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Marozi
Panthera leo maculatus




Dabei seit: Januar 2003
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Marozi ist offline
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Eine Basisfrage, wenn wir mal ein Gedankenkonstrukt mit einem "Säbelzahnjaguar" aufziehen ist für mich, welche Vorteile haben derartige Eckzähne denn eigentlich und unter welchen Voraussetzungen werden solche Zähne forciert? Diese haben sich ja nicht nur bei den eigentlichen Säbelzahnkatzen gebildet, sondern auch bei anderen Tierarten wie z. B. dem Thylacosmilus. Demzufolge bringen derartige Zähne einen Vorteil, was ja ein Bestandteil der Evolution ist. UND dieses Konzept war auch sehr erfolgreich, schließlich lebten normale "Katzen" mit Säbelzahnkatzen nebeneinander. Sicherlich war es keine Frage der Beutetiere, denn auch Säbelzähne haben im Vergleich zu Großkatzen einen relativ ähnlichen Körperbau, sondern eine Frage der Jagdtechnik, oder???


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"In diesen Bergen gibt es zwei Arten von Löwen. Da ist der simba und da sind die marozi. Diese marozi sind keine Löwen. Da ist der Leopard und da ist der Gepard. Da ist der Löwe und da ist der marozi."

Ali, der Lepardenjäger im Gespräch mit K. G. Dower

28.07.2003, 20:30
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Azyura
Omega-Wolf




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Naja in Südamerika, da sind ja große Teile des Urwalds eigentlich nich so erforscht oder? Weil auf der einen Seite ist es für mich realistisch, wenn sich die Tiere tief in den Urwald zurückgezogen haben und dort weitergelebt haben, andererseits klingt das wirklich etwas fremd, das es solche Wesen überhaupt noch gibt. Ich find die beiden Ansichten klingen eigentlich gar nicht mal so unrealistisch, aber was nun Wirklichkeit ist wissen wir nicht, vllt irgendwann mal wenns handfest bewiesen ist...


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a rebell in chaos. a wolf in my soul.

25.07.2003, 12:41
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Sesshoumaru
sama




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Sesshoumaru ist offline
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Ich weis nicht genau, was Du mit Reliktpopulation meinst. Ich verstehe schon was gemeint ist, jedoch habe ich Probleme eine solche Population klar zu definieren. Ich bin nun wahrlich kein Kryphtozoologe, aber mehr fehlen einfach die schlüssigen geologischen Studien dieser Region, um abschätzen zu können ob und wenn, dann wo sich so eine "Reliktpopulation" gebildet haben könnte.

Der Name ist ja nicht unbedingt wichtig, aber vielleicht hat es ja was mit dem Fellmuster zu tun. Deine Erklärung wäre natürlich auch gut möglich. So gesehen bringt und das nicht weiter.

Was den Jaguar angeht, habe ich meine Zweifel. Natürlich ist eine weitere Anpassung möglich. Solch ein Tier zu sehen wäre aber nur möglich, wenn wir die Seltenheit eines evolutionären Spruchs hätten. Dies ist so selten, daß wir es nicht per'se annehmen dürfen. Natürlich auch nicht einfach so ausschließen. Der untimative Hinweis wäre mit Sicherheit eine Blutprobe, wobei vielleicht schon ein Koprolith aussreichen würde. Es fehlt einfach zuviel Basiswissen ohne das man keine sinnvollen Aussagen treffen kann.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

24.07.2003, 23:21
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Marozi
Panthera leo maculatus




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Marozi ist offline
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Zu beinahe jeder Zeit gab es neben den Großkatzen auch Säbelzähne. Ob diese heute noch leben, ist natürlich eher unwahrscheinlich. Jedoch könnte ich mir durchaus vorstellen, dass man das Datum des Aussterbens durchaus um einige tausend Jahre vordatiert werden könnte...

Eine kleine Reliktpopulation von Säbelzähnen in Südamerika, noch zudem als Einzeltiere, wäre jedoch um einiges realistischer als die Situation in Afrika...

Was nun den Namen angeht, konnte ich die genaue Herkunft nicht klären . Ich vermute mal, dass „Wasser“ aufgrund des bevorzugten Aufenthaltsortes herkommt und „Tiger“ als Anlehnung an Säbelzahntiger.
Die Meinung des Zoologen Juan Acavar kennst du ja. Ansonsten hat sich offenbar kaum jemand offiziell damit beschäftigt, außer Kryptozoologen versteht sich. Und deren Theorien habe ich ja vorgestellt.

Wäre es aus deiner Sicht und deinem Wissen nicht denkbar, dass ein Jaguar sich weiter an das Element anpasst, in dem er sich auch wohlfühlt?


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Ali, der Lepardenjäger im Gespräch mit K. G. Dower

24.07.2003, 19:51
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Sesshoumaru
sama




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Sesshoumaru ist offline
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Ich kann mir nicht vorstellen, daß eine Säbelzahnkatze bis heute überlebt hat. Dazu waren die damaligen Selektionsdrücke einfach zu groß. Auch in abgelegenen Gebieten muss es ja immerhin noch eine beachtliche Anzahl von ihnen gegeben haben um bis heute noch lebensfähigen Nachwuchs zu zeugen.

Auch die Theorie eines anderst entwickelten Jaguars würde ich für weniger wahrscheinlich halten. Zudem erscheinen mir die beschriebenen Mermale so gar nicht in den evolutionären Kontext des Jaguars zu passen. Und eines der grundlegenden Gesetzte der Evolution lautet, daß sich die Evolution nicht wiederholt. In wie weit wir das als Grundlage nehmen können ist jedoch mehr als fraglich.

Ich würde die Theorie der Verwechslung mit dem Otter am ehesten Annehmen. Wie schnell kommen zu etwas gesehenem die kleinen eingebildeten Vorstellungen hinzu. Damit kann man zumindest die Fabeln erklären. Was nun die gefundenen oder beschriebenen Fakten angeht wird es sicherlich mit einer Verwechlung in Einklang zu bringen sein.

Wie kommt eigentlich der Name Wassertiger zustande??? Ein Tier das im Wasser lebt/jagt und dann noch ein oranges Fell mit schwarzen Streifen??? Oder wie??? Und was für eine Theorie nimmt nun die Wissenschaft an????


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

23.07.2003, 23:57
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Marozi
Panthera leo maculatus




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Ein wenig beachteter Kryptide (Tier mit dem sich die Kryptozoologie beschäftigt) ist der Wassertiger aus Südamerika (Französisch Guyana, Kolumbien, Ecuador, Brasilien, Paraguay und Südargentinien), der seinen Namen den vorwiegend im Wasser beobachteten Sichtungen verdankt. William Boellart, fand im letzten Jahrhundert in Kolumbien merkwürdige Steinskulpturen die eine Katze mit ungewöhnlich langen Eckzähnen darstellte. Die Abbildung einer Gottheit oder ein real existierendes Wesen?
Ein Argentinier namens Manuel Palacia sieht auf Höhlenmalereien in der Provinz von Santa Cruz, eine große Katze mit ebenfalls solch verlängerten Eckzähnen die ein anderes Tier, möglicherweise aufgrund des tapirähnlichen Rüssels ein Macrauchenia, angreift. Beide Tiere, sowohl Jäger als auch Beute, sind im Pleistozän ausgestorben, also lange vor der Ankunft von Menschen.
Die Einwohner von Französisch Guyana kennen den Wassertiger unter dem Namen Maipolina oder Popokè. Nach ihren Aussagen hat er wie in allen Berichten große Eckzähne. Er wartet unter Wasser auf seine Beute und lebt in Höhlen in den Uferbänken. Nach einer Analyse hat Karl Shuker spekuliert, es könnte sich beim Maipolina um die Weibchen des in Paraguay und Südargentinien bekannten Yaquaru handeln.
In den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts beschrieb der Seemann Picquet eine jaguargroße Katze mit langen Eckzähnen, die in den Dschungeln von Kolumbien und Ecuador heimisch sei. Sind diese Bericht allesamt noch sehr vage, sind die Hinweise die im Jahr 1975 auftauchten im wahrsten Sinne des Wortes wesentlich greifbarer. In diesem Jahr wurde in Paraguay eine Katze erschossen, deren Eckzähne etwa 30,48 Zentimeter groß waren. Der Zoologe Juan Acavar untersuchte die "mutierte" Katze und vermutete das Tier gehöre zu einer längst ausgestorbenen in Südamerika heimische Großkatzenart.

Worauf die nach den Beschreibungen vorherrschende Theorie für die Existenz des Wassertigers letztendlich hinausläuft dürfte dem geneigten Lesern klar sein. Ein überlebender Nachfahre der einst in Südamerika (aber auch Nordamerika) verbreiteten Säbelzahnkatzengattung Smilodon. Diese lebten im späten Pleistozän, also bis vor rund 10.000 Jahren und teilten sich in insgesamt drei Arten auf, wovon nur zwei hier in Frage kommen. "Smilodon populator" aus dem östlichen Südamerika war etwas so groß wie ein Löwe und verfügte über Säbelzähne von bis zu 28 Zentimetern. "Smilodon fatalis", der hauptsächlich aus dem Küstenbereich des Pazifiks bekannt ist, ist die zweite Art die im südlichen Teil verbreitet war. Beide Arten entwickelten sich durch die Anden voneinander getrennt.

Voraussetzung für die Identifizierung von Smilodon ist aber nicht nur das
überleben einer dieser Arten, sondern auch eine fortgeführte Evolution hin zu einer mehr ans Wasser angepassten Art. Inwieweit dies tatsächlich vonnöten war, ist jedoch aufgrund der wenigen bekannten Verhaltensweisen sowohl von Smilodon als auch des Wassertigers nicht eindeutig. Der ebenfalls in Südamerika heimische rezente Jaguar z. B. ist ein exzellenter Schwimmer.

Aber ein ebenfalls in Südamerika verbreitetes Raubtier kommt aufgrund seiner stark verlängerten Eckzähne für unseren Kryptid in Betracht. Ein
überlebender Nachfahre des Raubbeutlers Thylocasmilus. Diese Beuteltiere, nahezu die einzigen Raubbeutler außerhalb des australischen Kontinents lebten im Miozän vor 15 Millionen Jahren und wurden durch die Expansion der erfolgreicheren Säbelzahnkatzen verdrängt. "Thylocasmilus atrox" war von jaguargroßer Gestalt und hatte größere Säbelzähne als die Smilodons.

Last but not least, wurde eine dritte Theorie aufgestellt, die weitaus weniger "Vorstellungsvermögen" verlangt. Der Riesenotter (Pteronura brasiliensis) wurde vor allem aufgrund seiner katzenähnlichen Gestalt und seiner Fellfärbung in die Kandidatenreihe für den Wassertiger aufgenommen.

Was denkt ihr, kann ein Säbelzahn (egal ob Beuteltier oder Katze) in Südamerika überlebt haben? Oder ist es eine evolutionär weiterentwickelte, ähnliche Jaguarart mit derartigem Gebiß? Und wenn ihr das nur für Schauermärchen der Einheimischen haltet, was ist mit der untersuchten Katze von Juan Acavar?


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Ali, der Lepardenjäger im Gespräch mit K. G. Dower

Dieser Beitrag wurde von Marozi am 22.07.2003, 18:19 Uhr editiert.

22.07.2003, 18:18
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