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tiger-lilly
Tiger




Dabei seit: Juni 2004
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tiger-lilly ist offline
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Rostocker Elefantendame Kira eingeschläfert


Rostock (ddp-nrd). Die Rostocker Elefantendame Kira ist tot. Die 34-jährige asiatische Elefantenkuh wurde am Dienstagmorgen eingeschläfert, wie der Zoo mitteilte. Schon seit zwei Jahren habe sich ihr Gesundheitszustand zusehends verschlechtert. Sie habe offensichtlich mehr und mehr unter großen Schmerzen gelitten, sagte eine Zoosprecherin.

Besucherliebling Kira gehörte zu den «Ureinwohnern» im Rostocker Zoo. Das Schwergewicht war 1972 als zweijähriges Elefantenkind an die Ostseeküste gekommen, wo sie mehr als 30 Jahre lang an der Seite ihrer afrikanischen Gefährtin Sara lebte. Die Frauenrunde wurde 1995 durch die beiden Elefantenkinder Dzomba und Goni aus dem Krüger Nationalpark erweitert. Elefantenfräulein Goni siedelte Anfang des Jahres nach Osnabrück über, um dort Familienanschluss zu finden. Damit gibt es jetzt im Rostocker Zoo nun nur noch zwei Elefanten.

Yahoo News 28.09.04

29.09.2004, 03:55
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Goldkatze
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Goldkatze ist offline
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Soweit ich weiß plant der Heidelberger Zoo auch eine Vergrößerung, um der nunmehr einsamen Kuh Gesellschaft - in Form einer Herde - bieten zu können. (Ihre letzte Genossin starb vor einiger Zeit.)

Ich weiß aber nicht, ob sich da schon was getan hat.
Und ich hab auch keine Ahnung, wie groß das Gehege genau werden soll.

Edit: Ich hab heut aus der Zeitung erfahren, dass sie angefangen haben zu bauen. Die einsame Kuh soll mit einer anderen Kuh vergesellschaftet werden, wenn das Gehege fertig ist.


__________________
On the day Cc was born, 6,000 unwanted pet cats and kittens were destroyed in the USA.

Dieser Beitrag wurde von Goldkatze am 07.02.2004, 23:39 Uhr editiert.

05.02.2004, 17:44
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Simba
Routinier




Dabei seit: März 2002
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Simba ist offline
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  Elefanten zweiter KlasseAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Elefanten zweiter Klasse

Tiere, die in Deutschland geboren werden, haben weniger Rechte als ihre importierten Artgenossen

Zoo Magdeburg, 10.Februar 2003: Unvermittelt schleudert die Elefantenkuh Arusha ihren langjährigen Pfleger Thomas Rolle mit ihrem Rüssel in einen fast drei Meter tiefen Graben aus Beton. Rolle überlebt den Sturz. Er trägt Brüche, schwere Prellungen und einen Schock davon. Der Elefant muss an einen anderen Zoo abgegeben werden.

Arushas Angriff ist einer von 90 registrierten Unfällen, die Elefanten in den letzten 20Jahren weltweit in Zoos und Safariparks verursacht haben. 40Menschen kamen dabei ums Leben, 50 wurden zum Teil schwer verletzt. Die meisten Attacken aber werden verschwiegen.


„Deutschen Zoos drohen täglich Unfälle mit Elefanten“, sagt Alexander Haufellner vom Verein Elefanten-Schutz Europa. Das liege an den schlechten Haltungsbedingungen. Haufellner fordert die Zoos deshalb zur „Neuorientierung“ auf. Wenn sich der Verband Deutscher Zoodirektoren während einer Tagung Ende Juni mit der Elefantenhaltung beschäftigt, dient das allerdings lediglich dem „Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer“. Anlass zu einschneidenden Änderungen sieht der Verband nicht.


„Dabei leben Elefanten in Deutschland in einer Zweiklassengesellschaft“, moniert Haufellner. „Und die Bedingungen für die untere Klasse sind untragbar.“ Abhängig von ihrer Herkunft haben Elefanten hier zu Lande unterschiedliche Rechte. Wenn sie aus dem Ausland importiert werden, stehen ihnen größere Gehege zu als Tieren, die hier zu Lande geboren wurden. Denn für diese gilt das Säugetiergutachten von 1996 – in den Augen von Tierschützern ein rückständiges Werk. „Das Gutachten von 1996 war schon überholt, bevor es zu Papier gebracht wurde“, sagt Dietrich Jelden vom Bundesamt für Naturschutz. „Zoodirektoren haben damals erfolgreich verhindert, dass die Haltung in den meisten deutschen Zoos tierschutzwidrig wird.“


Die Folge ist, dass sich in Deutschland geborene Elefanten mit einem Viertel der Fläche zufrieden geben müssen, die ihren importierten Artgenossen zusteht. Zudem dürfen die Tiere in Ketten gelegt werden. Damit ist die Bundesrepublik das einzige Land in Europa, in dem Elefanten noch angekettet werden. Selbst das zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium räumt ein, dass die zwei verschiedenen Regelungen „ein unhaltbarer Zustand“ sind.


Elefantenschützer Haufellner beklagt zudem den „direkten Pflegerkontakt“, der in hiesigen Zoos üblich ist. Die Pfleger waschen und füttern die Tiere und schneiden regelmäßig die nachwachsenden Fußsohlen und Zehennägel zurück, weil sie sich nicht wie in der Natur von selbst abnutzen. Damit die Elefanten den Pflegerkontakt aber zulassen, müssen sie den Menschen als Boss akzeptieren und auf seine Kommandos wie „Maul aufmachen“ oder „Rüssel heben“ hören. „Bei allen anderen Wildtieren gibt es so etwas nicht“, so Haufellner. „Nur Elefanten müssen gehorchen – angeblich, damit man Fußkrankheiten und andere Gesundheitsprobleme behandeln kann.“ Dabei basierten diese nur auf den Haltungsbedingungen. Würde man die Elefanten wie andere Wildtiere in ausreichend großen Gehegen „ihr eigenes Leben leben lassen“, käme es auch nicht zu den gefährlichen Zwischenfällen.


Damit sich Elefanten nämlich dem Menschen unterordnen, ist hartes Training erforderlich. „Mit Belohnung allein kann man das nicht erreichen“, sagt Pfleger Laszlo Török, „manchmal sind Schläge mit dem Bambusstock nötig. Und wenn die Tiere leichten Druck nicht mehr akzeptieren, muss man härter schlagen.“ Reagiert ein Tier gar nicht mehr auf Schläge, probt es den Aufstand. Angriffe sind dann programmiert.


Haufellners Ansicht nach wären viele Probleme gelöst, wenn die Gehege der Elefanten angemessen groß und besser ausgestattet wären. Dann wäre auch der direkte Pflegerkontakt unnötig, weil sich die Tiere selbst pflegen und beschäftigen könnten. Derzeit gibt es oftmals nicht einmal Kratz- Bäume oder Bade- und Schattenstellen. Ohne Pflege durch den Menschen würden die Tiere krank.


Die meisten Zoodirektoren wollen dagegen nicht auf das Training verzichten. „Theoretisch ließen sich Elefanten zwar wie Löwen halten“, sagt Carl Claus Hagenbeck vom Hamburger Tierpark. „Aber wenn die Tiere dann einen Arzt brauchen, ist eine Narkose nötig.“ Und die sei bei den tonnenschweren Säugern mitunter lebensgefährlich. Viele Pfleger sind zudem der Ansicht, dass das Training den Tieren Spaß macht und die Langeweile in Gefangenschaft vertreibt.


Mit der Größe ihrer Elefantengehege sind manche Zoos allerdings durchaus unzufrieden. So besteht in Erfurt der Plan, die Elefantenanlage zu erweitern, doch es fehlt an Geld. Von den insgesamt 29 deutschen Zoos mit Elefanten haben zehn Außenanlagen, die kleiner als 1000 Quadratmeter sind. In 16Zoos werden die Tiere noch angekettet und nur in fünf haben sie in den letzten Jahren Nachwuchs bekommen. In Rostock zum Beispiel leben vier Elefanten in einem nur 800 Quadratmeter großen Gehege. Aus Finanzgründen wird sich daran in absehbarer Zukunft auch nichts ändern. „Wer kein Geld für eine artgerechte Haltung hat,“ sagt Haufellner, „soll die Tiere eben nicht halten dürfen.“


Einen Meilenstein in der Elefantenhaltung plant dagegen der Kölner Zoo. Noch leben die Elefanten dort auf 500 Quadratmetern. Doch bald sollen sie eine fast zwei Hektar große Anlage bekommen – ohne direkten Pflegerkontakt. Das Kölner Elefantengehege wird dann das weltweit größte in einem Stadtzoo sein. Auch der Hamburger Tierpark Hagenbeck setzte im Mai ein Signal: Eine Elefantenkuh brachte dort ihr Kalb im Beisein der anderen Elefanten zur Welt – eine Premiere in deutschen Zoos. Üblicherweise werden die Kühe bei der Geburt separiert und an allen Füßen angebunden. Das Neugeborene wird ihnen sofort weggenommen, aus Angst, sie könnten es treten.


BERNADETTE FISCHER

Quelle: Sueddeutsche.de

21.06.2003, 21:52
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