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sithara
Tiger




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sithara ist offline
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Also ich habe es auch verfülgt das Drama und was und wie es wirklich geschehen ist kann uns eigentlich nur die Tierparkleitung oder der Pfleger der Tiger erzählen. Aufjeden Fall ist es ein Riesenverlust für die Tigerpopolation und für den Tierpark.


__________________
[IMG]http://img13.imageshack.us/img13/6643/fba

22.01.2006, 11:41
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TamedTigress
Amurtigerin




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TamedTigress ist offline
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Ja, natuerlich haette ich sie gerne aufgezogen, alle vier! Hehe... Nee, jetzt im Ernst: Natuerlich weiss ich dass das ab einem gewissen Alter ein Problem darstellt wenn einem etwas an der Wohnungseinrichtungen und den (Stuben-)Katzen liegt, aber das waeren doch nicht die ersten Zoopfleger gewesen die ein Wildtier gross ziehen.

Was danach mit den Tieren ist ist natuerlich eine andere Sache. Mit anderen Tigern kann man diese Flaschenbabies wohl nicht mehr unter bringen...

Den Wassergraben in Hellabrunn kenne ich nicht, ich habe nicht gewusst dass dieser erhoeht ist (so habe ich das jetzt verstanden?).

Liebe Gruesse
TamedTigress

18.01.2006, 21:21
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Martin
Tiger



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Hättest Du gerne einen von Leylas kleinen Tigern aufgezogen? Ich schon. Schließlich sind kleine Tiger nicht nur außerordentlich süß, sonder darüber hinaus auch nützliche Haustiere! So ein kleiner Tiger kann z.B. beim Aufräumen helfen: Er zerlegt mit seinen Zähnen und Krallen alles, war herumliegt, und ich muss nur noch die Reste zusammenfegen....

Aber auch darüber hinaus sind Handaufzuchten ein Problem - Wesen halb Mensch, halb Tiger....

Zum Wassergraben: Der Wassergraben der Hellabrunner Tigeranlage (genau wie bei allen Anlagen dieser Art) ist an der Gehegeseite flach, so dass die Tiger dort jederzeit wieder herauskommen. An der Besucherseite sind die Gräben so tief, dass der Tiger nicht stehen kann, und dann kommt eine mehrere Meter hohe Mauer.

Kein Tiger kann schwimmend mehrere Meter hoch springen, das schafft vielleicht ein Seelöwe.

Außerdem ist das Gelände der Tigeranlage zum Wassergraben hin abschüssig. Ein Tiger, der dort Anlauf nimmt, läuft bergab und schafft es daher nicht, den ca. 8 m breiten Wassergraben zu überspringen, vor allem, weil da ja auch noch die Mauer kommt.

Zu Bali etc.: Tiger können erstaunlich gut schwimmen. Andererseits war in der jüngeren Vergangenheit der Erdgeschichte in den Kälteperioden der Meeresspiegel wesentlich niedriger als heute. Zu dieser Zeit hätte ein Tiger ohne sich die Pfötchen nass zu machen vom asiatischen Festland bis nach Bali spazieren können.

17.01.2006, 23:25
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TamedTigress
Amurtigerin




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Ich sehe ein dass die Sterblichkeitsrate in der Wildnis auch bei 50% liegt, aber ich bleibe dabei: Sperrt der Mensch sie ein, ist der Mensch verantwortlich fuer ihr Wohlergehen.

Das Platzproblem haette es uebrigens auch dann gegeben wenn die Mutter sie angenommen haette, mit den zwei groesseren Cubbies noch im Gehege.

Und warum hat man die Katze nicht von dem Kater getrennt? Und selbst wenn man die kleine Ueberraschung wirklich nicht haben wollte: Waere es nicht barmherziger gewesen "kurzen Prozess" zu machen?

Nicht dass ich so etwas unterstuetzen wuerde, aber die kleinen einfach ihrem Schicksal zu ueberlassen bis sie schliesslich sprichwoertlich verrecken, das halte ich fuer ethisch einfach nicht vertretbar.

Schoen zu hoeren dass Du jetzt sagst, das letzte ist nicht ertrunken, aber eine Frage haette ich da ncoh: Wieso hindert der Wassergraben die Tiere am Ausbrechen? Tiger schwimmen gern und weit. Es wird angenommen dass sie einst vom Festland auf die Inseln Java, Bali und Sumatra geschwommen sind.

TamedTigress

17.01.2006, 23:08
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Martin
Tiger



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Mit der Verhütung bei Tigern ist das so eine Sache. Soll man dem Kater befehlen, in Zukunft Kondome zu benutzen? Nein, im Ernst, es gibt zwar hormonelle Verhütungsmethoden (für die Katze), aber da eine Tigerin nicht täglich eine Pille nehmen wird, muß man ihr ein Depot-Präparat durch eine Spritze (über ein Blasrohr) verabreichen, und die Nebenwirkungen dieser Präparate sind nicht schön.

Die einzige wirklich vertretbare (aber auch nicht wirklich tigerliche) Methode ist, Katze und Kater zu trennen. Nun hat man versucht, sie aneinander zu gewöhnen, und da ist es leider passiert. Immerhin hatte Leyla zu diesem Zeitpunkt noch halbwüchsige (aber schon ganz schön große) Jungtiere, da schien eine erneute Trächtigkeit unwahrscheinlich.

Stimmt es wirklich, dass der letzte kleine Tiger ertrunken ist? Ich sagte bereits: Nicht alles glauben, was in der Boulevard-Presse steht. Wenn es wirklich so gewesen wäre, hätte ich diese Geschichte auch schon aus einer anderen Quelle erfahren, dies ist aber nicht der Fall.

Die Hellabrunner Tigeranlage hat einen Wassergraben. Der ist aus Sicherheitsgründen notwendig, ansonsten könnten Tiger entweichen, aber der Wassergraben ist normalerweise kein Problem bei der Aufzucht von Tiger-Nachwuchs. Es sind schon viele Tigalein in Hellabrunn und vergleichbaren Anlagen groß geworden.

Auch in der Natur gibt es bei allen Arten eine erbliche Sterblichkeit der Jungtiere. Es ist eine zivilisatorische Errungenschaft des Menschen, dass nahezu alle, die geboren werden, auch erwachsen werden. So etwas hat es in der Geschichte der Erde bisher noch nie gegeben.

17.01.2006, 22:27
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TamedTigress
Amurtigerin




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TamedTigress ist offline
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Also ich kann Dir da nicht zustimmen Tigerlady. Wenn Leila trotz "Vorkehrungen" (oder eher wider gutem Glauben) schwanger geworden ist dann haben die Zoopfleger meiner Ansicht nach die Verantwortung fuer die kleinen Leben. Wenn sie das nicht wollen dann muessen sie eben verhueten. Machen sie doch zuhause auch?

Und was ich am schlimmsten finde ist dass sie dann auch noch eins ertrinken lassen - wenn Babies im Haus sind macht man den Teich eben nur halbvoll. Auch wie zuhause, hoffe ich doch.

Warum werden die Tiere im Zoo immer anders behandelt wie Menschenkinder, gerade so als waeren es wirklich nur Waren.

@ Martin: Danke fuer das wunderwunderschoene Foto und die vielen Informationen ueber Leila. Wenn sie aus Duesburg ist koennte sie ja mit "unserem" Yuri verwandt sein!!!

Tigerchen

17.01.2006, 21:46
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Martin
Tiger



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Martin ist offline
  Tiger in HellabrunnAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

TigerLady schreibt:

****
> Also ist schon mal die erste Frage, wie konnte sie dann nochmals schwanger werden?
****

Na, das ist doch ganz einfach, weil ich auch ein Tiger bin und die Leyla gelegentlich nachts besucht habe......


Entschuldigt mir diesen blöden Witz, ich werde jetzt einen seriösen Artikel über die Tigerin 'Leyla' und ihre zahlreichen Kinder schreiben.

Leyla kam im Jahre 1999 nach Hellabrunn. Geboren ist sie in Duisburg, nachdem erwachsen war, kam sie für eine Weile nach Eberswalde (nördlich von Berlin), und nachdem die alte Tigerin in Hellabrunn verstorben war, beschloss der EEP-Koordinator, Leyla nach München zu schicken.

Zunächst hatte sie Schwierigkeiten, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Mein erster Eindruck von Leyla im Jahre 1999 war, wie sie zur Fütterungszeit ganz böse fauchend vom kleinen Absperrgehege in die Innenanlage gerannt ist. Als sie dann mit dem damaligen Kater 'Iwan' zusammengebracht worden war und auf die große Außenanlage durfte, wurde sie viel ruhiger.

Auch mit 'Iwan' vertrug sie sich gut, und im Frühjahr 2000 brachte sie zwei ganz süße Tigalein zur Welt. 'Iwan' war wirlich ein lieber und ruhiger Tiger-Kater; er durfte von Anfang an bei 'Leyla' und den Kleinen bleiben und war immer nett zu seinen Kindern. Na gut, er hat sie schon einmal angefaucht, wenn sie ihr zu sehr geärgert haben, aber so sind Tiga-Kinda nun einmal.

Die Jungtiger wurden nach 1 1/2 Jahren an andere Zoos abgegeben (welche, das ist in München nur schwer zu recherchieren). Wenig später starb der Kater 'Iwan' in hohem Tigeralter. Bestimmt ist er jetzt im Tiger-Himmel!

Im Oktober des Jahres kam der Kater 'Tharo' (geboren im Tierpark Berlin, wenn ich mich nicht täusche) aus Mulhouse nach Hellabrunn. Nach einiger Zeit wurde er mit 'Leyla' zusammengebracht, und zunächst sah alles gut aus. Anfang 2004 konnte ich Paarungen der beiden beobachten, 'Tharo' war ein Kater, der wußte, was seine Pflicht ist.

Aber nur wenig später haben sich die beiden ganz böse gehauen. Ich selber habe dies nicht beobachtet und nur (verschiedenste) Gerüchte gehört, aber in jedem Fall wurden die beiden getrennt und kamen vorerst nicht mehr zusammen. 'Tharo' ist übrigens ein sehr großer sibirischer Tiger-Kater. Nun sind ausgewachsene sibirische Tiger eigentlich niemals klein, aber 'Tharo' ist auch für einen sibirischen Tiger ganz schön groß.

Aber, wie gesagt: 'Tharo' hatte seine Pflicht getan, und Ende Mai 2004 brachte Leyla erneut zwei Tigalein zur Welt. Wie schon beim ersten Mal in der Höhle auf der Außenanlage, sie schien dies wohl für einen geeigneten Platz zu halten, und für Besucher und Fotografen war es optimal.

Auch diese beiden wuchsen gut heran. Inzwischen sind sie schon größer als die Leyla, sehen aber trotzdem noch aus wie Tiger-Kinder.

Nach dem heftigen Angriff 'Tharos' aus 'Leyla' wurde bereits im Jahre 2004 erwogen, 'Tharo' an einen anderen Zoo abzugeben. Nun ist das nicht so ganz einfach, denn alle sibirischen Tiger in europäischen Zoos sind im 'Europäischen Erhaltungszucht-Progamm' und dieses wird von Ms. Sarah Christie im London Zoo, Regent's Park koordiniert. Will sagen, die Zoos, die sibirische Tiger halten, können nicht selbst entscheiden, ob und wohin sie ein Tier abgeben.

'Tharo' blieb also in Hellabrunn. Im Herbst 2005 wurde noch ein Versuch unternommen, die beiden zusammenzubringen. Ich habe dies nicht selber beobachten können, letztendlich hat es nicht funktioniert, aber Leyla war trotzdem trächtig. (Katze und Kater zusammenbringen geht normalerweise am ehesten dann, wenn die Katze rollig ist).

Rückblickend ist es leicht, zu sagen: 'Das hätte man gar nicht erst versuchen dürfen'. Aber hinterher ist es immer leicht, alles besser zu wissen.... In der Tat hat niemand damit gerechnet, dass Leyla bei diesem Versuch der Zusammenführung mit Tharo trächtig werden könnte. Aber, wie schon gesagt, Tharo ist ein Kater, der weiß, was seine Pflicht ist....

So brachte Leyla kurz vor Weihnachten erneut einen Wurf Tigalein, insgesamt vier!!!! zur Welt. In der 'Großen Enzyklodädie der Säugetiere', heraussgeben von David Macdonald, finde ich im Kapitel 'Tiger': 'nach einer Tragzeit von durchschnittlich 103 Tagen werden zu alles Jahreszeiten 2 - 3 Junge geboren'. Ob das wirklich auch für sibirische Tiger gilt, in deren Lebensraum die Jahreszeiten eine große Rolle spielen? (Zur Zeit ist es in Bayern nach mitteleuropäischen Kriterien wirklich kalt, allerdings wohl nicht ganz so kalt wie im natürlichen Lebensraum der sibirischen Tiger.)

Leyla lebte weiterhin getrennt von Tharo, aber gemeinsam mit den inzwischen schon fast ausgewachsenen Tiger aus ihrem letzten Wurf auf der Außenanlage des Hellabrunner Tigergeheges.

Und jetzt komme ich in den Bereich der Interpretationen und Spekulationen.

@Sesshoumaru: Es ist völlig in Ordnung, einen Artikel aus der 'tz' zu zitieren, jede Information ist wertvoll. @alle: es ist nicht richtig, alles, was Boulevardzeitungen schreiben, auch zu glauben..... Das Konkurrenzblatt 'az' soll geschrieben haben, 'Leyla' sei eine Rabenmutter - völliger Blödsinn. Leyla hat sich immer ganz lieb um ihre Kinder gekümmert, immerhin hat sie ja auch schon viere erfolgreich aufgezogen.

Mehr oder weniger alle (Tierpfleger, Dauerbesucher) sind sich einig, dass Leyla einfach überfordert war. Sie hatte ihre beiden Kinder aus dem Jahre 2004, die zwar nicht mehr klein sind, aber immer noch Kinder. Und dann noch den neuen Wurf ganz kleiner Tiger....das ist auch für eine liebe Tiger-Mama einfach zu viel.

Hätte man die Kleinen von Hand aufziehen sollen?

Ich meine, nein. So traurig dies ist: auch als wild lebende Tiger hätten diese Kleinen wohl nicht überlebt. Und Handaufzuchten sind ein Problem: Tiger in Zoos sollen so weit wir irgend möglich Wildtiere bleiben. Handaufzuchten mögen umgänglicher sein, aber sie sind auf den Menschen geprägt und keine 'richtigen' Tiger mehr.....wer die Haltung auf den Menschen geprägter Tiger in Zirkus etc. ablehnt, muss konsequenterweise auch Handaufzuchten ablehnen.

Natürlich bin auch ich traurig, dass die kleinen Tiger gestorben sind.....

Mal sehen, wie es mit den Hellabrunner Tigern weitergeht. Ich möchte, wenn mir die Technik nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht, hier noch ein Bild von der lieben Tigamama 'Leyla' mit einem ganz süßem Tigalein [vom 24.12.2005] anhängen.

[Hoffentlich ist dieser Beitrag jetzt nicht zu lang geworden]

folgendes Bild wurde angehängt: Bild in Originalgrösse anzeigen (800x800)

Dieser Beitrag wurde von Martin am 17.01.2006, 01:20 Uhr editiert.

17.01.2006, 01:14
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Tiger|ady
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Tiger|ady ist offline
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Hallo Tamed,

Also es ist so, dass das Tigermänchen alleine ist, schon seit dem Leila schwanger ist...

Also ist schon mal die erste Frage, wie konnte sie dann nochmals schwanger werden?

Und zweites, da ist einfach nicht natürlich ist, dass die Tigerin schwanger wird, wenn sie noch Junge hat, wollten die Pfleger die Dinge einfach ihren natürlichen lauf lassen.

Wieso Tigerbaby versuchen mit aller Kraft am Leben zu lassen, wenn sie nicht leben sollten? Und dann kommt noch das Problem mit dem Platz... wo hätte man dann die kleinen unterbringen können?

Die Natur ist nun mal grausam...aber das kann man nun mal nicht ändern.

16.01.2006, 20:30
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TamedTigress
Amurtigerin




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Ach wie traurig! Mir wird richtig weh ums Herz!

Ich gebe zu dass es selten ist dass eine Tigermutter wieder heiss wird wenn sie noch kleine hat, aber - die Pfleger werden doch gesehen haben dass sie trotzdem wieder heiss wurde und sich vielleicht sogar gepaart hat.

Haetten sie sie da nicht direkt von dem Kater trennen muessen?

Und selbst wenn nicht - meiner Ansicht nach hat das Personal in dem Zoo Verantwortung fuer das Leben der Babies, und wenn das bedeutet sie der Mutter weg zu nehmen und von Hand gross zu ziehen, dann soll`s eben so sein! Haette mich gern zur Verfuegung gestellt!

TamedTigress

15.01.2006, 13:22
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Sesshoumaru
sama




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Sesshoumaru ist offline
  Hellabrunn: Vier Tigerbabys qualvoll gestorbenAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Der eine oder andere hat die Nachricht bestimmt schon auf andere Weise erfahren, aber hier kurz die Zusammenfassung, welche ich aus dem Newsletter von Helmut herauskopiert habe und die Ursprünglich wohl von der TZ stammt.

Zitat:
Von Mutter nicht angenommen: Drei Junge verhungern, eines ertrinkt

München (sc) - Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit, hat sich im Tierpark Hellabrunn ein Drama abgespielt: Vier Babys der Tigerin "Leila" sind qualvoll gestorben, und niemand konnte den tapsigen Kätzchen helfen.

Wie die "tz" erfuhr, hatte Leila kurz nach Weihnachten vier Junge zur Welt gebracht - zur Überraschung der Fachleute, wie Zoo-Sprecherin Doris Schwarzer der "tz" sagte. Weil die Tigerin noch zwei halbwüchsige Jungtiere führte, ging man davon aus, dass sie noch nicht wieder trächtig wird.
Leila bekam Junge, doch ihr Mutterinstinkt erwachte nicht. Drei der Neugeborenen lebten ohne ihre Fürsorge nur wenige Tage. Dann erfroren und verhungerten sie. Die Babys von Hand aufzuziehen, lehnte die Zoo-Leitung ab: Solche Tiere könnten später nicht mehr in die Gruppe integriert werden.

Eines der Jungtiere schaffte es dennoch: Es bekam von Leila genug Milch, wurde kräftiger und ging auf eine fatale Entdeckungsreise: Gestern Vormittag plumpste das Tigerbaby in den Wassergraben und ertrank. Besucher sahen das leblose Tier im Wasser treiben. "Der Kleine ist ausgerechnet deshalb gestorben, weil er schon so fit war", sagte Zoo-Sprecherin Schwarzer der "tz". Wenn Leila wieder Junge wirft, will sie der Tierpark so schnell wie möglich vom Nachwuchs trennen, damit sich ein derartiger Vorfall nicht wiederholen kann.

Das Unglück im Tiger-Gehege weckt Erinnerungen an einen ähnlich tragischen Fall vor wenigen Jahren: Ein Gorilla-Baby hatte sich beim Turnen im Kletternetz verheddert und schrie um Hilfe. Die erwachsenen Tiere wollten das Kleine befreien und zerrten an ihm. Vor den Augen der entsetzten Besucher und Pfleger erstickte das Gorillababy bei dem Rettungsversuch.


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

15.01.2006, 13:02
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