Registrierung Kalender Tigerforum-Chat Häufig gestellte Fragen Suche Mitgliederliste Moderatoren und Administratoren Statistik Database Galerie TopListe Glossar Startseite
Tigerforum » Allgemeines » Tierschutz und Umweltschutz » Umweltschutz » Schwerste Ölpest in Ecuador » Hallo Gast [registrieren|anmelden]
« Vorheriges Thema Nächstes Thema » Druckvorschau | An Freund senden | Thema abonnieren | Glossareintrag vorschlagen
Antwort erstellen Neues Thema erstellen
Autor
Beitrag
Lucky Lion
Löwe




Dabei seit: Februar 2003
Herkunft: Okavango Delta
Bayern (DE)
Beiträge: 736
Lucky Lion ist offline
  Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Als wenn wir nicht schon genug Umweltprobleme hätten, dann kommt auch noch ne Ölpest hinzu (und wohl noch lange nicht die letzte).

Und lese ich das richtig? Es läuft eine Pipeline mit dem giftigen Öl durch ein Naturschutzgebiet? Ja sind die noch zu retten??? Was soll man dazu noch sagen....

Und dass OCP sich nicht Verantwortlich fühlt ist klar (das wäre warscheinlich der Ruin der Firma).

Ich denke, die sollten dort jetzt erst mal nicht nach den Schuldigen suchen sondern schauen, dass sie Retten, was noch zu retten ist! Und versuchen alles wieder zu säubern. Danach kann man sich ja um die Schuldfrage kümmern...


__________________
"Die Menschen sind intelligent - Jedoch oft zu dumm ihre Intelligenz zu nutzen"

18.06.2003, 23:51
Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Lucky Lion senden Homepage von Lucky Lion Schicke Lucky Lion eine ICQ-Nachricht  
Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Deutschland
Bayern (DE)
Beiträge: 2462
Sesshoumaru ist offline
Themenstarter Dieses Thema wurde von Sesshoumaru gestartet
Schwerste Ölpest in EcuadorAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Wiedereinmal gab es einen "Unfall" mit Öl. Irgendwie habe ich aus dem April aber gar keine größeren Meldungen mehr im Gedächtnis. Kann sein das ich mich irre, aber es sieht zumindest so aus, als hätte man den Schleier des Schweigens darüber fallen lassen.

Die WestLB ist sowieso in dubiose Machenschaften mit einer unserer großen Volksparteien verwickelt (wir sollten mal nicht an die Farbe von Öl denken). Vielleicht war es ungünstig für die Wahlen, eine solche Meldung größer publique zu machen. Auf jeden Fall ist es wieder ein Beispiel für den Umgang des Menschen mit der Natur und der weiteren Zerstörung der Umwelt. Kann man es nicht eigentlich aufgeben auf Besserung zu hoffen???

Zitat:
Schwerste Ölpest in Ecuador – WestLB-Pipeline läßt grüßen

Ölkatastrophe vernichtet Naturschutzgebiet und bedroht Quitos Trinkwasserversorgung. Laut Presseberichten haben Bauarbeiten an der WestLB-Pipeline das Unglück verursacht.

In Ecuador ist am Dienstag, den 8. April, die staatliche SOTE-Ölpipeline gebrochen.
8000 bis 10 000 Barrel Rohöl sind durch das Leck über Flüsse bis in den Papallacta-See gelangt, der zu 40 Prozent mit Rohöl bedeckt ist. Auch die berühmten Thermalquellen von Papallacta wurden verseucht.

Weiterhin ist das Rohöl in das Trinkwasserwerk bei Papallacta geflossen. Die Anlage, die etwa 40 Prozent der Einwohner von Quito mit Trinkwasser versorgt, musste geschlossen werden. Die Bevölkerung von Quito wird nun mit Trinkwasser aus einen Stausee an einem anderen Ort notversorgt.
Nach Angaben des ecuadorianischen Fernsehsenders „Telerama“ soll es sich um die schlimmste Umweltkatastrophe des Landes handeln. Der Fernsehsender und die Tageszeitung „El Hoy berichten“, dass der Bruch der SOTE- Pipeline durch Bauarbeiten an der neuen OCP-Schwerölpipeline verursacht wurde, die maßgeblich von der Düsseldorfer WestLB finanziert wird. Auch die staatliche Ölfirma Petroecuador beschuldigt OCP, die Katastrophe verursacht zu haben. OCP lehnte in einer Pressemitteeilung jegliche Verantwortung ab, blieb aber detailliertere Auskünfte bislang schuldig.

Ölkatastrophe im Cayambe-Coca-Naturschutzgebiet
Der Unglücksort befindet sich im Paramo in circa 3500 Metern Höhe im Cayambe-Coca Naturschutzgebiet. Am Dienstag morgen um 4:50 Ortszeit hatte ein plötzlicher starker Druckabfall in der SOTE-Pipeline die sofortige Stillegung des Pumpbetriebs erfordert. Über den Sucos-Fluss ergossen sich mindestens 8.000 Barrel Rohöl über mehrere Kilometer bis in den Papallacta-See.
In den gestrigen Abendnachrichten von „Ecuavisa“ und „24 Horas“ wurde berichtet und gezeigt, dass bis zum Nachmittag - mehr als 36 Stunden nach dem Pipelinebruch - noch immer Rohöl aus der zerborstenen Ölpipeline austrat. Demnach fließen pro Sekunde etwa zwei Liter, also rund 45 Barrel pro Stunde, aus der defekten Rohrleitung. Die Pipeline ist weiterhin außer Betrieb und wird repariert.
Im Fernsehen wurden im Rohöl verendete Fische und völlig mit Öl verschmierte Vögel, darunter eine seltene Entenart, gezeigt. Im Papallacta-See und Sucos-Fluss leben bedrohte Flussenten, Andenmöwen und Chipilos, eine weitere aquatische Vogelart. Fernsehaufnahmen zeigten das Ausmaß der Umweltkatastrophe - schwarz eingedeckte Wiesen, Bäche, und zahlreiche Forellen, die in den mehr als 10 Millionen Kubikmeter Wasser der Lagune ihre letzten Sprünge taten.
Durch das Vulkangestein am Westende des Sees filtriert sich das Wasser und fließt direkt in das Trinkwasserreservoir Tuminguina, das mehr als ein sechstel des Trinkwassers für die Hauptstadt Quito liefert. Dank der Regenzeit sind die Tanks nahe Quito allerdings gefüllt und der Ausfall von Tuminguina wird laut Angaben der städtischen Wasserwerke EMAP momentan nicht zu Wasserknappheit führen.

Schwere Vorwürfe gegen WestLB-finanzierte neue Pipeline
Obwohl Anwohner den Unfall beobachtet haben und dem Unternehmen OCP die Schuld an der Zerstörung der SOTE zuweisen, wies OCP sämtliche Vorwürfe zurück. Die größte ecuadorianische Umweltorganisation „Fundación Natura“ hat Anzeige bei den staatlichen Behörden erstattet. Mitarbeiter einer staatlichen Untersuchungskommission haben heute den Unglücksort besichtigt und Beweise aufgenommen.

Die auf dem Papallacta-See ausgebrachten Ölsperren konnten das Rohöl nicht aufhalten und weitere Flächen wurden verseucht. Aus dem Rohöl verdunstende flüchtige Bestandteile haben zu einer unerträglichen Belastung der Luft geführt. Nach Angaben der Tageszeitung „La Hora“ mussten bereits zwei mit Reinigungsarbeiten beschäftigte Ingenieure der Armee mit Erstickungssymptomen unverzüglich in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Der Präsident und Funktionäre der staatlichen Ölfirma Petroecuador informierten, dass der Pipelinebruch durch die schweren Baumaschinen der Firma Oleoducto de Crudos Pesados (OCP) verursacht wurde. Direkt über der Bruchstelle soll eine Zufahrtspiste zur im Bau befindlichen OCP-Schwerölpipeline verlaufen. Ohne besondere Sicherungsmaßnahmen durch OCP soll der ständige Verkehr mit schweren Baumaschinen den Bruch der etwa 1,10 m tief verlegten Pipeline verursacht haben. Im Bereich der Unglücksstelle kreuzen sowohl der Sucos-Fluss als auch die neue OCP-Schwerölpipeline und die bestehende SOTE-Pipeline.
Bereits vor wenigen Wochen hat OCP an seiner im Bau befindlichen Pumpstation in Lago Agrio im Amazonas bei einem „Probelauf“ einen schweren Ölunfall verursacht, bei dem große Mengen Rohöl in ein benachbartes Sumpfgebiet flossen und die Trinkwasserquellen der Anwohner verseuchten.
Rettet den Regenwald und zahlreiche Umweltorganisationen in Ecuador, USA und Europa protestieren seit langem vehement gegen den Bau der neuen Pipeline. Der ehemalige Weltbank-Mitarbeiter und Ökologie-Experte Robert Goodland beklagt in einem Gutachten (September 2002), dass die WestLB-Pipeline massiv gegen Weltbankstandards verstößt.
10.4. 2003

Quelle: Rregenwald.org


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

17.06.2003, 11:23
Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Sesshoumaru senden Homepage von Sesshoumaru Schicke Sesshoumaru eine ICQ-Nachricht  
  « Vorheriges Thema Nächstes Thema » Standard | Brettstruktur | Baumstruktur
Antwort erstellen Neues Thema erstellen
Gehe zu:

Powered by: Burning Board 1.1.1 © 2001 WoltLab GbR
Code-, Style- und Templateanpassung © 2004 by Sesshoumaru
Seitenabrufe pro Tag im Durschschnitt: 14740.07
.: Kontakt :. | .: Impressum / Disclaimer :.