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Marina
Pantherkönigin




Dabei seit: September 2002
Herkunft:
Camargue (F)
Beiträge: 814
Marina ist offline
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Hm, ein echt interessantes Thema ist das. Überlegen wir einmal. Das Rad der Zeit lässt sich in vielerlei Hinsicht nicht mehr zurückdrehen, auch wenn wir noch so schimpfen und uns ärgern. Die Natur ist stark und entwickelt gerne ganz neue Mechanismen, ganz neue Überlebens-Strategien, so dass oft gestaunt werden kann. Wie könnte man nun mit dieser Tatsache das beste aus einer Situation machen, so dass beiden gedient ist, Mensch, Tier und Pflanzen? Denn ich bin nach wie vor der Ansicht, dass es wichtig ist, ein Miteinander zu lernen und zu finden, anstatt ständig ein Gegeneinander.

10.10.2003, 16:25
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nebelparder
Neofelis nebulosa




Dabei seit: August 2003
Herkunft: die letzten südostasiatischen Regenwälder

Beiträge: 143
nebelparder ist offline
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Ich hab noch was Guttes an der Mülldeponie gefunden:
Ich weiß nicht, ob jemand am letzten Dienstag auf 3sat um 20.15 Uhr die Dokumentation über Wölfe bzw. die Schafherden gesehen hat. Dort wurde auch gezeigt, dass in Rumänien Wölfe zum Tagesgeschehen gehören, neben Bären ziehen sie ganz normal durch die Städte. Ihr Futter holen viele aus Mülldeponien. So aber jetzt das viel wichtigere, denn als die Wölfe und ihre Beutetiere in ganz Mitteleuropa wie wild gejagd wurden, überlebten die Wölfe nur in Italien, weil sie ihr lebesnnotweniges Futter auf Müllhalden gefunden haben! Die steigende Anzahl Wölfe in Italien führte dazu, dass die Raubtiere über die Alpen in die Schweiz und Frankreich wanderten. So sind die Wölfe in diesen Ländern wieder heimisch geworden!
Alles nur durch die hässlich aussehenden Müllkippen.....


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Nebelparder - Phantom der Regenwälder Asiens, doch wie lange noch?

10.10.2003, 15:51
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nettwork
Panthera leo




Dabei seit: Januar 2002
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Salzburg (A)
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Jetzt fällts mir wieder ein:

Ich hab am Anfang meines Studiums eine kleine Arbeit über die Vegetation auf einer ehemaligen Müllhalde bei Salzburg geschrieben.
Der Tenor war damals, dass das Gebiet schützenswert wäre und sogar geschützte Arten enthält, aber keiner so wahnsinnig ist und wirklich eine Mülldeponie zum Naturschutzgebiet erklären würde.


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Unmöglich ist eine Meinung
und keine Tatsache!
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07.10.2003, 17:51
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nebelparder
Neofelis nebulosa




Dabei seit: August 2003
Herkunft: die letzten südostasiatischen Regenwälder

Beiträge: 143
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Ich hab mal nachgeforscht, wie auf solchen Mülldeponien Hanf und ähnliches wachsen kann.

Zitat:

Auf solchen Flächen siedeln sich auch interessante Pflanzenarten wie Mondviole, Nachtkerze, Königskerze und Drüsiges Springkraut; ihre Samen befinden sich im Müll. Beim Verrotten entwickeln die unteren Müllschichten mitunter erhebliche Wärme, sodass sich hier auch Pflanzen wie Gelbe Resede und Hanf ansiedeln können, die sonst in wärmerem Klima gedeihen.


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Nebelparder - Phantom der Regenwälder Asiens, doch wie lange noch?

04.10.2003, 22:05
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nettwork
Panthera leo




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Österreich
Salzburg (A)
Beiträge: 702
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Das ist eine interessante Thematik.

Mit der ''unter Schutz Stellung" werden jede Menge rechtliche Regelwerke wirksam. Damit müsste eigentlich die Deponie sogar entfernt oder wenigstens gründlich saniert werden, um mögliche Risiken für die Umwelt auszuschließen.

Tatsächlich stellt man ja Gebiete wegen zB. einer einzigen seltenen Art unter Schutz, um Bauvorhaben damit zu verhindern.

Ein Schutzgebiet ''Mülldeponie'' wäre unter normalen Auflagen nicht sehr zielführend. Allerdings würde ich den Naturwert einer alten, wieder begrünten und vernünftig abgedichteten Deponie nicht unterschätzen. Dabei sollte man sein Vertrauen aber nicht auf eine Zeitbombe bauen müssen!


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29.09.2003, 20:10
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Dark
Wolfswelpe




Dabei seit: September 2003
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Wien (A)
Beiträge: 39
Dark ist offline
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Ich denke heutzutage muss es schnell möglich sein herauszufinden wie die Pflanzen dort überleben konnte und sie eventuell weiterzüchten. Dazu braucht man dann aber keine Mülldeponien mehr!

28.09.2003, 19:41
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Thealon
Tripel-As




Dabei seit: April 2003
Herkunft: Wo immer meine Phantasie mich hinführt

Beiträge: 179
Thealon ist offline
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Auch ich halte dies für paradox. Zum Beispiel aus dem Grund, dass man meines Erachtens ein Gebiet unter Naturschutz stellt, um zu verhindern, dass beispielsweise eine Müllhalde draus wird. Und doch will man eben diese unter Naturschutz stellen?

Natürlich ist der Sinn und Zweck eines Naturschutzgebietes, die Natur weitgehend unberührt zu lassen, um ein Biotop am Leben zu erhalten. Eine Mülldeponie ist für mich aber kein Biotop, egal, was darin lebt. Zumal ich mir vorstellen könnte, dass es im Zweifelsfalle nicht einmal besonders gesund ist, darin zu leben. Denn Menschen werfen nicht nur Essensreste fort, auch Medikamente finden auch nicht selten den Weg in den Müll. Müll ist halt ne dreckige Angelegenheit.

Zumal ich Pattárchtas Gedankengang teile. Lassen wir die Mülldeponie mal Mülldeponie sein und stellen lieber die Natur unter Naturschutz. Denn wie sähe es aus, wenn ein Foto eines hiesigen Naturschutzgebietes eine Mülldeponie präsentierte?

Interessant hingegen finde ich die Aussage, auf deutschen Müllhalden wüchsen für ausgestorben gehaltene Pflanzen. Es stellt sich mir jedoch eine Frage. Waren diese Pflanzen in dem Gebiet ausgestorben, in dem Land, oder generell? In jedem Falle ist es zwar erfreulich, diese Pflanzen nun „zurückzuhaben“, aber sicher sind sie auch an anderen Orten überlebensfähig. Und diese Orte gehören dann geschützt.

Thealon


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Grüße an die Zukunft.

Dieser Beitrag wurde von Thealon am 28.09.2003, 16:51 Uhr editiert.

28.09.2003, 16:50
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PattWór
Crond'Llor




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Whough
Beiträge: 823
PattWór ist offline
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Ich bin da eher Azyuras Meinung. Nicht nur, daß hierdurch genannte Tiere in Abhängigkeit vom Wohlstandsmüll der Menschheit getrieben werden, die betreffenden Mülldeponien können dann auch nicht mehr weiter betrieben werden. Das bedeutet, neue Flächen müssen für weitere Mülldeponien erschlossen werden, Flächen, die viel nützlicher verwendet werden könnten.

Ich rede da beispielsweise vom Erhalt von Naturflächen, auf denen die Tiere artspezifisch unabhängig vom Menschen leben könnten ...

Wie weit die Unabhängigkeit dann geht, bleibt noch zu überlegen ...


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Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


27.09.2003, 23:11
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Spiritus, der Panther
Träumer




Dabei seit: Oktober 2002
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Beiträge: 892
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Ach cat, du siehst das viel zu eng, wenn man bedengt, mit was die sonst so gedüngt werden, da kann man die auch gleich von der Mülldeponie nehmen
Hab da auch was in den Nachrichten gesehn, wusste aber nicht ganz, wo das gedreht wurde, sondern nur das die dort ein paar Pflänzchen bewunderten ( u.a. Hanf, allerdings soweit ich den botanischen Namen verstanden hab ne Art, die man nicht rauchen kann), so würds in dem Zusammenhang allerdings passen.

S, d P


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In Gedenken an Jamie Morand a.k.a. Pantherkönig
Vom 31.07.1975 bis 22.02.2003
Don't know where you are, but I'm whit you..

Das Leben ist der Sinn...

27.09.2003, 20:37
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Azyura
Omega-Wolf




Dabei seit: März 2003
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Beiträge: 217
Azyura ist offline
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Mhm... Zum einen würd ich sagen ja, weil wenn dort seltene oder ausgestorbene Pflanzen wachsen wärs ja nit mal so schlecht...

Zum anderen nein, wie schon gesagt wurde, es ist bestimmt nit so erfreulich wenn man ne Mülldeponie unter Schutz stellt, wo man doch das Geld in andere, für die Natur wichtigere Gebiete stecken sollte...

Zitat:
sondern dort leben auch Tiere wie Dachse, die ja Allesfresser sind, Füchse und Waschbären, die genau wie Dachse fast alles essen.

Ein Nachteil: Die Tiere werden viel zu abhängig und verlieren denn Sinn zu jagen wenn ihnen die Beute praktisch vor die Nase gelegt wird... Dazu würd ich sagen NEIN. Weil das ist das überhaupt nicht mehr naturschützend, sondern schädigend.

Azyura


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a rebell in chaos. a wolf in my soul.

27.09.2003, 18:51
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