschen, deren Körperhöhe 30 Zentimeter über dem Durchschnitt liegen, werden mit diesem Begriff zusammengefaßt. Von mitteleuropäische Riesen spricht man also bei einer Körpergröße von 2,05 Meter (Männer) beziehungsweise 1, 95 Meter (Frauen).

Unterschieden wird zwischen primordialen Riesenwuchs und dem endokrinen Riesenwuchs. Ersterer ist vererbt und unterscheidet sich proportionsmäßig nicht von durchschnittlichen Menschen. Endokriner Riesenwuchs entsteht durch eine Hormonstörung, die häufig durch einen Tumor in der Hirnanhangdrüse ausgelöst wird. Jochbein und Supraorbitalbögen treten bei diesen Riesen stark hervor, das Kinn ist weit nach vorne geschoben und die Hände bzw. Füße sind ebenfalls stark vergrößert. Bekanntes Beispiel für Riesenwuchs ist das vor seiner Zerstörung im 2. Weltkrieg in London ausgestellte Skelett des Iren O'Bryan (als Vergleich ausgestellt zusammen mit der Zwergin Caroline Crachonni). Er starb etwa um die 22 Jahre alt und war dort um die 2, 44 Meter groß war (8 Fuß, 4 Zoll nach englischem Maßstab umgerechnet).

Doppelbildungen

Die sogenannte Doppelbildung (Gemini conjuncti) wird durch eine totale oder partielle Verdoppelung der Körperachse definiert; ist diese symetrisch spricht man von Gemini symmetrici (senkrecht oder waagrecht möglich), ist diese asymetrisch von Gemini asymmetrici (der größere Anteil ist der Autosit und der kleinere der Parasit; keine festgelegte Körperregion). Erstaunlicherweise ebenfalls zu den Doppelbildungen gehören eineiigen Zwillinge, die jedoch nicht miteinander verbunden sind. Alle Doppelbildungen enstehen in den ersten fünfzehn Tagen und sind durch eine Fusion oder eine Spaltung von zwei Anlagen bedingt. Insgesamt gibt es in der Systematik derartiger Doppelbildungen etwa 21 unterschiedliche Verdopplungen.

Bekanntester Fall einer Doppelköpfigkeit (Dicephali) ist beispielsweise das zweiköpfige Knäblein zu Beerweilen (1565) oder das Knäblein von Witzenhausen (1542). Auch die als siamesischen Zwillinge bekannten Menschen gehören zu den Doppelbildungen, wie beispielsweise die Schwestern Maria und Rosalina aus Espirito Santo, die im Brustbereich verbunden waren (Maria starb nach der Trennung) oder Rosa und Josepha Blazek aus Böhmen, die am Kreuz- und Steißbein miteinander verwachsen waren.
Eine statistische Auswertung von Doppelbildungen zur Anzahl der Geburten 1967 in Bayern wies eine Häufigkeit von 1 zu 100.000 Geburten ohne Fehlbildung auf.

Über - und Unterzahl von Extremitäten

Fehlbildungen der Arme und Beine treten in sehr vielfältiger Form auf. Drei oder vier Beine bzw. Arme sind keinesfalls unbekannt, genau wie nur ein Arm oder Bein bzw. eine Verkürzung der Extremitäten. Abzählen lassen sich in der Systematik etwa sechs unterschiedliche Arten derartiger Fehlbildungen der Gliedmaßen.Ein bekanntes Beispiel wäre der armlose Künstler Thomas Schweicker (1580 geboren), der nur mit seinen Füßen zeichnete und auch eine Armbrust bedienen konnte. Dem ostfriesische Mädchen, dass auf einem Flugblatt von 1596 dargestellt wurde fehlen bis auf ein Bein alle Extremitäten.

Sirenen und Zyklopen

Menschliche Sirenen entstehen durch eine Fehlbildung der Beine (Sympodie), die zusammengewachsen sind. Die Füße sind oft nach außen gekehrt so dass sie Schwanzflossen nicht unähnlich sind, ebenso häufig ist aber auch eine Verdrehung der Kniegelenke. Auch äußere Geschlechtsorgane sind meist nicht vorhanden, während die Beckenknochen große Defekte aufweisen die i. d. R. mit Lungen- oder Herzproblemen kombiniert sind. Die Existenz derartiger Fehlbildungen wurde wie keine zweite in der Mythologie bzw. Fantasie der Menschen benutzt. Sie sind ein Teil des Meerjungfrau-Mythos. Sympodie ist eine der schwersten Fehlbildungen überhaupt, die davon betroffenen haben oft keine hohe Überlebenschance.

Wer kennt nicht die Sagen von riesigen Zyklopen wie Polyphem, den Odysseus besiegte? Ein Teil dieser Sagen findet bestimmt auch hier seinen Ursprung. Zyklopie ist eine schwere Fehlbildung des Kopfes, deren äußeres Merkmal natürlich nur ein Auge und darüber die Nase als rüsselartiger Hautanhang. Diese Form der Fehlbildung ist nicht lebensfähig, weswegen auch keine erwachsenen Menschen oder Tiere bekannt sind.

Vielbrüstigkeit

Was klingt wie die Fantasie eines sexuell gestörten Mannes, ist in der Tat auch eine Fehlbildung. Die Polymastie tritt als zusätzliche Brustdrüsen auf. Wie bei anderen Säugetieren entwickelt sich die Brustdrüse aus einer Milchdrüsenleiste, die sich beiderseits des Rumpfes entlang zieht (vom Schritt hoch zur Brust in die Achsel). Diese bilden sich im Laufe der Entwicklung zurück und aus den verbleibenden bilden sich die bekannten Drüsenkörper. Dass mehrere Spezies auch über mehrere solcher Drüsen verfügen dürfte bekannt sein (Wolf, Schwein, Katze usw.) im Regelfall sind es sechs bis acht, während es beim Menschen nur zwei sind.

Zwitter

Hermaphroditen sind Menschen, die nicht eindeutig männlich oder weiblich sind. Der ursprüngliche Embryo ist bisexuell veranlagt. D. h. aus der gleichen Anlage entwickeln sich erst im Laufe der Zeit eindeutige äußere Geschlechtsorgane. Bei Zwittern entwickelten sich dementsprechend aus dieser Anlage heraus gleichzeitig beide Merkmale. Diese körperliche Fehlbildung hat absolut nichts mit den sexuellen Vorlieben für das ein oder andere Geschlecht zu tun.

Die Teratologie ist ein Forschungsgebiet, dass die Öffentlichkeit gleichermaßen anzieht und mit Besorgung erfüllt. Zwar sind viele Ursachen bereits bekannt (Stichwort: Contergan), doch vieles entzieht sich noch immer unserem Wissen. Eines ist jedoch unbestreitbar und dürfte den meisten von uns klar sein (obwohl es Gruppierungen gibt, die das anders sehen): wir alle sind Teil der Natur, wir alle sind Homo sapiens!


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"In diesen Bergen gibt es zwei Arten von Löwen. Da ist der simba und da sind die marozi. Diese marozi sind keine Löwen. Da ist der Leopard und da ist der Gepard. Da ist der Löwe und da ist der marozi."

Ali, der Lepardenjäger im Gespräch mit K. G. Dower

11.11.2003, 18:19
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