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Sesshoumaru
sama




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ach wie gut das niemand ....Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Na, ich denke wir wissen warum die USA darauf bestehen, oder???? In heimischen Folteranstalten ... äää ... Gefängnissen solls ja nicht viel besser aussehen.

Zitat:
USA wollen Immunität ihrer Soldaten erzwingen

Ungeachtet des Skandals um die Misshandlung irakischer Gefangener wollen die Vereinigten Staaten ihre Soldaten weiterhin vor einer Auslieferung an den Internationalen Strafgerichtshof schützen. Mit dem Verlangen, die begrenzte Immunität vor Strafverfolgung durch eine neue Resolution im UN-Sicherheitsrat zu verlängern, lösten die USA einer erneuten Streit aus.

US-Soldaten auf Wache vor dem Abu Ghraib Gefängnis
Das bestätigten UN-Diplomaten in New York. Washington drohe wie bereits vor zwei Jahren mit dem Abzug seiner Truppen von UN-Friedensmissionen, wenn die seit 2002 zwei Mal für jeweils ein Jahr bestätigte Sonderregelung für Amerikaner nicht erneut und damit praktisch für immer verlängert wird. UN-Diplomaten weisen darauf hin, dass bei Annahme der Resolution zum nunmehr dritten Mal ein "Völkergewohnheitsrecht" und damit eine dauerhafte US-Immunität entstehen würde. Die Immunität würde auch für die im Irak operierenden US-Militärs gelten.

China beantrage unterdessen, die Entscheidung über eine Verlängerung der bestehenden Ausnahmeregelung zu vertagen. Nach Angaben von Diplomaten in New York erhielt die chinesische Delegation keine direkte Anweisungen aus Peking, wie sie in der höchst umstrittenen Frage abstimmen soll.

Stimmenthaltungen werden vermutlich nicht reichen
Deutschland, Frankreich und Spanien sowie weitere der insgesamt 15 Mitgliedsländer des Rates seien angesichts des US-Vorgehens entschlossen, der von den USA eingereichten Resolution über die Ausnahmeregelung ihre Zustimmung zu verweigern, hieß es. Diese Länder setzten durch, dass vor der Abstimmung eine öffentliche Debatte anberaumt wurde. US-Diplomaten hatten die Resolution am Mittwoch vorgelegt.

"Allerdings wagt kein Land, offen dagegen zu stimmen", sagte ein UN-Diplomat. Die Gegner der US-Resolution rechneten bei der für den Abend anberaumten Abstimmung mit bis zu sechs Enthaltungen "als Signal des Unwillens". Es seien aber mindestens sieben Enthaltungen erforderlich, um eine Resolution zu Fall zu bringen.

Sonderbehandlung von Menschenrechtlern abgelehnt
Menschenrechtler forderten die Vereinten Nationen auf, dem US-Militär nicht erneut Immunität gegenüber internationaler Strafverfolgung einzuräumen. Angesichts der Misshandlung irakischer Gefangener gehe es nicht an, den USA "bei Kriegsverbrechen eine Sonderbehandlung" zu gewähren, erklärte die Organisation Human Rights Watch.

Im vergangenen Jahr war die Ausnahmeregelung für die USA mit zwölf zu null Stimmen angenommen worden. Frankreich, Deutschland und Syrien hatten sich enthalten. Die USA lehnen den Gerichtshof strikt ab, weil sie befürchten, dass US-Soldaten aus politischen Gründen angeklagt werden und willkürlicher Strafverfolgung ausgesetzt sein könnten. Die USA haben den Vertrag zum Internationalen Strafgerichtshof nicht ratifiziert. Statt dessen hat Washington bislang bilaterale Abkommen mit 89 Ländern geschlossen, in denen diese zusichern, Amerikaner nicht an den Strafgerichtshof auszuliefern.

Quelle: Tagesschau


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

21.05.2004, 22:59
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Nala
Löwin




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Blöderweise hat die öffentliche Hinrichtung von Mr. Berg, der USA nur wieder einen Ansatzpunkt zur "Weichspülung" der gesamten miesen Folteraktion gegeben.

Denn laut Aussagen der führenden Politiker der USA, ist es doch viel viel schlimmer jemanden öffentlich zu enthaupten, als jemanden ein "leicht" zu foltern.

Generell finde ich Reden der beschönigung seitens England oder der USA mit dem Inhalt es handelte sich um leichte Folter hanebüchend... Leichte Folter... soetwas gibt es gar nicht. Könnte glatt zum Unwort des jahres 2004 nominiert werden.

Aber was mich noch viel mehr ärgert ist Mr. Rumsfeld fliegt er doch nach Abu Ghureib und faselt etwas von "Ich übernehme Verantwortung." .. und geht wieder und nichts passiert.... Ja hääääääääää, wie jetz? Hab ich was nicht mitbekommen... Verantwortung übernehmen ist doch wohl eine Tätigkeit oder etwa nicht?


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...wonder where the lions are....

14.05.2004, 11:03
Profil von Füge  deiner Freunde-Liste hinzu Email an Nala senden Homepage von Nala AIM Screenname: Weiss gar nicht was das ist... YIM Screenname: ...kann man das essen? MSN Passport: Schwimmt das vielleicht?  
PetraB.
Alpha-Wolf




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Ich habe einen interessanten Artikel zum Thema gefunden:

Zitat:
Das Lächeln der Lynndie England

Amerikas Selbstverständnis und die Folterfotografie
Es sind vor allem zwei Fragen, die sich dem naiven Betrachter angesichts der Folterfotografien von Abu Ghraib aufdrängen. Erstens: Was geht in einer jungen Frau vor, die über einer Pyramide nackter, zusammengekauerter Häftlinge triumphierend in die Kamera strahlt? Und zweitens: Zu welchem Zweck wird das Ganze dokumentiert?

Wenn jetzt in den amerikanischen Medien die Angehörigen der an den Folterszenen von Abu Ghraib beteiligten Soldatinnen und Soldaten ausgiebig zu Wort kommen, wiederholt sich immer dieselbe Szene. Es ist die Urszene des medialen Amerika, ein Aufmarsch, den jede TV-Investigation eines Verbrechens immer aufs Neue abspult: Nachbarn, Freunde, Familienangehörige treten geschlossen an, um nicht allein die Unschuld der Delinquenten zu beteuern, sondern der Überzeugung Ausdruck zu geben, dass die Schwester, der Cousin oder wer auch immer zu einem solchen Verhalten nie in der Lage wäre. Der selbstgerecht-ahnungslose und meist noch mit einem gewissen Wichtigkeitstremolo vorgetragene Brustton dieser Statements, der einschliesst, dass auch die Befragten selbst «so etwas» niemals machen würden, gerät in diesem Fall mit einem besonders schockierend anmutenden Faktum in Konflikt: dem sardonischen Grinsen, mit dem die Folterer für die Linse posierten.

Exponierte Scham
Solche Trophäenbilder sind nicht ganz neu. Der lächelnde Sieger und seine erlegte Beute gehören seit je in die Ikonographie der Kriegsfotografie. Ebenso wenig neu ist die Nachricht, dass (nicht nur) in amerikanischen Militärgefängnissen gefoltert wird; die einschlägigen Berichte von Amnesty International und des IKRK sind jedermann zugänglich. Neu ist allerdings der Tabubruch, der den neuralgischen Punkt zwischen der westlichen und der arabischen Welt berührt: die im Zentrum des Konflikts tobende Geschlechterfrage, die zur Schau gestellte (sadistische) Sexualität, die ausgestellte Scham samt dem Triumph, diese zu verletzen - und zwar auf der untersten, also laienhaftesten Ebene.

Denn dies ist kein fürs Militär oder den Geheimdienst festgehaltener «Dienstvorgang» - in einem solchen wären die grinsenden Henkersknechte fehl am Platz. Dies ist nicht einmal die Inszenierung einer pornografischen Phantasie. Es ist vielmehr das ins Extrem verrutschte Pendant zu den privaten Hochzeitsfotos und Party-Videos daheim. Auch darum trägt die Verkörperung des Skandals nun das unbedarfte Gesicht einer Farmerstochter aus West Virginia. Das pikante Detail, dass Lynndie England in diesem Umfeld von einem der massgeblichen Mitfolterer schwanger wurde, öffnet den individuellen Abgrund des keineswegs individuellen Skandals.

Die verheerende Wirkung, die die Veröffentlichung dieses Polit-Pornos speziell in den arabischen Ländern hat, speise sich, sagt man, vor allem aus der tiefen Demütigung, die die Zurschaustellung der physischen Blösse im Islam bedeutet. Arabische Männer zeigen sich einander nicht nackt, der Körper der Frau ist als Ganzes tabu; sexuelle Handlungen unter Männern sind nach dem Koran verboten. Solche Erniedrigungen, heisst es, seien schlimmer als der Tod. Die Bilder, die wir jetzt sehen, das hat Donald Rumsfeld unter dem Druck des Eides schon angekündigt, sind erst die Spitze des Eisbergs. Abgesehen davon sind sie die einhellige Bestätigung der wüsten Klischees vom moralisch verkommenen Westen. Eine wirksamere Kampagne für neuen Terror hätte selbst Usama bin Ladin sich nicht ausdenken können. Ihre Wirkung ist so gefährlich, dass nun die Frage auftaucht, ob der Preis der Veröffentlichung nicht möglicherweise zu hoch ausfallen könnte. Die zweite Frage dahinter lautet freilich: Für wen?

Die Entscheidung, die Bilder und Videos jetzt in grösserem Umfang und möglichst alle auf einmal zu publizieren, folgt seitens der Regierung einem offen wahltaktischen Kalkül. Schlicht gesagt: Das Datum der Präsidentschaftswahl rückt heran, und besser jetzt ein Desaster als sukzessive schlechte Nachrichten über eine längere Zeit. Ausserdem käme die Sache ohnehin irgendwann in ihrem ganzen greulichen Umfang ans Licht. Das ist die - mehr oder weniger - verhohlene Argumentation des Weissen Hauses. Auf der anderen Seite steht der Ruf des Starjournalisten Seymour Hersh, der den Stein im «New Yorker» ins Rollen brachte, für die Reputation einer immer noch funktionierenden medialen Öffentlichkeit ein. Seit selbst bei den renommierten Blättern ein Chefredaktor nach dem andern zurücktreten muss, weil dekorierte Reporter ihre Recherchen erfanden, mag man den Medien hier kaum mehr und weniger noch den Bildern trauen.

Öffentliche Selbstreinigung
Wer am Dienstag im Fernsehen die Anhörung des Senatsausschusses zum Untersuchungsbericht von US-Generalmajor Antonio Taguba verfolgen konnte, erkannte in der grossenteils sorgfältig ausgesuchten Wortwahl die Schemata der genretypischen Hollywood-Gerichtsfilme. Es sind Filme à la «Die zwölf Geschworenen», in denen am Schluss gegen Korruption und Bösartigkeit doch noch die Gerechtigkeit, also jenes «Ur-Amerikanische» siegt, das jetzt durch das zweifelhafte Adjektiv un-American ersetzt werden musste. Die spezifische Mischung aus patriotischem Stolz und Gerechtigkeitspathos, die Amerikas Selbstbild prägt, ist vielleicht nicht die sinnvollste Botschaft an die islamische Welt. Und doch ist dieser öffentlich inszenierte Selbstreinigungsversuch die einzige Chance, unter Beweis zu stellen, dass die Grundregeln der Demokratie in den Vereinigten Staaten noch halbwegs Gültigkeit haben.

Und was sagt uns das Lächeln der Lynndie England? Es ist natürlich kein Zufall, dass eine junge Frau zum Symbol für eine weitere amerikanische Niederlage in der Irak-«Mission» geworden ist; es war ebenfalls eine junge Frau, die Gefreite Jessica Lynch, die den amerikanischen Heroismus im Kampf für Demokratie und Freiheit im Mittleren Osten symbolisierte. Wenig spricht dafür, dass ein Mädchen im untersten Dienstgrad von selber auf die Idee kommt, nackte Häftlinge mit obszönen Gesten zu malträtieren und an der Hundeleine zum Fototermin zu zerren, noch weniger, dass es nur ein paar pathologisch Verirrte sind, die, wie Bush betont, «nicht die Natur des amerikanischen Volk repräsentieren» (das tun sie tatsächlich nicht). Bleibt festzuhalten, was sich auf den ersten Blick als ein Paradox darstellt: Lynndie England, die der nationalen Schande nun ihr Gesicht verleiht, ist nicht die menschliche Bestie, als die sie gebrandmarkt wird, bloss weil die Verantwortlichen einen Sündenbock brauchen. Und sie ist genau das: die Verkörperung der Unmenschlichkeit, die offenbar so leicht abrufbar ist, wo ein Kommandant und ein Befehlsempfänger zusammentreffen.

Taguba weist unter anderem auch auf die mehr als nachlässige Rekrutierungspraxis des amerikanischen Militärs hin. Die meisten Soldaten stammen aus armen Verhältnissen, sie haben keine Ausbildung, oft wollen sie sich beim Militär erst eine verdienen. Sie kommen aus dem in Europa weitgehend unbekannten Kernland der USA, in dem der Prototyp der amerikanischen Volksseele - eine Mischung aus Naivität, Pragmatismus, mangelnder Bildung und erzkonservativer Frömmigkeit - zu Hause ist. Es sind Leute, für die das Wort «Patriotismus» einen heiligen Klang und die Uniform den Rang einer Auszeichnung hat; es sind Leute, die einen wesentlichen Teil von Bushs Wählerschaft stellen. Auf sie konnte der Präsident noch rechnen, als die Särge, die aus diesem Krieg wiederkehrten, immer zahlreicher wurden. Nun wird es hohe Zeit, dass das Gesicht der Lynndie England vertauscht wird mit einem Kopf, der die Verantwortung übernimmt - nicht nur für die Schmach, die den Irakern angetan wurde, sondern auch für den Schaden, den die Nation sich selbst zugefügt hat.

Andrea Köhler

Quelle: NZZ


So widerlich und menschenverachtend ich die bisher veröffentlichten Bilder auch finde, so wenig kann ich mir vorstellen, dass die einfachen Soldaten, zu denen auch Lynndie England gehört/e, eigenmächtig gehandelt haben. Ich schliesse für mich persönlich zwar aus, dass ich solcherlei Befehle jemals befolgt hätte. Meine Bildung, mein Moralempfinden, eben mein ganzes Selbst hätte mich zur Befehlsverweigerung und zur Anzeige der massgeblichen Vorgesetzten veranlasst.

Und ich denke, hier liegt der gravierende Unterschied. Es gibt Menschen, die sind obrigkeitshörig und gehorsam bis in den Tod, ohne nachzudenken, ohne moralische Bremse, ohne jede Menschlichkeit führen sie ''im Namen des Vaterlandes'' Befehle aus. Und eben diese Menschen rekrutiert die US-Armee bevorzugt, wenn man dem vorangegangenen Artikel Glauben schenken darf.

Damit möchte ich nicht die Handlungsweise der Lynndie England und der übrigen beteiligten Soldaten entschuldigen, keineswegs, sie sollen allesamt bestraft werden und zwar hart, und ich kann vor solchen charakterlosen Individuen nur ausspucken, aber es ist nicht der einzelne Soldat, es ist das gesamte US-amerikanische System, das krankt ... nur DA traut sich niemand so wirklich ran ... da kann man besser die Triebe abhacken anstatt die Wurzel des Unkrauts aus dem Boden zu reissen.

Wobei ich noch anmerken möchte, dass ich davon überzeugt bin, dass es den Privates nicht wirklich zuwider war, was sie den Gefangenen ''auf Befehl'' da angetan haben. Ein Fernsehbericht, den ich vor Wochen angeschaut habe, zeigte die Besatzungstruppen und ihr Benehmen gegenüber irakischen Zivilisten. Schon damals dachte ich: ''Die benehmen sich wie eine offene Hose und behandeln die Menschen wie entrechteten Dreck, ob das wohl gut geht?'' Inzwischen glaube ich fest, dass im Irak noch lange nicht Ruhe einkehren wird und dass die Besatzer die Hauptschuld daran tragen.


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... and yesss ... my rage ...
© Alpha P.

14.05.2004, 10:15
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TamedTigress
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ShirKhan,

abgesehen davon dass die Sprachkenntnisse der Soldaten wirklich egal sind (Du hasst aber auch echt einen Hass auf alles Englische, Du...) glaube ich nicht dass Bush denen befohlen hat ihre Gefangenen zu foltern, zu bepinkeln und zu erniedrigen.

Ich kann mir vorstellen dass er ihnen vielleicht zu viele Freiheiten gelassen hat indem er gar keine Anweisungen zur Behandlung der Irakis hinterlassen hat. Wenn dann einer die "richtige" Ader hat nutzt er das schnell aus.

Ich weiss nicht wie es in Deutschland aussieht aber dieses Maedchen, Lynndie England, die wird hier dargestellt als ob sie durch ihren Verlobten dazu gezwungen wurde, das liebe suesse 21jaehrige Maedchen das ja gaaanz unbedarft in den Irak ging und auf einmal mit einer Zigarette im Maul und einer Hundeleine in der Hand auf einem Foto auftaucht. Widerlich, solche Leute noch in Schutz zu nehmen!!

Wenn die Herren in den Anzuegen sagen sie hatten keine Ahnung dann glaube ich ihnen das sogar - was natuerlich nicht heissen soll dass es eine Entschuldigung ist.

Mr. Bush hat wenigstens Farbe bekannt und sich entschuldigt - obwohl ich noch darauf warte dass er sich dazu noch ein bisschen mehr einfallen laesst als das.

Der Gedanke meinen Mann der im Krieg ist dabei zu sehen wie er von anderen bepisst und gedemuetigt wird oder aber dies einem wehrlosen anderen antut verursacht mir ein Ziehen im Herzen das ich koerperlich spueren kann. Diese Menschen sollen vors Kriegsgericht kommen - vors *internationale* Kriegsgericht!!

TamedTigress

13.05.2004, 20:36
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Sesshoumaru
sama




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Also mal ehrlich!!!
Es ist mir relativ egal ob der amerikanische Durchschnittssoldat mit einer anderen Sprache als Englisch geistig überfordert ist. Ist dies der Fall, dann sollte man mehr aufwand in die Bildung der Soldaten stecken und nicht den neuen Cyber-Nachtsicht-Helm anschaffen - nicht wahr???

Was den Obersten angeht. Ist Euch eigentlich bewußt das eine Armee kein Kaffeekränzchen ist??? Ein Vorgesetzter gibt nicht nur Befehle, er ist auch für das Handeln seiner Untergebenen voll verantwortlich. Und G.W. Bush ist als oberster Befehlshaber über die US-Armee für alle Taten seiner Soldaten voll verantwortlich. Das sich die US-Regierung aber nicht selbst anklagen wird und höchstens auf Druck der Öffentlichkeit Konsequenzen zieht, daß sollte wohl niemanden ernsthaft überraschen.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
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13.05.2004, 20:14
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batonga
chatz




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hm...
Also ich denke nicht, dass man all diese vorfälle George W. Bush in die Schuhe schieben kann. Er ist sicher das einfachste Ziel und er wird für das Verhalten der GI's von uns an die Wand genagelt.
Aber ich denke nicht, dass dies so einfach ist. Gleichzeitig möchte ich aber sicher nicht sagen, dass ich sehr genau informiert bin, wie es im Weissen Haus abgeht und wer wem Befehle erteilt.
Bush ist sich sicher völlig im Klaren, dass durch diese Vorfälle der globale Frieden nicht schneller erreicht wird. Er würde diese Folterungen nicht befehlen, genausowenig würden dies Rumsfeld und Konsorten tun.
Ich bin der Ansicht, dass die grauenhaften Folterungen einzig und allein den Soldaten zuzuschreiben ist. Ich stelle mir das so vor: monatelang wird den Soldaten verständlich gemacht, dass Irakis ihre Feinde sind und nachdem sie ein paar Gefangene machen, dürfen sie sich nicht einmal rächen.
Das klingt jetzt wahrscheinlich ein bisschen radikal, aber der Gruppendruck dort unten muss enorm sein. Dazu kommen noch die fremde Sprache, die körperliche Unterlegenheit der Gefangenen. Alles in allem eine perfekte Situation, sich abzureagieren. Schnell ist da einer, der den Vorschlag macht, sich mit den Irakis zu vergnügen, und da niemand der Schwache sein will, wird mitegemacht.
Damit möchte ich nicht sagen, dass ich das Verhalten der GI's als normal empfinde oder sogar akzeptiere, NEIN, sicherlich nicht. Was ich damit sagen will ist, dass man nicht alles den Obersten in die Schuhe schieben sollte.
Und wenn ihr könnt, seht euch den Film "Das Experiment" an, der von einer wahren Begebenheit adaptiert wurde.


voilà


__________________
Dort wo nur die Sonne scheint ist meistens Wüste.

13.05.2004, 17:26
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Sesshoumaru
sama




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Jeder hat es bestimmt schon gehört, daß im Irak von aufständischen bzw. Al'Quaida ein amerikanischer Zivilist vor laufender Kamera geköpft wurde. Wer sich das Video ansehen will oder mehr Infos sucht, der sollte beim Spiegel.de nachsehen. Keine Sorge, das Video ist zensiert.

Durch den Folterskandal durch die Briten und durch die USA haben diese durch eigene Dummheit dem Terror im Irak und dem Rest der Welt faktisch eine Steilvorlage für die Rekrutierung neuer Attentäter und dem schüren von neuem Hass gegeben. Leute die vorher neutral oder gar pro USA waren sind nun bereit als Attentäter gegen die Besetzer vorzugehen. Wenn das die amerikanische Vorstellung von eindämmen von Terror ist, na dann Prost-Mahlzeit.

Während die britische Regierung und die Medien weitestgehend alle Schuld von sich weisen und wie naive Dummköpfe behauten das alle Bilder mit britischen Soldaten gefälscht sind, haben die USA erfreulicherweise genug Rückrat die Fehler einzugestehen. Obgleiche neue Aussagen der Foltersoldaten dahin gehen, daß die Folterungen quasi von oben angeordnet waren. Das mag keine Entschuldigung für eine der schlimmsten Rechtsverletzungen die es überhaubt gibt sein, aber es macht das ganze durchschaubarer und läst Systematik vermuten.

Viele Folterbilder sind immer noch unter Verschluß. Sogar manche US-Senatoren geben zu, daß diese Bilder weitaus schlimmeres zeigen als die bisher veröffentlichen Bilden. Bedenkt man das sowohl rotes Kreuz als auch Amnesty International breits vor Monaten sowohl Amerikaner als auch Briten informiert haben, dann tun sich düstere Abgründe auf.

Und dieses scheinheilige Abstreiten der Briten und zu behaupten alle Informationen sein gefälscht, daß finde ich auf jeden Fall 1000 Mal schlimmer als das Verhalten der US Regierung, denn das Verhalten der britschen Regierung erkennt somit das Leiden der Opfer nicht an. Wenn das unter deutschen Truppen passiert wäre, dann würde die Koalition der Willigen hier einmarschieren und wieder Ent-Nazifizierungen durchführen. Offenbar gibts eben verschiedene Maßstäbe.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
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13.05.2004, 12:58
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Marie Juana
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jetzt mal egal, was "die im irak gemacht haben". der gemeine soldat dort hat auch nur versucht sein geld zu verdienen und / oder seine überzeugung zu vertreten. viele werden soldat (auch diejenigen, die wir terroristen nennen, verstehen sich als soldaten) und hoffen, daß nix passiert, und wenn dann doch mal was los ist, können sie ja nicht gut nen rückzieher machen. diejenigen, die es gut finden / fanden, was old saddam (von dem ich übrigens seit längerm nix mehr gehört habe) da verzapft hat, haben eben eine andere einstellung als wir und eine andere denkweise. mir ist schon klar, daß man solche leute nach moralischen gesichtspunkten davon abhalten sollte, andere umzubringen, und wenn man sie dafür einsperren muß, aber das rechtfertigt NICHT, diese leute zu quälen und zu demütigen!!! bush hat gewonnen, was will er mehr??? er will seine kriegsgefangenen wirklich am boden sehen, damit er selbst als sieger um so besser dasteht!!! billiger gehts ja wohl nicht!!! wenn der heute beschließen würde, allen tigerforum-nutzern den krieg zu erklären und diese gefangennähme, würde er mit uns das gleiche machen. es geht dem nicht darum, daß es "nur" araber sind (daß der ein rassist ist, steht in meinen augen hundert pro fest) , es geht dem nur darum, daß alles, was ihm nicht in den kram passt, eliminiert werden muß.

guckt euch mal tiere an, die einander bekämpfen. wenn der sieger feststeht, gehen sie in der regel auseinander. ich habe es oft erlebt, daß sich zwei katzen oder zwei pferde, prügeln, aber ich habe nie erlebt, daß derjenige, der gewinnt, den anderen zb in die ecke drängt und dann richtig vermöbelt... tiere sind da barmherziger. die geben sich mit dem sieg zufrieden. aber der mensch? wehe, wenn er losgelassen...

10.05.2004, 08:38
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Marina
Pantherkönigin




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Zitat:
Original von Shir Khan
Ich kann nicht sagen, daß es jetzt besser ist als vorher. Könnt Ihr???


Nein, kann ich nicht und will ich auch nicht. Was soll besser sein? Die Menschen da leiden nach wie vor, sie werden nach wie vor von diesen und jenen aufgehetzt, ihrem Hass Ausdruck zu geben und zu töten. Und die Tierwelt und Umwelt leidet bestimmt genauso weiter. Und wie wir sehen, geht es auch mit den Folterungen weiter.

Die amerikanische Vorstellung von Demokratie war doch schon immer so. Hat sich nichts geändert. In ihren Augen sind alle aus solchen Ländern oder welche aus ihrem eigenen Land, Wilde. War doch immer schon so und wird sich vermutlich mit einem solchen Menschen an der Spitze schon gar nicht ändern, wenn überhaupt.

Wilde haben kein Recht auf anständige Behandlung. Und das sind auch solche da auf Kuba in dem Lager, sind doch bloss Wilde. Auf die kann man herabsehen, sie als dumm ansehen, sie als nichts wert ansehen. Was daraus wird, aus so einer Einstellung, ist deutlich zu sehen und zu hören.

03.05.2004, 13:40
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TamedTigress
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Ja, die Bilder sind einfach schrecklich.

Auch UK-Soldaten waren unter den Folterern und schockierenderweise versuchen die Medien uns hier mit aller Gewalt glauben zu lassen dass die Fotos gestsellt sind, die Opfer nicht schwitzen, die Qualitaet der furchtbaren Bilder zu gut ist...

Gleichzeitig wird mit Vergeltungsschlaegen gedroht - ein paar britische Gefangene sollen wohl schon Stunden nach Veroeffentlichung der Fotos erschossen worden sein...

Herrjeh, was ist das nur fuer eine Welt...

03.05.2004, 13:27
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