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PetraB.
Alpha-Wolf




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Morgen ist es soweit:


Pressemitteilung
Menschen fuer Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.

Bundesratssitzung am 26. September 2003: Aus fuer den falschen Zauber der Manege?

Der Bundesverband Menschen fuer Tierrechte wird in Berlin vor Ort sein, wenn am Freitag, dem 26. September, der Bundesrat Punkt 26 der Tagesordnung aufruft: "Verbot von Wildtieren in Zirkussen". Diese Forderung erhaelt erstaunlich grossen Rueckenwind seitens der Bevoelkerung. Allein durch einen Aufruf des Bundesverbandes gingen bislang insgesamt knapp 30.000 eMails bei den Ministerpraesidenten und Ressortministern der Bundeslaender ein, sich fuer ein weit reichendes Verbot von Wildtierarten in Zirkussen einzusetzen.

Nach Einschaetzung des Bundesverbandes sind die gravierendsten Fakten mittlerweile hinreichend bekannt:

- Wildtiere koennen ihre angeborenen Verhaltensweisen in Gefangenschaft nicht ausleben. Staendige Ortswechsel und Transporte, die klimatischen Verhaeltnisse sowie Raum- und Platzmangel belasten sie extrem.

- Zirkusse erhalten haeufig eine behoerdliche Genehmigung zur Haltung der Tiere und zum Betreiben des Zirkusses, obwohl sie tier- und artenschutzrechtliche Bestimmungen nicht einhalten.

- Die Wegnahme der Tiere gelingt nur in Ausnahmefaellen. Sie scheitert bereits daran, dass die Behoerden nicht wissen, wo sie diese unterbringen sollen.

So startete das Hessische Kabinett Mitte Juli eine Bundesratsinitiative fuer ein Verbot der Haltung von Affen, Elefanten und Baeren im Zirkus. Der Bundesverband Menschen fuer Tierrechte begruesst diesen Schritt, fordert aber gleichzeitig die Ministerpraesidenten, Ressortminister und Tierschutzpolitischen Sprecher der Fraktionen aller Bundeslaender auf, sich fuer die Aufnahme weiterer Tierarten - wie z. B. Grosskatzen - in die Verbotsliste einzusetzen.

"Spaetestens nach dem Staatsziel Tierschutz gibt es keine ethische Rechtfertigung, Wildtiere zum Gaudium des Volkes allabendlich in Manegen vorzufuehren. Sie gehoeren in ihren natuerlichen Lebensraum", betont Dr. med. vet. Christiane Baumgartl-Simons, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes. Selbst andere Laender wie Daenemark, Finnland, Oesterreich und Schweden haetten bereits vor Jahren bestimmte Wildtierarten verboten. Darunter z. B. Affen, Nashoerner, Flusspferde, Giraffen und verschiedene Raubtiere.

Doch in den Bundeslaendern herrscht nach letztem Kenntnisstand des Bundesverbandes noch Uneinigkeit. So will sich z. B. Schleswig-Holstein fuer ein Verbot saemtlicher Wildtiere in Zirkusbetrieben sowie fuer eine Positivliste einsetzen, die nur solche Tiere auffuehrt, die tierschutzkonform in Zirkussen gehalten werden koennen.

Auch Bayern plaediert voraussichtlich ebenfalls fuer eine Ausweitung der Verbotsliste, moechte jedoch Ausnahmegenehmigungen zulassen. Mit Spannung wird daher von Tierschutzorganisationen, Zirkusbetreibern, Politikern und Buergern der Ausgang der Bundesratssitzung erwartet.



Ich kann mir nur wünschen, dass die Entscheidung zugunsten der geschundenen Kreatur ausfällt. Ich habe jedoch die grössten Bedenken, was die Umsetzung angeht. Zum einen werden die Zirkusunternehmen versuchen, die Tiere an ausländische Zirkusse, die nicht von einem Verbot betroffen sind, zu verkaufen. Zum anderen werden ganz sicher nicht genügend adäquate Unterbringungsmöglichkeiten für die Vielzahl von Elefanten und Raubkatzen (falls diese überhaupt in die Liste aufgenommen werden) vorhanden sein.

UND DANN???


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25.09.2003, 15:20
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PetraB.
Alpha-Wolf




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Pressemitteilung

Menschen fuer Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.


Verbot fuer Affen, Baeren und Elefanten im Zirkus? Menschen fuer Tierrechte loben Hessens Initiative

Der Bundesverband Menschen fuer Tierrechte begruesst den Beschluss des Hessischen Kabinetts vom 14. Juli, im September eine Bundesratsinitiative fuer ein Verbot der Haltung von Affen, Elefanten und Baeren im Zirkus zu starten, als einen grossen Schritt in die richtige Richtung. Bereits vor einem Jahr haetten fast alle Bundeslaender dem Verband auf Nachfrage mitgeteilt, dass sie einen solchen Bundesratsbeschluss unterstuetzen wuerden.

"Der hessische Umweltminister Dietzel hat nicht nur den Handlungsauftrag des Staatsziels Tierschutz in die Tat umgesetzt, sondern scheint auch den Kommunen erhebliche Kosten einsparen zu wollen. Staedte und Gemeinden sind, ebenso wie Bund und Laender, zur Umsetzung des Staatsziels Tierschutz verpflichtet. Das bedeutet, dass schlecht gehaltene Zirkustiere beschlagnahmt und an anderen Orten untergebracht werden muessen. Bisher haben Kommunen in der Regel Tiere aber erst dann eingezogen, wenn Tierschuetzer eine Unterbringung besorgt und die Kostenuebernahme fuer Haltung und Pflege sichergestellt hatten. Diesen unhaltbaren Zustand kann nur ein Haltungsverbot fuer moeglichst viele Tierarten beenden", so Dr. jur. Eisenhart von Loeper, Vorsitzender des Verbandes Menschen fuer Tierrechte.

Bis zur Bundesratsinitiative im September will der Verband erreichen, dass noch weitere Tierarten in die Verbotsliste aufgenommen werden, denn nach Kenntnis der Menschen fuer Tierrechte koennen Wildtiere in Zirkussen grundsaetzlich nicht artgerecht gehalten werden.


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18.07.2003, 13:59
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Sesshoumaru
sama




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Initiative für WildtiereAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Ich finde es durchaus positiv, daß man neben dem vielen Reden darüber nun endlich auch durch offizielle Kanäle Initiativen an die zuständigen Entscheidungsträger in der Politik heran zu treten.

Zitat:
Tierschutzverein: Wildtierhaltung im Zirkus verbieten

Der Tierschutzverein «Vier Pfoten» hat sich für ein bundesweites Haltungsverbot von Wildtieren im Zirkus ausgesprochen.

Schwerin (dpa) -Die betroffenen Tiere könnten dort «grundsätzlich nicht artgemäß gehalten werden», teilte Sprecher Robert Kleß am Mittwoch in Schwerin mit. Zu Wildtieren zählen unter anderem Elefanten, Bären, Affen, Giraffen, Flusspferde, Nashörner, Robben, Wölfe und Großkatzen sowie Löwen und Tiger. In Schwerin beraten bis zum Donnerstag die Tierschutzreferenten aller Bundesländer über aktuelle Belange des Tierschutzes in Deutschland.

Besonders belastend seien für Wildtiere lange Transporte, ständige Ortswechsel und Strapazen bei nicht artgerechter Dressur. Erlernte Kunststücke widersprächen oft natürlichen Instinkten und Verhalten der Vierbeiner.

Hessen hatte vor etwa einem Jahr das Thema Wildtiere in die Länder-Arbeitsgemeinschaft Tierschutz eingebracht. In dem Gremium wird derzeit unter dem Vorsitz von Bayern das Stimmungsbild ausgelotet, ob eine entsprechende Änderung des Tierschutzgesetzes in den Bundesrat eingebracht werden soll.

Quelle: Vistaverde


Leider kann man am Beispiel von Hessen erkennen wie sehr die Popularität dieser Aktion unter den Eindrücken des Irakkrieges, der jeden Tag neu zu entdeckenden Milliardenlöchern im Haushalt und den ständigen Querelen um den Arbeitsmarkt gelitten hat. Und da Politiker irgendwie von Popularität leben ist wie so oft wichtiges einfach versickert.

Natürlich kann es sein das ich mich hier irre. Gibt es denn noch Informationen über diese Initiative von Hessen??? Was macht der Vorsitz von Bayern??? Gibt es konkretes??? Kann man überhaupt mit dem erreichen des Bundesrates rechnen???


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

26.06.2003, 11:06
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