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Cattiebrie
Felis Concolor




Dabei seit: November 2003
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Wien (A)
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Cattiebrie ist offline
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hab da einmal einen nicht so uninteressanten Artikel gefunden bezüglich "Armur-Leoparden"

Zitat:

Amur-Leopard (Panthera pardus orientalis) - Der Leopard im Fadenkreuz
Mit langem, seidig goldglänzendem Fell und großen schwarzen Rossettenflecken gilt der Amur-Leopard für viele als die schönste Großkatze schlechthin. Sein Vorkommen in Ussuriland im fernen Osten Russlands ist das nördlichste aller Leoparden und verlangt Anpassung an extremes Klima. Kalt und schneereich sind die Winter hier, aber im Sommer verursachen feuchte Monsunwinde ein zeitweise fast subtropisches Klima mit Temperaturen bis 40 °C. Diese Klimaextreme bewirken nicht nur eine einmalige Lebensgemeinschaft, in der hochnordische und subtropische Arten aufeinander treffen, sondern waren auch die formenden Kräfte bei der Evolution ungewöhnlicher, nur hier vorkommender Formen, wie dem Amur-Leopard.




Ein Opfer von Aberglaube, Jagd und Feuer...
Mit nur noch 45 bis 50 überlebenden Tieren in Freiheit und zehn in Zoologischen Gärten ist der Amur-Leopard eines der bedrohtesten Großtiere überhaupt. Das Überleben der großen Katze ist gleichermaßen durch die Wirtschaftskrise in Russland und den wirtschaftlichen Aufschwung Chinas bedroht: Während die Umwälzungen in Russland den staatlichen Naturschutz lähmen und Nährboden für Wilderei bieten, können sich auf der anderen Seite mehr Bewohner des benachbarten Chinas Leopardenknochen und andere »Naturprodukte« der traditionellen chinesischen Medizin leisten. Eine weitere Gefahr für den Leoparden und die ganze Region stellen Waldbrände und illegaler Holzeinschlag dar, durch die der begrenzte Lebensraum immer weiter dezimiert wird. Nachgestellt wird dem Leoparden vereinzelt auch, um die sechs Hirschfarmen in der Region vor tatsächlichen oder vermeintlichen Verlusten durch die große Katze zu schützen. Schließlich wird den Leoparden die Nahrungsgrundlage durch unmäßige Wilderei ihrer Beutetiere (Rehe, Hirsche, Schweine, Gorale) entzogen. Verlierer sind der Amur-Leopard, der wilde Ginseng und viele andere Tier- und Pflanzenarten der Region, sowie die Menschen Ussurilandes, deren natürlicher Reichtum und Zukunftskapital geplündert wird.



Der Anfang ist gemacht

Unter der Leitung unseres Partners, der Tigris Foundation, und finanziert mit internationalen Spendengeldern wurde im zentralen Verbreitungsgebiet der Amur-Leoparden, im Khasanski Rayon in Russland, eine Anti-Wilderer-Brigade etabliert.

Die Brigade ist von den örtlichen Behörden mit Polizeibefugnis ausgestattet und hat die Aufgabe, die Wilderei von Leoparden zu verhindern und generell die Naturschätze der Region vor unkontrollierter Ausbeutung zu bewahren. Die Arbeit der Brigade stützt sich auf gute Kontakte in der Bevölkerung und damit ein Netzwerk von Informanten.

Ein amerikanisch/russisches Team führt eine wissenschaftliche Erforschung und Überwachung der Amur-Leoparden durch.

Ein Programm zur Entschädigung der Besitzer von Hirschfarmen wurde begonnen.

Eine zur Zeit aus vier Personen bestehende Feuerschutzbrigade wurde im Jahr 2000 begründet.


Das Arbeitsprogramm der Stiftung Artenschutz

Eindämmung der unkontrollierten Wilderei der Leoparden und ihrer Beutetiere. Finanzielle Unterstützung der Arbeit der Anti-Wilderer-Brigade. Förderung der Feuerschutz- Brigade zur Bekämpfung von Waldbränden.

Verstärkung des Dialogs mit den Betreibern der sechs Hirschfarmen in der Region und Ausbau eines in Anfängen schon vorhandenen Entschädigungssystems für von Amur-Leoparden gerissene Hirsche, um die Farmbetreiber für Anliegen des Naturschutzes allgemein und den Schutz der Amur-Leoparden im Besonderen zu gewinnen.

Vermehrte Naturschutzaufklärung in den Schulen der Region, um vor allem Kinder und Jugendliche zu Fürsprechern des Naturschutzes zu machen.

Sofern und sobald möglich, sollen Bestandsaufnahmen von Amur-Leoparden in Nordkorea stattfinden, wo die Katzen wohl auch noch überlebt haben.



Quelle


__________________

Nur wer mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht die wahren Wunder der Natur.

© Manuela aka Cattiebrie

wegen anscheinender Missbilligung geändert

Dieser Beitrag wurde von Cattiebrie am 16.11.2003, 10:24 Uhr editiert.

16.11.2003, 10:23
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Marina
Pantherkönigin




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Marina ist offline
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Ist denn für viele der Leopard bloss ein Lieferant von Rohmaterialien für Mäntel und Jacken und Bettvorleger und Felle an der Wand? Menschenskinder. Oder ein Garant für volle Kassen? Vermutlich jedoch noch nicht mal für die Wilderer an sich, sondern für deren sozusagen Auftraggeber. Von uns hier in der westlichen Welt, immer noch und immer wieder und nicht aufhören wollend.

Ich empfinde dieses Tier als eines der schönsten, seine Eleganz und seine Art gefällt mir und viel mehr noch. Ich kann hier nicht alles ausführen. Und ich sag hier, jedes Tier auf der Welt hat es verdient und nötig, dass wir ihm mit Achtung begegnen. Jedes Lebewesen übrigens. Aber hier geht es nun explizit um den Leoparden.

In der Tat eine Katze, die weit verbreitet ist und sich enorm anpassen kann und doch braucht auch sie gewisse Voraussetzungen, dass sie leben kann und diese verschwinden und verschwinden, überall, wo sie verbreitet ist. Und dann noch dies mit den legalen Jagden, zusätzlich zu der illegalen Meuchelung. Zahlen? Sie zeigen ja die Tendenz oder? Sie zeigen, dass es eines Tages den Leoparden nur noch in Vorstellungen, auf Bildern geben wird. Kann sein, ich bin nun zu krass. Ist man von mir nicht unbedingt gewöhnt, aber ich bin, wenn ich das lese, etwas ärgerlich und vor allem bin ich traurig.

12.11.2003, 07:25
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Sesshoumaru
sama




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Ja, diese Abschussquoten sind gerade zu zynisch, wenn man bedankt, daß dieses Tier unter strengem Artenschutz steht. Und die Tatsache zu welchem "Zweck" diese Tiere getötet werden sollen, sollten einem schwere Zweifel, an den Werten die diesen Menschen von der Gesellschaft vermittelt wurden, ins Bewußtsein rufen.

Außerdem muss man noch berücksichtigen wieviele Tiere gewildert werden oder unter haarsträubensten Ereignissen getötet werden. Die Erkenntnis unrecht getan zu haben, wenn der letzte Leopard getötet wurde nutzt keinem etwas. Der Verlust von breits hunderten anderen Tierarten hat auch nichts bewirkt.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
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19.08.2003, 01:16
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Black Panthera
the SilverDragon




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Black Panthera ist offline
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*fassungslos sei*

abgesehen davon das die geschätzte (!!!) Zahl weit zu hoch ist wie real besteht...
labbern hier von bedrohten Tierarten und schlachten die Tiere in solchen Massen ab.
Ich bin richtig entsetzt das der Mensch ein Tier für Bedroht erklärt, aber es dennoch zur Zielscheibe macht.

Der Leopard ist zwar weit verbreitet, aber wie Shir Khan schon schrieb, Inzucht wird doch nur noch mehr bestärkt wenn die die ganzen Tiere da abknallen.
Und können sich die Tiere überhaupt soweit vermehren das sie nicht noch mehr bedroht werden?
Wenn jetzt legal gejagt werden darf, werden sich Wilderer ja noch mehr freuen dürfen .


__________________

In Memory: J A M I E


Weiss wie Schnee, wandelt meine Seele dahin,
in der Welt, wo ich nicht bin.

Lange Zeit soll gehen, bevor ich dich wieder sehe,
solange werd ich im Untergrund vor Schmerz vergehen!

17.06.2003, 10:59
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Sesshoumaru
sama




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Leopard unter DruckAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Vor nicht allzu langer Zeit wurden in den einzelnen Afrikanischen Ländern die Abschussquoten für das Jahr 2003 festgelegt. In den meisten Ländern wurden für den Geparden keine Schussgehmigung erteilt, jedoch werden Lizenzen weiterhin gehandelt. Es steht zu befürchten das 200 Tiere dieses Jahr legal sterben werden.

Viel kritischer ist die Lage beim Löwen und Leoparden. Neben den rund 1.150 Löwen die legal gejagt werden dürfen sollen angeblich über 7.000 Leoparden ihr Schicksal teilen. Diese hohe Zahl hat ihren Hauptgrund in der Einschätzung der IUCN, daß der Leopard in Sub-Sahara-Gebieten NICHT unmittelbar vom Aussterben bedroht ist.

Die einschlägigen Jagdfarmen haben zum Sessionstart 2003 ihre Preis für Leopardenjagd von 2.700 US$ auf 2.300 US$ gesenkt, während der Jagdpreis des Löwen von 2.100 US$ auf ebenfalls 2.300 US$ stieg (Africanhunters.de).

Zur Zeit gibt es leider keine verlässlichen Informationen über die Populationsgröße des Leoparden, jedoch sind zahlen zwischen 250.000 und 350.000 im Gespräch (hoffnungslos zu hoch), jedoch sollte man bedenken das der Leopard von Westafrika bis Ostindien verbreitet ist, und sich die Zahlen auf eine Gesamtpopulation beziehen.

Noch vor 20 Jahren ging man gesichert von über 700.000 Leoparden aus. Aber alleine im Jahr 1973 wurden beispielsweise über 20.000 Leopardenfelle aus Afrika exportiert und zu Mänteln und Trophäen verarbeitet. Heute ist die Fellhandeln zwar rel. eingedämmt, jedoch ist er heute eine viel größere Bedrohung als vor 20 Jahren. Die regionalen Abschlachtungsorgien der vergangenen Jahrzehnte haben den Leoparden in einigen Landstrichen bereits komplett verschwinden lassen und führen in anderen Gebieten bereits zur Inzucht. Der Status des Leoparden ist heute beunruhigender den je.

Quellen:
Huettenhain.com.na
Africanhunters.de
IUCN
Payer.de


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

17.06.2003, 10:51
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