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Nala
Löwin




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Komentar zu einem Bericht im Wiesbadener Kurier vom 21.04.06



Informationsgespräch der Hegegemeinschaft mit Behördenvertretern und der Polizei

Traurige Bilanz für 2005: Allein im Wiesbadener Osten verendeten 140 Rehe, Wildschweine und Hirsche

223 000 Wildunfälle ereigneten sich 2005 in Deutschland, allein im Wiesbadener Osten verendeten 140 Rehe, Wildschweine und Hirsche. Das ruft nach Prävention und eben deshalb kam es auch zu diesem Infogespräch, bei dem erstaunliche Unwissenheit der zuständigen Polizeibehörde zutage trat.

So waren der Polizei bislang nur zwei von insgesamt fünf Unfallschwerpunkten bekannt. (Unfallschwerpunkt ist nach Definition der Polizei, wo es innerhalb eines Jahres zu drei Unfällen durch die gleiche Ursache kommt.)

Zitat:
"Nicht alle Unfälle werden uns gemeldet. Viele Unfallverursacher wenden sich direkt an die Pächter, weil sie von denen eine Bescheinigung für ihre Autoversicherung bekommen. Hätten wir gewusst, wo die Schwerpunkte wirklich liegen, hätten wir die zuständigen Behörden längst informiert, denn die sind verpflichtet, etwas gegen die Unfälle zu unternehmen" (Jörg Garnjost zuständiges Polizeirevier)


Nur durch diese Unwissenheit konnte es passieren warum gerade an den Hauptwildwechseln der Nauroder Reviere die Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 auf 90 kmh gelockert wurde. Toll!! Gaaaaaanz Toll!!!
Ebenfalls ganz toll ist die Tatsache, dass sich die Jagdpächter die Mühe machten 420 Wildreflektoren an den Verkehrsleitpfosten entlang der Unfallschwerpunkte anzubringen, von denen aber ein Großteil zerstört wurde oder beim Austauschen der Pfosten an der Straße mit verschwunden ist.
Merkwürdig... sehr merkwürdig, denn jeder Autofahrer der ein Stück Leitplanke oder einen Pfosten beschädigt muss diesen der Stadt oder dem Land dem er gehört ersetzen, warum wird denn da nicht auf die Reflektoren geachtet????

Ergebnis des Gespräches ist denn dann auch zum einen ein regelmäßiger Infoaustausch zwischen Polizei und Hegegemeinschaft.
Aber auch :
Zitat:
Neben weiteren Wildreflektoren wollen die Jäger nun auch so genannte Duftzäune entlang der gefährdeten Strecken installieren. Dazu werden im Abstand von zehn Metern mit einem umweltneutralen Schaum gefüllte Kugeln aufgehängt. "Dieser Schaum riecht nach natürlichem Schweiß von Wolf, Luchs, Bär und Mensch und soll die Tiere nicht vom Weiterziehen abhalten, sie aber für mögliche Gefahren sensibilisieren", erklärt Deußer. Für Menschen sei der Geruch kaum wahrnehmbar, bei den Tieren zeige er aber große Erfolge: "Wo diese Zäune installiert wurden, sind die Unfallzahlen um 76 Prozent zurückgegangen."



Wie im Beitrag von Sess zu lesen sind diese Zäune nicht gerade billig und so sicherten den Jagdpächtern Titus Mertens vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen und Ralf Gunkel vom Tiefbauamt finanzielle Unterstützung zu.

Nur weiter so!!!


__________________
...wonder where the lions are....

01.05.2006, 20:20
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Sesshoumaru
sama




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Fuchs & Co. in der Duft-Falle

Zahl der Wildunfälle steigt seit Jahren im Landkreis an / Technik bietet Lösungen, aber es fehlt am Geld
Von Gabriele Schrul

Jeder siebente Verkehrsunfall im Landkreis Sächsische Schweiz ist ein Wildunfall. Tendenz steigend. Technische Lösungen zur Vorbeugung gibt es, doch einen hundertprozentigen Schutz bieten sie nicht.

Sie wollte in Höhe Augustusberg nahe Berggießhübel einem Reh mit ihrem Pkw ausweichen. Das war kurz nach Mitternacht. In solchen Situationen guckt vermutlich kein Kraftfahrer erst in den Rückspiegel, sondern schlägt instinktiv das Lenkrad in die vermeintlich rettende Richtung. Hier war es links. Allerdings kriegte die Dame im nachfolgenden Auto die Kurve nicht und landete an einer nahen Mauer. Das Reh kam mit dem Schrecken davon, die Fahrerin nicht. Sie verletzte sich leicht. Der Sachschaden beträgt 7 500 Euro. Das war einer von acht Wildunfällen allein in der zweiten Augustwoche.

Tier gehört, getötet oder verletzt, dem Jagdpächter

Die Statistiken sind voll davon. Und von Jahr zu Jahr werden es mehr. Lag der Anteil am Gesamtunfallgeschehen im Landkreis 1999 noch bei 9,5 Prozent, so waren es im vorigen Jahr knapp 13 Prozent.

Passiert ein Wildunfall, dann gibt es im günstigsten Fall nur einen Blechschaden, und das Tier überlebt. Im schlimmsten Fall werden auch Menschen verletzt. „Ursache sind die hohe Verkehrsdichte und Geschwindigkeiten am äußersten Limit“, sagt Franz Richter, Jäger im Pirnaer Revier. Einen weiteren Grund sieht er darin, dass das Wild durch Spaziergänger mit Hunden in Wald oft aufgescheucht wird und verschreckt flüchtet. Denn an den Straßenverkehr haben sich die Tiere gewöhnt, aber von frei laufenden Hunden fühlen sie sich in ihrem Lebensraum gestört. Eigentlich besteht in Wald und Feld Leinenzwang, das interessiere die meisten Hundehalter allerdings nicht.

Hinzu kommt die zunehmende Zerschneidung der Landschaft. Grundsätzlich bedeutet jeder Straßen- und Wegebau immer einen Einschnitt in die seit hunderten von Jahren existierenden Wildwechsel. Sind es neu angelegte Strecken, dauert es meist sehr lange, ehe sich die Tiere neu orientiert haben.

Dennoch wird der Zustand nicht so einfach hingenommen. Frank Marschner, Langburkersdorfer Forstamtsleiter und zugleich Vorsitzender der Kreisjägerschaft, kennt mehrere Möglichkeiten, diese Art von Unfällen wenigstens etwas einzudämmen: sichere Wechselmöglichkeiten bieten, Gefahrenstellen mit Reflektoren, akustischen Wildwarnern oder Zäunen, wie neuerdings entlang der B 172 am Königsteiner Berg, sichern. Helfen kann auch ein auf Baumrinden aufgesprühter Plastik-Schaum. Er enthält eine chemische Substanz, die nach Bär, Wolf, Luchs oder Mensch riecht. Dieser signalisiert für Hase, Reh, Wildschwein & Co.: Hier ist Gefahr in Verzug, zum Beispiel auf einem etwa 200 Meter langen Abschnitt auf der Straße zwischen Cotta und Berggießhübel. Handicap: Aller halber bis dreiviertel Jahre müsse der Duftstoff erneuert werden. Das ist Marschner zufolge nicht nur eine Zeit-, sondern vor allem eine Kostenfrage. So sind derart geimpfte Stellen im Kreis eher selten. Um die Finanzierung müsse sich der Staat Gedanken machen. Dass die Versicherungen ihren Beitrag zur Prävention leisten, daran glauben die Jäger nicht.

Der unfreiwillige Wild-Tod bleibt damit auf der Tagesordnung. Das Tier gehört, getötet oder verletzt dem zuständigen Jagdpächter. Der muss bei einem Verkehrsunfall informiert werden. In der Regel übernimmt das die Polizei. Sie sollte in jedem Fall angerufen werden, rät Polizeisprecherin Gabriele Heyde. Hier liegt auch das Verzeichnis der Jagdausübenden im Landkreis Sächsische Schweiz und der Staatlichen Forstämter mit Adressen und Telefonnummern.

Quelle: sz-online


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

27.08.2003, 01:23
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