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Kourou
Spitzohr




Dabei seit: August 2004
Herkunft: Nähe Köln
Rheinland-Pfalz (DE)
Beiträge: 67
Kourou ist offline
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Schuld an dem Tod des Jungen (schließe daraus, dass es ein Kind war) waren wahrscheinlich die Eltern, die nicht auf ihren Sohn aufgepasst haben oder ihn eben nicht richtig aufgeklärt haben oder der Zoo, weil das Gehege nicht genügend abgesperrt war.

Ob Wölfe jemanden angreifen würden, der ihr Revier (ihr Gehege, nicht in freier Natur!) betritt weiß ich nicht. Aber ich wäre nicht scharf darauf, dass auszuprobieren. Das Territorium ist für ein Rudel sehr wichtig und wenn die Tiere durch das Eindringen von Fremden praktisch in die Enge getrieben werden...

Mit dem Kleinkinder-Ereignis meinst Du wohl die Sache, als die kleinen Gören gegen die Scheibe gehämmert haben? Mit meinem Kind würde ich ein ernstes Gespräch führen (oder ihm eine runter hauen ) wenn es sich so benommen hätte; hat die Tigerin die Möglichkeit, noch an anderen Plätzen zu liegen? Oder MUSS sie das vor der Scheibe tun?

Da fällt mir ein; ihr habt bestimmt von dem Kind gehört, das in ein Gehege von Menschenaffen (ich weiß nicht mehr genau welche genau) gefallen war. Ein weibliches Tier nahm das bewußtlose Tier an sich und ging relativ sanft damit um.


__________________
Jeder Heilige hat eine Vergangenheit und jeder Sünder eine Zukunft.
(nach Oscar Wilde)

Dieser Beitrag wurde von Kourou am 28.08.2004, 21:20 Uhr editiert.

28.08.2004, 20:45
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smaloki
Jungwolf




Dabei seit: August 2004
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Brandenburg (DE)
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Zitat:
man würde ja auch nicht freiwillig seine Hand in ein z.B. Löwengehege stecken


Es gibt Menschen, die da sogar reinklettern, nur um mit den 'Lieben Mitzekätzchen' zu spielen! Die Reste des armen Jungen, der das ausprobiert hat, fand man am nächsten morgen.

@azalea: Da scheint das Panzerglas in eurem Zoo die Tiere besser vor den Besuchern zu schützen, als der gute alte Drahtzaun.

28.08.2004, 15:37
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Azalea
Anmar




Dabei seit: November 2003
Herkunft: Where evil dwells™

Beiträge: 106
Azalea ist offline
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Das ist ja das Problem. Ich merks ja bei uns im Zoo.

Wenn man bspw. in Zoos die Tiere regelrecht hermetisch abriegelt, und die Besucher die Tiere nur von den Schautafeln her zu Gesicht bekommen, dann sind diese Tiere beim Otto-Normal-Besucher schlicht und ergreifend unbeliebt. Frei nach dem Motto "Die Viecher zeigen sich ja net mal, wie öde".

Wenn die Tiere dann widerum zu weit weg sind, ists auch öde.

Und wenn die Tiere gerade ruhen oder durch ihre eher besch...eidene Käfigeinrichtung quasi nix tun, sind sie auch öde.


Ganz gut geregelt wurde das bei den Zwergseebären, die man auch unter Wasser beobachten kann und bei den Raubkatzen, von denen man, wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, nur durch eine 2-Zentimeter-Panzerglasscheibe getrennt ist (ich erinnere mich da an die Begengung von nem Haufen Kleinkindern mit unserer Tigerin Malea...).

Der Absatz an Seehund- und Raubkatzen-Merchandise ist sprunghaft angestiegen, ebenso wie die freiwilligen Spenden (egal ob als Geld oder Futter).


__________________
Es ist ein Irrtum zu glauben, man könne jedes größere Problem einfach mit Kartoffeln lösen.

28.08.2004, 14:43
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Kourou
Spitzohr




Dabei seit: August 2004
Herkunft: Nähe Köln
Rheinland-Pfalz (DE)
Beiträge: 67
Kourou ist offline
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Jedem Tier sollte Respekt und Achtung gezollt werden, aber ich denke, in diesem Forum bezweifelt das auch niemand.

Hunde sehe ich nicht als "die Gefahr" an (Wölfe übrigens auch nicht), aber wenn ich einem fremden Hund begegne, achte ich schon genau auf seine Körpersprache und halte mich erstmal zurück. Man steckt eben nicht drin.


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(nach Oscar Wilde)

28.08.2004, 14:36
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Myril
Tripple-As



Dabei seit: Juli 2004
Herkunft:

Beiträge: 350
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Zitat:
Man sollte die Leute aber gleichzeitig auch darauf hinweisen, dass der Wolf ein Raubtier ist.


Der Hund ist auch ein Raubtier, das sollte man bitte auch nie vergessen und auch diesem "zahmen Wolf" Respekt und Achtung entgegenbringen, mag er noch so klein sein

Wollt ich nur mal so gesagt haben...


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Gruß
Myril

Dieser Beitrag wurde von Myril am 11.10.2011, 22:53 Uhr editiert.

28.08.2004, 14:16
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Kourou
Spitzohr




Dabei seit: August 2004
Herkunft: Nähe Köln
Rheinland-Pfalz (DE)
Beiträge: 67
Kourou ist offline
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Zitat:
Original von smaloki

Man sollte die Leute aber gleichzeitig auch darauf hinweisen, dass der Wolf ein Raubtier ist.
Einige Leute denken heute schon Wölfe sind nur etwas größere Hunde, die man ruhig streicheln könnte.
Das resultiert dann doch nur wieder in abgebissenen Fingern und Abschussgenehmigungen.


Klar, da stimme ich dir zu. Aber jeder gute Tierpark hat Hinweistafeln, die über Wölfe in freier Natur informieren.
Die Wölfe in Kasselburg waren insofern scheu, dass sie nie ganz an die Absperrung herankamen und an den anwesenden Zweibeinern nicht wirklich viel Interesse zeigten.

Respekt vor (wilden) Tieren muss schon bestehen, man würde ja auch nicht freiwillig seine Hand in ein z.B. Löwengehege stecken- nicht, dass ich Löwen unterstelle, bei jeder Gelegenheit Menschen anzugreifen, aber Tiere sind eben doch unberechenbar, wenn man sie nicht kennt und selbst dann kann man sich nie zu 100 Prozent sicher sein.

Und wer nicht hören will, muss fühlen.

Jeder, der mit Tieren schon Erfahrung gemacht hat, wird das sicher auch wissen/ahnen (z.B. wurde ich als sechs- sieben Jährige von einem meiner Meerschweinchen in den Finger gebissen, weil ich es geärgert hatte. Das war schon sehr lehrreich).


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(nach Oscar Wilde)

Dieser Beitrag wurde von Kourou am 28.08.2004, 13:38 Uhr editiert.

28.08.2004, 13:14
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smaloki
Jungwolf




Dabei seit: August 2004
Herkunft: Uckermark
Brandenburg (DE)
Beiträge: 100
smaloki ist offline
  Wölfe in GefangenschaftAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Dadurch kann man diese Tiere den Menschen doch etwas näher bringen


Man sollte die Leute aber gleichzeitig auch darauf hinweisen, dass der Wolf ein Raubtier ist.
Einige Leute denken heute schon Wölfe sind nur etwas größere Hunde, die man ruhig streicheln könnte.
Das resultiert dann doch nur wieder in abgebissenen Fingern und Abschussgenehmigungen.

28.08.2004, 09:33
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Kourou
Spitzohr




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Kourou ist offline
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@ Black
Wolfswelpen mit der Hand aufzuziehen ist keine Domestikation.
Vorgänge wie die Domestikation können sehr lange dauern (ein paar hundert bzw. tausend Jahre).

Ein Wolfswelpe wird nicht durch Handaufzucht zum lieben Haustier, sondern "gewöhnt" sich bis zu einem gewissen Grad nur an den Menschen.

Und zum "dulden im Revier"- ich weiß nicht, ob Gehegewölfe jeden Menschen in ihrem Gehege - also ihrem Revier - dulden und akzeptieren würden. Eine Hand voll sicher, als vertraute Pfleger, aber was sie ebi wildfremden Menschen anstellen würden? Ich denke, sie könnten vllt. sogar aggressiv reagieren.

Z.B. betritt im Kasselburger Wolf- und Adlerpark nur das Pflegepersonal das Gehege - und auch nur, wenn es wirklich notwendig ist. Auch der Tierarzt wird nicht zu den Wölfen gelassen.
In diesem Park werden die Welpen aus der Höhle geholt, um sie zu wiegen und messen. Also werden sie nicht per Hand aufgezogen.


@ sma
Ich finde es schon richtig, Wölfe in Gefangenschaft zu halten, solange artgerechte Bedingungen (genügend Freiraum und Rückzugsmöglichkeiten, Ruhe) bestehen.
Dadurch kann man diese Tiere den Menschen doch etwas näher bringen und so die Akzeptanz für evtl. wieder neu eingewanderte Rudel erhöhen.


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Jeder Heilige hat eine Vergangenheit und jeder Sünder eine Zukunft.
(nach Oscar Wilde)

27.08.2004, 11:36
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CleanerWolf
Wolf




Dabei seit: Juli 2002
Herkunft: Berlin
Berlin (DE)
Beiträge: 609
CleanerWolf ist offline
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Erst vor wenigen Tagen war ich im Wildpark Schorfheide, weil ich einen Artikel fürs Wolfmagazin darüber schreiben möchte. Ich habe mich lange mit Imke Heyter unterhalten und sehe mittlerweile ein, dass Handaufzucht wohl die bessere Wahl ist, wenn die Wölfe mit Publikum konfrontiert werden. Es gibt ja noch ein zweites Wolfsgehege, zu dem Besucher keinen Zutritt haben. Dort lebt nämlich der dreibeinige, wilde Wolf "Naum", der vor ein paar Jahren eingefangen wurde und nun im Wildpark seinen Lebensabend verbringt, zusammen mit in Gefangenschaft aufgewachsenen Wölfen. Er hat sich mit seiner Gefangeschaft inzwischen abgefunden, hält aber immer noch großen Abstand zu Menschen. Als ich jedoch Imke Heyter beim Füttern der Wölfe half, kamen 3 junge Wölfe angelaufen, sprangen an mir hoch und schleckten mir das Gesicht ab - und das, obwohl es sich speziell bei diesen Wölfen nicht um handaufgezogene Tiere handelt.


__________________
Menschen haben trotz der Kraft ihrer Vernunft nicht die instinktive Weisheit der Wölfe.
Dr. Erich Klinghammer

26.08.2004, 22:35
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smaloki
Jungwolf




Dabei seit: August 2004
Herkunft: Uckermark
Brandenburg (DE)
Beiträge: 100
smaloki ist offline
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Okay, Welpen sollten von der Mutter gesäugt werden.
Gleichzeitig müssen sie aber im Wildpark auch an den Menschen (Besucher) gewöhnt werden, was bekanntlich nur in den ersten Lebenswochen möglich ist. Um zu verhindern, das die Kleinen den Kontakt zu Artgenossen verlieren und wohlmöglich noch eine Psychose entwickeln, werden sie ja auch nicht einzeln, sondern zusammen in einem Spezialgehege am Hauptgebäude gehalten.
Wenn sie dann wenige Wochen älter zurück ins Rudel kommen, wachsen Sie dann wie ganz normale (Gehege-) Wölfe auf. Nur mit dem Unterschied, das sie später dann, anstatt in die Hinterste Ecke ihres Geheges zu fliehen, nur Abstand zu Besuchern halten. Dadurch kann unnötiger Stress vermieden werden, was letztendlich auch stressbedingte Konflikte im Rudel reduziert!

Was, wie ich finde, äußerst wichtig ist um Rudel überhaupt in Gefangenschaft halten zu können!
Eine andere Frage ist ob man Wölfe überhaupt in einem Schaugehege halten sollte!

26.08.2004, 22:15
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