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Sesshoumaru
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Von Wölfen lernen, die Hunde zu verstehenAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Die Tierpsychologin Patricia Wilm zeigt den Menschen, was das Verhalten von Hunden bedeutet.
Von Cornelia Büddig

Trittau - "Die Wolfswelpen haben mich jedes Mal bestürmt", berichtet Patricia Wilm (37) von ihrem Praktikum bei dem inzwischen verstorbenen Biologen Erik Zimen, der sich durch seine Forschungen über Wölfe international einen Namen gemacht hat. Die zweifache Mutter aus Kasseburg (Kreis Herzogtum Lauenburg) war während ihrer Ausbildung zur Tierpsychologin für zwei Wochen in Bayern und hat geholfen, sechs kleine Wölfe aufzupäppeln.

Fünfmal am Tag hat sie den Wolfsbabys die Flasche gegeben. "Wenn ich einen Wolf gefüttert habe, saugten die anderen an meinen Ohrläppchen oder knabberten hungrig an meiner Kleidung", erinnert sich Patricia Wilm. Die 37-Jährige hat in dieser Zeit Grundlegendes über das Verhalten von Wölfen und Hunden gelernt, und sie möchte dieses Wissen künftig in Trittau an der Volkshochschule an Hundehalter weitergeben. "Es geht darum, mehr Verständnis für unseren Sozialpartner Hund aufzubringen", sagt Patricia Wilm.

Ein wichtiges Anliegen ist der Dozentin, dass Hunde nicht vermenschlicht werden. "Denn diese Sichtweise führt dazu, dass Hunde unterschätzt werden", betont die Tierpsychologin, die seit 1999 zwei Hunde besitzt: Bonnie, einen sieben Jahre alten Drahthaar-Münsterländer-Mischling, und Watson (4), einen Schnautzer-Mix. Beide Tiere sind als Suchhunde ausgebildet. Denn Patricia Wilm gehört seit 1996 der Rettungshundestaffel des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) Stormarn-Segeberg an, inzwischen ist sie dort auch Ausbilderin.

"Hunde müssen ihren Platz in der Gesellschaft wiederfinden", betont Patricia Wilm und verweist auf die Vielfalt der Aufgaben, die Hunde seit Jahrhunderten für den Menschen übernehmen. Klassisches Beispiel ist der Schäferhund, ohne den ein Hirte seine Herde kaum zusammenhalten könnte.

Für eine gute Beziehung zwischen Mensch und Hund sei es wichtig, dass Hundebesitzer das Verhalten ihrer Tiere richtig deuten können. Patricia Wilm macht das am Beispiel des Jagdverhaltens deutlich. Sie zitiert dabei den Hundetrainer Günther Block, der den Satz geprägt hat: "Hunde jagen, Wölfe gehen auf die Jagd". Dabei bezieht er sich auf folgende Erkenntnis: Um in freier Natur zu überleben, sind Wölfe darauf angewiesen, sparsam mit ihren Kräften umzugehen. Beutetiere verfolgen sie nur dann, wenn die Jagd erfolgreich erscheint.

Hunde, die im Haus gehalten werden, können es sich dagegen leisten, viel mehr umherzuhetzen, denn sie haben eine zuverlässige Futterquelle. "Hunde verhalten sich meist ihr Leben lang ein bisschen wie jugendliche Rabauken, sie sind viel spielerischer als erwachsene Wölfe", erklärt Patricia Wilm.

Die Tierpsychologin nennt noch ein zweites Beispiel. "Das Pföteln etwa ist eine Unterwerfungsgeste, die sich vom Milchtritt ableitet", erklärt die Expertin. Wenn der Hund also seinem Herrchen seine Pfote geben will (pfötelt), dann ist das für das Tier nur eine Nachahmung einer Geste aus seinen Kindertagen: der Tritt der Pfoten beim Säugen.

Gleichzeitig möchte sie ihren Zuhörern aber auch vermitteln, dass nichts daran ist an der "Mär vom bösen Wolf". "Wölfe sind ganz scheue Tiere", erklärt Wilm. In Bayern hätten Salutschüsse während eines Festes gereicht, um die Welpen gründlich zu erschrecken. "Die Sechs waren über Stunden nur ein einziges Knäuel", erinnert sie sich. Angriffe von Wölfen auf Menschen, von denen immer wieder berichtet wird, seien nie bewiesen worden.

Quelle: Hamburger Abendblatt


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

14.09.2003, 23:15
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