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Amadeuss
Tiger




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@Network:

Es geht doch im allgemeinen um Tierschutz.
Zu diesem Zwecke wurden die Nationalparks errichtet.
Also wie wärs dann z.B. mit Kooperation der einzelnen Parks???
Ideal wäre natürlich wenn man ein so hohes Aufkommen an Tieren schon im Vorfeld unterbinden würde. Dann käme man nicht im Nachhinein in die jetzige Zwickmühle. Und sicher gibts noch 1000 andere Möglichkeiten.
Bei anderen Parks funktionierts doch auch bestens. Warum nicht auch in diesem???
Vielleicht weil da jemand von den Verantwortlichen gepennt hat?
In diesem Sinne..........


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Schöner, grazieler, majestätischer, kraftvoller, schlauer, ausdauernder und mutiger als es der Mensch je sein könnte...Panthera tigris...der Tiger!!!!!
Gott muss einen grossartigen Tag gehabt haben als er dieses Geschöpf zum Leben erweckte.....

26.06.2003, 22:57
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PetraB.
Alpha-Wolf




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Thealon, ich dachte auch erst die ''privaten Farmen'' könnten ja vielleicht kleinere Wildparks sein, aber der folgende Satz überzeugte mich leider vom Gegenteil:

Zitat:
Selbst kleinere Wild-Farmen kennen das Problem. Sie rufen in der Tierfang-Saison von März bis Oktober Experten, die die Tiere dann versteigern.


Es scheint ja Lösungsmöglichkeiten zu geben, die jedoch nicht afrikaweit genutzt werden:

Zitat:
Überzählige Tiere aus Südafrika werden in Grenzregionen der Nachbarländer umgesiedelt, wo es zwar tolle Landschaft, aber nur wenig Wild gibt.


Ja, und wie man nun dazu kommt, gefährdete, vom Aussterben bedrohte Arten, als ''überzählig'' zu bezeichnen, selbst wenn sie sich in EINEM Gebiet vielleicht etwas stärker vermehrt haben, DAS übersteigt dann in der Tat meinen geistigen Horizont.

Und vielleicht sollte bei aller Pflege und Hege der Tiere in den Nationalparks, der Aspekt des ökologischen Gleichgewichts etwas mehr Beachtung finden?!?

Irgendwie hat sich ja wohl früher auch der Nashorn- und Elefantenbestand selbst reguliert, oder?


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... and yesss ... my rage ...
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26.06.2003, 22:52
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nettwork
Panthera leo




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Der Idealfall wäre, der Nationalpark verkauft an einen anderen Nationalpark. Sowas geschieht zB mit den rar gewordenen Nashörnern.

Schlimm und zu unterbinden ist es, wenn die 'übriggebliebenen' Tiere an Jäger verkauft werden, die sie dann abknallen.

Aber ich kann mir kein Bild darüber machen, wie eine private Lösung oder der Verkauf an einen Zoo vernünftig aussehen könnte.

Welche nicht so leichten Lösungen fallen dir ein, Amadeuss?
Ich glaube, man kann selbst in Afrika nicht einfach dutzende Hektar Land ankaufen, um vielleicht 2 Löwen mehr aufzunehmen. Die Tiere an Ort und Stelle abzuschießen ist auch keine Lösung. Bleibt nur noch ein exakt ausgewogenes Ökosystem, in dem alle Ressourcen optimal verteilt sind. Das ist jedoch kein realistisch umsetzbarer Ansatz.


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Unmöglich ist eine Meinung
und keine Tatsache!
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26.06.2003, 21:01
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Thealon
Tripel-As




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Thealon ist offline
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Ja, es ist in der Tat grotesk. Allerdings –und hier ist mein guter Glaube wieder am Zuge- private Farmen müssen nicht unbedingt Hunting Farms sein. Es gibt auch noch einige Safariparks, die Einblicke in die Wildnis gewähren. Dort ist es nur möglich, diese Eindrücke auf Zelluloid festzuhalten, nicht Teile der wilden Fauna mit nach hause zu nehmen. Der Begriff „Private Farm“ ist wohl sehr vorsichtig gewählt, und sehr undeutlich.

Leider, leider sieht die Realität jedoch wohl doch so aus, dass ein großer Teil der Bieter den Tieren tatsächlich kein angenehmes Leben bieten wird. Und der Erlös... Nein, ich meinte nicht, dass der Zweck die Mittel heiligt. Tierschutz ist ein großes Wort, aber es ist nicht Tiermord legitimierend. Denn das wiederspricht sich schon im Ansatz. So gut der Zweck möglicherweise auch sein mag, auf Kosten der Leben dieser Tiere kann man keinen Tierschutz betreiben. Höre jemanden sagen, er töte zum Schutz des Lebens, und denke Dir Deinen Teil.

Wenn man sagt, der Begriff Tierschutz sei legitimierend, dann gesteht man Jagdfarmen einen Sinn zu, solange ein Teil ihres Geldes auf Umwegen dem Tierschutz zufließt. Selbst wenn dem so wäre –was ich doch zu bezweifeln wage- so ist dies nicht eine Frage statistischer Rechnungen, ob und wie Tiere durch für Wohlhabende kostenintensive Bejagung geschützt werden, es ist eine Frage nach der Moral. Ja, Moral wurde als biegsam eingestuft, deshalb spreche ich von Moral aus meiner Sicht. Keinem Trophäenjäger geht es um Tierschutz, nur um seinen Triumph.

Es ist richtig, dass überzählige Tiere gewisse Unannehmlichkeiten mit sich bringen, aber ist eine Vermehrung nicht Sinn und Zweck der Aktion? Will man die Bestände der bedrohten Arten nicht wieder auf ein Überlebensfähiges Maß bringen? Wenn man das tatsächlich will, sollte es gar keine „überschüssigen“ Tiere geben. Und dennoch fehlt es selbst für eine Umsiedelung am Nötigen...

Thealon


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Grüße an die Zukunft.

26.06.2003, 19:01
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Amadeuss
Tiger




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Amadeuss ist offline
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Es ist, schlicht und einfach gesagt, einfach unglaublich sich auf diese Art und Weise eines Problems zu entledigen!!!
Von vielen Möglichkeiten wurde hier nur die bequemste gewählt. Und irgendwie stellt diese Auktion doch den Zweck und Sinn solcher Nationalparks in Frage.
Ich finde es einfach unmöglich und kaum zu glauben!!!
Versteigern.....tze*kopfschütte*


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26.06.2003, 18:34
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nettwork
Panthera leo




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nettwork ist offline
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Ich fürchte, es ist wieder mal der Lebensraum, der fehlt.
Was tu ich, wenn ich einen Nationalpark mit einer vorgegebenen Fläche erfolgreich führe und die Tiere sich vermehren? (Selbe Situation, wie in einem Zoo mit viel kleinerer Fläche.)
Natürlich muss damit sensibel umgegangen werden, aber verkaufen ist doch die einzige Lösung. Es werden auch immer wieder Tiere an andere Nationalparks verkauft. Aber diese müssen halt auch das Geld für den Transport aufbringen.

Es ist wirklich eine Schande, dass der 'Überschuss' an hunting-farms verkauft wird.

Ich sehe aber auch das Problem. Wohin mit den Tieren? Man kann ja schlecht den Löwen eine Pille verabreichen oder die Viecher kastrieren.


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26.06.2003, 15:12
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PetraB.
Alpha-Wolf




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PetraB. ist offline
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Dass Tiere versteigert werden, ist Gang und Gäbe bei Pferden, Rindern, Schweinen ... ja, ich würde sagen in erster Linie bei den s.g. ''Nutztieren''.

Dass es Wildtier-Versteigerungen gibt, macht mich allerdings betroffen und den Satz ''Ausverkauf der Natur'' leider so real.

''Überpopulation'' und ''Tierschutz'' sind zwei so unglaublich legitimierende Schlagworte, aber wer den Artikel gründlich gelesen hat, dem muss folgender Satz einfach nur die Kehle zugeschnürt haben: ''Überwiegend waren es heimische Besitzer von Privatfarmen, aber auch Zoo-Direktoren.''

''Heimische Besitzer von Privatfarmen'' sind ja wohl nichts anderes, als Besitzer von Hunting-Farms, die hier ganz legal an ''Nachschub'' kommen, damit ihr abscheulicher ''Broterwerb'' sie, bildich gesehen, fetter und fetter werden lässt.

''Die Auktionslose enthalten auch Tiere, die unter Artenschutz stehen oder vom Aussterben bedroht sind.'' Und SO ETWAS bezeichne ich schon als kriminell: Artgeschützte und/oder vom Aussterben bedrohte Tiere WISSENTLICH an Jagdfarm-Besitzer zu verkaufen.

Grotesk ...


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24.06.2003, 15:49
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Thealon
Tripel-As




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Thealon ist offline
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Ja, es zeugt von unglaublicher Arroganz, Tiere zu versteigern. Genauso, wie mit Tieren zu handeln, im Übringen. Ich kann Tirica größtenteils zustimmen. In einem Punkt hinkt der Vergleich mit dem römischen Sklavenhandel allerdings: In der Frage um den Erlös.

In vergangenen Zeiten (aber leider nicht nur dort) fing man sich Leute und hielt sie als Sklaven. Sie wurden wie eine Ware gehandhabt, mit der man frei handeln konnte. Der Erlös ging an den Händler, welcher von diesem Geld lebte.

In diesem besonderen Falle geht der Erlös jedoch an den Tierschutz, und das ist das zwiespältige. Es ist fast paradox. Man versklavt einige Tiere für das Wohl anderer. Ich verstehe das jedenfalls nicht. Da gefiel mir die Idee des Umsiedelns doch um Längen besser.

Thealon


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24.06.2003, 15:01
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Tirica
Ozelopardin




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Herkunft: Österreichs Regenwald / Costa Rica

Beiträge: 795
Tirica ist offline
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Ich habe nicht gewusst, dass es das gibt. Wie kann man nur Wieldtiere einfach versteigern? Sind Tiere wirklich "Ware" oder wie schon wo anders erwähnt "Resource, die nachwächst" ? Das kann doch nicht sein!
Ich glaube aber, dass das ein altes Problem ist. Zur Zeit der Römer verkaufte man Menschen, heute verkauft man Tiere. Nur dass man die Tiere leichter "fangen" kann, als die Menschen. Warum?? Nur weil sie sich nicht wehren können? Oder ist da die Hemmschwelle geringer?
Ich sehe es ja noch ein, wenn ein Züchter die jungen Tiere verkauft, die Tiere sind an das Leben mit Menschen gewöhnt. Aber ein Wildtier, das in Freiheit aufgewachsen ist, darf man doch nicht einfach verkaufen. Das ist doch unfair. Wer wählt das Tier aus? Ist diese Entscheidung dann auch die richtige? Nein, bestimmt nicht, man kann keine gerechte Entscheidung darüber treffen, welches Lebewesen aus seinem Leben gerissen werden soll.
Und wo kommen diese Tiere dann hin? In "Themenparks, Zoos und so weiter. Wenn dem Tier nach dem "Verkauf" ein ähnliches Leben wie vorher möglich ist, kann ich das noch tolerieren, es ist ja einer Art Umsiedelung sehr nahe. Aber wenn ich daran denke, wie eine einst stolze Giraffe in einem Themenpark als Hintergrundmotiv für ein Erinnerungsfoto mit Donald Duck herhalten muss, dann werde ich sehr traurig. In einem Themenpark. Das muss man sich erst einmal so richtig auf der Zunge zergehen lassen! Wo doch ein Zoo für ein Wildtier schon schrecklich sein muss.


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Viele, die leben, verdienen den Tod und viele die Sterben würden das Leben verdienen. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch mit deinem Todesurteil nicht so schnell bei der Hand!

Gandalf/ J.R.R. Tolkien

24.06.2003, 13:09
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Sesshoumaru
sama




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Bieterschlacht im NationalparkAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Alles was ich zu so eine Aktionen zu sagen habe ist, ob man die Verachtung der Schöpfung noch dreister zum Ausdruck bringen kann. "Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten - die drei Nashörner und das Löwenrudel gehen an den ehrenwerten Geschäftsmann von Napha". Tiere die Glück haben kommen in keinen herunter gekommenen Zoo. Einfach nur scheuslich auch noch solche Auktionen zu veranstallten.

Zitat:
Bieterschlacht im Nationalpark: Nashorn unterm Auktionatoren-Hammer

Zum ersten, zum zweiten und zum dritten: Vom schwergewichtigen Nashorn bis zur lebhaften Antilope reicht die Spanne bei einer der größten Wildtier-Auktionen der Welt.
Von Ralf E. Krüger, dpa

Durban/Johannesburg (dpa) - Als der Hammer des Auktionators fiel, war Schweden gleich um ein halbes Dutzend Nashörner reicher. Auf der 15. Wildlife-Auktion in Südafrikas Hluhluwe-Umfolozi-Naturpark standen die seltenen Dickhäuter am Wochenende eindeutig im Mittelpunkt des Interesses - nicht nur der schwedischen Bieter. «Die wollten die Tiere für einen Themenpark erwerben», sagt Jeff Gaisford von der zuständigen Naturpark-Behörde. Vom leichtfüßigen Zebra bis zur lebhaften Antilope reichte die Spanne bei einer der größten Wildtier-Auktionen der Welt, zu der sich rund 2000 Schaulustige und 250 Bieter in der Provinz KwaZulu-Natal einfanden. Überwiegend waren es heimische Besitzer von Privatfarmen, aber auch Zoo-Direktoren.

Seit 1989 veranstaltet der Nationalpark derartige Versteigerungen, um überzählige Tiere loszuwerden und die Kassen für den Tierschutz aufzufüllen. 14,7 Millionen Rand (etwa 1,5 Millionen Euro) betrug in diesem Jahr der Erlös der Auktion. Die Auktionslose enthalten auch Tiere, die unter Artenschutz stehen oder vom Aussterben bedroht sind. Die Parkbehörde geht damit einen anderen Weg als etwa der Krüger- Nationalpark, der nun um angrenzende Flächen in Simbabwe und Mosambik ergänzt zum grenzüberschreitenden Limpopo-Nationalpark wird. Überzählige Tiere aus Südafrika werden in Grenzregionen der Nachbarländer umgesiedelt, wo es zwar tolle Landschaft, aber nur wenig Wild gibt. Die nächste Umsiedlung von 1000 Tieren nach Mosambik ist für die kommenden Wochen geplant.

Südafrikas Nachbarstaat Botswana erwägt dagegen gerade eine dritte Variante, die dem Kap-Staat selbst lange Zeit Negativ-Schlagzeilen brachte: das massenweise Abschlachten überzähliger Tiere. Im Chobe- Nationalpark - wo die Elefanten-Population aus dem Ruder zu geraten droht - wird über Massentötungen nachgedacht. Die Elefanten hätten sich derart vermehrt, daß sie den eigenen Lebensraum zerstörten, argumentiert die Regierung. Südafrikanische Medien dagegen bringen die Planungen in Verbindung mit dem Bau einer Luxus-Lodge in dem nahe der Grenze zu Namibia gelegen Naturpark.

Ob Giraffen, Nashörner oder Flusspferde - die Tier-Paradiese des Südlichen Afrika, die jährlich Millionen Touristen besuchen, leiden angesichts der künstlich-optimalen Bedingungen unter Überbevölkerung. Selbst kleinere Wild-Farmen kennen das Problem. Sie rufen in der Tierfang-Saison von März bis Oktober Experten, die die Tiere dann versteigern. Vielfach werden sie dann erst nach dem Verkauf gefangen.

«Das sind die so genannten Katalog-Auktionen, bei denen die Preise meist etwas niedriger als bei den Live-Auktionen liegen», sagt Parksprecher Gaisford. Auf der Wildauktion in Hluhluwe werden beide Varianten praktiziert. Die Preisspanne reichte von etwa 45 Euro für eine Schwarzfersen-Antilope (Impala) bis hin zum Tausendfachen für ein Nashorn. In diesem Jahr lag der Erlös unter den Erwartungen der Auktionatoren. «Wir haben in diversen Teilen des Landes eine lang andauernde Dürre, das drückt die Preise», begründet Gaisford.

Quelle: Vistaverde


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

23.06.2003, 20:26
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