Registrierung Kalender Tigerforum-Chat Häufig gestellte Fragen Suche Mitgliederliste Moderatoren und Administratoren Statistik Database Galerie TopListe Glossar Startseite
Tigerforum » Mitgliederbereich & Off-Topic » Gehört eigentlich nicht hierher... » [Hinweis] Bowling for Columbine » Hallo Gast [registrieren|anmelden]
« Vorheriges Thema Nächstes Thema » Druckvorschau | An Freund senden | Thema abonnieren | Glossareintrag vorschlagen
Antwort erstellen Neues Thema erstellen
Autor
Beitrag
batonga
chatz




Dabei seit: Februar 2003
Herkunft: Schweiz

Beiträge: 202
batonga ist offline
  Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

du hast vollkommen recht, shilok

ich habe den film auch kürzlich gesehen, und er ist wirklich sehenswert und sehr informativ.

ich möchte hier nicht den ganzen film erzählen, aber besonders hat mir das abspielen der dinge, die amerikanische politiker für die ursache der gewalt halten. etwa 10x marylin manson, ein paar mal "videogames" und ein paar mal auch "television".

sehr eindrücklich ist auch das interview mit dem Schockrock marylin manson.
darf ich zitieren? ich machs einfach mal, dieser satz ist einfach zu gut:
(sinngemässe übersetzung) moore fragt manson: Was willst du den Kindern von Columbine sagen?
und er antwortet: ich hätte nichts gesagt. ich hätte sie angehört, und genau das ist es, was niemand getan hat.

grosse worte von jemandem, der so heftig als ursache der gewalt kritisiert wird....


voilà


__________________
Dort wo nur die Sonne scheint ist meistens Wüste.

27.10.2003, 20:04
Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an batonga senden Schicke batonga eine ICQ-Nachricht MSN Passport: n_coudret@msn.com  
Shilok
Tigerin




Dabei seit: Juni 2002
Herkunft: Amur- und Ussurigebiet
Nordrhein-Westfalen (DE)
Beiträge: 311
Shilok ist offline
Themenstarter Dieses Thema wurde von Shilok gestartet
  Bowling for ColumbineAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Hallo zusammen !

Im Zuge der Diskussionen über Gewalt fiel mir doch der geniale Film "Bowling for Columbine" ein.
Dieser ist ein Dokumentarfilm über die Gewalt und den Waffengebrauch in den USA. Ich denke dieser Film ist es wert, ein eigenes Thema zu haben und nicht in dem Thread "Filme" unterzugehen ...

Hier das Filmplakat und einige Kurzinfos:


Bowling for Columbine
Kanada/USA 2002 - 120 Minuten
Regie: Michael Moore
Kamera: Brian Danitz
Drehbuch: Michael Moore
Besetzung: Michael Moore, George W. Bush,
Dick Clark, Charlton Heston u.a.



Hier habe ich noch ganz gute Beschreibungen und Kritiken des Films herausgesucht:
Zitat:
Die Story
„Sind wir verrückt nach Waffen – oder sind wir nur verrückt?“ Dies war der Ausgangspunkt des sozialkritischen amerikanischen Dokumentarfilmers Michael Moore, als er nach dem Massaker an der Columbine Highschool im April 1999 begann nach den Ursachen dieser und ähnlicher Amoktaten zu forschen. Daraus entstand eine bizarre Reise durch das Herz Amerikas, einem Land mit 250 Millionen Handfeuerwaffen in privaten Haushalten und mehr als 11000 Erschossenen pro Jahr:
Bei der Kontoeröffnung in einer Bank wird als Werbeprämie ein Gewehr aus dem Katalog angeboten. Eine Bankangestellte brüstet sich damit, dass sie über 500 Schusswaffen im Tresor hätten.
Die Attentäter an der Highschool in Littleton hatten ihre Munition im Discount der Warenhauskette Kmart gekauft. Nun fährt Moore mit zwei invaliden überlebenden Schülern zur Zentrale, um die Kugeln zurückzugeben, die noch in den Körpern der beiden Opfer stecken.
Ein kleiner Hund erschießt fast sein Herrchen, als dieses ihn aus Jux als Jäger verkleidet und dann noch ein Gewehr umhängt.
Bei der Umfrage unter Passanten wird erstaunlich oft als Ursache für all die Gewalt in der amerikanischen Gesellschaft der Schockrocker Marilyn Manson genannt. Grund genug für Moore, ein Interview mit diesem zu führen, in dem der Sänger sehr differenzierte Antworten gibt.
Das Bizarrste aber bleibt das Interview mit dem Vorsitzenden der mächtigen National Rifles Association (NRA), der Hollywood Legende Charlton Heston. Mit seinem noch aus Kindertagen stammenden NRA-Mitgliedsausweis stößt Moore in dessen heilige Hallen vor... Kinokai.de


Zitat:
"Finden Sie das nicht ein bisschen heikel, so viele Waffen in einer Bank zu lagern?" fragt Michael Moore. Soeben hat der Regisseur in der Kleinstadtfiliale ein Konto eröffnet. Als kleines Willkommenspräsent wird hier jedem Neukunden ein Gewehr überreicht. - Nur ein Beispiel dafür, wie die in den USA allerorts grassierende Waffenvernarrtheit mitunter skurrile Blüten treibt. Die Bank liegt unweit von Columbine, jenem Ort, der 1996 traurige Berühmtheit erlangte, als zwei Jugendliche nach einem morgendlichen Bowlingpartie in ihrer Highschool ein Blutbad anrichteten. 18 Schüler starben, unter ihnen auch die beiden Amokkids.

Michel Moore spürt der Frage nach, wie es dazu kommen konnte und warum jedes Jahr rund 11.000 Menschen im nationalen Kugelhagel sterben, während es im ebenso waffenverrückten Kanada nur 60 sind. Dazu verquirlt er Archivbilder, Interviews und Trickfilmsequenzen zu einem kaleidoskopischen Rundumschlag. Er spricht mit Mitgliedern einer Bürgerwehr, für die die Knarre im Haus erste Bürgerpflicht ist, schnipselt ballernde Bikinischönheiten aus einem Waffenwerbefilm dazwischen, spricht mit einem Mann, der des Bombenanschlags auf das World Trade Center verdächtigt wurde und der von je her mit einem Revolver unter dem Kopfkissen schläft. In teils schockierenden, teils amüsanten Sequenzen arbeitet das Entfant terrible der US-amerikanischen Satireszene seine provokative These heraus: Ein Gespenst geht um in Amerika und sein Name ist Angst. Angst vor dem schwarzen Mann, Angst vor der Rasierklinge im Halloweenapfel, Angst vor Sadam Hussein, Angst sogar vor den eigenen Kindern, die in aller Stille zu Monstern mutiert sind, wie Gremlins, die man nach Mitternacht füttert.

Moore entwirft das Porträt einer Nation von Angstbeißern, die auf externe Feinde mit Cruise Missiles schießt und auf den Feind im Inneren mit Munition, die es in jedem Supermarkt gibt. Eine Angst, die geschürt wird von den Medien, denen jede Schießerei allemal eine Nachricht wert ist, während es für Berichte über die Umweltverschmutzung keine Sendplätze gibt. Geschürt von den Politikern, die ihre außenpolitischen Ziele lieber mit Waffengewalt als im Dialog erreichen wollen. Geschürt von Organisationen wie der National Rifle Association, deren Vorsitzender Charlton Heston wenige Tage nach dem Massaker von Columbine seinen Anhängern zuruft, man werde ihm die Waffe einst aus den kalten Händen nehmen müssen. Die USA: eine paranoide, bis an die Zähne bewaffnete Gesellschaft, die sich in ihren Vororthäuschen verbarrikadiert hat.

Um seine Botschaft rüberzubringen scheut Moore vor nichts zurück: Nicht vor Polemik, nicht vor gewagten Montagen und schon gar nicht vor direkter Konfrontation. Und so steht er eines Tages bei Hesten vor der Tür, in der Tasche das Bild einer Sechsjährigen, die von einem gleichaltrigen Mitschüler erschossen wurde. Auch an damals hielt der einstige Hollywoodheld wenige Tage nach der Tragödie eine flammende Rede für die private Aufrüstung.

Moores Masche hat Erfolg, denn ihm ist klar, dass mit staubtrockener Rhetorik in der Heimat des Entertainment kein Blumentopf zu gewinnen ist. Und so gestaltet er seine gefürchteten Feldzügen gegen den Wahnwitz immer unterhaltsam. [...] Und Bowling for Columbine, seit 46 Jahren erster Dokumentarfilm im Wettbewerb von Cannes, erhielt nicht nur nicht nur Standing Ovations, er räumte auch noch den Spezialpreis der Jury ab.
[...] "He's a dangerous man", urteilte einst auch der Sprecher von Bill Clinton. Vermutlich das größte Kompliment, das man einem medialen Robin Hood wie Moore machen kann. artechock.de


Ich denke die Aussage des Films, dass der extreme Waffengebrauch in den USA von der durch die Medien geschürten Angst herkommt ist vollkommen richtig, denn als Gegenbeispiel wurde Canada angeführt.
In Canada existieren genauso viele Waffen in privater Hand wie in den USA und trotzdem sind im Vergleich in den USA viel mehr Todesfälle durch Waffen zu verzeichnen.
In Deutschland sind wir auf dem bestem Wege was die "Angst-Macherei" durch die Medien angeht den USA nachzueifern und die USA einzuholen. Würden dann noch in Deutschland die Waffengesetzte gelockert werden, dann gnade uns Gott.
Auf jeden Fall ist dieser Film sehenswert und regt zum Nachdenken an!

Schöne Grüße
Shilok


__________________
"A-o-ung"

Dieser Beitrag wurde von Shilok am 27.10.2003, 17:14 Uhr editiert.

27.10.2003, 17:08
Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Shilok senden  
  « Vorheriges Thema Nächstes Thema » Standard | Brettstruktur | Baumstruktur
Antwort erstellen Neues Thema erstellen
Gehe zu:

Powered by: Burning Board 1.1.1 © 2001 WoltLab GbR
Code-, Style- und Templateanpassung © 2004 by Sesshoumaru
Seitenabrufe pro Tag im Durschschnitt: 14748.23
.: Kontakt :. | .: Impressum / Disclaimer :.