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Phantom
Panthera lupus




Dabei seit: Oktober 2002
Herkunft: woanders
Niedersachsen (DE)
Beiträge: 1080
Phantom ist offline
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zu Shir Khans Bsp.:

also ich versuch eigentlich immer, allen zu helfen. erst recht, wenn da nen Verletzter liegt...
aber ich weiß nich, ob ichs wirklich noch machen sollte. bisher dacht ich oft wie'n Pfadfinder: 'Jeden Tag ne gute Tat.' aber das ist heutzutage wohl falsch. in letzter zeit hab ich so oft eins über gekriegt dafür. von Lob & nem Dankeschön oft keine Spur.

was mich wundert: alte Menschen, die selbst vllt nich mehr so können, & selbst Jugendliche sind oft hilfsbereiter als andre...


was is das bloß für ne Welt?


__________________

~ Wer sich vor dem Wolf fürchtet, der soll nicht in den Wald gehen. ~

13.05.2003, 21:38
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TamedTigress
Amurtigerin




Dabei seit: April 2003
Herkunft: Edinburgh
Rheinland-Pfalz (DE)
Beiträge: 2187
TamedTigress ist offline
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Ja, das stimmt - Doppelmoral und Rechtsverdrehungen gibt es leider ueberall und ausser sich dessen bewusst zu werden kann man wohl leider nicht so viel daran tun?

Klar ist es ungerecht aber mittlerweile bin ich auch aus dem Alter raus wo ich meine die Welt veraendern zu muessen. Der einzelne kann nur die Augen aufmachen und auf sich selber acht geben - wenn das jeder machen wuerde dann waere der Welt schon viel geholfen...

Was ist denn mit dem Chef der seiner strohdummen Freundin eine gute Arbeitsstelle beschafft?
Die strohdumme Sekretaerin die durch ganz andere Faehigkeiten Chefsekretaerin wird?
Der Auslaenderfeind und Nazi der abends mit einem Tuerken kegeln geht und anschliessend zum Italiener essen?
Das wir ueber das viel zu teure Auto des Nachbarn laestern nur weil wir es selbst gerne haetten?

Die Welt ist voll davon...:-((
TamedTigress

12.05.2003, 22:57
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Lucky Lion
Löwe




Dabei seit: Februar 2003
Herkunft: Okavango Delta
Bayern (DE)
Beiträge: 736
Lucky Lion ist offline
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Zu der Frau, die da blutend am Boden lag und keiner half ihr: Solche Situationen findet man nicht nur in China, es gibt sie überall auf der Welt. Also auch hier in Deutschland. Es ist leider die Denkweise des heutigen im dauerstress geplagten "modernen" Menschen, dass man durch die Hilfe eines Verletzten nur unnötig Zeit verlieren würde, und warscheinlich nicht mal dabei ein wenig Geld bekäme (ja, so denken leider tatsächlich welche). Außerdem wollen viele nicht unnötig in Schwierigkeiten kommen, unser Rechtssystem ist oft so auslegbar, dass ein Retter schnell zum Opfer werden kann. Da tun viele lieber so, als hätten sie nix gesehen. Dass man durch nixtun auch bestraft werden kann, wissen viele noch nicht mal!

Und es gibt sooo viele Beispiele von Ungerechtigkeit, dass man gar nicht weiss, wo man anfangen soll. Zum Beispiel der ganz bekannt gewordene Fall eines Rollstuhlfahrers, der auf offener Straße überfallen wurde. Der Rollstuhlfahrer hatte sich gegen den Überfall gewehrt und den Räuber dabei leicht verletzt (die genaue Verletzung weiss ich leider nicht mehr). Und was hat der Räuber gemacht? Er hat den Rollstuhlfahrer auf schmerzensgeld Verklagt und auch noch Recht bekommen!!!! Ich frage: ist DAS gerecht??? Nein, ist es nicht! Und aufgrund solcher Ungerechtigkeiten sind die Leute heutzutage einfach etwas vorsichtiger, und versuchen sich nicht in irgendetwas verwickeln zu lassen. Und dann gibt es ja noch sooo viele Betrüger, die auch Unfälle und so was vortäuschen um ihre Opfer leichter ausrauben zu können! Na vielen Dank, und schon wird man als Helfer zum Opfer....

Meine Güte ich glaub ich hör auch auf, sonst werd ich noch wütender....


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"Die Menschen sind intelligent - Jedoch oft zu dumm ihre Intelligenz zu nutzen"

12.05.2003, 20:19
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Thealon
Tripel-As




Dabei seit: April 2003
Herkunft: Wo immer meine Phantasie mich hinführt

Beiträge: 179
Thealon ist offline
  Justitia lässt grüßen...Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Das überrascht sogar mich...
Ich bin von Großstädtern ja so einiges gewohnt, aber eine verletzte Frau blutend am Boden liegen zu lassen bricht doch alle Register...
Wenn es eine Brieftasche statt einer Frau gewesen wäre, hätten sie ihr gar nicht schnell genug hoch helfen können...

Zu Deinem zweiten Punkt, Shir Khan, tjaha, so ist das bei den Menschen.
Alles Überlegene ist automatisch Bestie und muss erschlagen werden, alles Unterlegene ist nützlich und muss ausgebeutet werden. Das war schon seit Anbeginn der Zeiten so. Zumindest, dass man Überlegenes besser tötete. Denn die Urmenschen wussten ihre Haut nicht besser zu verteidigen, und in der Hinsicht ist der selbstgerechte Mensch von heute dem Neandertaler erschreckend ähnlich.

Man bildet sich auf sein so wundervoll perfektes und lückenloses Rechtssystem so unglaublich viel ein, aber Gerechtigkeit an sich kennt man nicht. Recht haben und Recht bekommen sind nach wie vor zwei völlig verschiedene Dinge, und das wird solange so bleiben, bis man die engstirnige, arrogante Annahme, alles zu wissen, völlig hinter sich lässt. Aber das kann dauern...

Ein leicht verändertes Rechtssystem wurde einst von Science-Fiction Autoren erfunden. In dem Falle war der Geschädigte gleichmit Richter. Oder im Falle eines Mordes die Angehörigen. Bei nachgewiesener Schuld hatten sie über das Ausmaß der Strafe zu bestimmen. Im Falle des getöteten Tieres ist dies natürlich schwer...
Aber objektiv? Objektivität wirst Du kaum finden, denn jeder ist irgendwie voreingenommen. Tierfreunde wünschen einem Tiertöter natürlich alles Unheil dieser Welt, für einige Andere ist es „doch nur ein Tier“. Und für Juristen, welche irgendwie noch eine dritte Partei bilden, ist es einfach Sachbeschädigung. Als ob ein Leben einen bestimmbaren Wert hätte...
Egal ob Mensch oder Tier, man kann kein Leben werten. Die einzig gerechte Strafe für die Auslöschung eines Lebens wäre... ...tja und hier wird es schwer. Nun hat wieder jeder seine ganz eigene Vorstellung von gerecht. Einige würden einen Mörder kurzerhand hinrichten, andere würden ihm nur auf die Finger klopfen, jeder sich auf seine Vorstellung von Recht berufend. Und wir haben noch das Problem, dass ein Tier juristisch nie mit einem Menschen gleichgestellt sein wird, weil das Verständnis einfach fehlt. Da kann es ja keine Gerechtigkeit geben...

Meines Erachtens sollten Menschen Tiere einfach in Ruhe lassen, dann funktioniert es auch andersherum. Und schon sind wir bei der Frage nach dem Territorium - wem gebührt mehr? Dem stärkeren? Wer ist der Stärkere? Der Löwe mit seinen mächtigen Pranken, oder der Mensch mit seinem Gewehr? Und wieder sind Mensch und Tier auf keinen Nenner zu bringen. Man sollte doch annehmen, dass der Mensch, welcher von sich glaubt er habe ein so unglaublich überlegenen Verstand, sich der Verantwortung die er somit trägt auch bewusst ist. Aber nein, er ist Herrscher über Planet und Leben, und er weis ja alles.
Denn natürlich sind Irrtümer niemals ausgeschlossen. So wurden schon mehrmals „normale“ Menschen in geschlossene Anstalten gesteckt, wo sie erst verrückt wurden. Und das aufgrund eines Gutachtens von Leuten, die hinterher auch noch die Frechheit besitzen zu sagen, das hätten sie ja von Anfang an gewusst. Oh, wie gerecht.

Herrje, ich könnte stundenlang so weitermachen, aber es führt auch zu nichts. Wenn man etwas verbessern will, braucht man eben gute Vorschläge, und die habe ich leider nicht. So warte ich auf weitere Beiträge zu diesem Thema, und vielleicht wird es eines schönen, fernen Tages tatsächlich Gerechtigkeit geben...

Thealon


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Grüße an die Zukunft.

12.05.2003, 19:43
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Sesshoumaru
sama




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: Deutschland
Bayern (DE)
Beiträge: 2462
Sesshoumaru ist offline
Themenstarter Dieses Thema wurde von Sesshoumaru gestartet
DoppelmoralAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Vielerorts wurde dieses Thema bereits abgesprochen und kurz angedacht, aber das Thema ist eigentlich wichtiger. Deswegen habe ich diesen Thread erstellt.

Durch viele Gesten und Handlungsweise zeigen sehr viele Menschen immer wieder ihre Doppelmoral. Am meisten darunter zu leiden haben die Tiere, aber auch seinesgleich rührt viele Menschen nicht oder nicht mehr.

Ein Beispiel aus China. Eine Frau (Chinesin) stolpert und stürzt so unglücklich, daß sie sich beide Kniescheiben bricht. Sie ruft laut und verständlich um Hilfe - die Polizei regelt 15m weiter den Verkehr. Tausende von Passanten gehen vorbei. Doch niemand tut etwas. Zum Glück war es eine jüngere und "modernere" Frau - sie hatte ein Handy. Nach geschlagenen 2 Stunden die sie dort blutend lag kam ein Bekannter den sie anrief und brachte sie ins Krankenhaus. Wen man nicht kennt, den behandelt man bestenfalls wie Luft oder beschimpft ihn - offenbar in China Gang und Gebe. So geschehen 2002 in Shanghai.

Noch viel grausamer ist der Mensch den Tieren gegenüber. Wenn ein Mensch einen Tiger (oder anderes Tier) tötet, dann ist dieser der Held der die Bestie besieght hat, man singt Lobeshymnen. Tötet ein Tiger einen Menschen, so ist er hinterhältig und blutrünstig. Er muss gejagt und getötet werden. Ist das Gerecht? Nein. Es scheint eine "homo-zusammenhalts" Rache zu sein.

Hat sich schon mal jemand gefragt, wieso der Geschädigte in einem Rechtsstreit nicht auch der Richter ist? Schließlich weis doch der Geschädigte alleine wie groß der Verlust war??? Tötet ein Tiger einen Menschen, so ist der Mensch geschädigt und maßt sich gleichzeitig an Richter zu spielen. Was müssten wir als objetive Beobachter davon halten??


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

12.05.2003, 12:46
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