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Sesshoumaru
sama




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Sesshoumaru ist offline
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Ach wie schön das niemand weis das ich Bushi-Stielzchen heiß. Viele haben es bestimmt in den Nachrichten gehört. Der große Kriegsverbrecher und Despot Saddam Hussein wurde von der Macht vertrieben und nun kann er sein Volk nicht mehr grausam Foltern.

Damit das Volk diesen Zustand aber nicht vermisst haben sich die großen Befreier, die Koalition der Willigen, entschieden das Volk nicht zu enttäuschen und Foltern nun munter weiter. Besonders die USA und die Briten tun sich wieder einmal gänzend hervor - damit das irakische Volk die grausame Folter in den Gefängnissen, die ständige Ausgangssperre und willkürliche Kontrollen nicht missen muß. BEO BEO ...... !!!

Aber wen stört das schon, daß USA Soldaten irakische Gefange anpissen, mit Elektroschocks foltern und auf andere bestialische Arten erniedigen und mißhandeln??? Schließlich werden auch seit Jahren in Guantanamo Bay Menschen ohne Rechte, Anwalt, Anklage oder Grund gefestgehalten, weil sie zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort waren. Ein Land das für sich beansprucht auf den Grundpfeilern der Demokratie zu stehen, kann nicht so handeln. Die amerikanische Einstellung von "Demokratie nur für Amerikaner, der Rest soll sehen wo er bleibt" ist eben keine Demokatie sondern Faschismus globaler Art.

Machen wir uns nichts vor. Die Lage im Irak ist außer Kontrolle. Schön und gut das ein "Kriegstreiber" wie Saddam Hussein nicht mehr an der Macht ist, aber um welchen Preis für die Menschen??? Vor dem Krieg ging es dem Volk nicht gut (und das verdankte es nicht nur Saddam, sondern auch maßgeblich dem UN-Embargo), aber sie hatten Wasser, Strom und soetwas ähnliches wie die Sicherheit nicht plötzlich auf den Straßen in die Luft gebombt zu werden.

Ich kann nicht sagen, daß es jetzt besser ist als vorher. Könnt Ihr???


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

03.05.2004, 13:14
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Nala
Löwin




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Bob Woodward hat es wieder geschafft...

der "Watergate-Reporter" hat sich in seinem neuen Buch "Plan for Attack" (Angriffsplan) der wie schon der Titel sagt Planung des Irak Krieges angenommen und gar erstaunliches enthüllt...

Das Buch ist noch nicht käuflich zu erwerben, aber es sorgt schon für Schlagzeilen, über die Bush und Co nicht glücklich sind.

Denn Woodward dokumentiert, dass Bush die Entscheidung für einen Krieg schon getroffen hatte, als er die Welt noch glauben ließ, es gebe noch eine Chance für eine friedliche Lösung.

Laut Woodward erteilte der Präsident bereits am 21.November 2001 den Auftrag an verteidigungsminister Rumsfeld, einen Waffengang gegen den Irak zu planen.

Die Vorbereitungen des Krieges seien so geheim gewesen, dass Bush anfangs nicht einmal Sicherheitsberaterin Rice, Außenminister Powell oder CIA Cheff tenet eingeweiht hatte. In dem dreieinhalb Stunden dauernden Interview mit Woodward begründete es Bush mit der Sorge, dass undichte Stellen international enorme Angst und Spekulationen in den USA ausgelöst hätten.

Als Powell von den Plänen Wind bekam, versuchte er Bush davon zu überzeugen, das Regime Husseins auf nichtmilitärischem Weg unter Druck zu setzen. Dabei geriet der besonnene Außenminister wiederholt mit Vizepräsident Cheney und seinem Büro aneinander. Laut Woodward war die Auseinandersetzung zwischen den beiden Lagern so bitter, dass Powell die Falken um Cheney als Gestapo beschimpft habe. Umgegehrt unterstellte der Vizepräsident seinem Powell Oppertunismus.
Freunden erzählte Cheney nach dem Krieg, Powell sei ein dauerndes Problem gewesen, der immer erhebliche Vorbehalte gegen alles hatte, was wir versuchten.

Sicherheitsberaterin Rice erfuhr von den Kriegsplänen kurz nach der Jahreswende 2003 und Powell am 13. Januar.
Das Nichtauffinden der Massenvernichtungswaffen hält Bush für nicht mehr als eine ärgerliche Nebensache. Mit der Pflicht Menschen zu befreien rechtfertigt er gegenüber Woodward seine Entscheidung für einen Krieg.


Mehr?
http://www.welt.de/data/2004/04/19/266486.html


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...wonder where the lions are....

20.04.2004, 10:18
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Siegmar
Jaguar




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Siegmar ist offline
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Die Ziele stehen fest, die Waffen werden entwickelt und das was kommen wird ist nicht gereade erfreulich.
Das Kuba auf die Liste der Staaten gekommen ist den die USA vorwirft Massenvernichtungswaffen zu bauen, ist ja wohl ein Witz. Hat die US-Regierung nicht mehr die Zeit die sie so viele Jahre hatte, das sozialistische Problem dort, dürfte sich doch in den nächsten Jahren biologisch lösen, auch ein Fidel lebt nicht ewig. Aber das rechne ich eher dem beginnen Präsidentenwahlkampf an, die vielen Exilkubaner sollen halt Busch wählen. Das könnte ja ein schönes 2004 werden, wenn die Kriegsdrohungen dr Wählerschaft angepasst werden.
Die arbabischen Staaten geben schöne Ziele ab, aber dann doch bitte gleich die Radikalmethode, die dortige Bevölkerung will nicht von den USA befreit werden. Selbstleuchtendes Öl hat doch auch was. Im Osten geht die Sonne auf, gut nach Korea wird sie für die USA halt auch im Westen aufgehen.
Wenn man so viele schöne neue Kriegsspielzeuge erfroschen lässt, will man sie doch auch mal einsetzen und was ist das praktischer als ein Krieg.

06.12.2003, 11:51
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ShaTanka
Omega-Wolf




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ShaTanka ist offline
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Hmmm...Ich rätsele ja immer noch an den wahren Beweggründen zum Irakkrieg. Ob George W. einfach nur das zu Ende bringen wollte, was sein Vater nicht schaffte. Ob er Eindruck schinden wollte. Dafür sorgen, dass man die USA wieder ernstnimmt...usw. Nun ja, sei es drum. Selbst sein Vater hat es für idiotisch gehalten den Irak anzugreifen. Aber bitte...Wenn Herr Bush meint, er müsse alles alleine machen, soll er jetzt auch zusehen, wie er die Probleme im Land wieder in den Griff bekommt und das sterben seiner Soldaten reduziert bzw. unterbindet. Auf einmal ist ihm Europa und der Rest der Welt nicht egal. Schon seltsam...Ich dachte DIE könnten alles alleine so gut und bräuchten keine Hilfe.

Aber nun ja, so schlecht(sagen wir lieber sinnlos) war der Irakkrieg auch nicht.


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Zeit zu gehen...

05.12.2003, 12:09
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Nala
Löwin




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Nala ist offline
  Da war doch was... Achse des BösenAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

*augenwisch und wieder und wieder diesen einen Zeitungsartikel les*

Ich nehme mal nicht an, dass Ihr Leser des Luxemburger Wortes seid, deshalb fasse ich dieser Stelle mal zusammen was in dem Artikel
"US-Warnungen an die sogennten -Schurkenstaaten- "
steht...

Ihr erinnert Euch ...Präsident Bush hatte den Irak, Iran und Nordkore vor knapp zwei Jahren als "Achse des Bösen" bezeichnet. Syrien und Libyen hat er Unterstützung von Terroristen vorgeworfen und Kuba... nunja Fidel is eben Staatsfeind... soweit so gut *ähhhm * schlecht...

Jhon Bolton (Staatssekretär für Rüstungskontrolle) sagte nun vor dem Institut für Außenpolitikanalysen in washington:

"Schurkenstaaten, wie Iran, Nordkorea, Syrien, Libyen und Kuba, die den USA mit ihrem srteben nach Massenvernichtungswaffen feindlich gesinnt sind, werden merken, dass ihre verdeckten Programme der Entdeckung und der Konsequenzen nicht entgehen. Die USA behalten sich alle Optionen vor. Die Lektion für diese Länder aus dem Irak ist, dass die USA entschlossen sind, Staaten zu verfolgen, die die Absicht haben Programme für Massenvernichtungswaffen aufzubauen."

Allerdings hat Bolton versichert, dass die USA immer zuerst nach diplomatischen Lösungen suchen wollen... *har har*


Und nun sagt mir mal, bekomme ich hier in der Eifel nichts mit vom weltgeschen, oder hat ist im Irak jetzt ein Friede Freude Eierkuchenzustand eingekehrt, so dass man mit den positiven Ergebnissen hausieren gehen kann??? *wunder wunder wunder*
Oder ist es eben dieses .. "eeeeeeeeegal.. erst mal drufdreschen und dann genauer glotzen" was so symbolträchtig für die Schurken sein soll?


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05.12.2003, 08:12
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Sesshoumaru
sama




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Mitterweile haben neben über 100 US-Soldaten etlichen Irakern, Italienern und Polen noch zahlreiche andere Menschen und Tiere ihr Leben verloren. Anzumerken ist, daß es noch kein offizielles Krigesende gibt - nur ein Ende der Kampfhandlung (nicht mal das ist der Fall).

Mit folgenden Argumenten rechtfertigt Bush den Irakkrieg:


  • der Irak besitzt Massenvernichtungswaffen
  • der Irak gibt nichts auf die Authorität der UN
  • der Irak fäscht gezielt Informationen
  • der Irak beliefert Terroristen mit Waffen

Ich weis ja nicht ob Bush nur eine schlechte Nacht hatte oder zulang in den Spiegel gesehen hat, aber diese Liste kann nicht ernst gemeint sein. Wer hat doch gleich Ossama bin Laden mit Geld und Waffen beliefert??

Die Politik der USA in Punkto Irak zeigt zunehmend ihre Halbwertszeit. Die US-Regierung distanziert zur Zeit vom irakischen Regierungsrat, der ihre eigene Idee war. Der Rat sei zu bockig und mehr mit eigenen Interessen beschäftigt als den Vorgaben der USA folge zu leisten. Sogar eine Auflösung zugunsten eines neues Konzeptes ist im Gespräch. Wie hies es im Wilden Westen so schön? Wenn etwas nicht funktioniert, dann gehe einen Schritt nach Westen.

Der Irak wurde durch die Vorgehensweise der US-Regierung völligst destabiliert. Es existiert keinerlei innere bzw. öffentliche Sicherheit. Die eigene irakische Polizei wird von der Bevölkerung als durch die USA gesteuert nicht anerkannt und nicht nur sprichwörtlich unter Beschuss genommen. Die Zustände in Punkto Wasser- und Stromversorgung sind katastrophal. Die Ölförderung hat nicht einmal 20% des Umfangs wie vor dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg.

Eben frisch beschlossen wurde auch ein Papier welches Sanktionen gegen Damaskus (Syrien) fordert. Sowohl Demokraten als auch Republikaner haben dieses Papier verabschiedet. Mehr als fraglich ist, ob der UN-Sicherheitsrat wirklich Sanktionen beschließt. Aber wer soll die USA aufhalten?

Und dies alles unter den Augen einer immer skeptischeren amerikanischen Öffentlichkeit. Golfkriegsveteranenverbände fordern bereits den Rücktritt von Rumsfeld, da dieser wohl einfach nichr wahr haben will, daß bis Ende der 1980'er er als Mittelsmann für die Lieferung von B- und C-Waffen durch die USA an den Irak beteiligt war. Damals war Saddam ja noch "Gut-Freund". Die amerikanische Öffentlichkeit wäre aber nicht die amerikanische Öffentlichkeit, wenn Präsident Bush sie durch einen dramatischen Apell und die eine oder andere etwas entrückte Information oder neue die USA bedrohende Terrorstaaten nicht wieder voll auf Regierungskurs bringen lassen würde. Manchmal glaube ich, daß der amerikanische Patriotismus eine falsch verstandene Art von Obrigkeitshörigkeit ist.

Zum Ende möchte ich mich auf eine 1927 auch durch die USA geschlossenen Präambel zurück ziehen:
Zitat:
»In der Überzeugung, daß ein Angriffskrieg niemals als Mittel für die Beilegung internationaler Streitigkeiten dienen kann und deshalb ein internationales Verbrechen ist ...«

Diese stammt aus einer Erklärung des Völkerbundes und ist somit auch bindend für die USA. Um diesen Fall zu erkennen wurden drei Kernaussagen formuliert, die wir alle bestimmt schon einmal gehört haben und sicherlich so zustimmen können.

Diese Schlußfolgerung wurden vom Nürnberger Kriegsverbrechertribunal als Maßstab maßgeblich durch die USA und England durchgesetzt. Alleine der Verstoß gegen eine dieser Regeln erfüllt den gesamten Tatbestand der Völkerrechtswidrigkeit. Auf dieser Basis wurde die gesamte Führung des NS-Regimes hingerichtet.

Zitat:
1. Verbrechen gegen den Frieden:
Planen, Vorbereitung, Einleitung oder Durchführung eines Angriffskrieges oder eines Krieges unter Verletzung internationaler Verträge, Abkommen oder Zusicherungen oder Beteiligung an einem gemeinsamen Plan oder an einer Verschwörung zur Ausführung einer der vorgenannten Handlungen;

Über diesen Punkt muss man nicht lang diskutieren - er ist erfüllt. Es ist nur der Einwirkung Frankreichs, Deutschlands und Belgiens zu verdanken, daß sich die NATO nicht dier Vorwürfe strafbar gemacht hat. Alleine die Unmengen an Falschinformationen die die USA verbreitet haben im Vorfeld des Krieges gleichen einer Überführung.

Zitat:
2. Kriegsverbrechen:
Verletzung der Kriegsgesetze oder -gebräuche. Solche Verletzungen umfassen, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein: Mord, Mißhandlungen, oder Deportation zur Sklavenarbeit oder für irgendeinen anderen Zweck, von Angehörigen der Zivilbevölkerung von oder in besetzten Gebieten, Mord oder Mißhandlungen von Kriegsgefangenen oder Personen auf hoher See, Töten von Geiseln, Plünderung öffentlichen oder privaten Eigentums, die mutwillige Zerstörung von Städten, Märkten oder Dörfern oder jede durch militärische Notwendigkeit nicht gerechtfertigte Verwüstung;

Das Problem hier ist die Frage was gerechtferigte Verwüstung ist. Das die USA einen "Krieg des langen Stocks" mit den Bombariderungen aus der Luft, für die Iraker fast unerreichbar, geführt haben ist klar. Bereits aus dem ersten Irakkrieg ist bekannt das Schützengräben der Iraker einfach mit Raupen mit Sand zugeschüttet wurden. So wurden 1000de Iraker lebendig Begraben. Auch Uranhaltige Munition die das Grundwasser noch heute versucht und zu schweren Mißbildungen in der Zivilbevölkerung führt sind alleine auf Grunde der Haager Beschlüsse ein Kriegesverbrechen.

Zitat:
3. Verbrechen gegen die Menschlichkeit:
Mord, Ausrottung, Versklavung, Deportation oder andere unmenschliche Handlungen, begangen an irgendeiner Zivilbevölkerung vor oder während des Krieges. Verfolgung aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen, begangen in Ausführung eines Verbrechens oder in Verbindung mit einem Verbrechen, für das der Gerichtshof zuständig ist, und zwar unabhängig davon, ob die Handlung gegen das Recht des Landes verstieß, in dem sie begangen wurde, oder nicht.«

Dieser Punkt wird durch das erwirkte Embargo gegen den Irak erfüllt. Selbt Medikamente und die Einfuhr von Chlor zur Wasserdesinfektion wurden teilweise komplett Unterbunden. Seriöse Schätzung sprechen von 8000 dadurch gestorbenen Kindern pro Monat.

Am Ende will ich für alle nochmal verdeutlichen, daß diese Ausführungen nicht gegen die USA gerichtet sind. Vielmehr gegen die Politik und die Rechtfertigungspraxis der aktuellen Regierung. Trotz der positiven Haltung der UN hat sie doch eine Mitschuld. Sie hätte es angestrengter versuchen müssen zu verhindern.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
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12.11.2003, 14:12
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Siegmar
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Siegmar ist offline
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Das passt doch alles in die aktuelle Weltlage. Der USA geht es schlecht, die Europäer verweigern die Zusammenarbeit also muss man sie bloss stellen.
Wer glaubt den das die USA so ohne Eigennutz mal ebend 15 Millarden USD für die Bekämpfung von ADIS in Afrika zur Verfügung stellt. Kaum sind diese angekündigt, fordern die afrikanischen Staaten die gleiche Summe von Europa. Ist doch eine schöne Rechnung, man gibt 15 Millarden und bekommt 30 Millarden zurück. Denn welche Unternehmen werden den großen Reibach mit den Medikamenten machen, sicher nicht die europäischen Pharmakonzerne. Das gleiche Spiel läuft doch zur Zeit auch mit den gentechnischen veränderten Lebensmitteln. Wir Europäer verhindern das die Afrikaner genug zu essen haben, da wir etwas gegen Genfod haben.

10.09.2003, 08:05
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Nala
Löwin




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Nala ist offline
  Wenn Präsidenten lügen...Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Natürlich rede ich von Bush, denn der ist blöderweise so derart ungeschickt, dass es immer mal wieder auffällt.
So auch am Sonntagabend in einer Fernsehrede an sein Volk. Immerhin wissen wir, spätestens seit Michael Moore, dass eben jenes auch nicht besonders hell ist... und so wird es auch bleiben, denn die 87 Milliarden Dollar, die Bush vom Kongress für den Wiederaufbau des Iraks und die Militäroperationen verlangt sind weit mehr als für Bildung im gesamten Staat ausgegeben wird....
Aber zum eigentlichen Thema, welches mich so ärgerte...

Was war passiert?

„Busch, der mit sinkenden Zustimmungsraten und massiven Rückschlägen im Nahen Osten kämpft...versuchte der amerikanischen Bevölkerung eine einfache Botschaft zu vermitteln: Die Gefahr ist nicht vorbei : „Wir bekämpfen den feind heute im Irak und Afghanistan, damit wir ihn nicht wieder in unseren eigenen Straßen und Städten antreffen werden“ sagte er. Mit diesem Satz verschmolz Bush bewusst die Besetzung Iraks mit dem Terrorismus von Al Qaida. Obwohl die Geheimdienste nie eine Verbindung zwischen Saddam Hussein und den Attentätern vom 11. September fanden, machte sich Bush damit eine weit verbreitete Ansicht zunutze: Laut der Samstagsausgabe der Washington Post sind sieben von zehn Amerikanern überzeugt, dass Saddam Hussein bei den Attentaten auf das WTC und Pentagon seine Hände im Spiel hatte.“ (LuWo 09.09.03)

Ich frage mich, wieso sich Menschen so verschaukeln lassen. Ohne Nachweis, basierend nur auf Vermutungen und Gedanken werden Wahrheiten erschaffen. Traurig, traurig... aber das macht das Leben für einen Präsidenten doch sehr einfach.

Doch es kommt noch besser (ähm eigentlich ja schlechter) denn nicht nur, dass Mr. Bush offensichtlich lügt, er wird auch noch anmaßend und arrogant.
Immerhin hat er zugegeben, dass die USA allein nicht in der Lage ist, den Irak zu sichern und deshalb dringend Hilfe von den Vereinten Nationen benötigt. Aber die US Regierung weigert sich den UN Mitgliedern Verantwortung zu zugestehen. Im Grunde genommen ist diese Haltung ja lobenswert, weil konsequent, denn als es darum ging, ob überhaupt ein Angriff stattfinden solle hat die USA ja die UN auch nicht für voll genommen.
Sich aber hinzustellen und Zahlungen und Truppen für den Wiederaufbau genau von jenen nicht nur zu erbitten, sondern gar zu fordern, finde ich mehr als frech.


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10.09.2003, 06:42
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TamedTigress
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TamedTigress ist offline
  zwei Arme fuer AliAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Hallo ihr Lieben,

sagt mal – kennt von euch eigentlich einer den Ali?

Ali ist ein 13jaehriger Junge aus dem Irak der bei einem Bombenangriff beide Eltern, seine beiden Brueder, seinen Onkel sowie seine beiden Arme verloren hat.

Ali hatte das Glueck dass sein Einzelschicksal als Beispiel in die Presse kam. Natuerlich war der Junge sehr traurig, hatte er doch Arzt werden wollen. Und hat man je einen Arzt ohne Arme gesehen?

Die Menschen in dem mitschuldigen Grossbritannien hatten Mitleid und sammelten Spenden.

Nun ist Ali heute in England angekommen wo er ein halbes Jahr leben und zwei neue Arme erhalten wird.

Alle Zeitungen und Fernsehnachrichten sind voll davon, man ist ja so stolz, man fuehlt sich ja so toll und grosszuegig diesem kleinen Jungen ein paar Armprothesen zu spendieren.

Sie scheinen ganz vergessen zu haben wer denn Ali seine eigenen Arme weg genommen hat. Nicht zu reden von seiner gesamten Familie die sie ihm nie wieder geben koennen.

Ali wurde von der Presse als Symbol fuer die Leiden der iraker Zivilbevoelkerung heraus gehoben, Menschen im Land des Feindes wurden auf ihn aufmerksam und sammelten um ihm wenigstens seine Arme zurueck zu geben.

Natuerlich finde ich das nett von allen die in den Pott was rein gegeben und es ihm ermoeglicht haben aber mich aergert nun dass sie sich im TV nun damit so gross tun. Dieser Junge hat keine Familie mehr und die bilden sich was drauf ein ihm ein paar Plastikarme zu spendieren?

Und wie viele Alis gibt es noch fuer die keiner was tut?

Also ich halte es fuer das mindeste dass die die dort hinten so viel verbrochen haben auch wieder aufraeumen und das ist nichts worauf man stolz sein muss.

Ich frag mich nur ob Ihr diese Geschichte auch kennt.

TamedTigress

http://www.thisislondon.co.uk/news/articles/6123883?source=PA

07.08.2003, 20:51
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PattWór
Crond'Llor




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PattWór ist offline
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Zitat:

Das verräterische Microsoft-Dossier


Nicht nur hatte man bei der britischen Regierung ein Irak-Dossier weitgehend aus einer Internetveröffentlichung abkopiert, sondern zunächst auch unvorsichtigerweise als Microsoft-Dokument online veröffentlicht

In Großbritannien steht wie in den USA die Regierung am Pranger, das Parlament und die Öffentlichkeit über den Grund für den Irak-Krieg angelogen zu haben. Es geht bekanntlich um die Massenvernichtungswaffen, mit denen Saddam Hussein die USA und den Rest der Welt bedroht haben soll. Gefunden wurden bislang noch keine. Peinlichkeiten aber gab es zuhauf mit Behauptungen, die auf falschen oder überdreht dargestellten Informationen beruhten, die angeblich von den Geheimdiensten stammten.

Britische und amerikanische Geheimdienste müssen derzeit als Sündenböcke herhalten. In Großbritannien gilt dies gegenwärtig vor allem für das von der Regierung im September veröffentlichte Dossier über die irakischen Massenvernichtungswaffen. Tony Blair hatte die Aussagen noch im Vorwort zugespitzt, als er behauptete, dass der Irak seine chemischen und biologischen Waffen in 45 Minuten einsetzen könne. Ansonsten wurden "Beweise jenseits allen Zweifels" vorgelegt, um die geforderte UN-Resolution und die Zustimmung des britischen Parlaments und des amerikanischen Kongresses auch für einen kriegerischen Alleingang zu erhalten. Angeblich habe das Joint Intelligence Committee (JIC), das das Dossier herausgegeben hatte, diese Information, die von einer einzigen irakischen Quelle stammte, noch kurz vor der Veröffentlichung mitgeteilt. Zweifel äußerten damals schon Kritiker aus der Labour-Partei, die ein Gegendossier veröffentlichten.

Unzweifelhaft ist, dass die britische Regierung die Hinweise auf die mögliche Existenz von Massenvernichtungswaffen aufgebläht hatte. Auch US-Präsident Bush verwandelte die Möglichkeitsaussagen stets in Tatsachenbehauptungen. Im Februar 2003, als es nach dem Beginn der Suche durch die UN-Waffeninspektoren gemäß der UN-Resolution darum ging, Gründe zu finden, warum Hussein diese dennoch verletzt hatte, um die Legitimation für den Einmarsch zu erhalten, gab die Downing Street einen weiteren Bericht heraus, bei dem es dann wirklich peinlich wurde (und wie man gesehen hat, scheint dies erst einmal den Lauf der Geschichte nicht zu beeinträchtigen).

Schwerpunkt des Dossiers mit dem Titel: Iraq - its infrastructure of concealment, deception and intimidation sollte sein, der Öffentlichkeit vorzuführen, dass das Hussein-Regime systematisch die Inspektoren und die Weltöffentlichkeit belügt und hintergeht. Zu Beginn des Berichts stand, dass die Informationen aus mehreren Quellen stammten, auch aus Geheimdienstmaterial. Der Bericht sollte zeigen, wie das Regime Massenvernichtungswaffen produziert und behalten hat und jetzt die Arbeit der Inspektoren behindert. Es dauerte allerdings keine Woche, bis der britische Wissenschaftler Glen Rangwala feststellte, dass der Bericht weitgehend aus Internetquellen abgeschrieben war und oft diese nur insofern abgeändert wurden, als manche Aussagen verstärkt wurden. Insbesondere wurde ein im September 2000 in einer Zeitschrift erschienener Aufsatz eines Studenten benutzt, dem die Auswertung von Dokumenten zugrunde lag, die bis 1991 gefunden wurden.

Auch wenn der US-Außenminister Powell das Plagiat noch während seiner Rede vor dem UN-Sicherheitsrat lobend erwähnte, musste die britische Regierung bald zugeben, dass es sich nicht nur um Geheimdienstinformationen handelte. Man fuhr den Anspruch herunter und sagte sinngemäß, dass es doch relativ egal sei, woher die Informationen stammen, deren Quelle zu nennen man vergessen habe, wenn sie nur im Ganzen richtig seien.

Hergestellt wurde das Dossier auf die Schnelle in der Downing Street von der "Spin"-Abteilung, die man auch Propaganda-Abteilung nennen könnte. Das konnte nun auch Richard Smith anhand des Dokumentes genüsslich demonstrieren. Die britische Regierung hatte nämlich zudem dummerweise den Bericht als Word-Dokument ins Netz gestellt. Mittlerweile wurde dieses zwar durch ein weniger verräterisches PDF-Dokument ersetzt, aber Smith hatte sich die Word-Version abgespeichert, so dass Microsoft Tony Blair, wie er schreibt, in den Hintern beißen konnte.

Die meisten Word-Versionen legen ein Logfile über die 10 letzten Bearbeitungen eines Dokuments an, das auch die Namen der Benutzer und den Namen des Dokuments enthält. Diese "revision logs" sind normalerweise nicht zu sehen, aber Smith, der 1999 entdeckt hatte, dass bei Word- und Excel-Dokumenten versteckte GUIDs (Globally Unique Identifier) erzeugt werden, konnte mit einem eigens geschriebenen Programm diese Logs und andere versteckte Informationen einsehen. Zumindest nach diesen 10 Logeinträgen ging das Dokument durch vier Hände. Den Anfang machte Paul Hamill, Mitarbeiter des Außenministeriums und Mitglied des Coalition Information Centre (CIC), das von Alastair Campbell, Propagandachef (spin doctor) von Ministerpräsident Tony Blair, eingerichtet wurde. Campbell kam selbstverständlich bei den Untersuchungen über die Dossiers besonders unter Druck. Bei Hamill wurde das Dossier mehrmals automatisch abgespeichert. Hamill, der von Blair als Pressesprecher kurz vor seiner Zusage, bei den Untersuchungsausschüssen über die Waffendossiers mitzuwirken, in den Irak geschickt wurde, könnte ein Autor (und Plagiatior), zumindest aber einer der wichtigen Herausgeber des Dossiers gewesen sein.

Nach Hamill kam das Dokument zu John Pratt, Mitarbeiter von Downing Street und der Strategic Communications Unit, die auch unter Campbell arbeitet. Er hatte das Dokument auf einer Diskette abgespeichert. Zunächst wurde das Kopieren jüngeren Mitarbeitern zugeschoben, die nicht wirklich beim Außenministerium oder in der Downing Street arbeiten. Möglicherweise wäre damit Hamill ein Kandidat für einen Autor, allerdings wurde er nicht genannt, wahrscheinlich erfolgte die dringend politisch benötigte Veröffentlichung aber doch die entscheidende Mitwirkung eines höheren Regierungsmitarbeiters. Als nächstes erhielt das Dokument Alison Blackshaw. Sie ist Campbells persönliche Assistentin und hat womöglich Veränderungen im Auftrag von Campbell vorgenommen. Auf jeden Fall hat sie das Dossier auf der Festplatte und auf zwei Disketten abgespeichert. Und zum Schluss gelange es zu Murtza Khan, der für die Gestaltung der Website der Downing Street zuständig ist. Auch er speicherte das Dokument auf seiner Festplatte. Wahrscheinlich hatte er es auf der Website online gestellt.

Große Geheimnisse wurden also durch den Cyberdetektiv Richard Smith nicht enthüllt. Nach den Untersuchungsausschüssen kam allerdings heraus, dass John Pratt das Dossier auf einer Diskette an Alison Blackshaw weitergegeben hatte, um es dann an US-Außenminister Powell zu übermitteln, der schließlich dringend Stoff aus anderen Quellen für seine "Beweis"-Rede vor dem UN-Sicherheitsrat benötigte. Gleichwohl weist Smith darauf hin, dass man womöglich vorsichtig mit der Veröffentlichung von Word-Dokumenten sein sollte. Vielleicht hatte die britische Regierung auch deswegen das Word-Dokument gegen ein PDF-Dokument ausgetauscht, um sicher zu gehen, dass nicht weitere "Geschichten" aufgedeckt werden können.

Quelle: Telepolis


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Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


Dieser Beitrag wurde von PattWór am 04.07.2003, 16:04 Uhr editiert.

04.07.2003, 16:01
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