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Bagheera
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Dabei seit: April 2002
Herkunft: Indien

Beiträge: 78
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Selten, aber manchmal habe ich doch Glueck und es klappt mit der Anmeldung.
Ich werde die naechsten 3 Wochen auch wieder unterwegs sein, also wundert euch nicht, wenn ich n dieser Diskussion vorest nicht beteilige.

Ein Tierpfleger verdient zwischen 800 und 1000 Yuan, also umgerechnet 90 bis 100 Euro im Monat. Das wurde mir jedenfalls so gesagt. Ds ist auch von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Ein Tierpfleger im Westen des Landes, beispielsweise in Chengdu oder in Kunming verdient noch weniger.
Ich kann mir daher nur sehr schwer vorstellen, was unter "etwas vom Lohn abgeben" gemeint ist. Trotzdem rechne ich das den Tierpflegern hoch an. Das bestaetigt auch meine Beobachtungen, naemlich dass es in China auch viele Menschen gibt, denen tiere nicht voellig egal sind.

"Mit Tierquaelerei drohen"
Wenn es ueberhaupt ein Gesetz gegen Tierquaelerei gibt, dann wird es vollstaendig ignoriert.
Fuer die meisten Chinesen haben Tiere keine Seele, sie glauben auch, dass Tiere keine Schmerzen spueren.
Man brauch nur auf den Marktplatz gehen, und einem wird uebel. Es werden Huehner oder Enten in einem Kafig von einem Quadrtameter gehalten, bei so wenig Platz, koennen nicht alle auf dem Boden stehen und es bildet sich folglich ein Turm aus Federn und zusammengebundenen Schnaebeln.
Den Schildkroeten, Schlangen und Froeschen ergeht es noch schlimmer.
Meine Erfahrung ist, dass sie ueberhaupt nichts negatives in ihrer Behandlung von Tieren sehen. Schreit man mal einen Chinesen zusammen, ist er zutiefst gekraengt und weiss nicht, was er falsch gemacht und erzaehlt mir, dass seine ware erstklassig ist und die Tiere sehr wohlschmeckend sind.
Soviel also zu Tierquaelerei.
Positiv ist der Wandel in einigen Koepfen der Chinesen. Es verandert sich etwas, wenn auch nur sehr langsam.

Die S.A.R.S.-Situation hat sich auch enorm geaendert, die Normalitaet ist zurueckgekehrt, fragt sich nur wie lange.

Nocheine Info: Im Chinesischen Propaganda-Fernsehen wird taeglich ueber Sars berichtet. Man koennte meinen es handelt sich dabei ueber einen Kriegsbericht.
Bilder von den Helden der Nation, den Aerzten, die sich aufofernd um die Erkrankten kuemmern. Die Bilder werden mit einer Sanft klassischen Musik untermalt (schwer zu beschreiben)
Die Regierung sieht das so: " Das ist doch alles nichts neues, wenn nicht S.A.R.S., dann eine andere Krankheit, das ist schliesslich der uralte Kampf zwischen dem Mennschen und der Natur."

Mit anderen Worten, die Tiere sind schuld...

So denken zwar nicht alle Chinesen, aber leider immer noch zu viele.

Mitte/Ende Juli bin ich wieder zurueck, dann schreiben wir uns wieder, bis dann, don't join the mob.

19.06.2003, 11:27
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nettwork
Panthera leo




Dabei seit: Januar 2002
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Beiträge: 702
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Es ist wirklich erschreckend, wie schnell der Mensch auf seine Mitgeschöpfe vergessen kann.

Vielleicht sollte man Zoos dazu zwingen, Rücklagen für schlechte Zeiten zu bilden. Denn natürlich geht keiner mehr in den Zoo, wenn er andere Sorgen hat. Aber das kann nicht nur in China passieren, das war auch sicher in Europa nach dem Hochwasser so.

Ich fordere eine Pensions- und Invalidenversicherung für Löwen und außerdem eine Model-Versicherung, denn auch der Löwe muss abgesichert sein, wenn ihn mal keiner mehr sehen will und das Interesse an seiner Person verloren gegangen ist!


__________________
Unmöglich ist eine Meinung
und keine Tatsache!
(Adidas Werbung)

18.06.2003, 18:21
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Nala
Löwin




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Königsfelsen

Beiträge: 772
Nala ist offline
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@Winfried:
Die Besucherzahlen gingen zurück, weil die Regierung im Rahmen der Vorbeugung auf eine Mögliche Ansteckung mir SARS angeregt hatte, möglichts nicht unnötig seine Wohnung zu verlassen.

Ich habe Bagheera eine Mail geschickt in welcher ich ihn bitte einmal nachzuforschen was so ein Zoomitarbeiter verdient, dass er allerdings so viel gibt, dass es für ihn selber kritisch wird, kann ich mir nicht vorstellen....

Sicher ist es spekulativ wenn man schreibt das verhungern schrecklich ist, weil man wohl kaum in der Lage seinen wird, dannach einen Bericht zu verfassen, aber ich denke im Bezug auf dieses Thema ist eine solche Art der Ironie mehr als unpassend.

@Black Panthera:
Den Staat China um Hilfe bitten.... Na das versuch mal!
Wem gehört denn wohl der Zoo??? China ist sozialistisch, also gehört alles dem Volk / Staat... und der ist arm.... 's is nicht anderes als bei anderen Staaten... Tierschutz ist da uninteressant...

Zitat: Man kann mit Tierquälerei drohen ... Häääääääääääää??????
Ich denke mal Du meinst, man könnte mit einer Anzeige wegen Tierquälerei drohen, aber auch da sehe ich wenig Chancen auf Erfolg.

Ob sich ein Tier schlecht fühlt weil es vor lauter Hunger einen Artgenossen aufgefressen hat bezweifle ich ebenso, nicht , weil ich Tieren keine Gefühle zutraue, eher deshalb, weil überleben wichtigste Prämisse ist....

Welchen Vorfall meinst Du denn, nach welchem Metzger nicht mehr Fleisch verkaufen dürfen???
Solltest Du SARS meinen, so hat das nichts mit Lebensmitteln zu tun. Deshalb ist es natürlich nur wünschenswert, wenn sich einige Schlachter zu Futterspenden entschließen könnten.

Man kan , man kann , man kann... Ja .. .man kann Tierschutzorganisationen um Hilfe bitten, man kann sich auch dreimal an den Kopf klopfen und herrein rufen!!!!

Tun muß man es!!!!!! TUN!


__________________
...wonder where the lions are....

17.06.2003, 21:50
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Black Panthera
the SilverDragon




Dabei seit: Oktober 2002
Herkunft: Deutschland
Rheinland-Pfalz (DE)
Beiträge: 630
Black Panthera ist offline
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also winfried...
wenn man schonmal nen ganzen tag nix gegessen hat...
und vll sogar 2 nur vll. ein brötchen mit nix drauf...
dann hat man hunger ohne ende...
dann fängt der bauch an wehzutun vor lauter säure...
stell dir das in noch krasseren verhältnissen vor..

also ich finde es grausam das die die tiere so krepieren lassen... auch wenn die mit ihrem lohn bissel unterstützen, sollten sie evtl. auch wirklich mal beim staat um hilfe beten, man kann doch eigentlihc mit tierquälerei drohen...

und wie grausam das für die tiere sein muss kannibalistsich zu werden nur um zu überleben...

was die auch fragen könnten, wäre ob da nicht ein paar metzger oder so (falls die nach solch nem vorfall über noch schlachten und flesich verkaufen dürfen) die abfälle oder andere teile haben dürfen...
also es gibt genug möglichkeiten solchen tieren zu helfen...
man kann auch tierschutzorganisationen ausserhalb chinas um hilfe bitten...


__________________

In Memory: J A M I E


Weiss wie Schnee, wandelt meine Seele dahin,
in der Welt, wo ich nicht bin.

Lange Zeit soll gehen, bevor ich dich wieder sehe,
solange werd ich im Untergrund vor Schmerz vergehen!

17.06.2003, 21:02
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Winfried
Mitglied



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Kann SARS denn auch die Tiere befallen?
Warum haben denn die Besucherzahlen so drastisch abgenommen?
@Lucky Lion Bist du schonmal verhungert oder woher weißt du, dass verhungern schrecklich ist.

Aber das Tierpfleger auf einen Teil ihres Lohnes verzichten ist toll. Wie viel verdienen die eigentlich? Haben die selber dann noch Geld um zu Leben?


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Schneeleopard

17.06.2003, 20:33
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Lucky Lion
Löwe




Dabei seit: Februar 2003
Herkunft: Okavango Delta
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Beiträge: 736
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Wow, also dass die Mitarbeiter auf einen Teil ihres Lohnes verzichten für Nahrung für die Tiere finde ich absolut lobenswert. Das hätte ich nicht erwartet, in dieser Welt in der nur noch das Geld zählt und kaum jemand anderen hilft. Das ist eine Menthalität der ruhig mehrere folgen könnten.

Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass die Tierparks ihre Tiere verhungern lassen. Könnt ihr euch vorstellen wie qualvoll es ist zu verhungern? Das ist furchtbar! Gibt es da keine Möglichkeiten sowas zu verhindern? Ist die Seuche nicht so was wie ein Katastrophenfall und kann ein Tierpark da nicht Geld von der Regierung als Unterstützung fordern?


__________________
"Die Menschen sind intelligent - Jedoch oft zu dumm ihre Intelligenz zu nutzen"

Dieser Beitrag wurde von Lucky Lion am 07.06.2003, 22:03 Uhr editiert.

07.06.2003, 22:02
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Nala
Löwin




Dabei seit: Januar 2002
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Nala ist offline
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Bagheera geht es gut, zumindest gesundheitlich, dass zu aller erst.

Aber was er mir berichtete, das lies mich zittern, zittern vor Wut und Angst und Trauer... aber lest selbst:

"Mir geht es eigentlich sehr gut, sind hat ziemlich viele Dinge passiert. Wegen SARS interessierte hier Tierschutz nicht mehr. In einigen Zoos in China sterben Grosskatzen, wegen mangelnder Besuscher wegen SARS. In Peking haben sich Leoewen gegenseitig zefleischt, nachdem die Tagesration auf ubnter 2 kg Fleisch viel.
In Hangzhou ist vor ein paar Wochen ein Tiger verhungert, ist doch nicht zu fassen...."


Richtig Bagheera, das ist nicht zu fassen!

Hier die Hintergründe:

Peking - "Der Hunger hat die Tiere reizbar gemacht und sie sind zum Gesetz des Dschungels zurückgekehrt", berichtete der Zoodirektor von Xiamen, Liu Huichun. Bei dem Zwischenfall wurde ein fünfjähriger Löwe getötet, zwei Tiger wurden schwer verletzt. Seit dem Ausbruch der Seuche Sars gingen die Besucherzahlen im Zoo von Xiamen um 98 Prozent zurück. "

Und eben jene sinkenden Besucherzahlen sind es, die Schuld an den leeren Zookassen sind.

"Ein Tiger oder Löwe erhält nach Angaben Lius normalerweise pro Tag fünf Kilogramm Rindfleisch, ein Kilogramm Hühnerknochen, zwei lebende Hühner, Eier und Milchpulver. Jetzt seien aber nur noch drei Kilogramm Fleisch und Hühnerknochen zu finanzieren, Eier und Milch gebe es für die Tiere nicht mehr. "

Die Zoomitarbeiter aber zeigen Herz und spendeten Teile ihres Lohnes für die Versorgung der Tiere. Dankeschön!


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...wonder where the lions are....

Dieser Beitrag wurde von Nala am 19.06.2003, 18:58 Uhr editiert.

07.06.2003, 17:32
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