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Tigerforum » Raubkatzen & Wölfe » Wölfe » Gute Chancen für die Rückkehr des Wolfes » Hallo Gast [registrieren|anmelden]
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Cattiebrie
Felis Concolor




Dabei seit: November 2003
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Wien (A)
Beiträge: 160
Cattiebrie ist offline
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etwas veraltet ich weiß, aber ich dachte mir, ich will euch den Artikel nicht vorenthalten.
Nicht lachen, ist von GEOlino (falls das wer kennt).

Zitat:

Wölfe in Deutschland

Vor hundert Jahren wurde in Sachsen der letzte Wolf erschossen. Seit diesem Tag hatte niemand mehr einen Wolf in Deutschland gesehen.

Doch in den 90er Jahren fanden Jäger erste Spuren und Kothaufen, die nicht von einem Hund stammen konnten. Und sie hörten das Heulen der Raubtiere in der Nacht. Ein paar Jahre später wurden die ersten grauen Gesellen gesichtet und die Wissenschaftler konnten wirklich sicher sein, dass die Wölfe nach Deutschland zurückgekehrt sind. Sie kamen über die polnische Grenze und haben sich auf einem Truppenübungsplatz in Sachsen niedergelassen. Hier fanden sie noch große Wälder mit hohem Wildreichtum. Da sich die Tiere nicht gestört fühlten, sind sie geblieben.

Ein Wolfsrudel lebt in Sachsen
Seit 1990 wird der Wolf in Deutschland streng geschützt und darf nicht mehr geschossen werden. Aus diesem Grund kehrt er langsam wieder in seine alten Jagdgründe zurück. Doch da viele Lebensräume mittlerweile zerstört sind, kann er sich nicht mehr in ganz Deutschland ausbreiten.

Heute lebt in Sachsen ein Wolfsrudel, berichtet die Wissenschaftlerin Gesa Kluth. Die Familie besteht aus vier bis sieben Tieren: den beiden Elterntieren und ihren Nachkommen der letzten zwei Jahre. Wenn die Jungwölfe geschlechtsreif sind, verlassen sie die Familie und suchen einen Partner. Dabei müssen sie meist weite Strecken zurücklegen.

"Meister Isegrim" wird immer beliebter
Doch glücklicherweise hat sich die Einstellung zu Meister Isegrim, wie der Wolf in der Fabelwelt genannt wird, mit der Zeit geändert. Die Biologin Gesa Kluth fand in einer Umfrage unter deutschen Forst-, Jagd- und Naturschutzverbänden heraus, dass die Bevölkerung dem Wolf überwiegend wohlwollend gesonnen ist.

Auch wenn die Raubtiere schon mal Nutztiere wie Ziegen und Schafe fressen, werden sie nicht sofort erschossen. Der Wolf "weiß" ja nicht, welche Beute er jagen darf und welche nicht. Daher müssen die Haustiere in Sachsen durch hohe Elektrozäune geschützt werden.

Schutz der Wölfe
Da derzeit nur wenige Tiere in Deutschland und Westpolen leben, ist der Bestand sehr gefährdet. Der Internationale-Tierschutz-Fonds, kurz IFAW, setzt sich für den Schutz der Wölfe ein. Gesa Kluth koordiniert die deutsch-polnische Zusammenarbeit. In Sachsen sucht sie nach Spuren und Losung, also dem Kot der Tiere und macht manchmal auch das Geheul der Tiere nach, um sie zum Antworten zu bewegen. So verfolgt sie die Wölfe: Woher sind sie gekommen und wohin gehen sie? Mit einem Maßband vermisst sie Pfotenabdrücke, um das Alter des Wolfes bestimmen zu können. Die Forscherin möchte die neuen Reviere der Jungtiere frühzeitig ausfindig machen, um die Menschen vor Ort zu informieren.


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Nur wer mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht die wahren Wunder der Natur.

© Manuela aka Cattiebrie

wegen anscheinender Missbilligung geändert

11.11.2003, 19:32
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Azyura
Omega-Wolf




Dabei seit: März 2003
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Zitat:
ich hab aber auch eine frage, sind die 131 685 getöteten rehe und hirsche denn nun von den jägern so nur aus spaß getötet worden, oder haben die auch irgendeinen verbrauch für die gefunden? wenn diese aus spaß geschossen wurden, dann halte ich diese jäger für wirklich abnormale.


Mhm, schwer zu sagen. Nur eins ist sicher: Aus Spaß werden die Tiere nicht geschossen, es handelt sich eigentlich nur darum, das die Population nicht explodiert. Ich hab mal gelesen das sich viele Jäger darüber beschweren das die Wälder recht kaputt sind - die Rinde mancher Bäume von Rehen etc. abgeknabbert sind und Bäume ohne Rinde können dann schon mal absterben. Es gibt eben zu viel Wild - weil natürliche Feinde wie eben Wolf oder Bär nicht vorhanden sind. Das Wild breitet sich aus ohne gestoppt zu werden (eben durch Jagden von Raubtieren), vielleicht auch deshalb die große Zahl. Die Jäger sind nun mal hier der Ersatz für die Raubtiere wie Wölfe.

Zum Verbrauch kann ich nicht viel sagen, ob die im Kochtopf landen oder sonstwo, da hab ich keine Ahnung.

Azyura - >CR<


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a rebell in chaos. a wolf in my soul.

25.10.2003, 22:40
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Tapion
Jungwolf



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Tapion ist offline
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eine gute nachricht.
ich hab aber auch eine frage, sind die 131 685 getöteten rehe und hirsche denn nun von den jägern so nur aus spaß getötet worden, oder haben die auch irgendeinen verbrauch für die gefunden? wenn diese aus spaß geschossen wurden, dann halte ich diese jäger für wirklich abnormale.

-Tapion die Freundin des Windes-


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Gekommen, um alles informative in sich aufzusaugen und ein Leben lang wie einen Schatz zu hüten.
DasLebenist einKreislauf.Alles fängt einmal wieder vonVornean.

Dieser Beitrag wurde von Tapion am 25.10.2003, 21:17 Uhr editiert.

25.10.2003, 21:09
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PattWór
Crond'Llor




Dabei seit: Januar 2002
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Whough
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Gute Chancen für die Rückkehr des WolfesAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Güstrow (dpa) - Gesa Kluth ist im Wald nur einmal einem Wolf begegnet. Mensch und Tier erschraken gleichermaßen und traten beide unverzüglich den Rückzug an. «Ich hatte eigentlich nur Sorge, dass ich die Wölfe störe, denn sie hatten gerade Welpen bekommen», beschreibt die 33-jährige Biologin das überraschende Treffen in der Muskauer Heide in der sächsischen Oberlausitz.

«Der Wolf ist am Menschen nicht interessiert», sagt Kluth. Gut zu wissen, denn die Chancen für eine Rückkehr des Wolfes in Deutschlands Wälder stehen nicht schlecht. Forst- und Naturschutzexperten befassen sich an diesem Donnerstag in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) in einem Fachseminar mit den Folgen einer verstärkten Einwanderung des «Canis lupus».

Seit 2000 lebt das aus Polen eingewanderte Wolfspaar in der Muskauer Heide. Zum Rudel gehören heute noch drei Jungwölfe und fünf im Mai geborene Welpen. «Seit diesem Jahr gibt es ein zweites Rudel etwa 30 Kilometer westlich der Muskauer Heide», sagt Gesa Kluth, die im Wildbiologischen Büro LUPUS im sächsischen Neustadt/Spreetal forscht. Im 18. und 19. Jahrhundert waren die Tiere in Deutschland ausgerottet worden.

Kluth und ihre Kollegin Ilka Reinhardt gehen davon aus, dass weitere Einzeltiere auch in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern unterwegs sind. Immer wieder gebe es Sichtungen. «Wölfe wandern weit, gerne und viel», sagt Gesa Kluth. Jenseits aller Mystik um Wölfe sieht die Biologin in ihnen einen ökologischen Gegenspieler zu den starken Hirsch-, Reh- und Wildschweinpopulationen. Viele Jäger und auch Jagdverpächter sehen in «Isegrim» allerdings einen unliebsamen Konkurrenten.

Beim Landesjagdverband Mecklenburg-Vorpommern sieht man eine mögliche Rückkehr gelassen: «Es gäbe keine Nahrungskonkurrenz, wenn sich ein oder zwei Wolfsrudel hier niederließen», sagt Geschäftsführer Rüdiger Brandt. Wild für die Jäger gibt es reichlich. Im Jagdjahr 2001/2002 wurden im Nordosten beim Schalenwild - unter anderem Rehe, Wildschweine und Hirsche - 131 685 Tiere getötet, über 90 Prozent davon von den Jägern. Rund 10 000 Tiere starben bei Verkehrsunfällen oder an anderen Ursachen. Ein jagendes Wolfsrudel würde da nicht sonderlich ins Gewicht fallen, ist man beim Verband überzeugt.

«Wir haben nichts gegen eine natürliche Zuwanderung von Wölfen, lehnen aber eine Auswilderung strikt ab», sagt Brandt. Nur bei einer Zuwanderung hätten potenzielle Beutetiere genügend Zeit, ihr Fluchtverhalten auf ein neu hinzugekommenes Raubtier einzustellen. Zeit und Geduld müssen die Mitarbeiter des LUPUS-Büros auch für Aufklärungsarbeit mitbringen, denn Gesa Kluth trifft oft auf Vorurteile und irrationale Ängste. «Viele Landwirte lassen sich immer wieder die Wiesen von Wildschweinen umpflügen. Aber den Wolf wollen sie nicht.»

Dafür gibt es auch begründete Sorgen. Vor 18 Monaten rissen die sächsischen Jungwölfe bei Mühlrose 33 Schafe. «Wir dürfen es den Wölfen nicht leicht machen, an Schafe heranzukommen», sagt Gesa Kluth. Darum sprechen die Biologinnen mit den Schäfern, um sie über aktuelle Wanderungsgebiete der Wölfe oder über Schutzmaßnahmen wie starke Elektrozäune zu informieren. Der Wolfsübergriff vom Mai vergangenen Jahres war bislang der einzige seiner Art.

-- Von Helmut Reuter, dpa


Quelle


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Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


24.10.2003, 15:16
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