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CleanerWolf
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  Brandenburg ist Deutschlands Wolfs-Einwanderungsland Nummer einsAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
> Vierbeinige Räuber als Grenzgänger - Brandenburg ist Deutschlands Wolfs-
> Einwanderungsland Nummer eins
>
>
> Cottbus (ddp-lbg). Er ist «Das bedrohte Tier des Jahres 2003». Und er kommt
> oft unbemerkt und auf leisen Pfoten über die Grenzflüsse Oder und Neiße aus
> dem Nachbarland Polen nach Deutschland. In keinem anderen Bundesland gab es
> seit 1990 so viele gesicherte Hinweise auf Wölfe wie in Brandenburg. Einzelne
> Tiere wanderten schon bis an die Elbe nordwestlich von Perleberg und nach
> Mecklenburg- Vorpommern. Die meisten Wölfe wurden in den Gebieten entlang der
> 250 Kilometer langen Landesgrenze zu Polen gesichtet.
>
> Wölfe galten seit 1904 in Deutschland als ausgerottet. In der Bundesrepublik
> stehen sie seit 1990 unter strengem Schutz. Seit 1998 darf auch in Polen kein
> Wolf mehr geschossen werden.
>
> Noch wandern die Wölfe - auf der Suche nach einem Partner - immer wieder
> zurück in ihre polnische Heimat. Noch ist also auch kein Wolfsrudel in den
> brandenburgischen Wäldern heimisch geworden. Biologen rechnen aber damit, dass
> dies nur eine Frage der Zeit ist. Eine Studie der Deutschen Wildbiologischen
> Gesellschaft München kommt sogar zu dem Schluss, dass Brandenburg neben
> Niedersachsen der wohl günstigste deutsche Lebensraum für die grauen Räuber
> wäre.
>
> Biologen halten die Waldgebiete der Schorfheide und die ehemaligen
> Truppenübungsplätze bei Jüterbog und in der Tangersdorfer Heide bei Lychen für
> besonders geeignete Wolfsreviere. Der Studie zufolge wäre jedoch auch in
> Brandenburg bestenfalls Platz für circa 200 Wölfe, da die einzelnen Rudel
> große Territorien von bis zu 250 Quadratkilometern für vier bis acht Tiere
> benötigten.
>
> Aller Theorie zum Trotz lebt das erste in Deutschland heimisch gewordene Rudel
> der scheuen Jäger aber nicht in Brandenburg, sondern auf einem
> Truppenübungsplatz bei Weißwasser (Sachsen). Schon dieses kleine Rudel von
> schätzungsweise vier bis fünf Tieren ist für Naturschützer eine Sensation.
> Wildbiologen, die dort forschen, halten die gesamte Region der Lausitz mit
> ihrem Wildreichtum, den großen Wäldern und ehemaligen unbesiedelten Braunkohle-
> Tagebaugebieten ebenfalls für bestens geeignet, weiteren «Grenzgängern» auf
> Dauer eine Heimat zu geben.
>
> Doch das brandenburgische Umweltministerium misst den Wölfen, anders als die
> sächsischen Naturschutzbeauftragten, nach eigenen Angaben keine
> Vorrangstellung im Artenschutz zu: Man sehe den Wölfen zwar durchaus mit
> Sympathie entgegen, ein aktives Wolfsmanagement werde in Brandenburg
> allerdings nicht betrieben, sagt Ministeriumssprecher Jens-Uwe Schade. Andere
> Arten wie beispielsweise Auerhahn, Biber und Fledermaus stünden weiter oben
> auf der Prioritäten-Liste. Dabei hat Brandenburg bereits 1994 einen teuren und
> rund 100 Seiten starken Wolfsmanagement-Plan erarbeiten lassen, der, wie
> Schade zugibt, «wohl in der Versenkung verschwunden ist». Wenn sich das
> «Problem Wolf» aber stellen sollte, betont Schade, werde man etwas tun müssen.
>
> Die Wildbiologin Ilka Reinhardt warnt vor zu spätem Handeln. Damit die streng
> geschützten Wölfe sich in Deutschland wieder weiter ausbreiten können, müsse
> man vor allem den Menschen auf den Wolf vorbereiten, sagt sie.
> Präventivmaßnahmen zum Schutz von Schafen und Ziegen seien unverzichtbar,
> schon bevor der Wolf in der Region gesichtet werde. Außerdem müssten vor allem
> Jäger und Anwohner rechtzeitig informiert und mit der neuen Situation vertraut
> gemacht werden. In der sächsischen Oberlausitz hat diese Art von
> Öffentlichkeitsarbeit bereits Früchte getragen. Die Menschen sprechen
> vielerorts schon stolz von «ihren Wölfen».
>
> Wölfe bevölkerten einst die gesamte Nordhalbkugel - von der arktischen Tundra
> über die pazifischen Regenwälder bis hin zur Halbwüste Saudi- Arabiens. In
> Europa gibt es Schätzungen zufolge noch etwa 9900 Wölfe, die meisten davon in
> Rumänien und Spanien. In Polen soll es noch etwa 600 Tiere geben. ddp/dat/ mwa
>
> http://www.moz.de/showDDP.php?OPENNAV=dd...ID=xbg&ID=53954


__________________
Menschen haben trotz der Kraft ihrer Vernunft nicht die instinktive Weisheit der Wölfe.
Dr. Erich Klinghammer

18.06.2003, 11:53
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