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Spiritus, der Panther
Träumer




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Spiritus, der Panther ist offline
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Hm, tote Tauben zu verschicken, bei denen man nichteinmal zweifelsohne beweisen kann, das es die des Erhalters sind, halte ich für sinnlos.
Allerdings ist das, was hier zur Verteidigung des Taubensports gesagt wird, eher ein Schuss, der nach hinten losgeht. Denn auch Hunderennen sind schon oft in Verruf gekommen, und das Pferde normalerweise Hindernisse umgehen, selbst wenn es ein niedriges ist, beführwortet nicht grad das Springreiten.
In diesem Fall kann ich mich auf keine der beiden Seiten stellen...

S, d P


__________________
In Gedenken an Jamie Morand a.k.a. Pantherkönig
Vom 31.07.1975 bis 22.02.2003
Don't know where you are, but I'm whit you..

Das Leben ist der Sinn...

12.08.2003, 19:42
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Sesshoumaru
sama




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Dicke Brieftauben-Post

Taubensport ist Tierquälerei - dies behauptet die Bieler «Vogelmutter» Liz Vogt. Ihr Verständnis von Tierschutz nimmt bisweilen allerdings seltsame Formen an: Vogt verschickt verweste Tauben.
Andrea Sommer

Vor gut einem Monat blieb Rita Schmidlin-Koller beim Öffnen der Post buchstäblich die Luft weg:Statt der Engadiner Nuss-torte einer lieben Freundin fand die Redaktorin der Zeitschrift «Tierwelt» in dem an sie adressierten Paket eine tote, bereits stark verweste Taube. Absenderin des Paketes ist Liz Vogt, Leiterin der Bieler Schwanenkolonie.
Dies ist bereits das zweite Paket makaberen Inhalts, das Schmidlin-Koller - sie betreut die Rubrik Brieftauben der «Tierwelt» - von Liz Vogt erhalten hat: Im Juli 2000 schickte Vogt sogar zwei verweste Tauben an die Redaktion der «Tierwelt».

Warum Liz Vogt tote Tauben auf die Redaktion einer Tierzeitschrift schickt, bleibt Schmidlin-Koller allerdings rätselhaft. Auch Vogts Begleitschreiben verrät wenig über die Beweggründe der Bieler «Vogelmutter»: «Darin fordert sie mich auf, die Tauben-sportler, also die Besitzer der toten Tauben, abzuklären.» Eine Aufgabe, die nicht die ihre sei, so die Redaktorin. «Zumal es im Kanton Bern die Stiftung Brieftaubenstation Sand, eine Zugeflogenenstelle, gibt, die sich um verloren geganene Brieftauben kümmert.» Eine Adresse, die «der Leiterin der Schwanenkolonie von Berufs wegen eigentlich bekannt sein müsste», so Schmidlin-Koller.

«Übertriebene, irregeleitete Tierliebe»
Und Schmidlin-Koller weiter: «Wir nehmen keine Obduktionen vor und führen keine Liste sämtlicher Taubenbesitzer. Zudem hätte es gereicht, lediglich die Fussringe der Tauben einzuschicken.» Zwar züchte sie gemeinsam mit ihrem Mann Brieftauben, die auch an Wettflügen teilnehmen. Bloss: Die ihr zugeschickten toten Tiere gehörten nicht zu ihrem Schlag. «Jede gezüchtete Taube muss einen Fuss-ring tragen. Anhand dessen sich der Besitzer ausfindig machen lässt.» Da eine der toten Tauben keinen Ring trug, ist für Schmidlin-Koller klar, «dass es sich hier um eine gewöhnliche Stadttaube handeln muss». Verlieren, wie Vogt dies behauptet, könnten die Tauben die Fussringe unmöglich. «Der Ring aus Metall und Plastik wird der jungen Taube angelegt und kann unmöglich verloren werden.» Zudem sei es äusserst schwierig nachzuvollziehen, woran eine Taube gestorben sei. Denn Gefahren lauern viele: So können Tauben Opfer von Raubvögeln, Hochspannungsleitungen oder aber auch von plötzlichen Wetterumschwüngen werden. Für Schmidlin-Koller sind Vogts grausige Pakete das Resultat «übertriebener und irregeleiteter Tierliebe».

Vogt: «Schampar nette Geste»
Vogt dagegen lässt keine Zweifel an der Richtigkeit der Empfängerin ihrer makaberen Pakete aufkommen. Verweste Tauben an die Redaktion einer Tierzeitschrift zu senden sei nichts Geringeres als «eine schampar nette Geste» ihrerseits. Denn wer den Tauben-sport ernst nehme, den sollte auch interessieren, woran seine Tiere gestorben sind, ist Vogt überzeugt. Grundsätzlich aber hält die Bieler Tierschützerin den Taubensport für Tierquälerei. Mehr will Vogt dazu nicht sagen.

Dass Taubenzucht und das Wettfliegen von Brieftauben Tierquälerei ist, mag indes André Berthoud, Präsident des Tierschutzvereins Biel-Seeland, nicht bestätigen; «Mir ist diesbezüglich noch nie eine Reklamation zu Ohren gekommen.» Auch bei der Schweizerischen Vogelwarte in Sempach mag man dies nicht bestätigen. Im Gegenteil: Mit dem Taubensport werde lediglich das natürliche Verhalten der Brieftaube perfektioniert, so wie dies bei Schlittenhundenrennen oder bei Springpferden der Fall sei, sagt Matthias Kestenholz, Biologe bei der Vogelwarte und zuständig für Medienauskünfte. «Da die Tauben nur dann gute Leistungen erbringen, wenn sie auch gut gehalten sind, ist in der Regel kein Taubensportler daran interessiert, seine Tiere zu vernachlässigen», so Kestenholz. Dies bestätigt auch Jean-Pierre Nell, Präsident des Verbandes Schweizerischer Brieftaubenzüchter. «Es ist unmöglich mit Tauben Wettflüge zu bestreiten, die nicht gut gepflegt sind.» Da es schwer sei, eine kranke Taube in einem Schlag sofort zu finden, würden die Tiere vor allem bei den Wettkämpfen genau betrachtet. «Wenn uns zu Ohren kommt, dass ein Züchter seine Tauben schlecht hält, dann erhält dieser keine Fussringe mehr vom Verband», so Nell. Und damit fällt auch die Teilnahme an Wettbewerben dahin.

Tauben in freier Wildbahn leben gefährlich
Wer eine Taube fliegen lässt, der läuft Gefahr, dass das Tier nicht wieder in den Schlag zurückkehrt. In der Taubensportregion von Lausanne bis Bern ziehen die Züchter heuer eine schlechte Wettkampf-Bilanz:Im Schnitt hätten sie, so Nell, einen Verlust von rund 60 Prozent hinnehmen müssen. Für das Gebiet von Langenthal bis St. Gallen sieht die Bilanz etwas besser aus:Hier belaufen sich die Verluste auf rund 30 Prozent. «Die Tauben werden von Raubvögeln geschlagen oder sie geraten in ein Unwetter», erklärt Kestenholz. Dies seien jedoch natürliche Gefahren für die Tauben. Eine Gefahr, die den Tauben nicht nur auf Wettflügen droht: «Wir lassen die Tauben zweimal täglich aus- fliegen. Im Winter behalten aber viele Züchter aus Angst vor Raubvögeln ihre Tauben im Schlag.» Doch nicht nur die fliegenden Champions der Taubenzüchter sind Gefahren ausgesetzt, auch die Stadttauben leben gefährlich - ihnen droht der Strassenverkehr.

Quelle: Bielertagblatt


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

12.08.2003, 18:55
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