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Nala
Löwin




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Königsfelsen

Beiträge: 772
Nala ist offline
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Ich verstehe die ganze Diskussion nicht.
Mein einfacher Verstand sagt mir: Ein Lehrer muss lehren können, oder hochtrabend ausgedrückt: Er/Sie sollte "pädagogischwertvoll" sein.

Entspricht nun ein Lehrer diesen Anforderungen, ist er also "pädagogischwertvoll", so käme er/sie gar nicht auf die Idee, beinahe fanatisch dafür zu kämpfen, ein Zeichen seiner Religionszugehörigkeit im Unterricht aufzeigen zu müssen.

Also schlussfolgere ich für mich: Diese Person ist pädagogisch nicht wertvoll und somit ein Lehrer auf den man gut und gern verzichten kann. Denn gerade Kinder sind in jedweder Richtung beeinflussbar und gerade dass sollten Schulen werde in politischer noch in religiöser Hinsicht sein. (siehe Petra oder Shir Khan)

Als Mutter einer seit dem ersten September die Schule besuchenden Tochter, weiß ich nur zu gut, welchen Vorbildcharakter Lehrerpersönlichkeiten haben. ( Aber Frau Busch macht das so.... aber Frau Busch hat gesagt.. )
Ein Lehrer/-in sollte in ihrer Persönlichkeit zumindest soweit gefestigt sein, als dass das Tragen eines Zeichen der Glaubenszugehörigkeit nicht zwingend notwendig ist, um lehren zu können.


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...wonder where the lions are....

24.09.2003, 21:11
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Spiritus, der Panther
Träumer




Dabei seit: Oktober 2002
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Nordrhein-Westfalen (DE)
Beiträge: 892
Spiritus, der Panther ist offline
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Ich sehs wie Nebelparder. Es ist ihr Kopftuch, genauso wie ich mein kreuz trage, und mein Pentagramm. Das Kruzifix hingegen war im Klassenraum angebracht, net wahr? Daher allein ist das schon was anderes.
Zudem ist das schwachsinn, das soetwas wie ein Kopftuch einen plötzlich zum islam gehen lässt. Kinder bekommen doch sowieso gleich den Glauben der Eltern aufgepackt, oder hat man euch gefragt, ob ihr getauft werden wolltet? Kinder sind in der Schule schon längst auf einen Glauben geprägt (okay, sagen wir die meisten), erst wenn man älter wird fängt man überhaupt an darüber nachzudenken, ob man mit dem eigenen Glauben überhaupt zufrieden ist.

S, d P


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In Gedenken an Jamie Morand a.k.a. Pantherkönig
Vom 31.07.1975 bis 22.02.2003
Don't know where you are, but I'm whit you..

Das Leben ist der Sinn...

24.09.2003, 20:02
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PetraB.
Alpha-Wolf




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Beiträge: 1301
PetraB. ist offline
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So sieht die Sache in anderen Ländern aus:

Zitat:
Auch die Franzosen tun sich schwer mit dem Kopftuch

Von Jennifer Tiede, Hamburg

Der Streit um die Neutralitätspflicht von Beamten geht auch nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts weiter. Die Bundesländer müssen nun entscheiden, ob Kopftücher in Klassenzimmern getragen werden dürfen. Wie ist die Situation in anderen Ländern?

Auch in Frankreich ist der Kopftuchstreit seit langem ein Thema. Anlass war 1989 die Weigerung dreier muslimischer Mädchen im Pariser Vorort Créteil, ihre Kopftücher während des Unterrichts abzunehmen, und ihr anschließender Schulverweis durch den Rektor.

Der mit dem Bundesverwaltungsgericht vergleichbare Conseil D’Etat entschied daraufhin salomonisch, dass das Tragen religiöser Zeichen in der Schule "nicht unvereinbar mit der religiösen Neutralität öffentlicher Schulen" ist. Allerdings erklärten die Richter "diskriminierende, den Unterricht störende oder prahlerisch-angeberische religiöse Zeichen" für unzulässig.


Urteil bietet Konfliktstoff

Nicht das religiöse Symbol an sich ist also ausschlaggebend für die Erlaubnis des Kopftuchtragens in französischen Klassenzimmern, sondern das damit einhergehende Verhalten. Die schwierige Auslegung des Urteils liegt im Ermessen der Schulleitung, was immer wieder zu Konflikten führt. In diesen Fällen kann eine Vermittlerin des Erziehungsministeriums als Schlichterin gerufen werden.

Anders als in Deutschland, stellt sich die Frage, ob eine Lehrerin mit Kopftuch unterrichten darf, in Frankreich allerdings nicht. Dort dürfen Angestellte des öffentlichen Dienstes in Ausübung ihrer Funktion keine Symbole religiöser Zugehörigkeit tragen. Dies schreibt das bereits 1905 erlassene Gesetz zur Trennung von Kirche und Staat vor. Die Republik Frankreich versteht sich als laizistischer Staat, der sich in keiner Weise auf religiöse Traditionen beruft und keine staatliche Förderung der religiösen Erziehung kennt.

Zurzeit wird in der französischen Regierung diskutiert, ob das Kopftuchtragen in Schulen generell verboten werden soll. Präsident Jacques Chirac hat eine Kommission einberufen, die das Thema der konfessionellen Neutralität in der Schule klären soll.


Kopftuch-Kontroverse in der Schweiz

Kopftücher sorgten auch in der Schweiz für Konfliktstoff. Mitte der 90er Jahre war einer Genfer Grundschullehrerin verboten worden, während des Unterrichts ein Tuch zu tragen. Sie war von Katholizismus zum Islam konvertiert und klagte vor dem schweizerischen Bundesgericht. Die Richter bestätigten die Entscheidung der Genfer Behörden. Ebenso urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschrechte.

In der Türkei herrscht eine strikte Trennung von Staat und Religion. Kopftücher werden in dem überwiegend islamisch geprägten Land als politisches Bekenntnis gewertet und sind an staatlichen Schulen generell untersagt. Weder Schülerinnen noch Lehrerinnen dürfen sie tragen.


Dänische Regierung stoppt Gesetzesinitiative

Kein Kopftuch-Verbot an Schulen gilt in Dänemark. Es gibt einige arbeitsrechtliche Entscheidungen, wonach Unternehmen ihre Angestellten nicht entlassen dürfen, weil sie ein Kopftuch tragen. Die rechtsgerichtete Dänische Volkspartei scheiterte vor wenigen Wochen mit ihrem Versuch, ein Gesetz auf den Weg zu bringen, das Kopftücher, aber auch alle anderen Kopfbedeckungen, in Schulen verbietet.

Verschleierte Frauen sind in Schwedens Berufsleben zwar selten, aber die Frage Kopftuch oder nicht stand trotzdem schon auf der Tagesordnung. Eine Lektorin in Umea, eine Krankenschwester in Växjö und eine Moderatorin des schwedischen Fernsehens in Stockholm – sie alle machten Schlagzeilen mit ihrem Kampf für das Kopftuch.


Ausnahme Nachrichtensendungen

Der öffentliche Sender Serviges Television (SVT) kam dabei schlecht weg. Er hatte der Palästinenserin Nadja Jebril 2002 eine Sendung weggenommen, weil sie auf die Bedeckung ihres Haares nicht verzichten wollte. Inzwischen darf sie wieder eine eigene Show leiten, denn der Sender änderte nach Protesten seiner Zuschauer die Vorschrift, das Moderatoren keine Kleidung tragen dürfen die vom Inhalt der Sendung ablenken könnte. Nun dürfen Frauen in fast allen Sendungen Kopftücher tragen. Nur in den Nachrichten bleibt Kleidung verboten, die religiöse Bedeutung hat.

Die Briten dagegen verstehen die Aufregung kaum: Sie akzeptieren das Kopftuch als ein Zeichen unter vielen anderen, das zu ihrer multikulturellen Gesellschaft gehört. In London ist es seit 2001 sogar Polizistinnen erlaubt, mit Kopftuch auf Streife zu gehen.

© 2003 Financial Times Deutschland


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... and yesss ... my rage ...
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Dieser Beitrag wurde von PetraB. am 24.09.2003, 17:58 Uhr editiert.

24.09.2003, 17:57
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Azyura
Omega-Wolf




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Ich hab ja auch nit von Kruzifixen geredet, eher nur von der Sache mit dem Kopftuch. Und letztendlich ist es ja nit unsere Sache, sondern die der Politiker. Mir ists sowieso egal.

Azyura


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a rebell in chaos. a wolf in my soul.

24.09.2003, 16:01
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nebelparder
Neofelis nebulosa




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nebelparder ist offline
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Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was man da streiten muss. Die Lehrerin darf an das glauben was sie will, im Islam trägt man halt ein Kopftuch, dann lasst sie das doch tragen.
Und mit dem Kruzifix, was Shir Khan auch noch ansprach, ist das meiner Meinung etwas anderes. Wenn ein Kind(oder ein Lehrer) ein kleines Kruzifix um den Hals tragen würde, wäre das auch ganz normal und erlaubt, es ist schleißlich sein Ding. Genauso sehe ich das bei der Lehrerin auch und ich glaube kaum, dass das Kopftuch irgendein Kind in religiöser Hinsicht beeinflusst. Die Eltern sind hier ja nur das Problem, und für meine Meinung dann auch ein bisschen ausländerfeindlich (ich will aber Shir Khan in KEINEM Falle Rasismus unterstellen).


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Nebelparder - Phantom der Regenwälder Asiens, doch wie lange noch?

24.09.2003, 14:59
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Sesshoumaru
sama




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Ich kann mich der Meinung von Guido Westerwelle eingentlich anschließen. Wir sind beide der Meinung das es nicht möglich ist das Cruzifix zu verbannen und Kopftücher Einzug halten zu lassen. Das ist genau der Kern der Aussage der für mich der wichtigste ist.

@Azyura: Das hat nichts mit Tolleranz oder Ignoranz zu tun. Es wurde nunmal das Cruzifix-Urteil erlassen und wir müssen damit leben. Es kann Dir ruhig egal sein, wenn sie mit Kopftüchern unterrichten. Und was passiert, wenn einem zu lange alles egal ist, daß haben gerade die Deutschen aus der Geschichte gerlernt, nicht wahr??? Das mag nicht unbedingt ein passender Vergleich sein, aber wenn sich "Egal"-Gesellschaft nun schon beschwert, wenn einem einmal was nicht egal ist, dann wirds kritisch.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

24.09.2003, 14:52
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PetraB.
Alpha-Wolf




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Die muslimische Lehrerin darf ein Kopftuch tragen, JA ... SOLANGE ES KEIN GESETZ GIBT, das diese Angelegenheit regelt.

Der Herr Westerwelle meint dazu:

Zitat:
Der FDP-Bundesvorsitzende DR. GUIDO WESTERWELLE gab zum "Kopftuch"-Urteil des Bundesverfassungsgerichts heute vor Journalisten folgendes Statement ab:

"Das heutige Urteil ist eine sehr weise Entscheidung der Bundesverfassungsgerichtes. Das Bundesverfassungsgericht hat die Entscheidung dahin gegeben, wohin sie hin gehört, nämlich in die Parlamente. Es ist richtig, dass jetzt die Politik gefragt ist, und es ist richtig, dass auch die Landtage entscheiden müssen. Unsere Haltung als Freie Demokratische Partei ist eindeutig: Wir sind seit vielen Jahrzehnten für die religiöse Neutralität des Staates. Das hat eine jahrzehntelange Tradition bei den Freien Demokraten. Religion gehört in den Religionsunterreicht. Das Kruzifix raus aus den Schulklassen, aber das Kopftuch rein in die Schulklassen, das ist keine überzeugende Linie.

Insgesamt ist es erforderlich, dass der Staat die religiöse Neutralität an den Schulen gewährleistet, sichert und schützt. In dem Sinne ist es auch aus meiner Sicht erforderlich, dass die Parlamente handeln. Die religiöse Neutralität ist eine ganz entscheidende Voraussetzung dafür, dass kein Kind in eine Richtung gedrängt wird, in die es selbst nicht gedrängt werden will, und in die auch die Eltern nicht wollen. Es darf hier keine Beeinflussung geben im normalen Schulunterricht. Religion gehört in den Religionsunterricht. Da brauchen wir nicht nur christlichen Religionsunterricht, sondern auch islamischen Religionsunterricht, aber ansonsten muss der Staat die Neutralität auch durchsetzen.

Das Kruzifix in Schulklassen zu verbieten, das Kopftuch aber zuzulassen, das ist keine konsequente Linie für die Politik. Das heißt unterm Strich: Wir begrüßen die Entscheidung der Bundesverfassungsgerichtes, denn die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes gibt jetzt auch den Parlamenten den Spielraum, die religiöse Neutralität im Schulunterricht durchzusetzen. Das betrifft nicht nur eine Religionsrichtung, sondern alle Religionsrichtungen müssen sich sagen lassen: Religion gehört in den Religionsunterricht, und ansonsten haben die Schülerinnen und Schüler und die Eltern ein Recht darauf, dass sie nicht in eine bestimmte Richtung gedrängt werden in der Erziehung, in die sie nicht vielleicht gedrängt werden möchten, weil sie etwas ganz anderen zu ihren religiösen Zielen zu ihrem Glauben erklärt haben."



Und ja, es ist auch meine Meinung, dass an Schulen die religiöse Neutralität gewahrt bleiben MUSS, ebenso wie die politische.


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Dieser Beitrag wurde von PetraB. am 24.09.2003, 14:16 Uhr editiert.

24.09.2003, 14:15
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Azyura
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Ganz ruhig erstmal...

Zitat:
Vielleicht haben es einige von Euch schon in den Nachrichten gehört oder gelesen. Das Bundesverfassungsgericht hat heute entschieden, daß eine Lehrerin nach ihrem ermessen während des Unterrichts auch ein Kopftuch tragen darf.


Im Grunde genommen ist sowas n Mist, wenns schon nen Gesetzt dazu gibt. Is meine Meinung...

Zitat:
Im lang erwarteten Kopftuch-Urteil hat das Bundesverfassungsgericht den Ball an die Politik zurückgespielt. Zwar kann ein Bundesland grundsätzlich seinen Lehrern das Tragen von Kopftüchern im Unterricht verbieten. Trotzdem hat die moslemische Lehrerin in dem vorliegenden Fall mit ihrer Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht Erfolg gehabt, weil in Baden-Württemberg das Gesetz fehlt, das ihr das Kopftuchtragen verboten hätte.

Quelle


Mein Gott Leuts... Wisst ihr was? Wenn man schon Lehrerinnen, die aus religiösen Gründen Kopftücher tragen durch ein Gesetz dazu zwingt, dies nicht zu tun, was ist das dann? Unakzeptanz und Intoleranz! Mir wäre es piepegal wenn so eine Lehrerin bei uns rumlaufen würde, nur was die meisten Menschen eben nicht können ist zu akzeptieren und zu tolerieren... Und genau da liegt das Problem. Auch wenns dazu schon Gesetze gibt sind die wie gesagt reinster Mist. Zudem ist diese Lehrerin eine Deutsche, auch wenn sie aus Afghanistan stammt, weshalb sie auch ein paar Rechte mehr hat, auch wenn diese da jez nit grad dazugehörn. Und ebenso herrscht hier Religionsfreiheit - das kann doch nit normal sein?! Trotzdem ist es ist einfach nur Schwachsinn...

Falls mir jemand jez den Kopf abhacken will (ich meins nit ernst ), dann soll man sich bitte per IM/ICQ/Mail/sonstwas bei mir melden, ich muss mich net hier öffentlich streiten.


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24.09.2003, 14:08
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Sesshoumaru
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Vielleicht haben es einige von Euch schon in den Nachrichten gehört oder gelesen. Das Bundesverfassungsgericht hat heute entschieden, daß eine Lehrerin nach ihrem ermessen während des Unterrichts auch ein Kopftuch tragen darf.

Der Hintergrund: Eine Schule untersagte einer Lehrerin mit Kopftuch zu unterrichten, da religiöse Anschauung nicht Teil des regulären Unterrichts sein sollen. Die Lehrerin klagte durch alle Instanzen und bekam heute Recht.

Ich erachte diesen Richterspruch jedoch als falsch. Meiner Meinung nach haben Kopftücher im Unterricht an deutschen Schulen nichts zu suchen. Es gibt auch einen klaren Grund warum ich dieser Auffassung bin. Es geht keineswegs nur darum, daß es nicht Teil der westlichen Kultur ist, es geht vielmehr um ungerechte ungleiche Behandlung.

Vor nicht zu langer Zeit hat das selbe Verfassungsgericht geurteilt, daß in Klassenräumen nur dann ein Cruzifix aufgehangen werden darf, wenn die Eltern aller Kinder dieser Klasse nichts dagegen haben. In diesem Urteil sehe ich einen krassen Widerspruch zu dem heutigen Urteil.

Während im Fall des Kreuzes alle Eltern einverstanden sein müssen, liegt es im Fall der Lehrerin mit Kopftuch völlig in ihrem Ermessen was sie macht. Ich sehe in der religiösen Bedeutung eines Kopftuchs als Zeichen des Islams keinen Unterschied zum Kreuz als Zeichen des Christentums.

Die beiden Urteile sind in meinen Augen somit mehr als widersprüchlich - sie sind Paradox. Es ist keinesfalls zu akzeptieren, daß es nun schon soweit zu seien scheint, daß ausländische Einflüssen in Deutschland Narrenfreiheit zugesprochen wird und die inländischen kulturellen Belange nur unter Auflagen gesehen werden können. Das ist eine sprichwörtlich himmelschreiende Ungerechtigkeit in der Urteilsfähigkeit des Verfassungsgerichts.

Es mag gut sein, daß ich einge Dinge zu ernst sehe, aber den Spruch "wehret den Anfängen" sollte man auch beherzigen. Als Verwaltungsbehörde würde ich auf jeden Fall Widerspruch gegen dieses Urteil einlegen oder wenn nicht möglich, dann vors EU-Verfassungsgericht ziehen. Es kann doch nicht angehen, daß die Deutschen wieder mal aus einer verblendeten idiologischen 2ten-Weltkriegs-Wiedergutmachungs-Moral die eigene Gesellschaft nun völlig zersetzen lassen.

Ich kann nicht ausschließen, daß ich etwas von dem was ich gehört habe falsch interpretiert habe. Wenn, dann tut es mir leid, aber so wie sich das im Augenblick darstellt ist es einfach nur ein unhaltbarer Zustand.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

24.09.2003, 13:33
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