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Marina
Pantherkönigin




Dabei seit: September 2002
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Camargue (F)
Beiträge: 814
Marina ist offline
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Es sind klare und logische Anmerkungen, die Du vorbringst Pattárchta. Ich denke nicht, dass wir uns in irgendeiner Art widersprechen. Es sind von Deiner Seite her wertvolle Ergänzungen. Denn es stimmt. Es braucht sehr viel Einfühlungsvermögen in das Wesen eines Kindes. Es ist wichtig, ein Kind in jedem Alter zu begreifen, zu wissen, zu spüren. Das ist auch das, was ich angedeutet habe. Es braucht Zeit und Willen dazu. Es braucht den Willen, sich mit diesem kleinen Mensch auseinanderzusetzen. Und nein, Kinder sind keine Erwachsenen und werden heute gerne schon viel zu schnell zu solchen gemacht und überfordert.

Ich möchte da schnell auf etwas zurückgreifen, das ich in dem Buch über mit Hunden sprechen gelesen habe, das meines Erachtens auch hier gilt. Behandeln wir Kinder wie Erwachsene oder Hunde wie Rudelführer, die sie in der Welt der Menschen aus verschiedenen Gründen nicht sein können, geschieht bei beiden dasselbe. Sie sind überfordert und es entstehen Probleme.

Kein Kind ist gleich wie das andere. Und tut mir leid, viele dieser ach so studierten Pädagogen schmeissen in der Tat mit völlig unbrauchbaren Rezepten um sich. Ich denke, wenn bei Eltern noch der gesunde Menschenverstand, gepaart mit einem gewissen Wissen, vorhanden ist (das gibt es wirklich auch heute noch, auch wenn es stimmt, nicht mehr so viel), werden sie es richtig machen.

10.10.2003, 14:31
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PattWór
Crond'Llor




Dabei seit: Januar 2002
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Whough
Beiträge: 823
PattWór ist offline
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Ich habe diesen Thread mit Interesse verfolgt und lange überlegt, ob ich überhaupt etwas zu diesem Thema beisteuern kann/soll. Doch jetzt möchte ich mich auch einmal dazu äußern.

Das Problem bei solchen Diskussionen ist, daß in jeder Argumentation zu einem Standpunkt Wahres neben Falschem liegt. Ich stimme euch zu, Nala, Petra und Marina, daß eine gewaltfreie Erziehung anstrebenswert und ein Idealfall der Erziehung darstellt. Wer meint, seine Kinder mit Prügelstrafen ein ordentliches Verhaltens- und Charakterprofil einzubläuen, der sollte besser keine Kinder bekommen, denn so ein Mensch ist mit sozialen Interaktionen vollkommen überfordert. Nala, Petra und Marina haben hier Prinzipien aufgezeigt, ohne die eine erfolgreiche Erziehung nicht erfolgen kann. Werte kann ich einem Kind nur dann vermitteln und glaubhaft machen, wenn ich sie ihm konsequent vorlebe. Auch ein einfaches 'Nein!' reicht nicht, wenn ich keine Erklärung für das 'Warum' finde.
Aber, ich glaube nicht, daß es in der Methodik der Erziehung einen Königsweg gibt. Kinder sind Individuen, jedes unterscheidet sich von dem anderen. Ihre Charaktere sind vielschichtig und jedes reagiert etwas anders. Daher kann es keine Gebrauchsanweisung für die "Handhabung" eines Kindes geben, so wie es viele Pädagogen meinen. Genauso wenig sind Kinder kleine Erwachsene, die alles verstehen können, was man ihnen erklärt (damit haben ja sogar Erwachsene z.T. große Probleme). Aber ihr stimmt mir ja bestimmt zu, wenn ich sage, die kognitiven Fähigkeiten befinden sich bei einem Kind noch im Aufbau. Da kann es also schon mal vorkommen, daß ein Verbot ausgesprochen werden muß, obwohl das Kind die Erklärung dessen noch nicht versteht. Sicher, eine Erklärung dessen ist immer ein Versuch wert. Aber vergeßt nicht, daß Kinder keine kleinen Erwachsenen sind.

Ich konnte beobachten, daß es oft Pädagogen sind, die mit der Erziehung ihres eigenen Kindes völlig überfordert sind, weil ihre auch so tollen Erziehungsmodelle nicht greifen. Man kann ein Kind einfach nicht nach einer "Bedienungsanleitung" erziehen.
Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Erziehung ist Einfühlungsvermögen. Es ist die Aufgabe des Erziehenden, sich in die Gefühlswelt und in die Denkweise seines Kindes hineinzuversetzen und es zu verstehen. Dann wird man auch automatisch eine geeignete Kommunikationsbasis finden, auf der man Werte und auch Regeln erfolgreich vermitteln kann.
Leider besitzen sehr viele Eltern diese Fähigkeit nicht mehr.


__________________

Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


10.10.2003, 12:01
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Nala
Löwin




Dabei seit: Januar 2002
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Beiträge: 772
Nala ist offline
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Ich muß mir den Respekt meiner Tochter nicht erprügeln, oder erklapsen.
Respekt ist eine Sache die man sich verdienen muß, auch als Elternteil. Da genügt es nicht Stärke in Form von Muskeln zu beweisen. Ich weiß, dass ein Klaps nicht körperlich schmerzhaft ist, seelisch dafür aber um so mehr.
Hättest Du Respekt vor jemandem, der Dir nicht begründet, warum Du etwas nicht tuen darfst sondern Dir sofort eins auf die Finger gibt? Das ist kein Respekt, das ist Angst!

Meine Tochter versucht genau wie alle anderen Kinder dieser Welt auszutesten, wann Mama oder Papa der Geduldsfanden reist. Und glaube mir, auch Antonia hat schon im Supermarkt ein Höllenspektakel veranstaltet, als ich ihr etwas sie sie sehr begehrenswert fand nicht kaufte. Da hab ich mich vor sie gestellt und mit dem Fuß aufgestampft und ähnlich wie sie geplärrt "Und ich will aber auch ein Benjamin Heft!!!" Was meinst Du wie schnell sie da erstarrte und nie wieder solch einen Terror machte... Mittlerweile weiß sie, dass sie eine Kleinigkeit in den Wagen tun darf und es kommt nicht mehr zu solchen Szenen.

PS
Respekt und Achtung sind für mich zwei verschiedene Dinge.
Respekt muß man sich verdienen. Achtung sollte man möglichst immer haben ... ob sich aus Achtung Respekt oder Verachtung entwickelt, liegt nie am Kind sondern an der betreffenden Person....

Und wenn Eltern nicht konsequent sind, wie soll dann ein Kind wissen, wann es etwas falsches tut und wann nicht? Ist wie mit kleinen Hunden, wenn ich nicht will dass er bettelt, geb ich ihm nichts, wenn wir essen... tu ich es doch, darf ich mich nicht wundern, wenn er sabbernd neben meinem Stuhl sitzt. Soll ich ihn dann etwa wegen meiner eigenen Blödheit bestrafen??? Ich denke nicht.


__________________
...wonder where the lions are....

10.10.2003, 11:00
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TamedTigress
Amurtigerin




Dabei seit: April 2003
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TamedTigress ist offline
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Zitat:
Original von PetraB.
TamedTigress,

wie soll denn ein Kind durch einen Klaps auf die Finger beispielsweise lernen oder verstehen, dass der Herd heiss ist? Es soll doch begreifen, warum es nicht an den Herd darf und nicht einfach aus Furcht dem Herd fernbleiben, sofern ein leichter Klaps überhaupt Furcht einflösst oder den Respekt vor dem Herd herzustellen in der Lage ist.


Hm... Sicher haelst Du diese Antwort jetzt fuer viel zu lapidar aber ich habe es damals begriffen. Ich hatte tierischen Respekt vor allem wo meine Mutter anfing zu bruellen oder mein Vater mich gehauen hat.

Bitte, dass soll jetzt nicht heissen dass ich es gut und richtig finde sein Kind zu pruegeln! Das finde ich das letzte!! Ich finde nur dass gerade fuer ein Kind das ja noch viel staerker auf "aeussere Reize" oder wie immer ich das jetzt nennen soll reagiert ein Klaps sich vielleicht mehr einpraegt.

Naechste Frage, was ist ein Klaps? Ich habe das Gefuehl dass es hier so ankommt als wuerde ich es bejahen dass man sein Kind schlagen darf. Ein Klaps auf die Hand ist fuer mich eine schmerzfreie Beruehrung die auch nicht dafuer gedacht ist Macht zu demonstrieren.

Eins muss ich allerdings doch mal sagen - ich kenne jede Menge Leute (meistens welche die keine Kinder haben) die jedes Mal wenn eine solche Situation aufkommt lautstark verkuenden sie wuerden niemalsnie die Hand oder Stimme gegen ihr Kind erheben.

Die einzige Mutter die sich daran haelt ist zumindest in meinem Bekanntenkreis die vorgenannte.

Wie, liebe Eltern, bringt Ihr denn Euer Kind dazu Euch ernst zu nehmen? Wirkst ein sanftes "nein" da wirklich genug?

TamedTigress

10.10.2003, 09:18
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PetraB.
Alpha-Wolf




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PetraB. ist offline
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TamedTigress,

wie soll denn ein Kind durch einen Klaps auf die Finger beispielsweise lernen oder verstehen, dass der Herd heiss ist? Es soll doch begreifen, warum es nicht an den Herd darf und nicht einfach aus Furcht dem Herd fernbleiben, sofern ein leichter Klaps überhaupt Furcht einflösst oder den Respekt vor dem Herd herzustellen in der Lage ist. Und begriffen, wie sich heiss anfühlt und dass der Herd heiss ist und warum das nicht gut ist, wenn es dort hinfasst, hat das Kind dann immer noch nicht.

Ein Kind sollte nach meiner Meinung selber zu der Einsicht kommen, dass dieses oder jenes Verhalten oder Handeln falsch oder nicht erwünscht oder gefährlich oder schmerzhaft ist. Und dem Kind den Weg zu dieser Einsicht zu zeigen oder es dorthinzuführen ist für mich Aufgabe der Eltern.

Und diese kleinen Terroristen von der Milchzahnbrigade, die sicher jeder von uns schon einmal im Supermarkt oder sonstwo live und in Farbe erleben ''durfte'' sind ganz sicher ein Produkt der Inkonsequenz und des Nichtvermögens der Eltern. Die haben sich doch nicht selbst gemacht. Und doof sind sie auch nicht. Wenn sie einmal erfolgreich ihren Willen gegen den der Eltern durchgesetzt haben, dann versuchen sie es doch erneut und werfen sich beispielsweise schreiend auf den Boden vor der Kasse, damit WIEDER diese oder jene Leckerei im Einkaufswagen landet.

Und damit die Leute aufhören, auf das schreiende Kind und die ''unmögliche'' Mutter zu starren, landet eben diese Leckerei schnellstmöglich wieder im Einkaufswagen. Da tragen doch die Eltern die Schuld, und nicht das Kind.

Ich muss gestehen, diese Terror-Kinder sind auch mir ein Graus, aber es ist ganz sicher kein Klaps auf die Finger, der ihnen fehlt.


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... and yesss ... my rage ...
© Alpha P.

10.10.2003, 02:23
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Souris
Panther




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Also ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, warum mein Kind durch Gewalt und das ist für mich auch ein Klaps irgendwas besser lernen sollte. Mein Kind ist zwar erst 8,5 Monate alt aber er versteht sehr wohl ein "Nein". Wenn er etwas tut was für ihn gefährlich sein wird dann sage ich ihm "nein" und erkläre ihm warum er das nicht darf, beschäftige ihn mit etwas anderem und wenn ich das hundert Mal am Tag tun muss. Denn natürlich braucht er seine Grenzen und weil er sie selber noch nicht erkennen kann muss ich sie ihm vermitteln. Er versteht natürlich noch nicht wirklich was ich ihm erkläre aber er fühlt sich ernst genommen und weiss auch schon gut was er nicht darf. Er hat noch keine Erfahrung mit dem Herd oder Backofen gemacht, weil er noch nicht so weit kommt aber er wird es sehr wohl verstehen, wenn ich ihm zeige dass das heiss ist.
Ich würde niemals daneben stehen und zusehen wie er sich oder andere verbrennt aber ich würde ihn deswegen auch nicht hauen.
Ich bin ganz ohne Schläge aufgewachsen, hatte eine glückliche Kindheit und habe sie ohne Verbrennungen oder sonstige Verletzungen überstanden. Ich weiss aber wohl was Gewalt an einem Kind für Narben, und ich meine nicht nur die äusseren, hinterlassen kann und deshalb werde ich mein Kind mit Liebe gross ziehen.
Schläge sind kein Argument sondern ein Ausdruck von Hilflosigkeit.
Ich stimme also mit Nala, Petra und Marina überein.

Damit ihr mich jetzt ganz für eine Ökomutti haltet erzähle ich euch noch, dass ich mein Kind stille und gerne im Tragetuch getragen habe.


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Er lebt in den Herzen weiter...

10.10.2003, 00:37
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TamedTigress
Amurtigerin




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TamedTigress ist offline
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Zitat:
Original von Nala
Ja Wizard und Tamed er hat unrecht getan.

Denn in diesem Falle genau wie in jedem anderen sollte es für einen Erwachsenen immer eine andere Möglichkeit geben statt mit Gewalt vorzugehen.


Stellt sich die Frage - wo faengt Gewalt an?

Fuer mich ist ein Klaps auf die Hand weniger Gewalt als wenn eine antiautoritaere Mutter drauf wartet dass sich ihr Kind verbrennt.

Ich rede *nicht* von Pruegelstrafe oder Schimpfe (ich bin von meiner Mutter sehr sehr schlimm beschimpft worden was mir jedes Mal mehr weh tat als die Pruegel meines Vaters), das lehne ich entschieden ab.

Ein leichter Klaps ist fuer mich ein gewaltfreies "Stop". Ich weiss nicht ob ein Kind das allzuernst nimmt wenn die Mama sagt: "Nein, mein Schatz, wenn Du da weitermachst dann tut es Dir weh!"

Aber wie gesagt - ich in keine Mutter und rede hier vielleicht auch von Sachen von denen ich nichts verstehe.

TamedTigress

09.10.2003, 23:37
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Marina
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Marina ist offline
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Danke Nala und Petra, Ihr sprecht mir aus dem Herzen, denn so sehe ich es auch. Grenzen können auf andere Art gesetzt werden, als mit Gewalt. Gewalt ist oft Ausdruck von Hilflosigkeit oder manchmal, und das ist für mich gravierender, von Bequemlichkeit. Denn es stimmt, es braucht mehr Zeit, mehr Einfühlungsvermögen und mehr Verstehen des Kindes, die Grenzen auf eine andere Art zu setzen. Aber diese andere Art ist jeder Gewalt vorzuziehen. Denn nur so kann eine friedliche, eine Gesellschaft entstehen, die nicht bei jedem Problem auf die Gewalt zurückgreift, als einzig schlaues Mittel (in ihren Augen). So können Menschen werden, die Leben in jeder Form respektieren und achten. Es ist ein Miteinander zum Wohl des Ganzen und es sind keine Machtspiele, sondern das ist Liebe.

Liebe ist kein Gesülze. Es sind Handlungen, die aus ihr entstehen, solche. Überlegungen, die gemacht werden, wie kann ich dafür sorgen, dass aus meinem Kind ein selbständiger und verantwortungsvoller Mensch wird? Und das kann niemals mit Gewalt geschehen.

Ich seh gerade in diesen Tagen wieder, welche Auswirkungen eine solche Kindheit mit Gewalt auf einen Menschen hat, selbst wenn er schon erwachsen ist. Ich seh wie dieser Mensch darunter leidet, wenn er es gut machen will, wenn er sich nicht einspannen lassen will in die Spirale, sondern sie trotz seiner Kindheit durchbrechen will. Und ich sehe, dass wieder geschehen kann, dass so ein Mensch daran zerbricht. An den Wunden aus seiner Kindheit.

Es ist unsere Verantwortung, es anders zu machen, dann kann auch die ganze Gesellschaft besser, gesünder werden und wieder fähig miteinander richtig zu kommunizieren. Ja, ein Einzelner kann etwas tun, indem er diese Verantwortung übernimmt für sein Kind und es ausspricht für andere Kinder.

09.10.2003, 22:52
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PetraB.
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Nun, ich habe als Kind durch Prügel seitens meiner Mutter ''gelernt'' was vermeintlich richtig und falsch ist. Meine Mutter baute im Laufe der Jahre ihre ''Autorität'' soweit aus, dass ein Blick von ihr genügte, um mein vermeintliches Fehlverhalten auf der Stelle ''abzustellen''.

Ich muss sagen: DAS ist nicht meine Vorstellung von Erziehung. Und ich muss Nala hier voll und ganz unterstützen. Es gibt andere Mittel und Wege, die darüber hinaus weitaus effizienter sind, einem Kind zu vermitteln was richtig und was falsch ist, als mit einem ''Klaps'' oder einer ''Tracht Prügel'' seine elterliche Überlegenheit und Macht zu demonstrieren.

Das Beispiel mit der Herdplatte hatte ich im Hinterkopf, aber Nala hat's ja bereits genannt ... ... eine Liste weiterer sehr effizienter Beispiele wäre schnell erstellt. Keine körperliche Gewalt auszuüben, heisst noch lange nicht, seine Kinder antiautoritär oder sonstwie zu (v)erziehen.

Jede Art von körperlicher Gewalt, nicht nur in der Kindererziehung, ist nach meiner Meinung kein Zeichen von Stärke, sondern vielmehr ein Zeichen von Hilflosigkeit und Schwäche. Ich lehne das konsequent ab.


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09.10.2003, 21:07
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Nala
Löwin




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Ja Wizard und Tamed er hat unrecht getan.

Denn in diesem Falle genau wie in jedem anderen sollte es für einen Erwachsenen immer eine andere Möglichkeit geben statt mit Gewalt vorzugehen.
Sicher bereitet ein Klaps dem Kind keine all zu großen Schmerzen, dennoch zeigt diese elterliche Reaktion: Ich bin stärker und größer, ich darf Dir weh tun. Gerade Kinder in dem Alter welches Du ansprichst befinden sich in der Prägephase, was ihnen im Alter bis zu 6 Jahren etwa vermittelt wird prägt sie grundlegend.
Ich gehe nicht davon aus, das jedes Kind was mal nen Klaps erhalten hat zum Schläger wird. Aber es gibt eben auch andere Methoden. Die kosten sicher etwas mehr Zeit, sind aber auch um ein wesentliches effektiver.
Um Kinder von Herdplatten fernzuhalten genügt es oft ihnen zu zeigen, dass die Dinger warm werden, so bald das Kleinkind diese Wärme spürt, zieht es instinktiv die Hand weg.
Will man Kleinkindern erklären, dass nicht jede Schublade für sie als Schatztruhe, die es zu entdecken gilt zur Verfügung steht muß man eben immer wieder hingehen nein sagen und das Kind anderweitig beschäftigen...
Ich jedenfalls hab noch nie die Hand gegen meine Tochter erhoben und sie ist nicht antiautoritär erzogen. Kannste glauben *g*

Ja Kinder brauchen Grenzen, aber als Erwachsener sollte man so viel Grips im Kopf haben, diese gewaltfrei zu vermitteln.

Hundeerziehung klappt im übrigen auch gewaltfrei...


__________________
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Dieser Beitrag wurde von Nala am 09.10.2003, 19:45 Uhr editiert.

09.10.2003, 19:40
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