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PetraB.
Alpha-Wolf




Dabei seit: Februar 2002
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Beiträge: 1301
PetraB. ist offline
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Och naja ...

ich fand die Geschichte von Sodom und Gomorrah, besonders das mit Lot's Frau irgendwie besonders nett ... nu wird's ja durch erstaunliche Theorien, die allerdings schon glaubwürdig klingen, auch im Hinblick auf die spätere Sintflut (Noah und die Arche und so) leider so realistisch ... also nicht unbedingt das mit Lot's Frau ... obwohl ... das Tote Meer ist ja sehr sehr salzig ...

Also ein bissi was an Parallelen kann ich hier in der Tat erkennen, bibel- und geologentechnisch ...


__________________

... and yesss ... my rage ...
© Alpha P.

13.05.2003, 21:59
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Lucky Lion
Löwe




Dabei seit: Februar 2003
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Beiträge: 736
Lucky Lion ist offline
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Boaah, ist ja immer wieder erstaunlich, was die Menschen heutzutage noch so alles herausfinden können, was sich so alles in der Vergangenheit zugetragen hat. Die Wissenschafliche Erklärung über das Unglück von damals ist sehr überzeugend, ich könnte mir vorstellen, dass das tatsächlich so abgelaufen ist.


__________________
"Die Menschen sind intelligent - Jedoch oft zu dumm ihre Intelligenz zu nutzen"

13.05.2003, 20:19
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Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
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Sesshoumaru ist offline
Themenstarter Dieses Thema wurde von Sesshoumaru gestartet
Sodom und GomorrahAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Vielleicht traut es der eine oder der andere dem Tiger nicht zu auch hin und wieder "Bildungsfernsehen" einzuschalten *g*. Aber am Sonntagabend war es soweit. Das beste Programm brachte "3sat", eigentlich ein Novum für die TV-Qualität an durschnittlichen Sonntagen. Das Thema um das es ging war Sodom und Gomorrah. Diese Geschichte aus dem alten Testament ist uns allen bekannt und der Geologe Graham Harris behauptet, daß es diese beiden Städte wirklich gab. Er hat eine beeindruckende Theorie aufgestellt und diese auch wehement verfochten.

Ein feststehender Bergriff: Sodom und Gomorrah: "Als die Sonne über dem Land aufgegangen und Lot in Zoar angekommen war, ließ der Herr auf Sodom und Gomorrah Schwefel und Feuer regnen, vom Herrn, vom Himmel herab." So berichtet die Bibel, wie Sodom und Gomorrah in einem Feuersturm zerstört wurden, um deren niederträchtige Einwohner zu bestrafen, die es in Sodom(ie) auch mit Tieren trieben.

Das Toten Meer erhielt seinen Namen erst in den letzten Jahrtausend. Trotz des trockenen Klimas lebten in diesem Gebiet einmal Menschen. Von der Bronzezeit an wusste man auch um die Vorteile dieses Gebietes. In der Antike hatte das Tote Meer mehrere Namen wie "HaJam HaKadmoni" (das Alte Meer) oder "Jama schel Sodom" (Meer von Sodom). Ist das ein eindeutiger Hinweis? Es könnte eine antike Stadt am Rand des Toten Meeres geben haben, die durch ein Erdbeben und einen nachfolgenden Erdrutsch vielleicht ins Tote Meer gespült worden ist, so Harris.

Der erste Schritt um diese Theorie zu beweisen, war zu belegen, daß es ca. 2000 v. Chr. in der Region um das Tote Meer menschliche Siederlungen gab. In einiger Entfernung zum Toten Meer wurde vor einigen Monaten eine besondere Entdeckung gemacht. Die Ruinen einer alten Stadt. Diese Stadt identifiziert man heute mit dem Namen Numeria. Durch ein Radio-Carbon-Verfahren konnte das Alter dieser Siedlung auf etwa 4.500 Jahre datiert werden. Somit war der Beweis erbracht, daß es Menschen in der Region gab. Warum aber sollten die Städte Sodom und Gomorrah am Ufer des Toten Meeres gegründet worden sein? Die Landschaft war damals genau so unwirklich wie heute. Trinkwasser und Nahrungsversorgung wären sehr aufwendig gewesen. Wieso also sollte man dort Städte bauen?

Die Frage läst sich mit heutigen Maßstäben nicht beantworten. Jedoch ist die Region reich an Bodenschätzen. Den Gedanken an Gold oder Edelsteine sollten wir allerdings gleich begraben. Etwas in der Antike fast wertvollers konnte aus dem Wasser des Toten Meeres gewonnen werden: Asphalt. Dieser Stoff war damals sehr gegehrt, da er besonders zum Bau befestigter Straßen oder zum Abdichten praktisch eine Revolution war. Wir können also nun bereits festhalten, daß es Menschen in der Region gab und das diese einen Grund gehabt hätten Siedlungen an das Ufer des Toten Meeres zu bauen.

Das Tote Meer ist der tiefste Punkt auf den Landmassen der Erde. Es liegt etwa 500m unterhalb des Meeresspiegels. Die Besonderheit ist, daß sich genau durch das Meer eine geologisch höchst instabile Formation hinzieht. Auf der israelischen Seite befindet man sich auf der afrikanischen Kontinentalplatte und am anderen Seeufer (der Tote Meer ist eigentlich "nur" ein See) befindet sich die arabische Kontinentalplatte. An genau dieser Stelle bewegen sich diese beiden tektonischen Platten voneinaner weg, was diese Senke geschaffen hat. Im Laufe der Jahrtausende füllte sich die Senke dann mit Wasser, welches große Mengen als Salz aus den Felsen wusch. Aus diesem Grund bezeichnet man das Tote Meer auch als Salzsee. Genau dieser geologische Umstand macht die Region zu einer im höchsten Maße Erdbeben gefährdeten Zone.

Anhand der Gesteinsformationen kann man über Jahrtausende hinweg genau den Verlauf eines Jahres ablesen. Es ist ein Wechselspiel von braunen und weißen Schichten. Im Winter trägt der Wasserzustrom durch Regen beispielsweise Erde und anderes Sediment mit in den See, welches sich als braune Schicht am Boden ablagert. Im Sommer hingegen läst die Sonne viel Wasser verdunsten. Dies führt zu einem Anstieg der Salzkonzentration. Hierdurch entsteht nun die Ablagerung einer weißen Sedimentschicht. Man kann also genau jedes Jahr ablesen und sogar wie lang oder kurz die Jahreszeiten waren.

An einigen Stellen sind diese Schichten jedoch unterbrochen. Es können immer wieder Stellen gefunden werden, an denen es so scheint, als wäre der komplette Boden einfach bis zu mehreren Meter abgesakt. Wie durch eine Stufe getrennt erscheinen dann die eigentlich zusammengehörenden Schichten. Geologen können nachweisen, daß dies durch Erdbeeben geschieht. An der Höhe der Absakung kann man auch in etwa die Stärke des Bebens (aus Erfahrungswerten - die Vorgänge geschehen auch heute natürlich noch) ablesen. Die Gesteinsschichten enthüllen, daß es schätzungsweise zwischen 2.500 und 2.000 v. Chr. mindestens ein Erdbeben der Stärke 6 auf der Richterskala gegeben hat.

Ein Beben dieser Stärke kann jedoch sicherlich keine Siedlungen spurlos verschwinden lassen. Aus heuigen Erfahrungen mit Erdbeben wissen wir jedoch, daß auf ein Beben meist schwere Brände folgen. Die Ausságe über einen Feuersturm der wütete könnte also der Wahrheit entsprechen. Leider gibt es nur ein Problem. Die Brände werden heutzutage durch Kurzschlüsse in elektrischen Leitungen oder durch den Bruch von Gasrohren verursacht. Beides können wir für damals ausschließen. Wie kann also ein Feuersturm erklärt werden?? Oder war ein nur eine erfundene Übertreibung??

Vor etlichen Jahren wurde von der israelischen Regierung beschlossen neue und besser befestigte Staßen in der Region um das Tote Meer zu bauen. Dabei kam es auch zum Einsatz von schwerem Gerät und einigen Sprengungen. Bei Bohrungen für dieses Unterfangen stieß man auf ein seltsames Phänomen. Aus einem Bohrloch strömte plötzlich, in nicht unerheblichem Maße, Methangas aus. Ein Funke hätte genügt um eine gewaltige Explosion auszulösen. Bei Untersuchungen fand man heraus, daß das gesamte Gestein in der Region immer wieder von Methangasblasen durchsetzt ist. Wenn bei einem Erdbeben Spalten im Boden entstehen könnte also urplötzlich eine gewaltige Menge höchst-explosives Methan austreten. Somit hätten wir eine Erklärung für die Bibelpassage über eine gewaltigen Feuersturm, der Schwefel und Asche regnen lies.

Auch durch eine große Explosion und einen anhaltenden Feuersturm werden eine oder in diesem Fall zwei Siedlungen nicht spurlos ausgelöscht. Es müsste trotzdem Ruinen geben. Um diesem Geheimnis auf die Spur zukommen müssen wir wieder auf Ergebnisse moderner Forschung und Erfahrung mit Erdbeben zurück greifen. Vor vielen Erdbeben können sehr viele kleine geologische Veränderungen auftreten. Unter anderem kann es zur Bildung von Regionen mit Treibsand in küstennähe kommen. Jedoch könnte die Bildung von Treibsand nicht das erklären was damals geschah. Ein viel tückischeres Phänomen, welches sehr oft direkt nach Erdbeben in küstennähe (in Ausnahmen auch im Inland) beobachtet werden kann.

Es gibt nur eine Gelegenheit bei der man dieses Phänomen auf Video aufzeichnen konnte. Ich weis leider nicht mehr genau den Namen des Ortes, aber es müsste ein südamerikanischer Flugplatz gewesen sein. Sekunden nach einem Erdbeben der Stärke 5,9 auf der Richterskala strömte urplözlich aus allen Poren des Bodens Wasser und Sand. Es dauerte nur Sekunden bis der gesamte Flugplatz praktisch knietief unter Wasser stand. Stelleweise gab es Erdspalten aus denen die reinsten Wasserfontänen kamen. Liquefaktion!

Unter Liquefaktion versteht man die Verflüssigung des Bodens. Dieser spezielle Effekt tritt bei Böden aus losem, sandigem und wasserhaltigem Material auf, wie man es oft an Sandstränden oder ehemaligen Böden von Gewässern findet. Während des Erdbebens verkleinern sich im Boden die Hohlräume zwischen den Partikeln. Der gesamte Boden sakt ab, dabei können Sand und Wasser an die Oberfläche gedrückt werden. Auf diese Weise geht die gesamte Tragfähigkeit des Bodens verloren, die Häuser verlieren ihre Fundamente, stürzen um oder brechen zusammen, seltener können ganze Häuser wie im Treibsand verschwinden.

Der Boden am Toten Meer ist eine Bilderbuchbeschreibung für Voraussetzungen für Liquefaktion. Im Bibeltext findet man jedoch keine Hinweise auf plötzliches Austreten von Wasser aus dem Boden. Die Region um das Tote Meer beherrbergt aber noch eine Besonderheit. Direkt unterhalb des sandigen Bodens verläuft eine Lehmschichte und erst darunter folgen die Gesteinsformationen. Das Lehmband ist nicht wasserdurchlässig. Somit würde sich im Fall einer auftretenden Liquefaktion das Wasser unter dem Lehm sammeln bis der Druck zu groß wird. Zwischen dem Lehm und Sand, auf dem hier die Häuser von Sodom und Gomorrah standen, und der Gesteinsschicht darunter würde sich also ein Wasserpolster bilden. In einem maßstabsgetreuem Versuch in einer Zentrifuge (nur so kann man echte Größenverhältnisse simulieren - Druck/Last) konnte genau dieser Effekt bestätigt werden. Auch fand man in den Geteinsschichten in ufernähe die etwa auf diesen Zeitraum datiert werden können, keine regelmäßige Schichtenstruktur, sondern völlig durcheinander gewirbelte, im Vergleich zu den anderen Schichten, groteske Anordnungen. Es sah so aus, wie Geologen sich die Schichtenstruktur nach dem Auftreten einer Liquefaktion vorstellen würden.

Da Küstenlinien schräg abfallend verlaufen könnte es also zu einem kleineren Erdrutsch im Verlauf des Bebens gekommen sein. Sobald sich das Wasserpolster durch Liquefaktion gebildet hat, würde dieses Polster wie eine Eisfläche wirken auf der die gesamte Küstenlienie mit allen Sieldungen und Wohnungen auf dieser einfach schräg ins Wasser rutschen. Man muß sich vorstellen, daß Sodom und Gomorrah durch dieses Wasserpolster wie auf einem Surfbrett standen und einfach samt Mann und Maus in das tote Meer rutschten. Hierdurch wurde mit Sicherheit auch ein Mini-Tsunamie erzeugt, der auf der anderen Seeseite eine Überschwemmung ausgelöst hat.

Die Theorie von Harris wurde wissenschaftlich überprüft und konnte nicht wiederlegt werden. Alle bekannten Fakten passen zu den von mir eben geschilderten Abläufen. Sollte dies zutreffen, dann liegen die Ruinen von Sodom und Gomorrah auf dem Grund des Toten Meeres. Bisher hatte man Sodom und Gomorrah schon vielerorts gesucht, aber noch nie auf dem Grund des Toten Meeres. Eine Tauchexpedition soll in den nächsten Monaten und Jahren prüfen, ob wirklich solche Ruinen auf den Grund liegen. Sollte dies der Fall sein wäre es eine der größen geo- und archäologischen Entdeckungen unserer Zeit. Auch hätte man wieder neu Erkenntnisse und Sicherheit über die heutigen wissenschaftlichen Methoden gewonnen.

Stellen wir uns vor, wir seien ein Mensch (kein Panik) welcher vor 4.500 Jahren am Ufer des Toten Meeres gelebt hat. Vielleicht Nachts bebt plötzlich die Erde. Häuser stürzen ein. Man tritt heraus ins Freie und sieht wie in der Umgebung Feuerfontänen aus dem Boden in nicht weit entfernten Gebieten vom Dorf schießen und sich mehrere starke Explosionen ereignen. Plötzlich wird der Boden unter den Füßen feucht und sakt schlagartig weg. Alles in der Umgebung sinkt im Boden ein oder stürzt um. Wie auf einer Schneelawine findet man keinen halt mehr und muss erleben, wie die gesamte Siedlung seitwärts ins rutschen kommt (vielleicht konnte man das im Siedlungszentrum nicht mal erkennen) und schließlich im Toten Meer versinkt. Es müssen Tausende von Menschen ertrunken, erschlagen oder auch verbrannt sein. Wie hätte sich diese Szenerie, welche sich vermutlich in wenigen Minuten abspielt hat, uns dargestellt??? Wie würde jemand der Geschichten über die Sünden der Mensch und wie Gott diese bestraft reagieren, wenn er von einem solchen Ereignis Schilderungen von den wenigen überlebenden gehört hätte???

Offenbar scheint der wahre Kern in der Bibelgeschichte über Sodom und Gommorah größer zu sein, als man vorher dachte. Die Interpretation dieser Geschehnisse und die heutige sinnbildliche Bedeutzung der Städte "Sodom und Gommorah" scheinen der Teil zu sein, der auf reinem Glauben beruht. Oder was meint Ihr dazu?


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

13.05.2003, 13:52
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