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PetraB.
Alpha-Wolf




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Es ist vollkommen richtig, dass ''Bodenhaltung'' keine wesentlich erhöhte Lebensqualität für Legehennen darstellt.

Hier eine kleine ''Haltungs- und Eierkunde'':

Legehennenhaltung heute und morgen

Die Mehrheit der Verbraucher lehnt Eier von Käfighühnern ab und greift stattdessen zu Eiern, die von Hühnern aus folgenden alternativen Haltungsformen stammen:

Freilandhaltung: Die Tiere haben tagsüber Auslauf auf einer Fläche von mind. 4 m2 pro Tier.

Bodenhaltung: Die Tiere haben keinen Auslauf ins Freie (eingene Anm.: und auch kein Tageslicht). Im (teilweise) eingestreuten Stall leben maximal 9 Tiere pro m2, wenn sie auf mehreren Ebenen gehalten werden, maximal 18 Tiere pro m2.

Öko- oder Bio-Eier: Im eingestreuten Stall leben maximal 6 Hennen pro m2, das Futter der Hühner stammt aus ökologischem Anbau, bei Freilandhaltung haben die Tiere tagsüber Auslauf auf einer Fläche von mind. 4 m2 pro Tier.

Sie müssen davon ausgehen, dass Eier, die nicht mit einem Hinweis auf eines dieser alternativen Haltungssysteme gekennzeichnet sind, aus der tierquälerischen Käfighaltung stammen. Das bedeutet, dass vier bis fünf Hennen in einem Käfig zusammengepfercht sind. Der Platz pro Huhn beträgt weniger als eine DIN A-4-Seite. Sich Strecken, Flügelschlagen oder Flattern ist nicht möglich. Auf dem bloßen Drahtboden können sie nicht Futterscharren oder Sandbaden. Die Tiere leiden unter der nicht artgemäßen Haltung und haben Verletzungen an Gliedmaßen und Flügeln.

Sie als Verbraucher können durch Ihr Kaufverhalten entscheiden, welches Haltungssystem Sie unterstützen. Zeigen Sie durch Ihr Kaufverhalten, dass die Belange der Tiere für Sie wichtig sind.


Das Wichtigste zur Eier-Kennzeichnung

Eier aus artgerechter Tierhaltung sind vom Aussehen her nicht von denen aus der tierquälerischen Mas-sentierhaltung zu unterscheiden. Wir haben uns daher jahrelang dafür eingesetzt, dass eine Kennzeichnungspflicht für Eier entsprechend ihrer Herkunft eingeführt wird und damit hatten wir Erfolg.

Ab Januar 2004 muss jedes Ei in der EU entsprechend seiner Herkunft und Haltungsform gekennzeichnet sein. Stammen die Eier aus der Käfighaltung, muss dies auch angegeben werden. Derzeit gibt es noch keine Verpflichtung, Eier nach Herkunft und Haltungssystem zu kennzeichnen. Im Vorgriff auf die ab 2004 bestehende Kennzeichnungspflicht haben sich hierzulande allerdings bereits freiwillige Kennzeichnungssysteme etabliert. Folgende Kennzeichnungen finden Sie im Handel:

Freiwillige Kennzeichnung nach Orgainventsystem

Die Herkunft der Eier wird auf dem Ei oder auf der Verpackung verschlüsselt angegeben. D steht für Eier aus Deutschland, es folgt eine sechsstellige Zahlenkombination, deren vierte Ziffer über das Haltungssys-tem Auskunft gibt: 1 = Freilandhaltung, 3 = Bodenhaltung, 5 = Käfighaltung.

Freiwillige Kennzeichnung nach KAT (kontrollierte alternative Haltungsform)

Der europaweit aktive Verein für kontrollierte alternative Haltungsformen e.V. kennzeichnet Eier eben-falls mit einem Zahlencode (z.B. 1-2-12345–003). Hier dokumentiert die erste Ziffer die Haltungsform (0 = Bio-Ei, 1 = Freilandhaltung, 3 = Bodenhaltung, 4 = Volierenhaltung, 5 = Käfighaltung). Mit der zweiten Ziffer wird das Herkunftsland codiert (1 = Belgien, 2 = Deutschland, 3 = Frankreich, 6 = Niederlande, 7 = Dänemark), die dritte Zahl steht für den Legebetrieb und die vierte für den Stall.

„Öko“ und „BIO“

Eier, die in Deutschland den Vorgaben der EU-Verordnung Ökologischer Landbau entsprechend produziert und vermarktet werden, müssen mit der Prüfnummer einer unabhängigen Kontrollstelle etikettiert sein (z.B. DE-099-Öko-Kontrollstelle). Meist sind sie außerdem mit den Labeln der Öko-Landbauverbände, der Öko-Handelsmarken oder mit dem neuen Biosiegel versehen. Käfighaltung ist bei Bio- oder Ökoeiern ausgeschlossen.

Quelle: Tierschutzbund


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23.09.2003, 21:17
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Dark
Wolfswelpe




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Hört sich ja schön und gut an, aber Bodenhaltung ist auch nicht wirklich besser auch wenn es sich danach anhört. Hühner werden statt dessen in grosse Hallen eingepfercht. Das hört sich auch nicht unbedingt besser an...
Wie läuft das eigentlich mit den österreichischen Handel? In der Werbung preisen die Geschäfte zwar
immer wieder Eier aus Freiland und Bodenhaltung an, aber ob da wirklich im Endeffekt das drin was man sich erwartet ist zu bezweifeln

Dieser Beitrag wurde von Dark am 23.09.2003, 16:04 Uhr editiert.

23.09.2003, 16:02
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Wizard
Doppel-As




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schön, wenn sich aldi tatsächlich zu dieser massnahme entschieden hat. ob es allerdings die erhoffte signalwirkung auf andere grossanbieter hat, wage ich in einer zeit, in der das geld regiert zu bezweifeln. selbst ein zehntel cent preisunterschied würde in diesen mengen noch ein sehr ordentliches sümmchen ausmachen....
anstatt die kunden auf die zum teil gnadenlosen haltungsbedingungen zu sensibilisieren wird seitens produktion und handel doch nur augenwischerei betrieben (bsp. bodenhaltung).
ich gratuliere aldi zu dieser entscheidung, immerhin ein schritt in die richtige richtung.....
ich hoffe, dass es dafür dann auch entsprechende kontrolleinrichtungen geben wird und dass nicht auf diese art billige werbung betrieben wird


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puisque toutes les creatures sont au fond des freres,
il faut traiter vos betes commes vous traitez vos amis

23.09.2003, 13:54
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PetraB.
Alpha-Wolf




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Dass ausgerechnet ''Aldi'' sich gegen Käfigeier entschieden hat, wenn auch mit einer Übergangsfrist, hat nach meiner Meinung in der Tat eine weitreichende Signalwirkung.

Ich kaufe schon seit Äonen ausschliesslich Eier aus Freilandhaltung (nicht zu verwechseln mit Bodenhaltung) und unser Eierkonsum liegt bei unter 10 Eiern/Monat für 2 Personen.


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23.09.2003, 12:16
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nettwork
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Bravo! Endlich mal ein Erfolgsmeldung.
Nachdem Aldi als 'Hofer' in Österreich auftritt, erwarte ich mir auch bei uns eine dementsprechende Umsetzung.


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Unmöglich ist eine Meinung
und keine Tatsache!
(Adidas Werbung)

23.09.2003, 09:22
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PetraB.
Alpha-Wolf




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ALDI Nord entscheidet sich gegen den Verkauf von Kaefigeiern

Meilenstein fuer den Tierschutz bei Legehennen

22. September 2003 - Der Handelsriese ALDI-Nord plant spaetestens zum Februar 2006 voellig auf den Verkauf von Eiern aus Kaefighaltung zu verzichten.

Diese Entscheidung betrifft sowohl Eier aus herkoemmlichen Kaefigen als auch Eier aus so genannten ausgestalteten Kaefigen. Deutlich vor dem gesetzlich festgelegten Ende der Kaefighaltung am 1.1.2007 wird damit einer der groessten deutschen Einzelhandels-Konzerne den kompletten Umstieg auf Eier aus alternativen Haltungssystemen abgeschlossen haben.


Fuenf namhafte Tierschutz-Organisationen

- Menschen fuer Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
- PETA-Deutschland e.V.
- PROVIEH - Verein gegen tierquaelerische Massentierhaltung e.V.
- Stiftung Albert Schweitzer fuer unsere Mitwelt und
- VIER PFOTEN e.V.

engagieren sich seit einem Jahr in der Initiative ''Handeln mit Gewissen'' fuer ein Umdenken des Handels in Bezug auf den Verkauf von Kaefigeiern. Gespraeche Anfang Juli 2003 zwischen der Initiative und ALDI Nord zeigten weitgehende Uebereinstimmung in der Beurteilung der Problematik der Batteriekaefighaltung. ALDI Nord beabsichtigt daher, auf den Verkauf von Eiern aus solchen Haltungen spaetestens nach einer Uebergangsfrist von 32 Monaten voellig zu verzichten.

''Wir begruessen die Entscheidung ALDIs ausdruecklich und gehen davon aus, dass sie Signalwirkung auf die anderen grossen deutschen Handelsunternehmen haben wird'', sagt Rechtsanwalt Wolfgang Schindler, Sprecher der Initiative. ''Auch Unternehmen wie Rewe, Metro, Lidl oder Edeka muessen nun endlich ihr Handeln an ethischen Massstaeben ausrichten. Fuer Eier aus tierquaelerischer Kaefighaltung darf es keinen Platz in den Regalen geben.'' Optimismus ist angebracht, wie sich am Beispiel der Niederlande zeigt. Dort hat bereits die Mehrheit der grossen Handelsketten - darunter auch ALDI und Lidl - angekuendigt, in Zukunft auf den Verkauf von Kaefigeiern zu verzichten.

Ohne ueberzeugende Sachargumente wollen die Laender Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern diese positive Entwicklung zu mehr Tiergerechtigkeit und Gesetzmaessigkeit aufhalten. Auf der am 24. September 2003 in Rostock beginnenden Agrarministerkonferenz der Laender soll der Zulassung der Mogelpackung ''modifizierter Kaefig'' der Weg geebnet werden. Diesen Plaenen fehlt allerdings jeder Beifall. Nicht nur 88 Prozent der VerbraucherInnen sprechen sich fuer einen schnellstmoeglichen Ausstieg aus jeglicher Kaefighaltung aus, wie eine Umfrage der Initiative im Maerz diesen Jahres gezeigt hat. Auch beim deutschen Einzelhandel ist ein Prozess des Umdenkens voll im Gange. Dies wird dem Absatz von Eiern aus Boden- und Freilandhaltung einen enormen Schub versetzen. Die deutschen Eiererzeuger sollten daher verstaerkt in alternative Haltungsformen investieren, anstatt weiter das Verbot der tierquaelerischen Legebatterien zu beklagen.

''Es wird wieder einmal deutlich, dass die verantwortlichen Agrarminister Hans-Heinrich Ehlen und Till Backhaus die Interessen der Agrar-Industrie vertreten, unabhaengig von dem seit 30 Jahren geltenden Tierschutzgesetz'' so Schindler abschliessend. ''Dem gesetzwidrigen Vorhaben dieser Bundeslaender werden sich die Mitglieder der Initiative mit aller Macht entgegenstellen.''

Quelle


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© Alpha P.

Dieser Beitrag wurde von PetraB. am 22.09.2003, 15:14 Uhr editiert.

22.09.2003, 15:10
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