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fennek
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fennek ist offline
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hm.... solche sprüche kenn ich auch petra. naja wie sies machen ist es falsch, sind die gehege zu klein regen sie sich auf :"die armen tiere". sind die gehege groß und einiger maßen naturgetreu, motzen die besucher. : "ich zahl doch nicht dafür die viecher stunden lang zu suchen."

nicht alle zoobesucher denken so. ich hoffe das die mehrzahl sich für die tiere freut, aber ausnahmen gibt es leider überall...


@ tricia: in gewisser weise geb ich dir recht mit dem "nur lieben was man kennt." ich zum beispiel habe letztes jahr einen wurf rotfüchse aufgezogen. ich bekam sie da waren sie gerade 2-3 tage alt ich hatte sie über ein halbes jahr. davor hab ich mich nicht wirklich für füchse interessiert nun sind sie meine lieblinge, aber nicht die rotfüchse sondern wie unschwer zu erkennen der fennek bin bei der infosuche zu füchsen im i-net über ihn gestolpert, lebend habe ich noch keinen gesehn außer im tv aber ich liebe diese tiere. würde aber wegen ihnen nicht in den nächsten zo stürzen.

ich denke schon das der mensch anstöße braucht
um sich mit verschiedenen tieren auseinander zu setzen. und wenn es für manche der zoo ist dann spricht da auch nix dagegen. es hat nicht jeder die möglichkeit oder das glück die natur so nah zu erleben, oder sogar zu helfen.

zu den kindern, sie sind die zukunft und wenn nur einige verstehen was sie da im zoo sehn und das es darum geht diese tiere zu schützen und sie zu erhalten (in freier wildbahn) dann hat sich der besuch gelohnt. ich hoffe das es viele kinder sind die sich ernsthaft damit beschäftigen......


__________________
Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

20.04.2004, 20:18
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PetraB.
Alpha-Wolf




Dabei seit: Februar 2002
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Beiträge: 1301
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Dass die deutschen zoologischen Gärten in Bezug auf die Tierhaltung langsam aber sicher ihren Allerwertesten bewegen, liegt wohl vordergründig an der im Jahr 1999 erlassenen EU-Richtlinie über die Haltung von Wildtieren in Zoos.

Hier ein Auszug:

Zitat:
RICHTLINIE 1999/22/EG DES RATES
vom 29. März 1999
Über die Haltung von Wildtieren in Zoos


Artikel 3
Anforderungen an Zoos

Die Mitgliedstaaten ergreifen die Maßnahmen gemäß den Artikeln 4, 5, 6 und 7, um sicherzustellen, daß alle Zoos die nachstehenden Erhaltungsmaßnahmen anwenden:

Sie halten ihre Tiere unter Bedingungen, mit denen den biologischen und den Erhaltungsbedürfnissen der jeweiligen Art Rechnung getragen werden soll, wozu unter anderem eine artgerechte Ausgestaltung der Gehege gehört, und sie sorgen mit einem gut durchdachten Programm der tiermedizinischen Vorbeugung und Behandlung sowie der Ernährung dafür, daß die Tierhaltung stets hohen Anforderungen genügt. Sie beugen dem Entweichen von Tieren vor, um eine mögliche ökologische Bedrohung einheimischer Arten zu verhindern, ebenso wie dem Eindringen von Schädlingen und Ungeziefer von außen.

Artikel 4
Betriebserlaubnis und Überwachung

(1) Die Mitgliedstaaten erlassen Vorschriften für die Betriebserlaubnis und Überwachung bereits bestehender oder neuer Zoos, um sicherzustellen, daß die Anforderungen des Artikels 3 erfüllt werden.
(2) Jeder Zoo muß spätestens vier Jahre nach Inkrafttreten der Richtlinie bzw. - im Fall eines neuen Zoos - vor seiner Eröffnung über eine Betriebserlaubnis verfügen.
(3) Jede Betriebserlaubnis muß Bedingungen enthalten, mit denen die Einhaltung der Anforderungen gemäß Artikel 3 sichergestellt wird. Die Einhaltung der Bedingungen wird u. a. durch regelmäßige Inspektionen überwacht, und es werden geeignete Maßnahmen ergriffen, um die Einhaltung sicherzustellen.

Artikel 9
Umsetzung

(1) Die Mitgliedstaaten erlassen die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften, um dieser Richtlinie spätestens am 9. April 2002 nachzukommen. Sie setzen die Kommission unverzüglich davon in Kenntnis.

Quelle


Bereits am 29.10.2002 postete Candy HIER einen Zeitungartikel, der unter anderem diesen Inhalt hatte:

Zitat:
Seit Anfang August diesen Jahres ist der Tierschutz in Deutschland im Grundgesetz verankert. Bei der Umsetzung von EU-Vorschriften zum Schutz von Zootieren hängt man hierzulande aber noch hinterher. Deshalb droht Deutschland jetzt eine Klage der EU-Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH).


Es ist für die Tiere natürlich ein ''Segen'', dass Druck entstanden ist und sich ihre Lebensbedingungen endlich auf ein erträgliches Mass zu erhöhen scheinen und es kann ihnen sowas von egal sein, WARUM das so ist, aber schade ist es dennoch, dass diese Verbesserungsmassnahmen erst unter massiver Androhung von Strafe eingeleitet wurden.

Zwar hatte ich mich erst der Illusion hingegeben, dass fehlende Besucherströme, wie HIER erwähnt, massgeblich für die Neu-Orientierung der Zoo-Verantwortlichen und die daraus resultierenden Verbesserungen für die Tiere verantwortlich sind, aber ich denke inzwischen, der gesetzliche Druck gab den Ausschlag.

Was nun den Otto-Normal-Zoobesucher angeht, Nala, so muss ich Dir sagen, dass die Qualität des Familienausflugs und der Spass der Kinder völlig losgelöst von der Gehegesituation bzw. der Situation der Tiere als solche bewertet werden. Ich habe erst vor wenigen Tagen so etwas erlebt. Die Gedankenlosigkeit ist einfach nur erschreckend. Darauf hingewiesen, zogen die betreffenden Personen es vor, das Thema totzuschweigen ... nix da mit ''Man will sich nach Afrika, Asien, oder Amerika versetzt fühlen'' ... leider ... da kämen allenfalls Mecker-Kommentare wie: ''Vor lauter Buschzeug kann man ja die Tiger gar nicht sehen ...''


__________________

... and yesss ... my rage ...
© Alpha P.

Dieser Beitrag wurde von PetraB. am 20.04.2004, 09:29 Uhr editiert.

20.04.2004, 09:12
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Nala
Löwin




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Beiträge: 772
Nala ist offline
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Fennek, Du sprichst von verhaltensgestörten Tieren, über die sich die Besucher angeblich amüsieren.
Ich zweifle das an.
Ich denke nicht, das Zoos nur aus Einsicht, weil es eben besser für die Tiere ist, Millionen oder gar Milliarden in den Umbau zu artgerechten Gehegen stecken.
Ein Zoo ist sicherlich stückweise auch zur Bestandssicherung bedrohter Tierarten notwendig, dennoch denke ich, hauptsächlich ist er ein wirtschaftliches Unternehmen. Wirtschaftlich ist er aber nur, wenn die Besucherzahlen etc. stimmen, und demnach sind es also wohl nicht gestörte Tiere, die die Masse an Mensch erfreuen, sondern Tiere in einem Lebensraum, der naturnah gestaltet ist.
10,- Euro Eintritt bezahlt man doch nicht, wenn man Tire in betonierten und viel zu kleinen Gehegen betrachten will. Man will sich nach Afrika, Asien, oder Amerika versetzt fühlen. Und genau das passiert auch, wenn ich mir zum Beispiel das neu angelegte Afrika Gelände (25.000 qm groß) aus Leipzig betrachte. Zebras, Antilopen, Giraffen etc. teilen sich diese wie ich finde gewaltige Fläche und werden garantiert keinerlei Verhaltensstörungen zeigen. Und genau das ist es was Besucher sehen wollen.
In Leipzig ist das neue Tigergelände so riesig, dass man die Tiger nicht mal mehr unbedingt sieht. Das nenn ich Fortschritt und Zoos, die überleben wollen, werden alleine schon wegen der Besucher Gehege artgerechter gestalten. Außerdem nimmt der Arterhaltungsgedanke tatsächlich zu. Projekte, aus denen Tiere geboren werden, die für Auswilderungsprojekte geeignet sind, sind doch wieder Besucheranziehend (siehe Luchsprojekt des Osnarbrücker Zoos) . Und um Tiere auf ein Auswilderungsgehe vorzubereiten, müssen die Bedingungen im Zoo schon ideal sein.

Zusammengefasst: Ich bin nicht der Meinung, das , ich nenn ihn mal den allgemeinen Zoobesucher, der jenige eben , in den Zoo geht um sich am Elend der Tiere zu ergötzen.


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...wonder where the lions are....

19.04.2004, 20:36
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Tirica
Ozelopardin




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Beiträge: 795
Tirica ist offline
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Naja, Fennek, bestimmt, viele Leute gehen in den Zoo um sich zu amüsieren. Aber steckt nicht gerade bei Kindern ein Interesse für die Tiere dahinter?
Es wird immer Menschen geben, die gerne Tiere quälen oder ihnen im Zoo gegen die Aquarienwände klopfen.
Mein Pá hat das oft gemacht, ich natürlich auch in Folge. Mittlerweile hab ich aber viel Kontakt zu Tieren gehabt und sehe selber, dass das nicht fein ist für die Tiere. Und ich versuch, das auch an meinen Pá weiter zu geben!
Einige von euch wissen, dass ich "meine" Ozeloten im Zoo entdeckt habe. Ich gehe nicht in den Zoo, weil ich Ozelote sehen will. Ich weiß nicht einmal, wo es im Moment welche gibt. Ich gehe hin, weil mich Tiere generell interessieren. Und so geht es bestimmt auch vielen anderen. Auch wenn sie nicht so Tierfanatiker sind wie einige hier.
Wie hätte ich Ozelote liebgewinnen können, ohne sie jemals gesehen zu haben? Warum genau ist mir der Ozelot so wichtig, und nicht der Nebelparder? Weil ich ihn kenne!
Wie schon vor mir erwähnt wurde, man kann nur das verstehen und lieben, was man kennt! Ist es nicht so?


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Viele, die leben, verdienen den Tod und viele die Sterben würden das Leben verdienen. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch mit deinem Todesurteil nicht so schnell bei der Hand!

Gandalf/ J.R.R. Tolkien

19.04.2004, 16:58
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fennek
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fennek ist offline
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hm.... naja ich denke das die "zoogänger" hier unter uns eine ausnahme sind. ihr geht in den zoo lasst euch für eine oder mehrere arten begeistern, setz euch mit diesen tieren auseinander (auch über den zoo hinaus, lebensraum, bedrohte arten, usw...)

aber wer weis wieviele "ottonormalverbrauchwer" in zoos schlurfen nur wegen den kindern oder um sich selbs einfach nur an den eingesperrten tier zu amüsieren.
* ist doch lustig wenn ein verhaltensgestörtes tier den lieben lange tag seine macken zeigt*
*und wenn ich die äger na das ist dann toll wie sie sich aufregen* (wünsch mir das irgendwo mal ein zaun nicht das hält was er verspricht)

aquarien bestes beispiel, über all steht drann "bitte nicht an die scheibe klopfen" und wieviele leute halten sich dran?!

ne ne also mit zoos ect. kann ich nix anfangen.
aber auch in den natürlichen lebensraum dieser tiere würde ich nicht eindringen - es reich wenn die von "animal planet" das tun und ich mir das ganze daheim gemütlich vom sofa aus anschauen kann...


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19.04.2004, 13:35
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Dragon
Mighty Dragon




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Beiträge: 51
Dragon ist offline
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Zitat von Tricia: ,,Unsere gesammte Einstellung zur Natur ist nicht perfekt. Nicht nur die Zoos!"

Da hast du natürlich recht.
Das ist ja der Punkt!
Wir Menschen haben einfach noch nicht gelernt wie wir einen guten Ausgleich finden.
Einerseits gibt es viel zu viele Menschen als dass man 100% auf Bio machen könnte andererseits müssen wir gewisse Sachen die der Natur schaden, in Kauf nehmen um selbst zu überleben.

18.04.2004, 00:36
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TamedTigress
Amurtigerin




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TamedTigress ist offline
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Zitat:
Original von Tirica
Aber immerhin ist es besser, ein etwas trauriges, unfreies Tier im Zoo zu lieben und auch auf das Leid seiner Artgenossen ausserhalb des Zoos aufmerksam zu werden, als von dem Tier nichts mitzubekommen, außer, dass vor Tagen das letzte seiner Art irgendwo in der Wildnis verstorben ist.


Es ist ein Thema bei dem die Meinungen immer auseinander gehen werden aber ich sehe das ganz genau so.

Die Tiere in den Zoos sehe ich als "Botschafter" ihrer Art (das habe ich mal irgendwo gelesen und fand es sehr passend) die auf das Schicksal ihrer wilden Artgenossen aufmerksam machen. Ich glaube die allermeisten im Tigerforum wissen, dass ich begeisterte und bekennende Zoobesucherin bin und die Katzen in diesem Zoo haben sehr zu meiner grossen Begeisterung fuer sie beigetragen.

Zu etwas das ich nie gekannt habe habe ich keinen Bezug. Ich mag bestimmte Arten von Schmetterlingen, Insekten oder anderem exotischen Getier auf Bildern einmal gesehen haben aber mir fehlt der Bezug dazu wenn ich sie nie selbst "angetroffen" und eine Weile beobachtet habe.

Ich liebe diese Tiere einfach. Durch einen Pfleger kenne ich die meisten ihrer Namen und durch regelmaessige Besuche ihre Charaktere.

Ich weiss dass ich nach Leopardin Miranda, der ersten in der "Grosskatzenstrasse", am besten in den Baeumen suche, nach den Luchsen auf ihrer Schaukel, und Pele, der wunderschoen Jaguar der nach dem Tod eines weiteren Leoparden kuerzlich umgezogen ist, liegt allerhoechstwahrscheinlich in seiner neuen Hoehle oder partrolliert oben sein Revier.

Dann geht es vorbei an den Schneeleoparden die erst seit kurzem Zugang zum Gehege des anderen haben und dann... dann geht es oben um die Ecke steil herauf zu meinen Lieblingen... der fuenfkoepfigen Tigerfamilie bei der wir meistens mindestens eine Stunde festkleben.

Durch die Beziehung zu den gefangenen Tieren habe ich eine groessere Beziehung zu den wilden.

Leider glaube ich daran dass die meisten von ihnen hoechstwahrscheinlich nur im Zoo eine Zukunft haben und manchmal frage ich mich schon ob dieser hohe Preis fuers Ueberleben nicht zu viel verlangt ist.

Ich wuerde schon gerne wissen ob die Gefangenschaft fuer ein Tier welches im Zoo geboren ist so schlimm ist oder ob es sich immer noch nach den Weiten der Wildnis sehnt. Und ich muss gestehen, wenn ich nur sicher sein koennte dass ersteres der Fall ist wuerde ich mich als Besucherin um ein wesentliches besser fuehlen. Dennoch kann ich einfach nicht verleugnen dass ich meinen woechentlichen Zoobesuch geniesse, mich auf ihn freue und ihn nicht missen moechte.

Ich stimme Siegmar zu - auch ich finde es hilfrecih eine freundschaftliche Beziehung zu Pflegern aufzubauen. Ich habe enien bestimmten einmal nach der Jungtiertoetung gefragt und er sagte eben das was ich in meinem Beitrag weiter unten angedeutet habe - er bestaetigte mir dass die Jungtiertoetung in "seinem" Zoo absolut nicht ueblich sei, das Einschlaefern von alten Tieren aber seiner Ansicht nach oft zu leichtfertig geschieht.

Weiterhin erinnere ich mich nur zu gut an einen Skandal der meiner Ansicht nach international viel zu wenig Aufmerksamkeit erhielt: Der Zoo Glasgow wurde dicht gemacht wegen finanzieller Schwierigkeiten und alle Tiere mussten anderweitig vermittelt werden. Unter ihnen war ein ganzes Rudel asiatischer Schwarzbaeren, die meisten von ihnen sehr alt, einer krebskrank d. h. er benoetigte spezielle, kostspielige Behandlung vom Tierarzt.

Natuerlich wollte niemand diese Baerenherde haben und am Ende sagte sogar Mr Mike Flynn, Superintendant der SSPCA (Scottish Society for the Prevention of Cruelty against Animals) der mit der Vermitlung der Tiere betraut war dass das Tier zu krank war um weiter zu leben und daher eingeschlaefert werden musste.

Am Ende wurden neben des krebskranken Tieres (was ich noch nachvollziehen kann) meines Wissens noch vier weitere Tiere eingeschlaefert. Sie waren gesund, nur eben alt und niemand wollte sie. Sie in den Tod zu schicken war der beste Weg sie los zu werden.

Ich muss zugeben - dies gab mir eine Lehre...

TamedTigress

17.04.2004, 22:28
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Siegmar
Jaguar




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Siegmar ist offline
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Sind wir doch mal ganz ehrlich, wieviel Prozent der Besucher denk an diese Dinge, und wieviel mehr verdrängen sie, sagen sich in meinem Zoo passiert sowas nicht. Ich gestehe ich gehör selber zur letzten Gruppe. Dagegen hilft nur reden, mit den Pflegern und Verantwortlichen reden. Nur wenn keiner wegsieht, wird es schwer diese Vorhaben durchzuführen.
Mir ist eine gut und den Bedürftnissen der Tiere gerechter Zoo lieber als 1Million Safrietouristen in Afrika. Dragon schon mal die Bilder gesehen, wie die Steppe nach dem Einfall von Touristen aussieht. Zerfahrende Grasnabe und nach der nächsten Regenzeit sind das tiefe Gräben. Macht sich auch gut für die jagende Gepardin wenn 10 Jeeps anzeigen hier ist was los. Außerdem sind viele Zoologische Gärten bemüht, die Unterbringung zu verbessern. Ich wünsche mir auch so einige Dinge für Berlin, man wird anspruchsvoll wenn man andere Zoos gesehen hat. Genauso wichtig wie eine gute Unterbringung, ist aber auch ein gutes Verhältnis zwischen den Pflegern und ihren Schützlingen. Etwas Interaktion tut den Tieren gut, im Zoo brauchen sie sich ja nicht um ihre Sicherheit und Verpflegung kümmern und so entsteht Langeweile.

Dieser Beitrag wurde von Siegmar am 17.04.2004, 17:17 Uhr editiert.

17.04.2004, 17:07
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Tirica
Ozelopardin




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Beiträge: 795
Tirica ist offline
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Ja, klar, wir haben eigentlich kein Recht dazu, dass wir andere Tiere in Käfigen einsperren und dann "begaffen". Das seh ich auch so. Aber ich denke, es gibt so viel, was wir Menschen, den Tieren antun, wo wir genau so wenig ein Recht dazu haben. Vielleicht nehmen wir den Tieren außerhalb von Zoos (wie übrigens auch Bauernhöfen oder Mastbetrieben) nicht ihre natürliche Freiheit, aber ihren Lebensraum!

Habt ihr euch schon einmal eine Bevölkerungs-Dichte-Karte im Atlas angesehen und dabei gedacht, "wer gibt uns denn das Recht dazu"? Ich schon! Und das deprimiert mich um einiges mehr, als ein Tier im Zoo zu sehen. Es mag sein, dass es ihnen dort nicht perfekt geht. Aber immerhin ist es besser, ein etwas trauriges, unfreies Tier im Zoo zu lieben und auch auf das Leid seiner Artgenossen ausserhalb des Zoos aufmerksam zu werden, als von dem Tier nichts mitzubekommen, außer, dass vor Tagen das letzte seiner Art irgendwo in der Wildnis verstorben ist.

Die Tötung der Jungtiere ist wieder ein eigenes kapitel. Ok ist sie nicht. Genau so, wie es auch nicht ist, ein altes unattraktives Tier zu töten.
Aber denkt doch mal nach! Was tun denn alle Nutztierhalter laufend? Entweder die Tiere werden zum Verzehr geschlachtet, oder weil sie unnütz sind! Was passiert mit einer Milchkuh, wenn sie alt ist? Sie kann noch so gute Milch gegeben haben, und noch so viele gesunde Kälber auf die Welt gebracht haben, sie wird doch nicht verpflegt, bis sie eines natürlichen Todes stirbt.
Die Milchkuh ist hier mit dem Zootier zu vergleichen, das durch seine Attraktivität für den Besucher Geld gebracht hat.

Unsere gesammte Einstellung zur Natur ist nicht perfekt. Nicht nur die Zoos!


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Gandalf/ J.R.R. Tolkien

17.04.2004, 16:53
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TamedTigress
Amurtigerin




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TamedTigress ist offline
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Nun, bei all den schlimmen Nachrichten ueber die Toetung von Jungtiere moechte ich hiermit auch daran erinnern dass es den alten nicht besser geht.

Es ist natuerlich sehr schlimm wie die suessen kleinen verheizt werden aber was passiert wenn die Tiere alt und gebrechlich werden, nicht mehr so agil und unterhaltsam sind, ihr Fell seinen Glanz verliert und sie ihre Zipperlein entwickeln die jeden Monat einen Haufen Tierarztkosten nach sich ziehen?

Was wenn dann gleichzeitig deren Gehege fuer eine neue, aufregende Art oder ein suesses kuscheliges Jungtier gerade richtig kaeme?

Wer weiss wie viele da eingeschlaefert werden obwohl es gar nicht notwendig ist.

Ich will gar nicht daran denken...

TamedTigress

16.04.2004, 21:57
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